Interessante Literaturstellen


„Ich muß es aufrichtig gestehen: der Anblick jedes Thiers erfreut mich unmittelbar und mir geht dabei das Herz auf; am meisten der der Hunde und sodann der aller freien Thiere … Hingegen erregt der Anblick der Menschen fast immer meinen entschiedenen Widerwillen: denn er bietet, durchgängig und mit seltenen Ausnahmen, die widerwärtigsten Verzerrungen dar, in jeder Art und Hinsicht, physische Hässlichkeit, den moralischen Ausdruck niederer Leidenschaften und verächtlichen Strebens, Zeichen von Narrheiten und intellektuellen Verkehrtheiten und Dummheiten jeder Art und Größe, endlich auch das Schmutzige, in Folge ekelhafter Gewohnheiten: darum wende ich mich davon ab und fliehe zur vegetabilischen Natur, erfreut, wenn mir Thiere begegnen. Sagt was ihr wollt!“
Arthur Schopenhauer 1853 – Gedanken im Alter

„Der Anspruch des Menschen ist absurd. Nicht nur die Menschheit, auch die Tierheit hat ein Recht auf Lebensmöglichkeit. Es ist einfach nicht wahr, dass die Menschheit sich ungezügelt noch weiter vermehren dürfte. Ihre Zahl ist bereits zu groß. … Die Zahl vermehrt die Not, die seelische Qual, die physischen Schmerzen.“
Hans Henny Jahnn, Weihnachtsappell 1956

„Vor allem stellt die grandiose Lebensverschwendung der Natur das in unserer Sittlichkeit tief verankerte Prinzip der Ehrfurcht vor dem Leben oder gar der Heiligkeit des Lebens von Grund auf in Frage. Eine Schöpfung, die ihren „Betrieb“ und ihre evolutionäre Weiterentwicklung ausschließlich über den Weg einer permanenten Massenvernichtung aller ihrer lebenden Geschöpfe betreibt, lässt nicht gerade darauf schließen, dass sie dem einzelnen Lebewesen – und sei es vernunft – und empfindungsbegabt – irgendeinen Eigenwert zuerkennt. Wenn Rückschlüsse vom Verhalten eines Systems auf die Intentionen seines Urhebers, in welchem Maße auch immer, überhaupt Aufschluss geben können, so lässt sich für unseren Kosmos daraus nur die Hypothese gewinnen, dass sein Schöpfer dem individuellen Leben keinen besonderen Rang, sondern im Gegenteil völlige Gleichgültigkeit hat zuteil werden lassen.“
Martin Neuffer, Nein zum Leben

„Hatte nicht schon der junge Theologieprofessor Ratzinger, damals also noch nicht Bischof, Kardinal oder Papst, in seinen Vorlesungen vor seinen Theologiestudenten getönt, es könne dem Reh oder Hasen gar nichts Besseres passieren, als geschossen zu werden und auf dem Teller des Menschen zu landen, denn damit erfülle das Tier seine Bestimmung, die der Schöpfergott ihm zugeteilt habe.“
Hubertus Mynarek, Papst ohne Heiligenschein, Sonderdruck, Odernheim 2006

„Man sagt, die Liebe zu den Menschen sei die höchste aller Tugenden. Ich bewundere diese Menschenliebe und bin überzeugt, dass sie nur edlen Seelen gegeben ist. Meine Seele ist zu klein, meine Gedanken fliegen zu nahe an der Erde, um je so weit zu kommen; ich muss bekennen, ich entferne mich immer mehr von diesem hohen Ideal, je länger ich lebe. Ich müsste lügen, wollte ich behaupten, dass ich die Menschen liebe. Aber ich liebe die Tiere, die verkannten unterdrückten Tiere, und es stört mich ein wenig, dass man über mich lacht, wenn ich sage, dass ich mich bei ihnen wohler fühle als bei den meisten Menschen, die mir begegnen.“
Axel Munthe, Ein altes Buch von Menschen und Tieren, Zoologie

„Wölfen oder Aasgeiern oder Zierfischen den Besitz des Gottesbegriffs oder der Gottesvorstellung zuzuerkennen, das würde uns – so eitel sind wir und so stolz auf unser Monopol, selbst auf unser Demutsmonopol – als Sakrileg gelten. Warum eigentlich? Warum sind diese angeblich von Gott geschaffenen Kreaturen zu gering, um ihren Schöpfer (si esset) meinen oder auch nur – das ist die erste Form des Meinens – vermissen zu können? Auch nur vermissen zu dürfen? Warum missgönnt Er sich ihnen?

