Island – Land der 5.000 Blutstuten

Rebloggt von Tierschützer Hubert Wenzl

Die Tierschutzorganisationen Animal Welfare Foundation (AWF, Deutschland) und der Tierschutzbund Zürich (TSB, Schweiz) haben in Island ein Geschäft aufgedeckt, an dem rund 100 Blutfarmen mit 5.000 Pferden beteiligt sind. Auf diesen Farmen wird Stuten in der frühen Trächtigkeit über einen Zeitraum von bis zu zehn Wochen Blut entnommen. Das Blut enthält das Hormon PMSG, das vor allem in der industriellen Ferkelproduktion zur Steigerung der Fruchtbarkeit und zur Synchronisierung von Geburten eingesetzt wird. Unsere Recherchen haben entgegen allen Aussagen der Pharmakonzerne eine Reihe massiver Tierschutzverstösse aufgedeckt.


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Speziesismus: Die Diskriminierung von nicht-menschlichen Tieren …..


In einer speziesistischen Gesellschaft können sich Menschen als „Tierliebhaber“ bezeichnen, während sie Schnitzel essen, in einem Auto mit Ledersitzen fahren, Tierzirkusse besuchen, einen Wollpullover tragen und Produkte kaufen, die an Tieren getestet wurden.

Speziestisches Denken und Handeln äußert sich auf zwei Ebenen: Zum einen gibt der Mensch vor, allen anderen Tieren überlegen zu sein. Damit rechtfertigt er, dass wir Menschen andere empfindungsfähige Lebewesen als Nahrungsmittel, Bekleidungsmaterialien, Spielzeuge oder Forschungsgegenstände ausbeuten können.

Gleichwohl wissen wir heute, dass diese Tiere genau wie wir Schmerz, Hunger, Angst, Liebe, Freude oder Einsamkeit empfinden. Zum anderen diskriminieren Menschen unterschiedliche Tierarten auf der Grundlage des Nutzens, den wir Menschen ihnen willkürlich zuteilen. Der Glaube, dass Hunde und Katzen „Freunde“, Fische und Hühner „Nahrung“ und Insekten und Tauben „Schädlinge“ sind, beruht auf einer speziesistischen Einstellung.

Weil die speziesistische Kategorisierung von Tieren menschengemacht ist, können wir sie auch wieder aufheben und Tieren die Rechte zusprechen, die ihnen zustehen. Kühe beispielsweise brauchen kein Wahlrecht, aber sie wollen und verdienen ein Leben ohne Schmerzen und Leiden.

Speziesismus zu bekämpfen bedeutet anzuerkennen, dass jedes Tier das Recht hat, frei von menschlichem Missbrauch zu leben – ganz gleich, um welche Tierart es sich handelt. Wir alle können jetzt damit beginnen, indem wir unsere Alltagsentscheidungen überdenken und diejenigen ändern, die Tieren schaden.

Quelle: peta.de

Sechs moralische Grundsätze über unseren Umgang mit Tieren

Von Dr. Gunter Bleibohm

Die Fähigkeit des Denkens hat den Menschen zum mächtigsten Wesen der Erde werden lassen, ihn aber auf Grund dieser Fähigkeit von der übrigen Natur getrennt. Gefördert über Jahrtausende durch zahllose Religionen und Kulte mit ihren Gottesphantasien, sah und sieht sich der Mensch auch heute noch als legitimen Gesprächspartner höchster Mächte, als Krone und Ziel der Schöpfung, wesensähnlicher seinen erfundenen Gottheiten, als wesens – und artverwandt zu seinen Mitgeschöpfen, den Tieren.

Dieses Gefühl, dieses vermeintliche Wissen, ist zwischenzeitlich ein Bestandteil seines Bewusstseins, wird ihm gelehrt, vorgelebt und anerzogen. Moralische Werte wie Nächstenliebe, Mitgefühl, Treue etc. gelten im allgemeinen nur für Menschen. Tiere sind heute immer noch Wesen, an denen steinzeitliche Instinkte und »kultivierte« Perversionen und Grausamkeiten des Menschen legal in jedem Kulturkreis ausgelebt werden können.

