Gute Schleimer – Schlechte Schleimer: Interessante Fakten über Schnecken

Rebloggt von Tierschützerin Bettina Schneider

Schnecken haben keinen allzu guten Ruf, sie gelten als eklig und vielen Gärtnern ist ihr Anblick im Garten verhasst. Besonders die Nacktschnecken haben einen eher niedrigen Kuschelfaktor und so handeln die meisten Artikel über die sanftmütigen Kriecher meist davon, wie man sie am besten vertreibt oder tötet. Dabei haben Schnecken viele erstaunliche Talente und einige von ihnen, wie die Weinbergschnecken, sind nicht nur streng geschützt sondern auch äußerst nützlich in unseren Gärten.

Gartenhelden

Die meisten Schnecken sind Aasfresser, das bedeutet, sie vertilgen mit Vorliebe die Überreste anderer Tiere, verrottendes Holz, welke Pflanzen, Pilze, Fallobst, sie sind emsige und wichtige Totengräber im Ökosystem, denn sie räumen den Garten auf und beschaffen dabei frischen Humus. Igel und viele Vogelarten, die wir gerne in unseren Gärten sehen, schätzen sie als besonderen Leckerbissen.Manche von ihnen, wie der große Tigerschnegel, ernähren sich nicht nur von abgestorbenen Pflanzen. Auf ihrem Speiseplan stehen Pflanzenschädlinge wie Maden, Larven, Insekten und auch die Eier anderer Nacktschnecken, auch die der Spanischen Wegschnecke. Wer Tigerschnegel im Garten entdeckt, sollte sich freuen, denn er hat mit ihnen starke Verbündete gegen die ungeliebten „Schadschnecken“. Die Spanische Wegschnecke ist für 90% der Schneckenfraßschäden in unseren Gärten verantwortlich und sie schleimt so bitter, dass natürliche Feinde sie meiden.

Gartenheld und Schädlingsbekämpfer

Warum Schnecken schleimig sind

Jede Schnecke hinterlässt eine Schleimspur, die unter anderem von einer großen Drüse am Kopfende produziert wird. Schleim kann tödlich sein. Jedenfalls für Bakterien. Schnecken schützen sich mit ihrem Schleim vor Krankheiten. Dieses antibakterielles Sekret, das den ganzen Körper umgibt, dient nicht nur dem Schutz sondern erleichtert die Fortbewegung und schützt vor dem Austrocknen. Je nach Anforderung dient er als Haftmittel oder verbessert die Gleitfähigkeit. Schnecken lieben es daher warm und feucht, denn nur dann können sie genügend Schleim erzeugen, auf dem der Schneckenfuß gleiten kann. Dank dieser ausgefeilten Technik überwinden Schnecken auch glatte Wände oder scharfe Kanten.

Artisten

Schneckentempo

Weinbergschnecken sind unglaublich langsam und gemütlich unterwegs. Sie bewältigen etwa drei Meter pro Stunde. Dafür können die Tiere senkrecht oder sogar über Kopf kriechen, Exemplare ohne Gehäuse schlüpfen mühelos durch enge Fugen und in lockeren Boden. In einer Nacht legen sie ca. 25 Meter Wegstrecke zurück.

Futter können Schnecken übrigens bis auf 50 Meter Entfernung wahrnehmen. Geruchssinn und Augen befinden sich an der Spitze der Fühler. Beobachtet man eine Weinbergschnecke, so kann man die Augen als kleinen dunklen Punkt auf der Fühlerspitze gut erkennen. Mit den unteren Fühlern tastet und schmeckt die Weinbergschnecke.

Weinbergschnecken sind defensiv, sie verletzen oder töten weder Artgenossen noch andere Lebewesen. Genau wie die kleineren Schnirkelschnecken richten sie im Garten keinen nennenswerten Schaden an. Es sind die in Massen auftretenden, besonders gefräßigen, Nacktschnecken, die über Nacht ganze Beete verspeisen können und damit die Vernichtung aller Schnecken im Garten heraufbeschwören.

Viele Gartenbesitzer ziehen bald wieder in den Kampf gegen die ungeliebten Gäste im Gemüsebeet und die beliebteste Waffe ist Gift. Dabei ist längst nicht jeder Schleimer im Garten schädlich. Jede Schnecke, ob sie nun auf den ersten Blick nützlich erscheint oder nicht, hat einen wichtigen Platz in einem funktionierenden Ökosystem. Wird diese Lebensgemeinschaft gestört, endet es oft damit, dass die gefräßigen Nacktschnecken Überhand nehmen. Schneckenkorn löst dieses Problem nicht. Ganz im Gegenteil, es schafft neue! Das Gift tötet nicht nur wahllos alle Schnecken sondern stellt auch eine Gefahr für Igel, Vögel, Haustiere und nicht zuletzt, Kleinkinder dar.