Si esset. Läuft nicht der Monotheismus auf einen Monoanthropoismus hinaus: darauf nämlich, dass es nur eine einzige Spezies gibt, die den Gottesbegriff besitzt? Müsste nicht die Tatsache, dass die Zahl derer, die ihn meinen können oder dürfen, so lächerlich gering ist, jeden Gläubigen als Ungerechtigkeit aufs tiefste verwirren? „Müsste“ vielleicht. Aber ich bin niemals jemandem begegnet, der darüber auch nur einen Augenblick lang gestaunt hätte. Und müsste nicht jeder Theologe die Frage stellen, warum Gott es für ratsam gehalten habe, anonym hinter der überwältigenden Majorität seiner creata zurück zu bleiben? Si esset. Der Schöpfer scheint bei dieser –aber das hätte er sich, si esset, allein zuzuschreiben – total unberühmt zu sein.

Offenbar ist er – si esset – genauso kreaturverlassen, wie wir gottverlassen sind. Warum? Analog müsste jeder Theologe darüber bestürzt sein, dass Gott seine Anonymität gerade und vor uns: vor dieser infinitesimalen ethnischen Minderheit des Universums gelüftet hat. Womit haben wir Menschen das eigentlich verdient, als „auserwähltes Volk“, als Juden des Universums, auf der Welt zu sein? Und schließlich müsste jeder Theologe fragen, was diese Auslese über Gott selbst aussagt. Aussagen würde, si esset. Gerechtigkeit gewiss nicht. Einfach unfasslich ist es, mit welcher Hartnäckigkeit Millionen von Menschen Jahrtausende lang diese doch wahrhaftig nicht an den Haaren herbeigezogene Frage nicht gestellt haben. Ist es nicht hoch an der Zeit, parallel zur positiven Geschichte der Philosophie und Theologie eine negative Geschichte zu schreiben: eine Geschichte der Fragen, vor denen sich die Menschheit gedrückt hat, und der Motive, aus denen sie sich vor diesen gedrückt hat?“
Günther Anders, Ketzereien, Im Zoo gewesen

„Haus- und Schoßtiere und Verwandtes. – Gibt es etwas Ekelhafteres als die Sentimentalität gegen Pflanzen und Tiere von seiten eines Geschöpfes, das wie der wütendste Feind von Anbeginn unter ihnen gehaust hat und zuletzt bei seinen geschwächten und verstümmelten Opfern gar noch auf zärtliche Gefühle Anspruch erhebt! Vor dieser Art „Natur“ geziemt dem Menschen vor allem Ernst, wenn anders er ein denkender Mensch ist.“
Friedrich Nietzsche, Morgenröte, 286

„Dagegen sehe man die himmelschreiende Ruchlosigkeit, mit welcher unser Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet oder verstümmelt oder martert und selbst die von ihnen, welche unmittelbar seine Ernährer sind, seine Pferde, im Alter auf das Äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Das sind die Folgen jener Installations-Scene im Garten des Paradieses. Denn dem Pöbel ist nur durch Gewalt oder durch Religion beizukommen: hier aber lässt das Christentum uns schmählich im Stich.“
Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena II, Über Religion

„Vielleicht kommt einmal der Tag, da die übrigen Geschöpfe die Rechte erwerben werden, die ihnen nie, wenn nicht durch die Hand der Tyrannei, hätten vorenthalten bleiben können. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass schwarze Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Ebenso mag eines Tages erkannt werden, dass auch die Zahl der Beine, Behaarung oder ein Schwanz ein unzureichender Grund dafür sind, ein empfindendes Wesen solchem Schicksal zu überlassen. […] Die Frage ist nicht, ob sie Verstand haben oder sprechen können, sondern ob sie leiden.“

„The day may come when the rest of the animal creation may acquire those rights which never could have been withholden from them but by the hand of tyranny. The French have already discovered that the blackness of the skin is no reason why a human being should be abandoned without redress to the caprice of a tormentor. It may one day come to be recognized that the number of legs, the villosity of the skin, or the termination of the os sacrum are reasons equally insufficient for abandoning a sensitive being to the same fate. […] the question is not, Can they reason? nor, Can they talk? but, Can they suffer?“

Jeremy Bentham, An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. A new edition, corrected by the author. London 1828.
Chapter 17: Of the Limits of the PenalBranch of Jurisprudence. IV

Herzliche Grüße
für pro iure animalis
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

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Kampf gegen Speziesismus in Zeiten von Rassismus

Von Ingrid Newkirk, Vorsitzende von PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) USA

In diesen Tagen werden die Nachrichten vielfach von einem Thema dominiert – der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe. Das stellt mich als Tierrechtlerin vor ein Problem, denn wie kann ich vor diesem Hintergrund über Diskriminierung wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies diskutieren?

