Käfigbären – die Schande Albaniens!

Bericht von RespekTiere.at :

Das furchtbare Leid der Käfigbären sowie anderer ‚Zootiere‘ in Albanien lässt uns einfach nicht zur Ruhe kommen! Wir werden im in Kürze erscheinenden Newsletter zu unserer Hilfsfahrt selbstverständlich eingehend über die unfassbare Misere berichten, aber damit die fürchterliche Realität nicht vielleicht im Gesamten untergeht, möchten wir an dieser Stelle nochmals extra und ausführlich auf dieses wirkliche Verbrechen hinweisen!

Es gibt in Albanien nach Auskunft von lokalen TierschützerInnen noch immer ca. 50 Käfigbären, das heißt solche, welche zum Beispiel vor Restaurants oder in kleinen Privatzoos in winzige Verliese gesperrt sind, um dort zahlende Kundschaft anzulocken! Eigentlich ist eine derart mittelalterliche Tierhaltung grundlegend verboten, aber das Problem ist der gesetzliche Vollzug – die Politik hält sich tunlichst aus der Thematik, nicht selten verstrickt in den obskuren Nebel nicht nachvollziehbarer Geschäftspraktiken, und weil derartige Anlagen sehr oft mit illegalen Machenschaften zu tun haben, schweigt zumeist auch das Volk aus Angst vor Repressionen.

Die Umstände sind dementsprechend immer herzzerreißend; auf blankem Beton, ohne jegliche Abwechslungsmöglichkeit, in fürchterlicher Triste, meist Wind und Wetter hilflos ausgesetzt, vegetieren die den Tätern hilflos Ausgelieferten ein Leben lang ohne jede Hoffnung auf Erlösung in einer wahren Hölle auf Erden.

Bericht über den Besuch eines Restaurants am Stadtrand der nord-albanischen Metropole Shkoder, wo zwei Bären unter unfassbaren Bedingungen gleich hinter dem restaurant-eigenen Spielplatz eingekerkert sind :

Dort angekommen ist die Überraschung groß: das Restaurant ist eines der gehobenen Klasse, wunderschön, edel, mit fein säuberlich in gleichförmigen Uniformen gekleideten Personal, welches bemüht ist, die Gäste freundlichst zu umgarnen. Zur Ablenkung bestellen wir ein Getränk, wollen draußen auf dem großzügigen und weitläufigen Balkon Platz nehmen – ganz in der Nähe der Käfige, zwischen uns und diesen nur DIE SPIELANLAGE FÜR KINDER!!!! Ja, diese sollen ihren Spaß nicht nur an den Geräten, sondern auch an den Tieren haben, welche für so viele Menschen hier nichts anderes sind als die seelenlosen Anschauungsobjekte…

Die Käfige zu beschreiben ist einfach: Sie werden es erahnen, sie sind einfach nur furchtbar; darin gefangen werden Vögel wie Uhus oder Kraniche, ein Eichkätzchen, welches sterbend am Gitterboden in Krämpfen gefangen liegt, ein Äffchen, ein Luchs, eine Wildkatze, allesamt in strukturlosen Gitter- und Betonverliesen gesperrt. Die zwei Bären verfügen über vielleicht 30 Quadratmeter, nichts, aber auch gar nichts – außer vielleicht einem kleinen Wasserbecken gefüllt mit einem Zentimeter schmutziger Brühe, bietet ein klein wenig Abwechslung von der entsetzlichen Triste ihres Daseins. Ein Schild am Käfig verrät: die Bären wurden 2006 ‚aus der Wildnis entnommen‘ und hier untergebracht – seit 12 Jahren eingesperrt, entrechtet, entwürdigt, ihres Lebens beraubt.

Unfassbar: es gab bis vor kurzem auch noch einen Adler in einem körpergroßen Käfig; Kinder allerdings hatten den hilflos Gefangenen malträtiert, ihn mit einem Kugelschreiber (!!!) die Augen ausgestochen, wissen die lokalen Tierschützer zu berichten… Eines sei an dieser Stelle noch erwähnt: das Eichkätzchen, mehr tot als lebendig, von Krämpfen durchrüttelt, unfähig den Kopf zu heben, wurde nach Erzas Beschwerde aus dem schrecklichen Gefängnis entfernt, mit dem Versprechen, ihm Wärme und Hilfe zukommen zu lassen. Wie sich diese beiden Bemühungen aber letztendlich ausgewirkt haben, wie und ob dem armen Eichkätzchen tatkräftig geholfen wurde, wir werden es wohl niemals erfahren…