Haben sich neben den Weinbergschnecken doch einmal zu viele „böse Schleimer“ im Gemüsebeet eingenistet, dann gibt es eine Umwelt- und tierfreundliche Alternative zum Schneckenkorn. Einfach Apfelschalen und anderen Biomüll neben das Beet legen und darüber einen Karton. Schnecken lieben es dunkel und sie lieben Apfelfruchtfleisch. Sie sammeln sich unter dem Brett und können dann bequem umgesiedelt werden.

Friedlich, nützlich und anmutig. Weinbergschnecken

Quelle: guteskarmatogoblog.wordpress.com

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Frau Schneider ist sauer…

Von Bettina Marie Schneider

In der Vergangenheit habe ich bereits schon einmal die Arbeit in einem Tierschutz Verein mit einer Baustelle verglichen. Alles reine Nervensache

Mittlerweile ist diese Baustelle zu einer Großbaustelle mutiert, es sind neben mir noch ein paar wenige Baumeister konstant, zuverlässig und genauso leidensfähig jeden Morgen erneut am Bauen, nachdem wir uns spät abends verabschiedet haben und müde ins Bett gewankt sind, oder zornig oder erleichtert, je nach Tageslage.

Insgesamt fühlt es sich jedoch zunehmend an, als ob ich den gesamten Dachstuhl als Dauerlast auf den Schultern trage. Nicht dass dieses Bauwerk keinen Nutzen bringt…es rettet jeden Tag Leben…und es findet viele Bewunderer und Helfer, die im Vorbeigehen einen Stein beisteuern, ein paar Risse flicken, Mut zusprechen oder mit viel Glück sogar in unser Haus kommen , sich ein Werkzeug schnappen und mitarbeiten.

Aber die einzige verlässliche Konstante bleibt die Not. Alles andere ist Glücksache. Teilweise von meinem Geschick und Verhalten abhängig und teilweise von Dingen, die ich nicht beeinflussen kann, oder vielleicht auch nicht mehr will. Auch mein Tag hat nur 24h, irgendwie findet neben der ehrenamtlichen Arbeit und der anderen Arbeit (für Geld) kein Leben mehr statt. Mein Leben, ungezwungen und ohne Angst vor der nächsten Hiobsbotschaft hat sich irgendwo still und leise verabschiedet, genauso wie mein Vertrauen. Verantwortung, Versprechen und auch der Wunsch, dass jeder sich wohl fühlt und bleibt, bestimmt meinen Tages- und Nachtplan.

Ein Chef, der seine Mitarbeiter nicht entlohnen kann, dessen Mitarbeiter alle weit verstreut im Land leben, die er nie gesehen hat und auf Verdacht eingestellt, ein Chef der aber dringend auf sie angewiesen ist, der beständig Entscheidungen über Leben und Tod treffen muss, langfristige Budgetplanungen treffen und für deren Einhaltung haften, der ist ein armer Tropf und es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ihn diese Aufgabe aufreibt.

Der eine geht, weil er keine Lust mehr hat, der andere erscheint nicht, weil er sich mit jemand gestritten hat, der dritte fühlt sich nicht genügend gewürdigt, der vierte hat private Probleme, die vor gehen, der fünfte ist krank, der sechste …ach was weiss ich…

Ich weiss gerade nicht, ob ich mir das weiterhin antun soll, denn es wird sich nie ändern. Der Bedarf und die Verantwortung wird beständig größer. Die dazu nötige Sicherheit und das Fundament jedoch leider nicht stärker.

Ich weiss nur, dass all die wunderbaren Unterstützer, enttäuscht wären, wenn ich hier das Gleiche mache, was so viele im Team oder auch Spender für sich in Anspruch nehmen. (Und was ich absolut verstehe, nur ich kann das leider nie!)

Dass es keine gute Vorbildfunktion im Team wäre, für alle, die zähneknirschend mit mir durchhalten…

…und vor allem, dass es ein super Gau für alle Helfer an der Front wäre, deren Schützlinge im wahrsten Sinn des Wortes auf Gedeih und Verderb meiner Entschlossenheit ausgeliefert sind, all das irgendwie immer zu kompensieren.

Heute bin ich einfach einmal nur sauer. Über mich, weil ich mir auch in Hundert Jahren nicht das dicke Fell zulegen und die Empathie ablegen kann, die zum Durchhalten notwendig wären. Weil ich aus Gewissensgründen, wegen inniger Freundschaften, die mir am Herzen liegen und aus Prinzip keinen Rückzieher machen kann. Nicht einmal eine Pause. Ich halte meine Versprechen. Immer. Und weil alle Bemühungen um Stabilität und auch die sorgsamste Arbeit nicht verhindern können, das nichts im Tierschutz von Bestand ist. Außer der Not.

