Tierschutz-Nachrichten

Belgische Region verbietet Schächten – Rabbi: „Affront gegenüber europäischen Werten“

Tierschutz oder Schikane? Seit Januar 2019 dürfen Metzger in der belgischen Region Flandern Tiere nicht mehr Schächten. Als Grund nennt die belgische Regierung den Tierschutz. Muslimische und jüdische Religionsvertreter sprechen von einem „Affront von rechts“.

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Angesägte Hochsitze: AfD kritisiert «militante Tierrechtler»

Hochsitze sind in den vergangenen Jahren zunehmend Angriffsziel „militanter“ Tierschützer geworden. Die Kriminalpolizei NRW hat seit 2013 schon 82 beschädigte Hochsitze dem Bereich «Politisch motivierte Kriminalität» zugeordnet. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort der Landesregierung auf eine AfD-Anfrage hervor. Insgesamt seien seitdem 188 politisch motivierte Straftaten aus dem Bereich Tierschutz/Tierrecht/Jagd registriert worden – Sachbeschädigungen und Branddelikte.

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Paviane überleben wenige Monate mit Schweineherz – Falsche Versprechen für kranke Menschen

Ärzte gegen Tierversuche e.V. – Pressemitteilung

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche bezeichnet das an der LMU München als „Erfolg“ gefeierte Überleben eines Pavians für mehrere Monate, dem zuvor das Herz eines genmanipulierten Ferkels eingepflanzt wurde, als ethisch verwerflich und verurteilt die Xenotransplantation als „schlimmsten Auswuchs der tierexperimentellen Forschung“.

Bei der Xenotransplantation werden unter anderem Herzen genmanipulierter Schweine in Affen transplantiert, die innerhalb kurzer Zeit an der Abstoßungsreaktion qualvoll sterben. Vorgebliches Ziel ist es, den Mangel an menschlichen Spenderorganen auszugleichen. „Es ist ein Irrglaube, mit solchen Versuchen medizinischen Fortschritt zu erreichen, indem Tiere als Ersatzteillager für menschliche Organe herhalten“, so Dipl.-Biol. Silke Strittmatter, Sprecherin der Ärzte gegen Tierversuche. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Tier ein paar Stunden, Tage oder Monate überlebt.

Der Fehler liegt im System, ist sich Strittmatter sicher. Denn neben dem immensen Leid für die Tiere, das nach Einstufung der EU zu den Versuchen mit den größten Schmerzen, Leiden und Schäden zählt, birgt die Xenotransplantation ein unkalkulierbares Risiko für die Patienten, beispielsweise durch die Übertragung von Viren, woran auch noch so viele Abwandlungen des Tierversuchs nichts ändern.

Würde man den Versprechen einiger Forscher glauben, wäre Aids seit 1983 besiegt, Krebs seit 1990 und schon seit 2005 könnten standardmäßig Schweineherzen auf Menschen transplantiert werden. Immer wieder gehen Meldungen durch die Medien, die glauben machen, die tierexperimentelle Forschung würde den Durchbruch in der Heilung menschlicher Krankheiten liefern und genveränderte Tiere könnten den Mangel an Spenderorganen ausgleichen. Doch die angepriesenen Erfolge bleiben aus, wie eine Auswertung des Ärztevereins zeigt.

Nach Ansicht der Ärzte gegen Tierversuche werden ethische Grenzen ignoriert, da Patienten falsche Hoffnungen gemacht werden. Es ist verwerflich, Organe von im Labor manipulierten Tieren übergangsweise oder dauerhaft als Ersatzorgan für Menschen verwenden zu wollen. Denn die körpereigene Immunabwehr muss massiv unterdrückt werden, zudem ist es vollkommen unklar, welche Leiden und Schäden Menschen davontragen würden und wie ein Schweineorgan auf den menschlichen Lebensstil reagieren würde.

An der LMU München werden seit mindestens 20 Jahren Schweineorgane auf Affen übertragen, mitfinanziert aus Steuergeldern. Anstatt im Labor mit der Xenotransplantation wissenschaftlich kritikwürdige Forschung zu betreiben, sollte der Fokus besser auf die Ursachenforschung von Krankheiten und die moderne In-vitro-Forschung mit ausgeklügelten Computermodellen und Organchips gesetzt werden, die im Gegensatz zum Tierversuch den menschlichen Körper simulieren und übertragbare Ergebnisse liefern, so der Ärzteverein. Beispielsweise ist die Züchtung funktionsfähiger menschlicher Mini-Organe im Labor (sog. Organoide) ein vielversprechender Ansatz für die regenerative Medizin und Transplantation.