Dem Mitgeschöpf, dem Tier, wird jedes wirkliche Recht, jedes soziale Empfinden und von den christlichen Religionen sogar noch die Seele abgesprochen. Die gesamte Natur wird in einer nur auf den Menschen ausgerichteten Nutzungsbetrachtung klassifiziert und entsprechend angepasst oder vernichtet. Aber:

»Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.« (Mahatma Ghandi)

1. Grundsatz

Eine moralische Weiterentwicklung des Menschen bedeutet, das Leid aller Lebewesen und nicht nur das der Menschheit zu mildern. Führen wir uns vor Augen: Jedes Lebewesen nimmt die es umgebende Welt anders wahr, die Bakterie anders als der Fisch, die Schlange anders als der Bussard, der Hund anders als der Mensch. So wie jeder Wassertropfen im Meer dem anderen gleichwertig ist, so ist jedes Lebewesen in der Natur dem anderen gleichwertig. Es ist allein der Wahn des Menschen, sich als etwas Höheres, Bedeutenderes, Lebenswerteres zu halten.

2. Grundsatz

Es existieren zahllose, unabhängige Lebensformen am Baum der Evolution, die alle mit dem gleichen Lebensrecht und Lebenswillen von der Natur ausgestattet wurden. Wir haben heute nicht mehr das Recht, Menschen zu diskriminieren, weil sie einer anderen Rasse oder einem anderen Geschlecht angehören.

3. Grundsatz

Wir sind nicht berechtigt, die individuellen Interessen von Tieren nur deshalb abzulehnen, weil sie einer anderen biologischen Gattung, einer anderen Lebensform angehören. Die moralische Weiterentwicklung eines Menschen lässt sich daran ablesen, inwieweit er den Kreislauf von »Fressen und Gefressenwerden« durchbricht, das Auslöschen von Leben zu vermeiden sucht und die Einmaligkeit jedes Lebewesens als Mitgeschöpf akzeptiert. Erst dieses Verhalten bedeutet eine tiefe Ehrfurcht vor dem Leben, eine tiefe moralische Integrität.

»Wer nicht aufhört, Fleisch zu essen, ist an den Massakern in den Schlachthäusern unmittelbar beteiligt und dafür moralisch verantwortlich. Begründen muss man nicht, warum man Vegetarier ist, sondern warum man NICHT Vegetarier ist. Rechtfertigen muss sich derjenige, der unschuldige Lebewesen quält und umbringt, nicht derjenige, der dies NICHT tut.« (Helmut Kaplan)

4. Grundsatz

Von allen Lebewesen hat allein der Mensch die moralische Wahlmöglichkeit, den unendlichen Kreislauf von »Fressen und Gefressenwerden« zu durchbrechen. Der Mensch möchte frei und unbeschadet leben, soziale Kontakte haben und sein Leben in Frieden verbringen. Das gleiche Verlangen hat das Tier. Jedes Tier fürchtet die Vernichtung, fürchtet den Schmerz.


»Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.« (Charles Darwin)

5. Grundsatz

Es kommt bei der Betrachtung der Fähigkeiten eines Lebewesens nicht darauf an, ob Tiere die gleiche Intelligenz des Menschen haben, sondern einzig, ob sie die gleiche Leidensfähigkeit haben. So wie dem Menschen eine Würde zugesprochen wird, hat auch jedes Tier seine Würde. Ehrfurcht vor dem Leben und Achtung vor den Tieren erstreckt sich nicht nur auf Haustiere, es erstreckt sich auf alle Lebewesen. Allein schon der Begriff »Nutztier/Schlachttier« degradiert ein Lebewesen zum Produktionsfaktor und ist moralisch vernichtend.

»Du würdest doch auch deinen Hund oder deine Katze nicht umbringen und aufessen, oder? Warum dann aber Hasen und Schweine! Wo ist der Unterschied?« (Helmut Kaplan)

Jedes Quälen, Versklaven und Töten eines Tieres zum Vergnügen, wie beispielsweise beim Stierkampf, der Jagd, der Pelzindustrie etc. kennzeichnet den Täter als skrupellosen Triebmenschen jenseits ethischen Denkens.

6. Grundsatz

Liebe und Mitgefühl bringt der moralische Mensch allen Lebewesen entgegen und nicht nur seinen Mitmenschen. Behandle jedes Tier mit der gleichen Achtung, die Du auch den Menschen entgegen bringst. Habe Ehrfurcht vor jedem LEBEN!