Ein gar furchtbarer ‚Privatzoo‘, der ‚Safari Zoo‘ in Mbrostar bei Fier, treibt Tränen des Entsetzen in die Augen; von ehemals drei Bären ist nur noch einer am Leben, die beiden anderen sind nach Auskunft des Tierhalters im letzten Winter der damals vorherrschenden ungewöhnlichen Kälte erlegen. So traurig das auch ist, in Anbetracht der Situation war es wohl noch ein gnädiger Abschied; ebenfalls fristet der letzte Überlebende sein trauriges Sein in einer Welt aus Beton und Gittern, nichts, absolut gar nichts sonst ist in seinem Zwinger zu finden. Ja, die Hoffnungslosigkeit ist sein zu Hause, anders kann man es nicht nennen. Die Wasserschüssel ist leer, verschimmeltes Brot – dem Anschein nach seine Hauptnahrung – liegt in einer schmutzigen Ecke. Der Bär ist behindert, sein linker Vorderfuß fehlt; warum? Weil er im Alter von fünf Monaten mit der Falle gefangen worden war, dabei eine Verletzung davontrug, welche die Amputation nötig machte (ob ein Arzt den Eingriff gemacht hat oder ob der Arme die Pfote in purer Verzweiflung selbst abgenagt hatte, wir wissen es nicht)…

Hier ebenfalls ein Auszug aus unserem großen Bericht:

Sofort ist erkennbar: es wird eine psychologische Herausforderung, die uns nun erwartet. Tatsächlich sind viele der Käfige leer, zwei Bären zum Beispiel sind im letzten Winter – nach Aussage des Besitzers aufgrund der ungewöhnlichen Kälte – verstorben. Das Wolfsgehege, ein kaum 15 Quadratmeter großer Gitterwürfel mit einer betonierten Bodenplatte, ist ebenfalls leer – allerdings nicht wegen eines Todesfalles, die Insassen wären irgendwohin ‚zum Kreuzen‘, also zur speziellen Hybriden-Züchtung aus Wolf und Hund, gebracht worden. Derartige Mischlinge werden meist von der überall wirkenden Mafia zu illegalen Hundekämpfen missbraucht, höchst grausame Gewaltverbrechen an der tierlichen Natur…

Es gibt einen Bären, gut 6 Jahre ist er alt; der Arme lebt in einem dreckigen Verlies, auf kaltem, nassen Beton, in einer Welt beherrscht von Schmerz und Leid. Es fehlt ihm ein Teil des Fußes, warum, erfragen wir; er wäre aus dem Wald gefangen worden, mit einer Schlagfalle, die Verletzung hätte die Verkrüppelung verursacht, kommt als ehrliche Antwort – kein Funke von schlechtem Gewissen ob dieser brutalen und herzzerreißenden Realität…

Füttern dürfen wir nicht, wird uns jebenfalls so gesagt; dennoch hat Erza Karotten und Äpfel mitgebracht, und es stört den die ganze Zeit neben uns verweilenden Tierhalter dann nicht, als wir die Köstlichkeiten dem Bären reichen. Wie glücklich er sich über die hochwillkommene Abwechslung zeigt…

Sein Wassernapf ist gähnend leer, obwohl der Wasserschlauch gleich neben seinem Gehege liegt. Wir füllen ihn natürlich auf, es ist leider das Einzige neben den Obst- und Gemüsegaben, was wir für den nach Erlösung flehenden Bären tun können… Sein ‚Gehege‘ ist völlig leer, nur verrostetes Eisen in Form einer Stiege, welche er ob seiner Behinderung ohnehin nicht steigen wird können, ist lieblos in den Wahnsinn platziert. Es gibt Nichts, woran sich der Blick festhalten könnte, nur gähnende Leere; gefangen in einer Stille, die bis in die Seele schmerzt. Zu essen hätte er genug, meint der Halter, es findet sich allerdings nur altes, zum Teil verschimmeltes Brot im Wahnsinn, der des Bären zu Hause ist.

Zwei Äffchen stürzen sich ebenfalls vor Freude gurrend auf die mitgebrachten Leckerbissen. Es gibt in dem Gefängnis Ponys auf Betonboden in vollvergitterten Verschlägen, ebenso eine vor Leid ständig klagende Katze (!!!), einsam und alleine, nach Berührung flehend; und mehrere Hunde, nur die großen, ‚gefährlichen‘, wie Sarplaninac oder Kangals (Herdenschutzhunde), welche ebenso wie die Großtiere in Käfigen gehalten und einer gaffenden Menge ausgestellt sind. Einer zeigt Aggressionen, welche vom ‚Chef‘ mit Schlägen gegen das Gitter beantwortet werden. Rehwild, ein einzelnes Zebra, eine Antilope, in völlig amorphen Gehegen, meist fehlt sogar das Wasser. Keine Einstreu, keine Abwechslungsmöglichkeit, einfach nichts als bedrückende Leere, tödliche Langeweile, Existenzen gefangen auf feuchtnassen Betonböden.