Dass der Tierversuch auf ganzer Linie versagt, beweisen wissenschaftliche Studien, die dem Tierversuch eine Durchfallquote von rund 96 % attestieren. Die an Tieren für sicher und wirksam befundenen Arzneien wirkten in der klinischen Prüfung, bei der sie erstmals an menschlichen Probanden getestet werden, anders, gar nicht oder führten zu – teils fatalen – Nebenwirkungen“, so Strittmatter abschließend.


Soko Tierschutz gegen Pelzfarmen

Es ist noch nicht lange her, da galt das Tragen von Pelzen als absolutes Tabu. Doch die guten Vorsätze von einst scheinen allmählich vergessen. Mittlerweile gibt es an jeder zweiten Outdoor-Jacke eine Kapuze mit Echtfell. Die Pelzindustrie hat den deutschen Markt zurückerobert. Und zwar unter Bedingungen, die nicht nur für die Tiere haarsträubend sind.

Im nachfolgenden Video: Tierschützer Friedrich Mölln von Soko Tierschutz ermittelt gegen Pelzfarmen in Deutschland, die Tiere unter unwürdigen Bedingungen halten. Meistens verstoßen diese gegen das EU-Gesetz für Tierhaltung. Doch den Pelzverkäufern ist der Preis, den die Tiere dafür bezahlen müssen, völlig egal.


 

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Milchmaschinen: gequält, misshandelt und extrem ausgebeutet

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Aus suedtirolnews.it

Milchmaschinen: Gequält, geschlagen, ausgepumpt und umgebracht

Foto: Essere animali

Eingeschleusten Aktivisten der italienischen Tierschutzorganisation Essere Animali gelang es, das traurige Leben der italienischen Milchkühe zu dokumentieren. Die beiden engagierten Tierschützer filmten dabei mit der Besamung über die Behandlung der Kälber bis zum Melken der Kühe den gesamten Lebenszyklus der Milchkühe. Was sie sahen, war erschreckend.

Werden im italienischen Fernsehen Milch und Milchprodukte beworben, werden fast immer glückliche, auf einer grünen Wiese in einer schönen Landschaft weidende Kühe gezeigt. Die Realität ist eine vollkommen andere.

Von den mehr als 2.200.000 Milchkühen in Italien sehen die allerwenigsten jemals grünes Gras. Die allermeisten von ihnen müssen auf engsten Raum zusammengepfercht in dunklen Ställen ihr elendiges Dasein als Milchkuh fristen, bis sie – wenn die Milchleistung abnimmt – nach wenigen Jahren „verräumt“ werden. (Sogenannte „downer-Kühe“).

Das Video beginnt mit der Besamung. Um eine konstante Milchproduktion garantieren und jährlich ein Kalb „produzieren“ zu können, werden die Kühe regelmäßig besamt. In der Folge können die trächtigen Kühe zweimal am Tag und an 300 Tagen im Jahr gemolken werden.

Die versteckten Kameras zeigen auch die Trennung der frisch geborenen Kälber von ihren Müttern. Eine Kuh ruft verzweifelt nach ihrem Kalb. Das Kalb wird aber brutal von ihrer Mutter getrennt und mit einem Bagger weggebracht. Anschließend bindet man ihm ein Seil an ein Bein und steckt es für mehrere Wochen in eine enge Box.

Falls es sich um ein männliches Kalb handelt, wird es, um ein helles Fleisch zu erhalten, mit einer eisenarmen Kost ernährt und nach sechs Monaten zum Metzger gebracht. Insgesamt gelten männliche Kälber als „Nebenprodukt“ der intensiven Milchwirtschaft und sind daher weniger wert als die Milchkühe. Im Video sind mehrere qualvoll sterbende und tote Kälber zu sehen. Ist es aber ein weibliches Kalb, wird daraus eine Milchkuh.

Um Verletzungen zu vermeiden, werden den Kälbern die Wurzeln der Hörner verbrannt. Obwohl dieses überaus schmerzhafte Verfahren laut Gesetz nur von einem Tierarzt und unter Narkose durchgeführt werden darf, wurde im von den Tierschützern gefilmten Stall diese Praxis von einfachen Angestellten und ohne Narkose angewandt. Zudem gelang es den Aktivisten, viele Fälle von Gewalt gegen die Tiere zu dokumentieren. Die Kühe wurden getreten, gestoßen und sogar mit Eisenstangen verprügelt.

