„Menschenschutz“ vs. „Tierschutz“?

Leider immer wieder müssen sich Tierfreunde weise Ratschläge anhören nach dem Tenor, „…man möge die kostbare Zeit doch nicht mit Tieren verplempern, sondern sich um wichtigere Dinge, die „Krone der Schöpfung“, den Menschen kümmern.“
(Siehe z.B. http://www.zeit.de/2015/51/fluechtlinge-krieg-probleme-wohlstand-europa )

Mit anklagend erhobenem Zeigefinger und selbst aufgesetztem Heiligenschein immer das gleiche vorwurfsvolle Geschwätz: Weltweit sind Menschen auf der Flucht, hungern eine Milliarde Menschen und alle drei Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen des Hungers. Und hier, mahnen aufgebracht Möchtegern-Gutmenschen, „… sollten sich die Tierschützer doch bitteschön kraftvoll engagieren“.

An die Adresse solch nörglerischer, im speziesistischen Denken gefangener Besserwisser gewandt: Sie mögen sich einmal an die eigene Nase fassen. Was tun sie eigentlich selbst zum Wohle der Welt, konkret(!) zum Wohle von beklagenswerten Flüchtlingen und hungernden Menschen? Meist setzen sie sich nämlich im Alltagsgeschehen weder für Tiere noch für Menschen ein.

Warum fordert man analog nicht ähnlich vehement Sportfreunde, Künstler und andere Spezies auf, Tennisschläger, Fußball oder Geige und Malpinsel in die Ecke zu schleudern – und sich stattdessen „kraftvoll“ bei der Rettung all der notleidenden Menschen zu betätigen? Oder erwartet vom Pfarrer, er möge sich um das kostbare körperliche Wohl kümmern – und nötigt den Arzt hingegen, er solle sich doch dem wichtigeren Seelenheil des Menschen widmen ! Wieso erwartet man gerade von Tierschützern eine allumfassende, geradezu überirdische Guthaftigkeit ? Was hat die Rettung von Tieren hier, mit einreisenden Flüchtlingen zu tun? Zudem sind viele dieser Zuwanderer nach internationalem Recht nicht als solche anzusehen, sondern als illegal einreisende Asylanten.

Es ist schlicht perfide, mehr oder weniger sophistisch artikuliert, „Menschenschutz“ gegen „Tierschutz“ ausspielen zu wollen. Im übrigen sind Tierschützer meist auch für Menschen aktiv; eines schließt das andere nicht aus. Es darf nicht heißen entweder oder, sondern sowohl als auch.

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen seit langem, dass Serienkiller ihre Aggressionen meist zuerst an Tieren auslassen. Der US-Bundesstaat Kalifornien verlangt so bereits seit 1998, dass Menschen die Tiere misshandeln und quälen, in psychiatrische Behandlung geschickt werden. „Mit einer solchen Zwangstherapie können wir vielleicht die Eskalation der Gewalt stoppen“, so Gouverneur Pete Wilson nach Verabschiedung des Gesetzes. Indirekt resultiert aus Tierschutz letztlich auch Menschenschutz.

Lassen wir uns also bei unserem Einsatz für unsere tierischen Mitgeschöpfe – die wirklich Ärmsten der Armen (sic!) – nicht beirren. Jeremy Bentham (1748-1832): „Wesentlich ist nicht die Zahl der Beine, die Behaarung, oder Farbe der Haut (…) Ein erwachsenes Pferd oder ein erwachsener Hund sind weitaus verständiger als ein Kind, das einen Tag, eine Woche, oder sogar einen Monat alt ist. Doch selbst wenn das nicht so wäre, was würde das ändern? Die Frage ist nicht, können sie denken oder sprechen, sondern – können sie leiden ?“

Fleischesser hier, müssen sich im Zusammenhang mit Flucht und dem Hunger in der Welt, mit dem Vorwurf „Das Vieh der Reichen hier frisst das Brot der Armen“ indes endlich ernsthafter auseinandersetzten. Für die Bäuche der Menschen werden jährlich 50000000000 Tiere (ohne Fische) „produziert“, um nach kurzer Zeit mehr oder minder grausam vom Leben zu Tode befördert zu werden.

