Mensch bedenke, dass Du sterblich bist

Von Claudia Marrapodi

Wir sind Gaeste hier auf dieser Erde,

schon morgen sind wir fort.

Reisende und Schatten, hoffen wir, dass Licht uns werde –

kommen nackt und gehen nackt von diesem Ort.

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Mensch, bescheide dich in deinen Plaenen,

Trete kurz, begnuege dich mit leicht Gepaeck.

Sollst dich nicht schon bei den Sternen waehnen –

Am Ende landet auch der Koenig stets im eignen Dreck.

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Ob Bettler oder Kaiser –

Die Turmuhr schlaegt, die Stunden fliegen,

Aus gruenem Blattwerk werden duerre Reiser

Und tiefer Fall folgt allen Siegen.

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Jeder Tierausbeuter wird mal kalt –

Nicht im Herzen – denn das war er schon,

Aber auch ein junger Moerder wird mal alt.

Dann laeuft das Leben selbst davon…

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Kannst dann die Tiere nicht mehr schlagen

Und nicht mehr fressen ihren Speck,

Die Schweine nicht ausbluten, plagen,

Denn dann liegst auch du in deinem Dreck.

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Bedenk es wohl, Mensch, du bist sterblich

Wie jeder Strauch und jedes Tier.

Diese Gabe der Natur ist erblich,

Denn kein Wesen soll fuer immer weilen hier!

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Gedicht: Siraganda

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