Die auf maximale Milchproduktion ausgelegte Zucht der Milchkühe – eine Milchkuh der Rasse Holstein-Rind gibt heute bis zu 28 Liter Milch, im Jahr 1985 waren es nur 17 Liter – beeinträchtigt immer mehr das Wohl der Tiere. Die Tiere erleiden immer öfter Verletzungen an den Klauen oder rutschen auf dem nassen Betonboden der Ställe aus und brechen sich so Sehnen und Beine. Laut Gesetz dürften verletzte und leidende Kühe nicht aufgehoben, sondern müssten sofort getötet werden, aber die Angestellten lassen die Tiere vor dem Gnadenschuss aus Zeitmangel oft tagelang leiden.

Obwohl die Milchkühe bis zu 20 Jahre alt werden könnten, werden sie infolge der langsam nachlassenden Milchleistung nach vier bis fünf Lebensjahren „ausgetauscht“ und Metzgereien und fleischverarbeitenden Betrieben übergeben.

Angesichts des traurigen Schicksals der Milchkühe sowie des brutalen und teilweise gesetzlich illegalen Verhaltens der Angestellten bleibt von dem von der Werbung sorgfältig gepflegten Bild glücklicher Kühe, die gerne und brav Milch geben, nicht mehr viel übrig. Tierschutzorganisation hoffen, dass die Verbraucher ihren Konsum von unter solch üblen Bedingungen produzierten Milch und Milchprodukten überdenken.

Ob das Video die Konsumenten aufzurütteln vermag?


 

Deutsche Politik will Tierschützer kriminalisieren!

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Von Netzfrau Doro Schreier

Zitat Julia Klöckner: „Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert“.

Das bedient offensichtlich einseitig die Interessen der Nutztierindustrie. Durch das Engagement der Tierschützer kommen schockierende Haltungsbedingungen und eklatante Verstöße gegen Tierschutzgesetze erst ans Tageslicht. Die Tiere sind wehrlos und können nicht selbst für sich sprechen.

Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert“.

Nein, diese Worte kommen nicht aus China, wo die Regierung Tierschutzorganisationen kritisierte, die mit schrecklichen Bildern aus den Schlachthöfen für Hunde auf die entsetzlichen Situationen aufmerksam machten, sondern diese Worte stammen von der neuen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.

Deutsche Politik will Tierschützer kriminalisieren!

Bereits Kurt Tucholsky soll gesagt haben: „Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“

Erst kürzlich entschied das BGH, dass die Verbreitung ungenehmigter Filmaufnahmen aus Bio-Hühnerställen nicht rechtswidrig sei. Tierschützer hatten illegal gemachte Filmaufnahmen an Medien weitergeleitet und der MDR strahlte diese anschließend in einer Sendung aus. Wen will die Politik schützen, die Täter, also die Agrarlobby, die schon über 70 Mill. Euro aus dem Bundeshaushalt des Ex-Landwirtschaftsministers Schmidt für die Bewerbung und Vermarktung des umstrittenen Tierwohllabels erhalten hat, obwohl die Kriterien noch gar nicht feststanden?

Die oben genannte BGH-Entscheidung kommt zu einer Zeit, in der die Gerichte sich verstärkt mit der Frage beschäftigen müssen, wie rechtlich mit Tierschützern umgegangen werden soll, die in Höfe eindringen, um dort Missstände aufzudecken. Zuletzt hatte das OLG Naumburg in einem Strafverfahren den Tierschutz als notstandsfähig angesehen und Aktivisten, die in einen Stall eingedrungen waren, freigesprochen. Der aktuelle Koalitionsvertrag enthält dagegen nur eine sehr vage Absichtserklärung: „Wir wollen Einbrüche in Tierställe als Straftatbestand effektiv ahnden“.

Die Politik erhöht den Druck auf Tierschutzorganisationen.