Wir, in den sogenannten Wohlstandsländern, versinken in subventionierten Milchseen, in Butter- und Fleischbergen. Doch um 1 kg(!) Fleisch zu „erzeugen“ benötigt man zwischen 7 – 16 kg Pflanzennahrung und ca. 10.000 – 20 000 Liter Wasser. 50 % des Getreides und 90 % der Sojaproduktion werden so weltweit sträflich verschwenderisch an „Nutztiere“ zur „Fleischgewinnung“ verfüttert.

Bei vegetarischer/veganer Lebensweise wäre für alle Hungernden genug Nahrung vorhanden!

Und zuletzt: Leben nicht alle Tiere gleichermaßen gerne? Wieso echauffiert man sich beispielsweise pharisäerhaft über Chinesen, die Hunde essen? Warum konstruiert man einen Unterschied zwischen Hund und Katz – und Huhn, Schwein und Rind. Weshalb streichelt man die einen – frisst aber die andern?

Fazit: Moral und Ethik dürfen nicht willkürlich – mit Hornhaut auf den Empathie-Gehirnwindungen und anthropozentrischem Denken – nach Belieben zusammengebastelt werden. Engagement für Menschen und Tiere ist gleichermaßen wichtig und notwendig – zweckmäßigerweise im Alltagsgeschehen oft aber per sinnvoller, karitativer Arbeitsteilung der Helfer.

Quelle: huffingtonpost.de

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Die Tierschutz-Frage und die ‚Wuerde‘ des Menschen


Manche Politiker halten Tierschutz-Fragen fuer unter ihrer Wuerde, weil sie naemlich selber gar keine Wuerde haben. Wir duerfen sicher sein: Jeder Zweibeiner, welcher an einem Pult oder auf einer Kanzel steht und ueber dessen Lippen niemals in liebenswuerdiger Weise das Wort ‚Tiere‘ kommt, ist ein nichtfuehlender Seelenschuft, welcher seinen Weg aus der Steinhoehlenzeit verfehlt, und aus Versehen in unsere Welt geraten ist, wo er nur schadet und sein Unwesen treibt, indem er andere fehlleitet und in seine Gefuehlslosigkeit hineinzieht. Und jeder geschniegelte und geoelte Politiker oder Pfaffe, welcher nur veraechtlich laechelt, wenn es um Tierschutzfragen geht, ist ein Dieb in der Raeuberhoehle! Solcher Art sind jene Tunichtgute, welche die Welt dahinfuehrten, wo wir sie heute haben. In einem herz- und hirnlosen Chaos der globalen Zerstoerung in all ihren Formen.

Es ist wohl klar, dass diesen ‚Herren‘ und ‚Damen‘ der Obertan-Gilde die Tierschutz-Frage wie ein rote Ameise in der Unterwaesche – in deren Brusthoehle brennt, wo eigentlich das Herz sein sollte! Aber da sie nur ueber einen plumpen Stein an seiner Stelle verfuegen, koennen sie auch nichts anderes, als nur spoettisch zu laecheln, oder so tun, als hoerten sie nichts, wenn die Tiere in den Schlachthoefen schreien und bruellen! Und so manchem Pfaffen sollte man ein Hoergeraet in die tauben Ohren stopfen, aber ein Herz aus Stein hoert auch keine Schreie.

Menschen, welche die Schreie und die Not der Tiere nicht fuehlen und hoeren, verfuegen ueber keinerlei Wuerde! Sie sind Randgestalten einer verlorenen Existenz, welche sich krankhaft an jene Dinge klammern, welche nur totes Geld einbringen, oder der Fortpflanzung und dem Gaumenkitzel dienen! Sie sind somit unter das tierische Leben hinuntergerutscht, denn da eben dieselben Personen behaupten, das Tier verfuege nur ueber die beiden letzten Eigenschaften, macht sie die dazukommende erste Eigenschaft zum Untertier oder Untier, denn Geld interessiert die Tiere nicht – und Geld toetet die Welt, denn es ist das leide Drecksgeschaeft in seiner ganzen Afterspannbreite, welche den Menschen zum Unmenschen macht und ihm die Wuerde raubt.

