Interessante Videos von und mit Charles Krüger

Eine Schande für Deutschland

Charles Krüger über Barbara Borchardt , die als Ex-SED-Politikerin in Landesverfassungsgericht gewählt wurde:

Der Lockdown entblößt die Arroganz der Eliten!

Charles Krüger über das Cafe der Zukunft:

Kemmerich (FDP) für ERHÖHUNG des Rundfunkbeitrags:

Joaquin Phoenix nutzt Oscar-Rede für Appell an die Menschheit

Was für eine Rede: Nachdem er den Oscar als »Bester Hauptdarsteller« für seine Darstellung des »Joker« gewonnen hat, nutzte Joaquin Phoenix seine Redezeit für einen bewegenden Appell für Menschen- und Tierrechte. Mit Tränen in den Augen sagte er: »Wir fühlen uns berechtigt, eine Kuh künstlich zu besamen, und wenn sie geboren hat, ihr Baby zu stehlen, obwohl ihre Angstschreie unmissverständlich sind.«

Das größte Geschenk, das sein Leben ihm und vielen Menschen in der Film-Branche gegeben habe, sei die Möglichkeit, »unsere Stimme für die Stimmlosen zu nutzen«, so der Hollywood-Star.

Er hob die Gemeinsamkeiten im Engagement vieler Schauspieler hervor: »Ich denke, ob wir nun über die Ungleichheit der Geschlechter oder Rassismus oder die Rechte von Homosexuellen oder Rechte der Ureinwohner oder über Tierrechte sprechen: Wir sprechen über den Kampf gegen Ungerechtigkeit. Wir sprechen über den Kampf gegen den Glauben, dass eine Nation, ein Volk, eine Rasse, ein Geschlecht, eine Spezies das Recht hat, ungestraft eine andere zu beherrschen, zu gebrauchen und zu kontrollieren.«

Sichtlich bewegt sprach Joaquin Phoenix weiter: »Ich denke, wir haben uns sehr von der natürlichen Welt abgekoppelt. Viele von uns sind schuldig durch eine egozentrische Weltanschauung. Wir gehen in die Natur und plündern sie wegen ihrer Ressourcen.«

Als Beispiel dafür nannte der Hollywoodstar unseren Umgang mit Kühen, denen ihre Kälbchen weggenommen werden, damit wir Milch für Kaffee und Müsli haben.

»Wir fürchten die Idee der persönlichen Veränderung, weil wir denken, wir müssen etwas opfern; etwas aufgeben. Aber wir Menschen in unserer besten Form sind so kreativ und erfinderisch! Und ich denke, wenn wir Liebe und Mitgefühl nutzen als Prinzipien, die uns leiten, können wir Veränderungssysteme erschaffen, entwickeln und implementieren, die für alle fühlenden Wesen und die Umwelt segensreich sind.« Bei diesen Worten wirkte Joaquin Phoenix sehr bewegt und hatte feuchte Augen und seine Hollywood-Kollegen bedachten die Rede mit Standing Ovations.

„Menschenwürde“ – eine Klarstellung (Teil 1)

Das Menschengeschlecht, wie es jetzt ist und wahrscheinlich lange noch sein wird, hat seinem größesten Teil nach keine Würde; man darf es eher bemitleiden als verehren. (Johann Gottfried Herder, Briefe zur Beförderung der Humanität. Zwei Bände, Berlin und Weimar: Aufbau, 1971)

Der Begriff der „Menschenwürde“ ist die jüngste Kernformel aus dem Vokabular des Anthropozentrismus und wurde gesetzlich erstmals – aber nur vereinzelt – in Texten des 20. Jahrhunderts, nachhaltig und dominierend erst durch die Aufnahme in die Charta der Vereinten Nationen von 1945 und im deutschen Grundgesetz 1949, formuliert.

Er dient heute dazu, innerhalb der menschlichen Spezies Handlungen zu werten, zu bewerten, die menschliche Spezies gegenüber allen lebenden Arten aufzuwerten, ihr ein moralisch-ethisches Alleinstellungsmerkmal zuzugestehen und führt im Umkehrschluss dazu, dass alle anderen Spezies dadurch niedriger gestellt, d.h. abgewertet werden.

Menschenwürde ist somit die Initialzündung für ausufernd praktizierten Artenrassismus.

Da „Menschenwürde“ qua Geburt jedem menschlichen Körper unabhängig von Form und Zustand zukommt, ist für seine Existenz – trotz aller theologisch-philosophisch-juristischen Bemühungen – der Körper eines Menschen die Voraussetzung. Geistige Würdebegründungen können diesem Körper damit erst a posteriori zugeschrieben werden.

