Erschreckend: Die hohe Anzahl an Tieren die Jäger jährlich töten

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Von peta.de

Herbst und Winter sind die Jahreszeiten, in denen die Jagdsaison beginnt und verstärkt wieder die großen Drück- und Treibjagden stattfinden. Viele Tierarten haben lediglich eine kurze Schonzeit, meist im Frühling und Sommer, wenn die Tierkinder auf die Welt kommen. Die Zeit soll den Elterntieren dienen, um ihren Nachwuchs großzuziehen.

Leider sind diese kurzen Zeiten nicht einmal ausreichend, um das Selbstständig werden der Welpen abzudecken. Einige Wildtiere genießen gar keine Schonzeit und dürfen ganzjährig getötet werden. Die Schonzeiten legt jedes Bundesland selbst fest. Immer wieder halten sich einige Jäger jedoch nicht mal an diese.

Einige Tiere geraten dabei besonders häufig in das Fadenkreuz der Jäger. Der Deutsche Jagdverband veröffentlicht nach jeder Jagdsaison eine Statistik darüber, wie viele Tiere von welcher Tierart in der Saison getötet wurden. Die Zahlen sind überaus erschreckend:

Rund 1,3 Millionen Rehe stehen auf der Abschussliste der Jäger ganz weit oben. In der Jagdsaison 2018/19 töteten sie rund 1,3 Million Rehe in Deutschland. Zählt man Damwild, Rotwild und Sikawild hinzu, kommt man auf über 1,4 Millionen Tiere, die in dieser Jagdsaison erschossen wurden.

Für Jäger sind Rehe überaus lukrativ, da sie das Fleisch der Rehe als Wildfleisch verkaufen können. Jäger bekommen in der Regel von Förstern die Abschusszahlen von Rehen vorgegeben, da diese angeblich durch „Wildschäden“ bzw. „Wildverbisse“ den Bäumen und Trieben schaden würden. Doch die Jagd selbst hat dieses Problem weitgehend erst verursacht: Rehe leben eigentlich in Graslandschaften, wo ausreichend Nahrung zur Verfügung steht. Durch den andauernden Jagddruck sind die Tiere jedoch scheu geworden und haben sich in die tieferen Wälder zurückgezogen, wo das Nahrungsangebot knapper ist. Dort ernähren sich die Tiere nun von Blättern, Trieben, Knospen und Rinde, was der Forstwirtschaft ein Dorn im Auge ist. Außerdem hat die Jägerschaft die natürlichen Feinde der Rehe – Wölfe – ausgeschaltet, welche sie behaupten ersetzen zu müssen. Dass sich die meisten Jäger nun gegen die Wiederansiedlung der Wölfe wehren und deren Abschuss fordern, macht ihre wahren Motive deutlich: Jäger dulden keine Konkurrenz im Wald. Auch fördern die in Herbst und Winter durchgeführten Drückjagden einen erhöhten Energieverbrauch der Tiere, der durch Knabbern an Rinde kompensiert wird. In einem natürlichen Wald gibt es keine „Wildschäden“.

Rund 600.000 Wildschweine

In der Jagdsaison 2018/19 töteten Jäger rund 600.000 Wildschweine. Dass so viele Tiere erschossen wurden, ist auch der Panikmache um die afrikanische Schweinepest geschuldet. Da viele Landwirte befürchten, die Seuche würde aus den Nachbarländern auch nach Deutschland kommen und durch Wildschweine auf die Schweine in der Mast übertragen werden, wurde das „Schwarzwild“ großflächig zum Abschuss freigegeben und eine regelrechte Hetzjagd begann. Unter dem Vorwand der Vorbeugung wurden verstärkt Drückjagden durchgeführt, bei denen in regelrechten Massakern zahllose Wildschweine getötet wurden. Wildschweine flüchten sich immer mehr in Städte und Ortschaften, doch auch hier sind sie meist nicht willkommen. Dabei belegen Studien, dass gerade Wildschweine auf erhöhten Jagddruck mit erhöhter Fortpflanzungsrate regieren.

Wussten Sie, dass Wildschweine „Gärtner des Waldes“ sind? Sie wühlen auf der Suche nach Futter den Waldboden auf und fördern so die Verjüngung des Waldes. Sie sind also für einen gesunden und starken Wald unerlässlich.

