Was ist eigentlich „wahrer“ Tierschutz?

Rebloggt von Tierschützerin Bettina Marie Schneider

Diese Frage sollte ich als Thema für die Webseite einer lieben Tierschutzfreundin ausführen.…aber gerne doch, kein Problem, dachte ich…und machte mich gleich ans Schreiben…

Sehr schnell stellte ich dann aber fest, dass das eine verflixt schwierige Frage war…ja, was ist denn jetzt eigentlich wahrer Tierschutz???

Ist es die Sorte Tierliebe, die bewegungsfreudige und soziale Wesen, wie Kaninchen, Mäuse, Ratten oder auch Vögel, in kleine Käfige sperrt und das oftmals noch in Einzelhaft? Ganz sicher nicht, obwohl deren Besitzer sich allesamt als Tierfreunde rühmen würden, sollte man sie fragen… weil sie ihre Lieblinge füttern und versorgen.

Sind es die paar Euro mehr, die man gewillt ist, für Bio Ware zu bezahlen? Blutgeld, dass den Schweinen ein paar Quadratmeter mehr Platz und bessere Haltungsbedingungen verschafft, ehe sie zum Schlachter gekarrt werden? Vielleicht aber der Aufpreis für Eier aus Freilandhaltung, von wirklich glücklichen Hühnern, mit Nestern und einem längeren Leben, als das ihrer Leidensgenossen?

Ist es der Verzicht auf Milchprodukte, damit für den eigenen Genuss kein Kälbchen von der Mutter getrennt wird, keine Kuh als Milchmaschine missbraucht und deren Herz bei jedem entrissenen Kalb aufs neue bricht…Milch…damit die eigenen, behüteten menschlichen Kinder mit dem Leid der Kinder anderer Lebewesen, genährt werden?

Oder ist es vielleicht die Rettung von Straßentieren? Also nur, falls sie wirklich gerettet werden wollen, manchmal ist das Leben auf der Straße für sie 1000 mal besser, als das, was sie in so manchen, sogenannten Sheltern des Grauens erwartet.

Ist es das Füttern der hungrigen Straßentiere, die sich dadurch immer weiter vermehren und deren Leid nur wächst, wenn dabei nicht auch umfassend kastriert wird, was gerne vergessen wird?

Ist es die Adoption eines solchen Tieres, selbst wenn man dieser Aufgabe nicht gewachsen ist, wenn man bereits zu viele von ihnen hat, und keinem mehr gerecht werden kann, geschweige denn, die Kosten tragen, sollte eines krank werden?

Was ist mit den Demos für die Stimmlosen? Ja, hier hätte ich keinerlei Bedenken, es sei denn, sie werden für politische Statements missbraucht, was leider zunehmend vorkommt.

Selbst Zoos preisen sich für wahren Tierschutz, wenn sie Arten erhalten. Ich vermute stark, dass keine Art der Welt, für ein Leben in Gefangenschaft und hinter Gittern erhalten werden möchte. Diese Form von Tierschutz findet wohl eher für den Menschen statt …

Und dann wären noch die Menschen, die sich mit Herzblut und großem Einsatz für Tiere engagieren. Ist es wahrer Tierschutz, wenn sie dabei regelmäßig die Mindestanforderungen für menschlichen Umgang miteinander, großzügig ignorieren.

Wenn sie dabei das Bild nach außen tragen, als wäre die Tierschutzszene ein Haufen zänkischer und missgünstiger Gesellen, die Menschen hassen und sich deshalb den Tieren zugewendet haben. Wo endet Tierschutz und wo beginnt der Egotrip der Soziopathen?

Fragen über Fragen, die teilweise sehr einfach zu beantworten sind aber manche davon, machen mir Kopfzerbrechen. Deshalb wurde dieser Artikel bis heute nicht geschrieben.

Wahrer Tierschutz … wie auch immer er aussieht, sollte in allen Fällen menschliche Belange und Bedürfnisse hinten anstellen und sich einzig um das Wohlergehen unserer Mitgeschöpfe drehen. Ob es ihn eigentlich überhaupt gibt, den wahren Tierschutz? Sind wir Menschen überhaupt dazu fähig? Wenn es so wäre, dann wäre unsere Welt längst eine völlig andere.