Und dann die Löwen; es sind drei an der Zahl, alle einzeln in gleichartigen Verliesen gesperrt. Nichts, aber auch gar nichts wird ihnen geboten, außer den bekannten Gittern und dem dreckigen Beton zu ihren Füßen. Vater und Sohn nebeneinander, der Jüngere mit entglittenen Gesichtszügen, wie ein Mensch nach einem schweren Schlaganfall. Was denn passiert wäre? ‚Den hab ich geschlagen‘, bekennt der Berserker ohne jegliches Anzeichen von Schuldbewusstsein. Ganz im Gegenteil ein überlegenes Lächeln umspielt nun sein unmenschliches Angesicht, ein Gesichtsausdruck, der jenen von Trophäenjägern gleicht, wenn sie über den leblosen Körpern ihrer Opfer knien. So also reagiert zu wenig Gehirn auf die Herausforderung, Herr über Leben und Tod spielen zu dürfen… Nur das bloße Heben der Hand des Peinigers verursacht ein entsetzliches Pfauchen und Knurren, als der auch noch eine Eisenstange, ähnlich einer solchen, die man als ‚Elefantendorn‘ bezeichnet, anfasst, schreckt das gebrochene Tier erneut sichtlich zusammen. Es scheint dem Mann Spaß zu machen den metallenen Stock zu benutzen, immer wieder greift er danach, nur um immer wieder dieselbe Reaktion, eine Mischung aus abrundtiefen Hass und purem Entsetzen, beim Eingesperrten zu verursachen. Der geistig Minderbemittelte verspürt offenbar ein wahres Hochgefühl, wenn sich die Tiere ihm gegenüber als ängstlich, gar panisch erweisen. Wie oft muss er die Armen wohl geprügelt haben, von Kindesbeinen an, dass sie nun eine derartige Furcht vor ihm zu Tage legen. Doch, es gibt eine Gerechtigkeit, vielleicht nicht heute oder morgen, aber irgendwann wird auch ihn die Vergangenheit einholen – und die Barmherzigkeit, welche er den Gepeinigten stets vorenthalten hat, wird spätestens dann eine an ihm ebenfalls nicht angewandte sein…

Im folgenden Youtube-Video von 2011, von den Betreibern selbst ins Netz gestellt, lässt sich die unfassbare Brutalität der Verantwortlichen ansatzweise erkennen; im zweiten Teil der Aufnahmen schlägt ein Mann immer wieder gegen den Löwenkäfig, um den ‚König der Tiere‘ wütend zu machen und ihn zu veranlassen, gegen die Käfigtür zu springen – dass diesem Verhalten System zugrunde liegt, wird klar, wenn man bedenkt, dass sich der Tierhalter bei unserem Besuch den Löwen gegenüber – voller Stolz – genau gleich verhalten hat!

Quelle: RespekTiere-Newsletter

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Multiresistente Keime: Gefahr im Badesee?


Gefährliche Krankheitserreger, gegen die selbst die härtetsen Antibiotika nicht mehr wirken, verseuchen zunehmend Bäche, Flüsse und Seen.

Bereits schon seit mehreren Jahren beobachtet man auch bei uns in Deutschland eine rasante Zunahme bestimmter multi-resistenter Keime in Kliniken, sowie aber auch in Abwässern aus Haushalten oder aus Ställen, die sich über die Gülle auch in der Umwelt ausbreiten und zu schwerwiegenden Erkrankungen führen können. Die zuständigen Ministerien für Gesundheit und Umwelt sehen jedoch diesbezüglich keinen besonderen Handlungsbedarf und verweisen lediglich auf bestehende Forschungsprojekte, Kontrollen und Vorschriften.

Dabei warnten britische Forscher bereits vor fünf Jahren in einem Artikel im medizinischen Fachjournal „The Lancet“: Es gebe nun ausreichend Hinweise für die Hypothese, dass die großflächige Verbreitung von multiresistenten Erregern im Krankenhausumfeld, in der Gesellschaft und der Umwelt, eine der schwerwiegendsten aufkommenden Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit darstelle. Sie könne sich zu einer der größten Todesursachen in den kommenden Jahrzehnten entwickeln.