Über 400.000 Wildtauben

Viele mag es überraschen, dass auf Platz 3 der meistgetöteten Tiere Wildtauben – insbesondere Ringeltauben – stehen. So wurden über 400.000 Tauben in der Jagdsaison 2018/19 von Jägern erschossen. Oftmals wird der Abschuss von ganzen Schwärmen damit gerechtfertigt, dass die Tauben Wildschäden auf Getreidefeldern verursachen würden. Doch auch hinter der Taubenjagd steckt oft die Freude der Jäger an ihrem blutigen Hobby. Auch kann revierlosen Jägern mit einer Sondergenehmigung bei Taubenjagden eine Gelegenheit zum Töten gegeben werden.

Wussten Sie, dass Tauben ihr ganzes Leben lang mit ihrem Partner an einem Ort zusammenleben? Gemeinsam ziehen die Taubeneltern ihren Nachwuchs groß.

Über 420.000 Füchse

Jedes Jahr töten Jäger in Deutschland über 420.000 Füchse. Dabei werden in den meisten Bundesländern noch immer grausame Methoden wie die Fallenjagd angewendet. Die Tiere werden in Totschlagfallen oft bei lebendigem Leibe regelrecht zerquetscht und verstümmelt. Viele Füchse geraten mit den Pfoten oder dem Gesicht in die Falle und sterben einen langsamen und überaus qualvollen Tod. Auch die Baujagd, bei der Jagdhunde in den Fuchsbau geschickt werden, um die Tiere vor das Gewehr des Jägers zu treiben, sind eine schreckliche Tierquälerei – für Hund und Fuchs.

Jäger versuchen, die Jagd auf Füchse mit Argumenten zu rechtfertigen, die längst widerlegt wurden – wie beispielsweise die Regulierung der Fuchspopulation. Viele Wissenschaftler sind sich jedoch einig, dass die Jagd sogar einen Anstieg der Geburtenraten verursacht. Die zahlreichen getöteten Tiere werden somit schnell durch Nachkommen und Zuwanderung wieder ausgeglichen und überkompensiert. Der wahre Grund für die Fuchsjagd ist vielmehr, dass die Beutegreifer Konkurrenten der Jäger bei der Jagd sind.

Wussten Sie, dass die Füchse die Gesundheitspolizei des Waldes sind? Sie erbeuten schwache und kranke Tiere, sodass Krankheitsherde eliminiert werden und die Tierart überlebt.

Petition gegen die Fuchsjagd unterschreiben ….

https://www.peta.de/fuchsjagd-stoppen

Was die Jagdstatistik verschweigt

Es gibt zahlreiche weitere Tierarten in der Jagdstatistik, die von Jägern getötet werden. Dazu zählen beispielsweise Hasen und Kaninchen, Gänse und Enten, Dachse und Waschbären, Marder und Wiesel, Fasane und Rebhühner und viele andere. Besonders die als „invasive Arten“ betitelten Tierarten werden meist gnadenlos bejagt. Doch einige Tierarten, die regelmäßig zu Jagdopfern werden, tauchen nicht in der Statistik auf – wie beispielsweise Hunde und Katzen. Jedes Jahr erschießen Jäger in Deutschland ca. 350.000 freilaufende Hauskatzen, da die Tiere angeblich eine Gefahr für die Vogelpopulation darstellen. Auch ist es in vielen Bundesländern Jägern noch erlaubt, freilaufende Hunde zu erschießen, wenn sie beispielsweise Wildtieren nachstellen. Bei Katzen langt sogar lediglich eine gewisse Entfernung zum letzten Haus, um sie zu töten.

Viele Tiere werden außerdem in der Jagdstatistik nicht erfasst, wenn sie beispielsweise angeschossen oder verletzt wurden und der Jäger sie nicht gefunden hat. Auch illegal erschossene Tiere – z. B. geschützte Arten oder während der Schonzeit getötete – oder Jagdopfer, die aus Bequemlichkeit nicht erfasst wurden, erscheinen nicht in der Statistik. Zudem werden jedes Jahr zahlreiche Menschen von Jägern getötet, wie Sie in unserer Chronologie von Jagdunfällen nachlesen können.