Quelle: guteskarmatogoblog.wordpress.com

Tierschutz geht uns alle an !!!

Wie unsere Politiker-Kaste weiterhin Tierschutzwerte für die mittelalterliche und barbarischen Rituale des Schächtens opfert

Auf der Webseite von animal-heath-online.de  ist nachzulesen, wie uneinsichtig, wie stur und hirnverbrannt unsere etablierten Parteien nach wie vor hinsichtlich des grausamen Schächtens ticken, denn ein Verbot des Schächtens (Schlachten ohne Betäubung) sei verfassungsrechtlich nicht zulässig, lautet die Antwort der Bundesregierung auf eine diesbezügliche Anfrage der AfD-Fraktion. Ja, das Tierschutzgesetz schreibe zwar vor, dass Tiere nur nach einer Betäubung getötet werden dürfen, allerdings gebe es eine Ausnahmeregelung und mit dieser solle bestimmten religiösen Überzeugungen Rechnung getragen werden, erläuterte die Regierung.

Ganz im Gegensatz zu dieser tierschutzwidrigen Haltung unserer „ehrenwerten“ und keineswegs auch nur einigermaßen tierfreundlichen Bundesregierung finden die hierzu geäußerten Wahrheiten von Tierschützerin Barbara Wardeck-Mohr meine volle Zustimmung:

Tierschutz hat Vorrang!

Schächten – der grausamste Tod – eine abgrundtiefe Schande – kein Grund auf sein Land stolz zu sein!

Die “ angeblich notwendigen Sondergenehmigungen“ sind faktisch falsch und werden von renommierten internat. Islamwissenschaftlern widerlegt! Zahlreiche Länder wie Polen oder die Schweiz stellen Schächten unter Strafe, nur nicht Deutschland! Die Regierung gibt damit jeden Mindeststandard an Ethik und hinsichtlich unserer Werte auf und handelt wieder gegen den mehrheitlichen Willen der deutschen Bevölkerung! Tierschutzgesetze haben Vorrang – nicht mittelalerliche Rituale! Es gilt unser GG ! Eine Regierung, die nicht öffentlich gegen das betäubungslose Schächten Stellung bezieht, wird ein weiteres Kapitel unrühmlicher deutscher Geschichte schreiben; gleichzeitig der Verrohung der Gesellschaft weitere Bahnen ebnen ….
Dr. rer. nat. Barbara Wardeck-Mohr


PRESSEAUSSENDUNG

Bundestagsgutachten bestätigt: Einschränkung der Religionsausübung wäre im Grundgesetz prinzipiell möglich!

Erst kürzlich ließ die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/1171) des AfD-Abgeordneten Stephan Protschka und der Fraktion der AfD, als Antwort verlautbaren:

„Ein Verbot des Schächtens (Schlachten ohne Betäubung) ist verfassungsrechtlich nicht zulässig.“

Mehr siehe : http://www.animal-health-online.de/gross/2018/04/03/verbot-des-schachtens-nicht-zulassig

Doch das ist so nicht richtig. Eine solche seit Jahrzehnten vorgetragene Rechtsauffassung der Bundesregierung ist mittlerweile obsolet.

Es wird verwiesen auf vorliegende Stellungnahme des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, vom 14. November 2017, das der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner, (AfD) und Vorsitzender des Rechtsausschusses, in Auftrag gegeben hatte. ( WD 3 – 3000 – 221/17 )

Rechtsanwalt Brandner sieht sich hier in seiner Rechtsauffassung bestätigt:

„Viele ideologisierte Politiker behaupten seit Jahren steif und fest, jegliche Form der Religionsausübung müsse geduldet werden, selbst wenn sie mit unserer Rechtsordnung und dem Grundgesetz nicht vereinbar ist. Unter dem Deckmantel der Religionsausübung ist gleichwohl in den letzten Jahren viel Schindluder betrieben wurden. Sei es die mit westlichen Werten nicht zu vereinbarende Verschleierung von Frauen, Tötungen aufgrund archaischer Ehrbegriffe oder die Verheiratung von Mädchen gegen ihren Willen. Wenn Deutschland zu seinen Werten stehen will, dann bietet die Werteordnung des Grundgesetzes den Rahmen, um solch mittelalterlichem Treiben Einhalt zu gebieten. Es wird jetzt Zeit, eine öffentliche Debatte über eine Grundgesetzänderung zu führen, um all jene in die Schranken zu weisen, die die Religionsfreiheit für politische Zwecke missbrauchen. Einen Freifahrtschein wollten die Verfassungsväter mit der Religionsausübungsfreiheit nie erteilen. Auch insoweit muss unsere Demokratie wehrhaft sein!“

Die wehrhafte Demokratie des Grundgesetzes erlaubt im Kern auch die Einschränkung der Religionsausübung, wenn ihre Folgen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Dafür müsste das Grundgesetz geändert und die Religionsausübung, also Art. 4 Abs. 2 GG, in die Verwirkungsregelung des Art. 18 Grundgesetz aufgenommen werden.