Wenn Menschenrechte auf dem Spiel stehen, wird uns, die wir uns für die Tiere einsetzen, immer wieder gesagt, wir sollten gefälligst den Mund halten. Es gäbe keine Zeit, sich Gedanken über eine andere Spezies zu machen. Das Wichtigste sei, erst einmal die Probleme der Menschen in den Griff zu bekommen.

Aber wenn das Thema Rassismus an der Tagesordnung ist, dann können wir Tierrechte nicht auf die lange Bank schieben. Im Gegenteil: Diese Diskussion ist heute wichtiger als je zuvor. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Hassnachrichten, die Tierrechtsorganisationen wie PETA erhalten, zum überwiegenden Teil von bekennenden Sexisten, Homophoben, grinsenden Trophäen- und Hobbyjägern und von Menschen stammen, die mit den Fotos von toten Kaninchen und Kojoten, die sie erschossen haben, hasserfüllte Nachrichten verbreiten.

Wir wissen heutzutage so viel über die Intelligenz von Tieren und die Tierquälerei, die hinter Schlachthausmauern, in Zirkussen und bei der Trophäenjagd verübt wird, dass es einfach nicht richtig sein kann, all dieses Wissen zu ignorieren. Wenn wir diese Verpflichtung hingegen als solche anerkennen, können wir unter Umständen sogar etwas über die Art und Weise lernen, wie wir diejenigen behandeln sollten, die uns am nächsten stehen.

Henry Bergh, Gründer der US-Tierschutzorganisation ASPCA, der einst den ersten Fall von Kindesmisshandlung vor Gericht brachte und gewann, sagte: „Ein Kind zu lehren, nicht auf eine Raupe zu treten, ist für das Kind genauso wertvoll wie für die Raupe.“ Als Dr. Martin Luther King Jr. wegen seiner Missbilligung des Vietnamkriegs kritisiert wurde (und zwar von jenen, die der Meinung waren, er solle seinen Aktivismus einschränken und sich nur auf den Kampf gegen die Rassendiskriminierung konzentrieren), erklärte er: „Ungerechtigkeit irgendwo ist eine Bedrohung der Gerechtigkeit überall.“

Mobbing und Gewalt machen weder vor Herkunft noch Geschlecht halt und treffen nicht nur Menschen.

Wenn es je einen richtigen Zeitpunkt gab, um uns näher mit der Frage auseinanderzusetzen, warum wir Praktiken und Überzeugungen ablehnen, die zu Respektlosigkeit gegenüber anderen und zur Diskriminierung von anderen führen – ganz gleich, ob es sich dabei um Frauen, Menschen mit Behinderungen, Menschen unterschiedlicher Rasse und Religion oder um andere Lebewesen handelt – dann ist das jetzt.

Wenn man sich alte Filme wie etwa „Der dünne Mann“ (Originaltitel: The Thin Man) anschaut, kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Szene für Szene zeigt diese Komödie, dass Entscheidungen ausschließlich von Männern getroffen werden, dass Frauen wie Püppchen und Schätzchen behandelt und auch so bezeichnet werden, dass schwarze Männer lediglich als unterwürfige Schuhputzer oder Kellner zu sehen sind, dass schwarze Frauen nur als Hausmädchen auftreten oder dass Asiaten klischeehafte Sätze von sich geben müssen.

Die meisten von uns schämen sich für die begrenzte Sichtweise, die in der damaligen Zeit über „andere“ vorherrschte. Wir sind froh, dass diese Zeiten hinter uns liegen. Wie können wir es also rechtfertigen, andere empfindungsfähige, denkende, fühlende lebende Wesen als Essen auf Beinen, als künftige Handtaschen, als billige Alarmanlagen und als Sklaven zu behandeln, wie es heutzutage vielfach getan wird? Wir können es NICHT rechtfertigen – und darum ist eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Vorurteile unumgänglich.