Das Tier in seinem ganzen koerperlichen Elend ist dem Menschen in seiner miesen Geisteshaltung tausendfach ueberlegen! Und jeder Halunke, der dies nicht einsieht und sich fuer weiss ich nicht was fuer einen Staats-Chef haelt und von der Qual dieser wehr- und schuldlosen Wesen zehrt ist ein gemeiner Moerder – denkt daran, bevor ihr ihn waehlt – denn er liebt euch nicht, sondern nur sich selbst und streicht seinen Mammon ein, bis er wieder im gleichen Loch verschwindet, wohin er vor ihm all jene sandte, deren Leben er abgrub und davon zehrte und feist wurde! Und wenn der feiste Bastard die Kurve kratzt, kommt schon der naechste in der langen Warteschlange – und tut es ihm gleich….und so weiter!

Eure Claudia im Tierschutz – bis alle Kaefige leer sind

Kirche und Tierschützer – eine Gegnerschaft

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Statement von Tierfreund Hubert:
Für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie man der Kirche wohlgewogen sein kann, wenn man Tierschützer ist. Denn die Kirche hat eine unüberwindliche Trennwand zwischen Menschen und Tiere geschoben. Sie spricht Tieren eine Würde und eine Seele ab, außerdem auch noch Gefühle. Sie beleidigt und verstößt damit auch noch ihren Gott, denn der hat ja nach ihrer Lehre und ihren Glauben Mensch UND Tier erschaffen.

„Und so, wie die Kirchen im 19. Jahrhundert bei der sozialen Frage versagten, und die Arbeiter aus der Kirche heraustrieben, so versagen sie heute im Tier- und Naturschutz und treiben die Tierschützer aus der Kirche heraus. „

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KIRCHE und TIERSCHUTZ

Von Herrn Prof. Dr. theol. Erich Grässer, Ordinarius für Neues Testament an der Universität Bonn:

Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung, sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen.

Diese Scham wird von den christlichen Kirchen nicht geteilt. Diese unsere christliche Gesellschaft in diesem unserem christlichen Abendland lebt in einer beispiellosen Ehrfurchtslosigkeit vor der Schöpfung. Vom Robbenschlachten im hohen Norden bis zum Vogelmord im Süden, von der Vernichtung der Regenwälder im Westen bis zur Ausrottung der Wale in den fernöstlichen Meeren, auf der ganzen Linie liefert der Mensch den Beweis, dass es nie eine heuchlerischere Anmaßung gab als die, sich selbst “Krone der Schöpfung“ zu nennen. In Wahrheit ist der Mensch ihr gefährlichster Ausbeuter und ihr größter Zerstörer. Und der Würde des Menschen, diesem hohen Verfassungsgut, dessen Unantastbarkeit unsere Politiker so gerne betonen, schlägt die gigantische industrialisierte Massentierquälerei brutal ins Gesicht. Es ist kein Zeichen von Menschenwürde, schwächere Lebewesen auszubeuten und zu quälen. Tiere sind schwach. Wenn wir ihre Schwäche ausnutzen, wenn wir mit ihrem unnötigen Leiden und mit ihrem unnötigen Sterben unseren Wohlstand und unseren Luxus mehren, wenn wir für jeden beliebigen Nutzen jedes beliebige Tieropfer fordern, dann haben wir unsere Menschenwürde verspielt und verdienen es nicht, eine sittliche Rechtsgemeinschaft genannt zu werden.

Und die Kirchen? Was ist mit Kirche und Tierschutz? Ich muss an dieser Stelle deutlich werden:

Wenn einst die Geschichte unserer Kirche geschrieben wird, dann wird das Thema “Kirche und Tierschutz“ im 20. Jahrhundert darin ein ebenso schwarzes Kapitel darstellen wie einst das Thema “Kirche und Hexenverbrennung“ im Mittelalter. Und so, wie die Kirchen im 19. Jahrhundert bei der sozialen Frage versagten, und die Arbeiter aus der Kirche heraustrieben, so versagten sie heute im Tier- und Naturschutz und treiben die Tierschützer aus der Kirche heraus. Denn für Tierschutz hält sich die Kirche nicht für zuständig. Kirche sei für die Menschen da. Aber dieser Mensch ist doch gerade nach biblischer und kirchlicher Lehre ein Geschöpf Gottes inmitten anderer Geschöpfe Gottes. Er lebt als Geschöpf in der Schöpfung. Noch deutlicher: Er hat von Gott her das Amt Haushalter und nicht Ausbeuter der göttlichen Schöpfung zu sein. Allmählich gewinnt die Kirche diese Einsicht zurück wie das jüngst von beiden Kirchen herausgegebene Dokument “Verantwortung wahrnehmen für die Schöpfung“ beweist.