 

 

Grausame Fuchsjagden

Rebloggt von Tierfreund Hubert auf hubwen.wordpress.com

Hubert schreibt: Ich kann das nur eine große Sauerei nennen. Die Welpen sind dazu verdammt zu verhungern oder zu erfrieren. Die Jäger haben einfach eine starke Lobby, weil viele Politiker selbst diesem Tötungs-Hobby frönen. Es ist höchste Zeit das Massaker an Füchsen zu beenden.

Aus wildbeimwild.com

Während in Dortmund auf der „Jagd & Hund“ neueste Fallensysteme, halbautomatische Jagdwaffen und exotische Trophäenreisen feilgeboten werden, verlieren im Wald und auf der Feldflur tausende von Füchsen ihr Leben im Rahmen von so genannten „Fuchswochen“.

Darunter befinden sich mit grosser Wahrscheinlichkeit massenhaft Elterntiere, die für die Aufzucht von Jungtieren notwendig sind. Denn bereits bei Jagden, die ab Beginn der Paarungszeit der Füchse – also ab Ende November eines Jahres – stattfinden, ist jeder getötete Rüde ein potentieller werdender Fuchsvater, jede getötete Fähe potentiell bereits trächtig. Ab Mitte Januar werden die ersten Fuchswelpen geboren, so dass bereits bei den jetzt stattfindenden Jagden das Risiko besteht, tatsächlich Elterntiere zu töten und deren Welpen zu einem schrecklichen Hungers- oder Erfrierungstod zu verdammen.

Wildtierschutz Deutschland und das Aktionsbündnis Fuchs, welches von über 60 Organisationen aus dem Tier- und Naturschutz unterstützt wird, wollen das verhindern.: Die Tierfreunde fordern Julia Klöckner und ihre Kolleginnen und Kollegen in den Landwirtschafts- und Umweltministerien der Länder in einem Schreiben auf, auf gesetzlicher Ebene unverzüglich die realen Setzzeiten bei Füchsen zu berücksichtigen und dem Umstand gerecht zu werden, dass auch der Fuchsrüde zur Aufzucht von Jungtieren notwendig ist. Auch wenn der Hauptversorger der Fuchsfamilie zwischen Paarungs- und Setzzeit getötet wird, haben seine Nachkommen wesentlich geringere Überlebenschancen. Um den Elterntierschutz ernsthaft zu gewährleisten, wäre daher eine Schonzeit der Füchse ab Beginn der Paarungszeit nötig.

Als das Bundesjagdgesetz 1952 erstmals veröffentlicht wurde, hat man die Schonung von Elterntieren lediglich über den Zeitraum definiert, in welchem damals Fuchswelpen zur Welt kamen. Viele Jäger handeln noch heute danach und berücksichtigen nicht, dass Fuchswelpen hierzulande aktuell nachweislich nicht erst im März, sondern bereits im Januar und Februar das Licht der Welt erblicken. Erkenntnisse aus der Fuchsforschung über die Familienstruktur von Füchsen werden sowohl von der Jägerschaft als auch von der Politik weitgehend ignoriert.

Dabei wird es im Sinne des damaligen Gesetzgebers gewesen sein, einen umfassenden Schutz der für die Aufzucht von Jungtieren notwendigen Elterntiere zu schaffen. „Auch sollte ein Jagdverband, der auf dem Papier die Waidgerechtigkeit hochhält, mal in sich gehen. Vielleicht erinnert man sich dort an das eigene Grundsatzpapier, welches im Rahmen der Waidgerechtigkeit eine Selbstbeschränkung des Jägers fordert und konstatiert, dass keineswegs alles erlaubt sei, was nicht ausdrücklich verboten ist.“ (Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland)

Eine darüberhinausgehende Jagdzeit für Füchse lehnen wir ebenfalls ab, weil weder aus ökologischen noch aus epidemiologischen Gründen die Fuchsjagd überhaupt erforderlich ist. Das belegen u.a. zahlreiche Nationalparks in Deutschland und seit 2015 unser Nachbar Luxemburg, wo seitdem eine ganzjährige Schonzeit für Füchse gilt.

Das Aktionsbündnis Fuchs wurde 2017 gegründet und setzt sich für eine ganzjährige Schonzeit für Füchse ein. Das Bündnis wird von über 60 Tier- und Naturschutzorganisationen unterstützt.