Mahnwache vor Tönnies: Menschen leiden, Tiere sterben!

Vor allem steht Tönnies wegen dem Umgang mit Arbeitskräften von Subunternehmen massiv in der Kritik. Doch nicht nur diese Arbeitskräfte leiden unter dem Schlachtgiganten, sondern vor allem auch die Tiere, die tagtäglich geschlachtet werden.

Im Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück (NRW) wurden zum Schluss bis zu 30.000 Schweine am Tag geschlachtet. Durch die Schließung des Schlachtbetriebs werden die meisten Tiere nun auf andere Schlachthöfe des Unternehmens verteilt. Den zweitgrößten Schlachthof, neben Rheda-Wiedenbrück, betreibt Tönnies in Weißenfels (Sachsen-Anhalt). Hier werden um die 20.000 Schweine täglich geschlachtet. Über 100 Tiertransporter fahren täglich vor. Es ist zu befürchten, dass nun noch mehr Tiere in Weißenfels geschlachtet werden und dass aufgrund der Masse und des Akkordes noch mehr Tiere leiden müssen. Daher waren Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros am vergangenen Donnerstag vor Ort in Weißenfels und haben eine Mahnwache abgehalten.

Ebenso demonstrierten am Samstag den 04.07.2020 Tierschützer von dem Tönnies-Schlachthof in Nordrhein-Westfalen. Aktivisten kletterten auf das Dach der Schlachtfabrik von Tönnies und entfalteten ein Banner mit der Aufschrift „Tierindustrie stilllegen„. Die Demonstranten blockierten auch eine wichtige Zufahrtsstrasse und forderten Änderungen der derzeitigen Praktiken der Fleischindustrie.

Tiger im Zoo Zürich tötet Tierpflegerin

Nach der tödlichen Attacke einer Sibirischen Tigerin auf eine Tierpflegerin im Zoo Zürich fordert PETA zum Schutz des Zoopersonals und der Tiere das Ende der Haltung von Grosskatzen in zoologischen Einrichtungen. Der tragische Vorfall ereignete sich Samstagmittag den 4.7.2020.

Warum sich die Tierpflegerin und die Tigerin Irina gleichzeitig im Gehege vom Zoo Zürich befanden, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Die Tierrechtsorganisation verweist auf rund ein Dutzend Fälle, bei denen in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum Grosskatzen Zoopersonal teils tödlich verletzten oder aus ihren Gehegen ausbrachen. Durch die artwidrige Haltung auf viel zu kleinen Flächen leiden Tiger und Löwen zudem unter Verhaltensstörungen. Auswilderungen sind daher nicht möglich. PETA kritisiert, dass Tiere dennoch rein zu Schauzwecken in Zoos gehalten werden und fordert ein sofortiges Zucht- und Importverbot, damit die Haltungen mittelfristig auslaufen.

Tragödien wie diese können zukünftig nur verhindert werden, wenn gefährliche Tiere wie Tiger, Löwen oder Leoparden nicht mehr in winzige Gehege eingesperrt werden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Grosskatzen, aber auch Grossbären oder Elefanten stellen eine permanente Gefahr für Besucher und Zoopersonal dar. Und sie leiden erheblich unter der Haltung in Gefangenschaft. Die Tiere haben in Zoos nichts zu suchen.“

Unfälle und Ausbrüche bei Grosskatzen keine Seltenheit

Immer wieder kommt es in Zoos zu Unfällen und Ausbrüchen von Grosskatzen mit teils tödlichen Folgen. Zuletzt wurde im Oktober 2018 ein 19-jähriger Pfleger des Köthener Tierparks von zwei Tigern schwer verletzt, da er bei der Fütterung zu nahe am Gehege war. Im September 2017 wurde ein Pfleger im Chemnitzer Tierpark von einer Leopardin ins Gesicht gebissen. Ein Schieber zum Außengehege hatte aufgestanden. 2013 tötete ein Tiger einen Tierpfleger im Allwetterzoo Münster; im Jahr zuvor wurde eine Wärterin im Kölner Zoo ebenfalls von einem Tiger getötet.

Quelle: wildbeimwild.com

Ob sie sich manchmal wünscht zu sterben?

Von Tierschützerin Bettina Schneider am 03.Juli 2020

Es tut mir fast körperlich weh aber trotzdem versuche ich zu verstehen, zu erfühlen, was sie fühlt. Natürlich werde ich dabei immer nur an der Oberfläche kratzen, zum Glück. In meinem Gehirn ist nirgends ein auch nur annähernd passender Vergleich abgespeichert, es ist ein unvorstellbares Leid, bei dem meine Synapsen sich verweigern.

Was mag eine Zuchtsau in einem deutschen Stall fühlen?

Sie wurde für die künstliche Besamung, also für eine Vergewaltigung mittels medizinischer Gerätschaften, in einen Kastenstand gesperrt. Ein Metallkäfig mit dicken Metallstangen, so eng, dass sie sich nicht einmal umdrehen kann. Bis zu vier Wochen nach der Besamung wird sie dort hinein gezwungen. Vier Wochen!!!

Ein erbärmlicher Anblick. Aber man kennt kein Erbarmen. Tag für Tag, Nacht für Nacht am selben Fleck stehen, liegen, essen, koten und urinieren. Alles schmerzt, besonders die Füße, der Bauch, vom harten Spaltenboden.

Kurz vor der Geburt wechselt das Gefängnis noch einmal. Jetzt wird die Sau in eine sogenannte „Abferkelbucht“ gesperrt. Erneut ein Metallkäfig, der es ihr nicht erlaubt, sich zu bewegen. Kein Tageslicht. Keine sozialen Kontakte. Keine Bewegungsfreiheit. Kein Recht auf Leben.

Die Metallstäbe drücken ihr schmerzhaft in den hochschwangeren Bauch. Die angeschwollenen Zitzen drücken sich durch die Eisenstäbe. Das Metall gibt nicht nach, es kennt keine Gnade. Genauso wenig, wie unsere Gesetzgeber und die Auftraggeber für ihr Leid. Also Du und ich… Keine Gnade!

Was mag sie fühlen, die gesamte Stillzeit, wenn sie ihre Kinder sterben sieht, durch das Metallgefängnis keine Bindung aufbauen kann, sie nicht riechen oder berühren, wärmen darf? Ob sie manchmal sterben möchte?

Vielleicht dann, wenn sie gewaltsam in das Eisengestänge gezwängt wird und sich erinnert, wie grauenvoll es das letztemal darin war? Schweine verfügen über ein ausgezeichnetes Gedächtnis.

Vielleicht dann, wenn die ganz Schwachen ihrer Kinder noch leise wimmern, ehe sie kurz nach der Geburt von allein sterben? Vielleicht dann, wenn ihre Kinder von Mitarbeitern aussortiert und totgeschlagen werden? Nicht rentabel und ein Fall für den Müllcontainer.

Schweine sind zwar empfindsamer und intelligenter als Hunde oder Katzen aber sie gelten nicht wirklich als Lebewesen. Für sie gilt auch kein Tierschutzgesetz. Der Kastenstand wurde gerade im Bundestag wieder verlängert. Es wird noch Jahre dauern, bis sich etwas ändert. Das Leiden in deutschen Ställen geht weiter.

Ob sich so ein armes Schwein wünscht, zu sterben? Der Tod ist das Schönste, was ihr im Leben widerfahren wird. Alles andere ist endloser Schmerz und endloses Leid. Genau wie Elefanten, Delfine oder hochentwickelte Primaten können sich Schweine selbst im Spiegel erkennen und haben offensichtlich eine Form von Selbstbewusstsein. Sie wissen, was ihnen angetan wird…

Es tut mir fast körperlich weh, dieses Leid zu sehen und zu wissen, ihr Leid berührt die Menschen nicht … nicht die Politiker, nicht die Konsumenten, nicht die Amtstierärzte, nicht die Journalisten …

Wir sind eine politisch korrekte Nation der Tierquäler! Und wieder einmal bin ich beschämt, ein Mensch zu sein, den spätere Generationen fragen werden: Warum hat man das zugelassen? Warum hat niemand etwas dagegen getan? Was hast Du getan?