Aber viel zu lange hat auch die Kirche statt vom Heil der Schöpfung nur vom Heil des Menschen gesprochen, und damit jene Grundeinstellung gefördert, die da sagt: Wir Menschen sind alles, alles andere ist nichts. Die gnadenlosen Folgen dieser Einstellung, die den Menschen zum höchsten Wesen übersteigert, die Natur aber zum freidisponiblen Objekt entwertet, bekommen wir immer deutlicher zu spüren. Die Ressourcen schwinden, die Böden versauern, die Gewässer verfaulen, die Lüfte verpesten, die Wälder sterben, die Wüsten wachsen, die Äcker und Tierbestände schrumpfen, nur die Menschheit wächst und wächst. Ein globaler ökologischer Kollaps ist nicht mehr nur Alptraum ängstlicher Gemüter, er ist möglich.

Weltuntergang, na und? In unzähligen Dokumenten betonen die Kirchen ihre “Friedensverantwortung“, die allein auf den Menschen beschränkt bleibt. Auf dem Kriegsschauplatz Natur dagegen und in dem Verbrecherstück der industrialisierten Tierquälerei tritt die Kirche nicht einmal als Samariter auf. Da ist sie Priester und Levit. Da geht sie vorüber. Sie vergisst den Ersten Artikel des Glaubensbekenntnisses, den Martin Luther mit den Worten erklärt hat: “Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen.“ Die hier noch gewahrte Ganzheit der Schöpfung ist kirchlich allenfalls Lippenbekenntnis. In der Ethik entspricht ihm jedenfalls nichts. Veruntreuung der Schöpfung aber ist heute jene Sünde wider den Heiligen Geist, die nach dem Markusevangelium (3.29) die unvergebbare heißt.

Die Ehrfurcht vor allem Lebendigen, diese im Namen des dreieinigen Gottes ureigenste Domäne, überlassen die christlichen Kirchen den Natur- und Tierschützern, die sich dafür von den Regierenden als Weltverbesserer und Phantasten im grünen Mäntelchen verspotten lassen müssen. Von der Kirche dürften sie jedoch unter keinen Umständen so behandelt werden. Vielmehr müsste diese hier selbst Partei ergreifen, und der stärkste Anwalt der Ehrfurcht vor allem Lebendigen sein. Dass man Franz von Assisi verehrt und Albert Schweitzer als Genie der Menschlichkeit feiert, genügt hier nicht!

Woher kommt diese Tiervergessenheit in der Kirche? Nun, es liegt daran, dass die Ethik, die theologische wie die philosophische, meint, sie habe es nur mit dem Verhalten des Menschen zum Menschen und zur Gesellschaft zu tun. Das von Albert Schweitzer gewählte Bild ist deutlich:

“Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Türe zu ist, damit ja der Hund nicht herein komme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.“

Was sie sich an Torheiten leisten, um die überlieferte Engherzigkeit aufrechtzuerhalten und auf ein Prinzip zu bringen, grenzt ans Unglaubliche. Entweder lassen sie das Mitgefühl gegen Tiere ganz weg oder sie sorgen dafür, dass es zu einem nichts sagenden Rest zusammenschrumpft.

Was wir heute erleben, ist ein mit dem Rechenstift ausgeklügeltes schreckliches Höllenspiel, in dem wir unsere Nutztiere in der Massentierhaltung zu Tiermaschinen herabstufen. Die Übermenge an Eiern, Fleisch und Butter, die die westlichen Wohlstandsgesellschaften auf diese Weise produzieren, ist mit menschenunwürdiger Tierquälerei bezahlt. Gegenüber dieser überall straflos praktizierten Ungeheuerlichkeit liest sich Albert Schweitzers Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben wie eine Botschaft von einem anderen Stern. Und eine Kirche, die zu dem allem schweigt, erklärt damit den Bankrott ihrer Barmherzigkeitspredigt!