Was ist unter Menschenwürde zu verstehen? Die heutige Literatur zum Thema teilt die Formel in vier Sektionen, in die „große“, die „kleine“ die „mittlere“ und in die „ökonomische“ Würde.

1. „Bei der großen Menschenwürde handelt es sich um eine nichtkörperliche, innere, im Kern unveränderliche, notwendige und allgemeine Eigenschaft des Menschen.“ (Dietmar von der Pfordten, Menschenwürde)

Griechische Philosophen kannten diesen Begriff noch nicht, sondern behalfen sich, wie Platon, mit einem Seelenbegriff, den Aristoteles anders als Platon und die Epikureer anders als die Stoiker verstanden und interpretierten. Dieses nebulöse und diffuse Konstrukt wurde nach einigen römischen und christlichen Zwischenstufen später von Kant als Selbstgesetzgebung bzw. Selbstbestimmung formuliert.

2. „Mit der kleinen Menschenwürde ist dagegen die nichtkörperliche, äußere, veränderliche Eigenschaft der wesentlichen sozialen Stellung und Leistung eines Menschen gemeint.“ (Dietmar von der Pfordten, Menschenwürde)

Diese Variante drückte Cicero bereits wesentlich präziser aus, als er den Begriff der „dignitas“ gebrauchte. Dignitas umfasst im weitesten Sinn die Amtswürde (z.B. Consul, Senator) und wird einem Menschen von einer Institution verliehen. Auch der Rechtssatz „dignitas non moritur – die Würde stirbt nie“ der mittelalterlichen Papsthöfe bezog sich ausschließlich auf die Amtswürde und nicht auf die Definition unter 1.

Baldus de Ubaldis präzisierte diese Vorstellung 1589 mit den Worten: „Im König fallen zwei Dinge zusammen, die Person und die Würde (significatio, nicht dignitas!); und diese Würde, welche etwas geistiges ist, lebt auf wunderbare Weise ewig, wenn auch nicht leiblich.“ (Agostino P. Bagliani, Der Leib des Papstes)

3. Die mittlere Menschenwürde ergänzt diese Sicht durch die Behauptung einer natürlichen und unveränderlichen Gleichheit zwischen den Menschen. Thomas Hobbes schrieb hierzu im „Leviathan“, Kap.10: „Der öffentliche Wert eines Menschen, nämlich der Wert, der ihm vom Staat zugemessen wird, wird gewöhnlich Würde genannt.“

4. Die ökonomische Würde umfasst alle die Sektoren, die unter „menschwürdigen Bedingungen“ materieller Art verstanden werden wie Nahrung, Kleidung, Unterkunft usw. Diese Richtung, entstanden im 19. Jahrhundert, wurde insbesondere von Freunden der sozialistischen Lehre vertreten.

Allen vier Definitionen ist gemeinsam, dass es sich um nichtkörperliche Eigenschaften handelt, die sich nur und ausschließlich im menschlichen Körper manifestieren können. Die nichtkörperlichen Eigenschaften sind jedoch keine Naturkonstanten, sondern ein Konstrukt und Ergebnis menschlichen Denkens, das den Bezug zu allen anderen Arten ausschließt und eine gedankliche Übertragung auf diese vehement leugnet.

Menschenwürde ist somit ein fragmentierter Begriff, der nur einen kleinen, einen sehr kleinen Ausschnitt des Seins, des Lebens, umfasst und damit philosophisch obsolet ist. Friedrich Nietzsche entlarvt die Lust und Freude des Menschen an seinem vermeintlich unübertrefflichen, eigenen Wert wie folgt:

Die vier Irrtümer. – Der Mensch ist durch seine Irrtümer erzogen worden: er sah sich erstens immer nur unvollständig, zweitens legte er sich erdichtete Eigenschaften bei, drittens fühlte er sich in einer falschen Rangordnung zu Tier und Natur, viertens erfand er immer neue Gütertafeln und nahm sie eine Zeitlang als ewig und unbedingt, so dass bald dieser bald jener menschliche Trieb und Zustand an der ersten Stelle stand und infolge dieser Schätzung veredelt wurde. Rechnet man die Wirkung dieser vier Irrtümer weg, so hat man auch Humanität, Menschlichkeit und ‚Menschenwürde‘ hinweggerechnet.“ (Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, 115)

Fortsetzung dieses Beitrags von Dr. Bleibohm am nachfolgenden Sonntag ….