Wort zum Sonntag


Der Baum ist voller zerfressener Blätter. Für die Natur normale Nahrung, für die Sicht des Menschen durch „Schädlinge“ verursacht. Natur-Normalität versus menschliche Gedankenwelt – die irrsinnige Hybriswelt der menschlichen Spezies.


Greif nur an, wenn deine Verletzungen kalkulierbar bleiben – geistig und körperlich!


Die Menschheit wächst jeden Tag um ca. 200.000 Köpfe! Das ist d i e apokalyptische Zahl schlechthin. Sie ist die Ursache, durch welche die Zukunft von Mensch, Tier und Natur nachhaltig und dauerhaft vernichtet wird.


Bei jedem größeren Unglücksfall treten sie in Erscheinung – die Notfallseelsorger der katholischen und evangelischen Konfession. Wo bleiben die Notfall-Rabbis und Notfall-Imame, drücken die sich, gibt es die nicht im Notfalleinsatz oder braucht man die auch nicht?


Wenn der Mensch ein vernunftbegabtes Wesen sein soll, wieso vernichtet er dann trotz besseren Wissens seine eigene Lebensgrundlage, indem er die Erde in eine ausgeplünderte Müllkippe verwandelt?


Seid unfruchtbar und mehret euch nicht.



 

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Wort zum Sonntag


Die Ent-Individualisierung des Menschen erfolgt durch seine grenzenlose Vermassung. Der Weg führt vom Individuum zur Fabrikware – genormt, unselbständig, bis zur Rechtlosigkeit verwaltet und überwacht.


Wenn ich auf mein Leben zurückblicke und resümiere, habe ich schmerzhaft erkennen müssen und tief verinnerlicht, dass es den Menschen völlig gleichgültig ist, was mit nichtmenschlicher Kreatur geschieht. Die Menschennatur ist nicht änderbar und Lernfähigkeit nur den Wenigsten gegeben. Vermeidung zukünftigen Ungemachs interessiert menschliche Subjekte nur insoweit, als es sie selbst berühren könnte. Homo demenz strebt rücksichtslos nach seinem Nutzen, denn sein dominierendes Denkorgan ist das Portemonnaie.


Die Philosophen der Neuzeit sind die Kabarettisten. Sie kommen der Wahrheit am nächsten.


Sie begeistern sich in Ermangelung höherer intellektueller Gaben vorwiegend für Halluzinationen. Ihre Anstalt ist die Kirche.


Theolügie, die Lehre von der Gotteslüge.


Warum mach ich das überhaupt, dass ich etwas schreibe? Warum, für wen? Als Zeitvernichtung, als meine Illusion, etwas Sinnvolles zu tun, als Botschaft an einen unbekannten Einsichtigen? Zur Erinnerung an meine Gedankenfetzen?

Tausenderlei Gründe, jeder wichtig zu einem bestimmten Zeitpunkt, alle zusammen unwichtig und sinnlos im Zeitablauf. Auch im Schreiben geschieht nur Vergeblichkeit. Mit dem letzen Satz beginnt bereits das Verwesen des Geschriebenen. Auflösung, Vergessen – überall. Der Lebenskampf ist nur ein kleiner trügerischer Traum zwischen den Punkten des Nichtseins, eine Narrheit der Natur. Gedanken und Geschriebenes gehorchen den gleichen Gesetzen wie biologische Systeme. Sie leben kurz, formen sich um, werden alt, lösen sich auf, gehen unter. Der Lebenswahn, die vita opinio, ist eine Summe und Aneinanderreihung von bedeutungslosen Banalitäten, gespeist von instinktiven Handlungen zur Bewahrung und Erhaltung der Illusion.


 

Wort zum Sonntag


Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war misslungen. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag und in der Nacht zum siebten Tag floh er heimlich wieder ins Nichts, von wo er vor einer Woche aus Langeweile aufgebrochen war. Seinen Murks überliess er aber sich selbst.


Nicht zu glauben, was man weiß, ist die höchste Form der Truthahnillusion – Beruhigung durch Verdrängung.


Im Missgeschick unserer Feinde ist immer etwas, das wir seit eh und je gewusst und vorausgesehen haben. Unsere Klugheit erfüllt uns mit Stolz und Zufriedenheit.


Es existiert tatsächlich, das ewige Leben. Es gibt es nämlich genau solange, wie der Kopf, der daran glaubt, lebt und denkt. Im Moment seines Todes aber wandelt sich das gewünschte und erwartete ewige Leben in die Tatsächlichkeit des ewigen Todes.

Die kurze Lüge vom ewigen Leben wird dann schlagartig ersetzt durch die reale Wahrheit vom ewigen Tod mit der Folge, dass sowohl die Lügner als auch die Betrogenen nicht mehr erfahren, dass sie zu Lebzeiten mit Vorsatz betrogen haben bzw. wegen Geistlosigkeit belogen worden sind. Das ganze Phänomen nennt man Theologie.


Sie sind wie kleine Hunde, die sich auf der Straße um einen Knochen balgen und dabei übersehen, dass sie in Kürze von einem großen LKW überrollt werden.


In einem Gespräch zieht der Hohlkopf den Weisen immer auf sein Niveau herab, denn der Verständige muss sich dem Stumpfkopf verähnlichen, um mit ihm überhaupt kommunizieren zu können. Der umgekehrte Fall, dass sich der Dumme dem Denker verähnlicht, ist grundsätzlich ausgeschlossen.