Polizist erschlägt grundlos verletzten Fuchs – PETA erstattet Anzeige

Rebloggt von Tierfreund Hubert auf hubwen.wordpress.com

Im Juni 2019 rettete ein Tierfreund in Hattersheim einen kleinen, verletzten Fuchs, der sich in einem Metallzaun verfangen hatte. Der Retter nahm das verängstigte Wildtier mit nach Hause, um es tierärztlich versorgen zu lassen. Doch alle Tierkliniken, die er um Hilfe bat, lehnten die Behandlung des Fuchses ab, sodass sich der Mann an die Polizei wandte. Diese verwies ihn zunächst an den Jagdpächter, schickte dann trotzdem drei Beamte vorbei – unter ihnen sei ein Polizist, der wüsste, was zu tun wäre. Dieser Polizist war offenbar Hobbyjäger.

Die Polizisten machten dem Tierfreund zunächst Vorwürfe, er habe sich und seine Partnerin in Gefahr gebracht, als er den Fuchs nach Hause brachte. Die Rede war von angeblicher Tollwutgefahr. Dann schickten die Beamten die beiden Tierfreunde unter einem Vorwand vom Balkon in die Wohnung.

Der Polizist tötete den kleinen Fuchs noch auf dem Balkon seines Retters. Der Hobbyjäger tötete den in Schockstarre verfallenen Fuchs mit einem Schlag ins Genick. Der Tierfreund berichtete, dass der Balkon voller Blut war – für das tierliebe Paar ein traumatisches Erlebnis.

Deutschland ist seit 2008 tollwutfrei

Bereits 2008 wurde Deutschland offiziell für tollwutfrei erklärt. Diese Information wird in der Polizei- und auch in der Jagdausbildung vermittelt. Der Polizist wusste daher genau, dass von dem Fuchs keine Tollwutgefahr ausgehen konnte – und tötete ihn dennoch.

Dass Deutschland tollwutfrei ist, hätte dem Beamten bekannt gewesen sein müssen. Der Vorfall zeigt, dass Hobbyjäger offensichtlich nicht einmal grundlegende Kenntnisse über Wildtiere haben oder sie schamlos ignorieren“, so Nadja Michler, Fachreferentin bei PETA Deutschland.

Wäre der Fuchs wirklich mit Tollwut infiziert gewesen, hätte man ihn wegen der Kontaminierungsgefahr durch das infektiöse Blut nicht auf dem Balkon des Tierfreundes töten dürfen. Auch dies hätte der Polizeibeamte, der über eine Jägerausbildung verfügt, wissen müssen. Wären Anzeichen von Tollwut erkennbar gewesen, dann hätte umgehend das Veterinäramt wegen Seuchenverdachts eingeschaltet werden müssen. Die Leiche des Fuchses hätte zudem in einem Labor untersucht werden müssen.

Verletzungen rechtfertigen die Tötung nicht

Auch das vorgeschobene Argument des Polizeisprechers, der Fuchs hätte so oder so von seinem Leid erlöst werden müssen, ist abwegig. Der Fuchs war laut dem Tierfreund – wenn überhaupt – nur leicht an der linken Hinterpfote verletzt und hätte tierärztlich behandelt, nicht getötet werden müssen.

Auch die Schockstarre, in die der kleine Fuchs fiel, ist nicht ungewöhnlich und rechtfertigt in keiner Weise seine Tötung. Dies ist eine normale Reaktion der scheuen Wildtiere, wenn sie in Notsituationen geraten oder Menschen ihnen zu nahe kommen. Der Schockzustand löst sich in der Regel nach wenigen Stunden wieder von allein.

Anzeige gegen den Polizisten

Wir von PETA haben wegen Verstoßes gegen Paragraf 17 Nummer 1 des Tierschutzgesetzes Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen den Polizisten erstattet. Dieser Paragraf besagt, dass kein Wirbeltier ohne einen „vernünftigen Grund“ getötet werden darf.

Füchse haben zu Unrecht ein schlechtes Image

Viele Jäger hängen Füchsen ein schlechtes Image an und behaupten, von den Tieren ginge ein Infektionsrisiko für den Menschen wegen vermeintlicher Tollwut und des Fuchsbandwurms aus. Studien haben jedoch gezeigt, dass es wahrscheinlicher ist, vom Blitz getroffen zu werden oder bei einem Jagdunfall zu Schaden zu kommen, als sich mit einem Fuchsbandwurm zu infizieren.

Es wird Zeit, dass wir Füchse als die Lebewesen sehen, die sie sind: verspielte, intelligente und familiäre Tiere – und keine Krankheitsüberträger.

8 faszinierende Fakten über Füchse