Die FDP-Fraktion in Niedersachsen will Peta und Co. bei Gesetzesverstößen oder dem Aufruf dazu die Gemeinnützigkeit entziehen. Einen entsprechenden Antrag wollen die Liberalen in dieser Woche in den Landtag einbringen. Die schwarz-rote Bundesregierung will zudem Einbrüche in Tierställe künftig härter bestrafen. Dazu Animal Equality, mit denen wir Netzfrauen zusammenarbeiten:

Regelmäßig decken Tierschützer auf, unter welcher Grausamkeit Tiere in der Massentierhaltung mitten in Deutschland leiden. Wieder und wieder kommen nur durch das Engagement dieser Tierschützer schockierende Haltungsbedingungen, qualvolle Praktiken und auch eklatante Verstöße gegen Tierschutzrichtlinien überhaupt ans Tageslicht. Und wieder und wieder zeigt sich, in welch erschreckendem Ausmaß die behördlichen Kontrollen von Nutztierbetrieben versagen.

Unter diesen Umständen sind Tierschutz-Engagement und insbesondere Tierschutz-Recherchen aus der Zivilgesellschaft der einzige Weg, das systematische Tierleid durch die Massentierhaltung an die Öffentlichkeit zu bringen. Doch die Große Koalition verfolgt den Plan, ausgerechnet jene engagierten Bürgerinnen und Bürger zu bestrafen, die dieses Leid aufdecken – und damit auch Verstöße gegen geltende Gesetze und grundgesetzlich verankerte ethische Werte unserer Gesellschaft offenlegen. Wenn der Koalitionsvertrag ankündigt, “Einbrüche in Tierställe als Straftatbestand effektiv [zu] ahnden”, bedienen sich die Regierungsparteien dabei einer kriminalisierenden wie auch populistischen Wortwahl. Diese Wortwahl durch die Große Koalition verzerrt die Rechtslage und ist faktisch falsch.

An GroKo und FDP: Tierschutz ist kein Verbrechen!

Die Politik ignoriert zudem, dass die deutsche Rechtsprechung immer wieder nicht nur die Notwendigkeit von Tierschutz-Recherchen bestätigt, sondern auch ein erhebliches öffentliches Interesse daran attestiert hat. Erst im Frühjahr 2018 erkannte zum Beispiel das Oberlandesgericht Naumburg eine Undercover-Recherche in einem Nutztierbetrieb durch Tierschützer als gerechtfertigt an, weil im schockierenden Zustand des Schweinemastbetriebs ein “rechtfertigender Notstand” vorlag (OLG Naumburg, Urt. v. 22.02.2018, Az. 2 Rv 157/17). Jüngst bestätigte auch der Bundesgerichtshof in einem historischen Urteil, dass die Verbreitung solcher Recherche-Aufnahmen rechtmäßig ist (BGH, Urt. v. 10.04.2018, Az. VI ZR 396/16): Die Allgemeinheit hat das Recht zu erfahren, was Massentierhaltung wirklich bedeutet.

Trotzdem versucht aktuell auch die FDP mit einem Antrag im Bundestag, wichtige Tierschutz-Arbeit zu verhindern, indem sie ausgerechnet die Gemeinnützigkeit von Organisationen angreift. Auch dieser Antrag bemüht sich, Tierschützer als kriminell zu diskreditieren, und torpediert ebenfalls jene Organisationen, die durch investigative Recherchen Missstände und Tierschutzverstöße in der Massentierhaltung an die Öffentlichkeit bringen.

Mit diesen Kriminalisierungs-Versuchen zielen die Große Koalition und die FDP auf das Herz der Tierschutz-Bewegung in Deutschland, das dafür schlägt, die grausame Wahrheit hinter den hohen Mauern der Tierindustrie zu enthüllen. Wir bitten Sie: Appellieren Sie mit uns an die Große Koalition sowie die FDP, diesen empörenden Feldzug gegen den Tierschutz in Deutschland zu stoppen.

Fordern Sie ein Ende der politisch vorangetriebenen Kriminalisierung von Tierschützern, die ganz offensichtlich einseitig die Interessen der Nutztierindustrie bedient. Verteidigen Sie Ihr demokratisch festgeschriebenes Informationsrecht zu erfahren, was Massentierhaltung wirklich bedeutet. Bestehen Sie auf dem Schutz zivilgesellschaftlichen Engagements, einem wertvollen Gut, das für das Selbstverständnis sowie das Funktionieren und die Weiterentwicklung unserer demokratischen Gesellschaft unerlässlich ist.

Und vor allem: Fordern Sie mit uns eine konsequentere Bekämpfung von Tierleid, wie es tagtäglich und systematisch in der Massentierhaltung geschieht: