Tierschutz – Eine Leidenschaft ohne Happy-End


Wenn sich ein Tierschuetzer innerlich bewusst wird, welches Grauen die Tiere erdulden muessen, ist seine Lebensfreude erloschen! So ergeht es jedenfalls mir – und ich bin sicher, dass ich mich diesbezueglich nicht alleine finde! Das Thema Tierschutz ist eines der dunkelsten und deprimierendsten Themen, wenn nicht das Abgruendigste ueberhaupt! Der schlimmste Stachel im Herzen ist der, dass der Tierschuetzer von seinen Mitmenschen nicht verstanden werden will – und diese somit weder fuer ihn, noch das Tier irgendein Mitempfinden an den Tag legen.

Somit ist eigentlich von Anfang an der Dialog bereits abgebrochen. Sodann muessen wir diplomatisch, schonend, tastend, fuehlend, entschuldigend, kriechend und mit sanften Worten einen Weg finden, um den eigentlichen Taeter, den Archaiker, den Toeter, den Schandbuben guenstig und wohlwollend zu stimmen, damit er uns erst mal gnaedigerweise Aufmerksamkeit schenkt.

Ist uns diese Aufmerksamkeit gewaehrt, muessen wir tunlichst vermeiden, direkt zu unserem Anliegen zu kommen, sondern muessen ihm alles mundgerecht machen, wie das Fleisch in seiner Suppe. Dabei darf auf keinen Fall mit der Tuere ins Haus gefallen oder mit dem Hammer auf seinen Kopf geschlagen werden, was er aber dauernd mit uns und mit den Tieren tut und dies obendrein noch grossartig findet. Wird man zu deutlich oder ist man emotional bewegt, gilt man als Spinner, Extremist, als Fanatiker und neuerdings nach amerikanischen Massstaeben als Terrorist und wenn man erst gar nicht angehoert wird, und dann aus lauter Not die Tiere befreit, als Verbrecher! Wie praktisch ist es doch, wenn der kriminelle Taeter in der Ueberzahl ist, dass er die Wahrheit einfach in ihr Gegenteil verdreht und in dieser Weise seine Untaten weiterfuehren kann mit Hilfe von Kirche und Staat!

Deshalb bin ich es leid, immer nur eine hoefliche Zunge zu fuehren, als Belohnung fuer jene Gewohnheits-Verbrecher, welche Tiere in der grauenhaftesten Weise systematisch zu Tode quaelen. Einen Grund fuer ihre Fleischsucht finden diese Schwaechlinge ja allzumal, denn als Sklaven ihres toedlichen Tuns, welches am Ende auch ihnen selbst schadet, geniessen sie ja ohnehin den Schutz und das Wohlwollen jener menschlichen Istitutionen, ueber welche wohl im Angesicht des menschlichen Wichtes auf Erden nichts erhaben ist – und welche als absolut gelten.

Es ist ganz einfach eine masslose Enttaeuschung zu sehen, dass der Mensch es nicht weiter gebracht hat, als bis zum Schlachthof – und dass es nicht in seinem Bestreben liegt, ueber diese vernichtende Zerstoerungsphase hinauszukommen! Er besinnt sich nicht seiner Verbrechen an der Schoepfung und er gedenkt nicht, sich zu aendern. Und somit kennt der Tierschutz bis heute kein Happy-End, denn der zweibeinige Wicht und Versager hat es sich fest in den Kopf gesetzt, ein schaebiger Parasit auf dieser Erde zu bleiben, ohne Scham und ohne Gewissen – darauf kann er sich wirklich nichts einbilden, ausser jenen hirntoten Verlierern, welche nicht ueber den eigenen Bauchnabel hinaussehen, da fuer sie die Welt nicht mehr als ein geistiger Tuempel ist und welchen sie nun auch in eine materielle Jauchegrube verwandeln, denn der Geist verwirklicht sich in die Realitaet und der Mund redet, wovon das Herz voll ist.

Da hat Friedrich Nietzsche, einer der ganz wenigen Weisen unter der Sonne, absolut recht mit seinen Worten:

Alle antike Philosophie war auf Simplizität des Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnislosigkeit. In diesem Betracht haben die wenigen philosophischen Vegetarier mehr für die Menschen geleistet als alle neuen Philosophen, und solange die Philosophen nicht den Mut gewinnen, eine ganz veränderte Lebensweise zu suchen und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen.

(Anmerkung: zu seiner Zeit war das Wort VEGAN noch nicht geboren und in Gebrauch, aber es ist gemeint!)

Eure Claudia im Tierschutz – bis alle Kaefige leer sind

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Der hervorragende Tiermaler Briton Rivière


Um zwischendurch wieder einmal in den Frieden und die Ruhe einzukehren, moechte ich dem lieben Leser den hervorragenden Tiermaler Briton Rivière vorstellen und waermstens ans Herz legen. Auch mir tut jeweils diese kleine Erholungspause gut, denn die grauenhafte Situation, in welcher sich die Natur und das Tierreich befinden, graebt auch mir die Lebenskraft ab. So moechten wir denn alle von Zeit zu Zeit einkehren in die stille Betrachtung wunderschoener Bilder, auch wenn diese nicht immer eine heile Welt zeigen. Dies ist ja die Aufgabe des Kuenstlers: zu mahnen, damit wir wachsen und uns Gedanken machen. Dies ist Sinn und Zweck der Kunst, denn wer angesichts grossartiger Kunst nicht erwacht, hat Kunst nicht begriffen.