Die Zahl der Krankheitserreger, gegen die Antibiotika machtlos sind, steigt. Einer der Gründe, dass die Zahl der Krankheitserreger, gegen die Antibiotika zunehmend machtlos sind, ist ohne Wenn und Aber auch der Einsatz von Antibiotika in Legebatterien, in der Schweinemast und sonstigen Massentierhaltung. Resistenzen entstehen vor allem dort, wo viele Antibiotika im Umlauf sind: in Kliniken oder in Massentierhaltungen. Denn unter dem ständigen Einfluss der Antibiotika überleben und vermehren sich genau die Bakterienstämme, die zunächst zufällig durch Mutation eine Resistenz entwickelt hatten.

Fazit: Bis zu 30.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland, weil Antibiotika nicht mehr wirken, weil Keime gegen die Medikamente resistent geworden sind. Antibiotika-Resistenzen entstehen in Krankenhäusern, aber auch in Tierställen. Bauern verabreichen ihren Hühnern, Schweinen oder Rindern hierzulande sechsmal so viel Antibiotika wie Ärzte ihren menschlichen Patienten. Nicht zuletzt durch diesen flächendeckenden Einsatz verbreiten sich gefährliche resistente Keime. Über die Luft, über mit Gülle gedüngten Salat oder über „fleischliche Gaumenfreuden“ gelangen sie in den menschlichen Körper – und können lebensbedrohlich werden.

Nachfolgend noch ein sehr interessanter Bericht des ARD-Fernsehens im Magazin „Panorama“, welcher am 15.02.2018 gesendet wurde:

Das Wort zum Sonntag


Glühende Holzkohle kann für zwei Dinge eingesetzt werden: zum Grillen und zur Produktion von Kohlenstoffmonoxid. Zum Grillen brauche ich sie nicht.

Die ewige Wiederholung der Menschwerdung, der endlose Kreislauf von Geburt und Tod ist der Überschussproduktion von Spielzeugaffen vergleichbar, viel zu viele, zu schlecht gefertigt, in der Wirkung nach kürzester Zeit einschläfernd. Sie werden aufgezogen, hauen schnell, heftig und lärmend auf ihre Blechbecken, machen ein paar unbeholfene, schiebende Schritte, werden langsamer, leiser und ersterben dann in ihrer Bewegung, stehen still. Alle gleich, alle albern in ihrem Eindruck, alle produziert für den Müllhaufen der Unsinnigkeit. Mensch und Spielzeugaffe – das gleiche Produkt einer dauernden sinnlosen Wiederholung.

Die Einführung der Verkehrsampel war das untrügliche Zeichen, dass zumindest an dieser Stelle zuviele Menschen existierten. Es war der Beginn der Kanalisation von Menschenströmen. Heute ist die cloaca maxima humana über die Ufer getreten und verpestet mit ihrem ekelhaften Gestank den gesamten Globus.

Drei elementare Regeln lehrt die Philosophie: Außendinge zu verachten, Körperdinge zu ertragen, Geistesdinge der Vernunft zu unterwerfen. Die letzte Regel ist die schwierigste.

Wer Leben produziert – menschliches oder tierisches – zeigt, dass er keinerlei Respekt und Achtung vor dem Leben hat. Er zeigt durch seine Tat eine tiefe Lebensverachtung, die allenfalls durch seine geistige Beschränktheit erklärbar, wenn auch nicht entschuldbar, ist.

König Friedrich II hatte recht, wenn er sagte: „Es gibt nichts Ungereimteres als den Gedanken, den Aberglauben ausrotten zu wollen. Die Vorurteile sind die Vernunft des Volkes – und verdient dieses blöde Volk aufgeklärt zu werden?” Es verdient es nicht, weil es nicht aufgeklärt werden will, nie, niemals. Es suhlt sich in seiner Blödheit und fühlt sich dabei als Zentrum des Universums.

Jeder von uns ist hinausgejagt worden in das Leben mit der stillen Massgabe der Eltern: „Jetzt bist du da, du kannst nicht mehr zurück, sieh zu, wie du klar kommst, wie du die Aufgaben löst, die dich erwarten. Wir haben dich am Ufer des Lebens ausgesetzt, wie du zurückkommst aus diesem Leben, das alles geht uns nichts mehr an, das ist dein Problem.“ Das Ganze nennt man das Geschenk des Lebens, ein Danaergeschenk der bösartigsten Sorte, ein Geschenk, auf das so mancher hätte gut verzichten wollen.