Jetzt will die Kirche den Menschen offenbar auch noch verbieten, um Tiere zu trauern. Mag sein, daß die ein- oder andere Reaktion bzgl. Knut´s Tod übertrieben scheint, zumal bei den meisten anderen Tieren, die auf dem Esstisch landen, solch eine Trauer überhaupt nicht zelebriert wird. Das gibt der Kirche aber noch lange nicht das Recht, von einer Vermenschlichung zu sprechen und daß Grenzen überschritten würden, wenn man um ein Tier wie um ein Kind trauert. Das sollte doch bitteschön jedem Menschen selbst überlassen werden, wie, wann und über wen er trauert. Alles andere kann ich nur als „Kirchendiktatur“ bezeichnen. Außerdem ist der Begriff Vermenschlichung schon an sich schwachsinnig, da Menschen auch nur Tiere sind, wenn teils vielleicht auch ein bisschen beschränkter, als der Rest der Tierwelt.

Quelle : tigerfreund.de

Die Gleichgültigkeit der Kirche gegenüber den Tieren erschüttert, macht fassungslos. Als eine große deutsche Tierschutzorganisation in jüngster Zeit den Papst und 16 Bistümer angeschrieben und um Mithilfe gebeten hatte, antworteten vier Bistümer, dass sie nicht in der Lage seien, den Tierschutz in der Kirche zu fördern, die anderen antworteten gar nicht und vom Vatikan kam die Antwort, dass „in der katholischen Kirche Tiere keinen Platz hätten“, dass “ die „Thematik Tierschutz viel zu weit entfernt von Radio Vatikan und den zentralen Aufgaben des Vatikans sei“. Genau diese gleichgültige und menschenverliebte Haltung der Kirche gegenüber unseren tierischen Mitgeschöpfen ist eine der Ursachen für millionenfache Tiermisshandlungen, die damit quasi legitimiert werden.

Sicherlich hat die Kirche keine politische Macht und kann keine Tierschutzgesetze erlassen, dennoch ist sie unglaublich mächtig. Mächtig hinsichtlich ihrer Möglichkeit, Menschen moralisch zu beeinflussen.

Ein kleines Beispiel :

Stellen Sie sich eine Großfamilie in Sizilien beim Mittagsessen vor. Da wird man davon ausgehen können, dass ein relativ hoher Lärmpegel herrscht. Alle reden durcheinander und der Fernseher läuft auch noch dabei. Wird dann aber eine Rede des Papstes übertragen, wird man in diesem Raum sofort eine Stecknadel fallen hören, denn alle werden gebannt auf das hören, was der „Papa“ zu sagen hat. Würde die Kirche sich endlich klar zu ihrer Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe bekennen, könnten gerade in Süd- und Osteuropa Millionen von Tieren vor Mißhandlung und Tötung gerettet werden. Denn in Ländern wie z.B. Italien „hört man auf das, was die Kirche zu sagen hat“.

Solange aber die Kirche den Tieren eine Seele abspricht, solange die Christen nicht klar und deutlich dazu aufgefordert werden, Verantwortung gegenüber den Tieren zu übernehmen und sie als Mitgeschöpfe zu respektieren, werden diese zu einer schmerzlosen Materie herabgestuft und entsprechend behandelt. Aber die Kirche schweigt.

Die Kirche ist für Menschen da. Das Thema wird ausgegrenzt. Kein Ton dazu seitens des Papstes im „Urbi et orbi“, kein Wort dazu seitens der Pfarrer, Kardinäle und Bischöfe in den Gottesdiensten.
Siehe hierzu auch: „Wie Christen mit Tieren umgehen – eine traurige Bilanz“
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Gruß Hubert

Quelle: hubwen.wordpress.com

Siehe auch Blog-Beitrag vom 21. Januar 2016: „Über Kirche und Tierschutz“