Auch Briton Rivière moechte ich einen zweiten Teil goennen, so die Umstaende es erlauben werden, aber da warten noch viele Maler darauf, von uns entdeckt und wiederentdeckt zu werden. Die meisten sind ja weltbekannte Groessen, deren Bilder weltweit in allen Museen zu bestaunen sind. Aber der Betrachter sollte sich nicht mit der Rolle des anonymen Konsumenten begnuegen, sondern an diesem Schaffen aktiven Anteil haben und entsprechend reagieren und agieren.

Wir alle duerfen froh darueber sein, dass es zu allen Zeiten solche Tierschuetzer gab, welche in verschiedenster Weise diesen hohen Gedanken an die Menschheit herantrugen. Sicher waren sie Wegbereiter in einer Zeit, als es noch keinen Tierschutz und keine Peta, noch sonst irgendeine Tierschutz-Organisation in unserer Hemisphaere gab. Aber bedenken wir, dass vor allem die Malkunst eher den wohlhabenderen Kreisen zugaenglich war – und erst heute in ihrer ganzen Dimension oeffentlich gemacht und ein breites Publikum findet. Deshalb wahrscheinlich auch das spaete Erwachen des Tierschutz-Gedankens, welcher aber doch in unserer Zeit nun massiv greifen muss, um die Ehre des Menschen zu retten, sonst versinkt der Mensch in der Unmenschlichkeit, was in der Respektlosigkeit sich selbst gegenueber gipfelt – und zu Krieg und Zerstoerung fuehrt, denn wer das Insekt, die Ratte oder die Schlange missachtet, schiebt deren vermeintliche negative Attribute auf seinen ungeliebten Artgenossen, diskriminiert diesen als Insekt, Ratte oder Schlange – und ist mit solcher Diskriminierung auch bereit, diesen zu vernichten und zu morden – und der negative Kreislauf schliesst sich!

Moege die holde Kunst des Briton Rivière uns aufwecken und motivieren, stets dafuer zu sorgen, dass alle Lebewesen gleichermassen respektiert und geachtet werden, wie auch immer deren aeussere Form sein sollte!

Eure Claudia im Tierschutz – bis alle Kaefige leer sind

Die Tierschutz-Frage und die ‚Wuerde‘ des Menschen


Manche Politiker halten Tierschutz-Fragen fuer unter ihrer Wuerde, weil sie naemlich selber gar keine Wuerde haben. Wir duerfen sicher sein: Jeder Zweibeiner, welcher an einem Pult oder auf einer Kanzel steht und ueber dessen Lippen niemals in liebenswuerdiger Weise das Wort ‚Tiere‘ kommt, ist ein nichtfuehlender Seelenschuft, welcher seinen Weg aus der Steinhoehlenzeit verfehlt, und aus Versehen in unsere Welt geraten ist, wo er nur schadet und sein Unwesen treibt, indem er andere fehlleitet und in seine Gefuehlslosigkeit hineinzieht. Und jeder geschniegelte und geoelte Politiker oder Pfaffe, welcher nur veraechtlich laechelt, wenn es um Tierschutzfragen geht, ist ein Dieb in der Raeuberhoehle! Solcher Art sind jene Tunichtgute, welche die Welt dahinfuehrten, wo wir sie heute haben. In einem herz- und hirnlosen Chaos der globalen Zerstoerung in all ihren Formen.

Es ist wohl klar, dass diesen ‚Herren‘ und ‚Damen‘ der Obertan-Gilde die Tierschutz-Frage wie ein rote Ameise in der Unterwaesche – in deren Brusthoehle brennt, wo eigentlich das Herz sein sollte! Aber da sie nur ueber einen plumpen Stein an seiner Stelle verfuegen, koennen sie auch nichts anderes, als nur spoettisch zu laecheln, oder so tun, als hoerten sie nichts, wenn die Tiere in den Schlachthoefen schreien und bruellen! Und so manchem Pfaffen sollte man ein Hoergeraet in die tauben Ohren stopfen, aber ein Herz aus Stein hoert auch keine Schreie.

Menschen, welche die Schreie und die Not der Tiere nicht fuehlen und hoeren, verfuegen ueber keinerlei Wuerde! Sie sind Randgestalten einer verlorenen Existenz, welche sich krankhaft an jene Dinge klammern, welche nur totes Geld einbringen, oder der Fortpflanzung und dem Gaumenkitzel dienen! Sie sind somit unter das tierische Leben hinuntergerutscht, denn da eben dieselben Personen behaupten, das Tier verfuege nur ueber die beiden letzten Eigenschaften, macht sie die dazukommende erste Eigenschaft zum Untertier oder Untier, denn Geld interessiert die Tiere nicht – und Geld toetet die Welt, denn es ist das leide Drecksgeschaeft in seiner ganzen Afterspannbreite, welche den Menschen zum Unmenschen macht und ihm die Wuerde raubt.

Das Tier in seinem ganzen koerperlichen Elend ist dem Menschen in seiner miesen Geisteshaltung tausendfach ueberlegen! Und jeder Halunke, der dies nicht einsieht und sich fuer weiss ich nicht was fuer einen Staats-Chef haelt und von der Qual dieser wehr- und schuldlosen Wesen zehrt ist ein gemeiner Moerder – denkt daran, bevor ihr ihn waehlt – denn er liebt euch nicht, sondern nur sich selbst und streicht seinen Mammon ein, bis er wieder im gleichen Loch verschwindet, wohin er vor ihm all jene sandte, deren Leben er abgrub und davon zehrte und feist wurde! Und wenn der feiste Bastard die Kurve kratzt, kommt schon der naechste in der langen Warteschlange – und tut es ihm gleich….und so weiter!

Eure Claudia im Tierschutz – bis alle Kaefige leer sind