Quelle: https://www.journalistenwatch.com/2017/11/23/und-tschues-islam-bundestagsgutachten-bestaetigt-einschraenkung-der-religionsausuebung-waere-im-grundgesetz-prinzipiell-moeglich/

V.i.S.d.P.: Ulrich Dittmann / 12.04.2018


Stier-Hatz in Spanien: Mann von Stier aufgespießt – tot!

Im spanischen Arcos de la Frontera wurde vor wenigen Tagen abermals ein Mann während einer Stierhatz von einem Bullen aufgespießt. Der Mann starb wenig später an seinen Verletzungen, worüber ich persönlich auch keineswegs traurig bin, denn was auch immer der Mensch sät, kommt irgendwann auf ihn zurück.


Bullfight

Seitdem der Trailer Bullfight am Montag auf der Facebook Seite der spanischen Tierrechtsorganisation Libera! online gegangen ist verbreitet er sich viral. Am 25. April findet die Filmpremiere der Europatour in Wuppertal statt. Regisseur und Produzent ist der studierte Filmemacher Iago Prada.

„Bullfight“ ist kein normaler Dokumentarfilm, sondern zeichnet sich aus durch seine Objektivität, Rohheit und durch die hohe technische Qualität. Iago Prada beschreibt seinen Film folgendermaßen: „Es ist kein Dokumentarfilm, der die Öffentlichkeit erfreut, aber eine Dokumentation, um den Kampf so zu zeigen, wie er ist: mit Schmerz, mit Agonie und mit dem Tod. Und auch mit Applaus, mit Jubel und mit Stolz. Mit Wut, mit Instinkt, für den einige Tiere ums Überleben kämpfen und andere zum Spaß töten.“

Für die Dreharbeiten wurden in einem einzigen Durchgang sieben Filmkameras und zehn ultra-Richtmikrofone verwendet um die Geräusche des Stiers einzufangen. Im Film wird bewusst auf im Studio aufgenommene Spezialeffekte oder Audios verzichtet. Es gibt nichts hinzugefügtes, was den Betrachter beeinflussen könnte, nichts weiter als die Realität des Stierkampfes. Der Tierarzt der Organisation AVATMA, José Enrique Zaldívar, erklärt den Ablauf der Corrida mit totaler Objektivität und nur mit wissenschaftlichen Informationen von dem Moment an, als der Stier in die Arena springt bis zu dem Moment, wenn er am Ende der Corrida von Maultieren aus der Arena gezogen wird. Die Dokumentation verzichtet ganz auf politische Propaganda, zeigt nichts als die Wahrheit. Aufgrund dessen, haben zahlreiche Kinos und auch Tierschutzorganisationen den Film zensiert bzw. abgelehnt.

Dieser Film wird vielleicht die mächtigste Waffe gegen den Stierkampf sein!
Offizielle Webseite: http://www.bullfight-doc.com
Facebook: http://www.facebook.com/bullfightdocumentary

Und hier ein kurzer Trailer zu diesem Dokumentarfilm:


Toller Song vom Kabarettisten Markus Hauptmann: Sein Beitrag zu einer tierleidfreien Welt


PETA kritisiert 9. Internationale Rassehundeausstellung

PETA übte scharfe Kritik an der kürzlich stattgefundenen 9. Internationalen Rassehundeausstellung „Chemnitz gibt Pfötchen“ des VDH Landesverband Sachsen e.V.

In der Chemnitz Arena werden unter anderem über 2.200 Hunde aus fast 270 unterschiedlichen „Rassen“ präsentiert. Gleichzeitig warten in deutschen Tierheimen Tausende Vierbeiner auf ein neues Zuhause. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produziert“ die Zuchtindustrie dennoch fortlaufend Nachschub und nimmt dabei teilweise immense gesundheitliche Probleme bei den Tieren in Kauf. Die Tierrechtsorganisation betont, dass Hunde sensible Lebewesen sind, die nicht zu Ausstellungsobjekten degradiert werden dürfen. …

Quelle: focus.de