Der langjährige PETA-Unterstützer Russell Simmons sagte:

„Ich wurde vor mehr als 15 Jahren vegan, denn Grausamkeit ist und bleibt Grausamkeit – ganz gleich, ob es sich um Grausamkeit gegenüber schwarzen oder weißen Menschen, Kindern, älteren Menschen, Hunden, Katzen, Schweinen oder Hühnern handelt.“

Damit schließt er sich den Worten des Nobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer an, dessen Familie vor dem Holocaust flüchtete, und der einst sagte: „Ich bin nicht Vegetarier geworden, um etwas für meine Gesundheit zu tun. Ich habe es für die Gesundheit der Hühner getan.“

Und die US-amerikanische Schriftstellerin und politische Aktivistin Alice Walker schrieb:

„Die Tiere dieser Welt existieren um ihrer selbst willen. Sie sind genauso wenig für Menschen da, wie Schwarze für Weiße oder Frauen für Männer erschaffen wurden.“

Vor einigen Jahren unterzeichneten mehr als ein Dutzend namhafte Wissenschaftler und Philosophen die sogenannte „Cambridge Declaration on Consciousness“. Darin rufen sie die Menschheit dazu auf, die Rechte nicht-menschlicher Tierarten anzuerkennen: „Die gewichtigen Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Menschen nicht die einzigen Lebewesen sind, die die neurologischen Grundlagen für das Hervorbringen von Bewusstsein besitzen. Nichtmenschliche Tiere wie Säugetiere und Vögel sowie viele andere Geschöpfe, einschließlich Tintenfische, verfügen ebenfalls über diese neurologischen Grundlagen.“

Menschen wie wir, die sich dafür einsetzen, Vorurteile gegenüber Tieren auszuräumen, treten auch für Menschenrechte ein und widersetzen sich von Hass getriebenen Gruppierungen. Wir wissen, dass Vorurteile in all ihren hässlichen Formen falsch sind. Es spielt keine Rolle, wer das Opfer ist: Wenn wir Unterdrückung beobachten, sollten wir stets dagegen ankämpfen.

ARD legt Gehälter offen – Der Zwangsgebührenzahler darf staunen

Verdienen von 275.000 Euro bis 399.000 Euro pro Jahr:
Die Intendanten Karola Wille (MDR), Lutz Marmor (NDR) und Tom Buhrow (WDR)

ARD-Vorsitzende Karola Will (MDR) hat – was eigenlicht ein selbstverständlicher Vorgang sein sollte – die Gehalts- und Honorarstrukturen der Öffentlich-Rechtlichen – allerdings nicht vollumfänglich – offengelegt. ARD-Funktionäre indes wehren sich strikt gegen eine Veröffentlichung ihrer Vergütungen. Unter den üppigen Bezahlungen finden sich Jahresgehälter wie für den WDR-Intendanten Tom Buhrow mit 400.000 Euro, aber auch bislang unbekannte Angaben über die Honorare für Moderatoren oder Sport-Experten sind aufgelistet. Der Zwangsgebührenzahler darf neidvoll staunen.

Dass beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen mit den horrenden Zwangsgebühren, die dem Beitragszahler abgepresst werden, freigiebig umgegangen wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Nun wurden nach entsprechender Zusage der ARD-Vorsitzenden Karola Wille die neuen Gehalts- und Honorarstrukturen der Rundfunkanstalten offengelegt. Wie Meedia berichtet, sind jedoch die Einkommen nur in Ansätzen veröffentlicht, ganz so, als ob es diejenigen, die einen der teuersten öffentlichen Rundfunkanstalten der Welt bezahlen, dies alles nicht zu interessieren hat.

WDR-Intendant Tom Buhrow gilt als öffentlich-rechtlicher Bestverdiener und steckte bereits letztes Jahr 399.000 Euro – sprich 33.333 Euro pro Monat ein. Dicht gefolgt vom BR-Intendanten Ulrich Wilhelm mit 367.000 Euro und Lutz Marmor, Intendant des NDR, mit 348.000 Euro Jahresgehalt. Die „geringste“ Vergütung erhielt SR-Intendant Thomas Kleist mit 237.000 Euro.

In der Auflistung sind zudem noch außertarifliche Gehälter für Programmbereichsleiter beziehungsweise Hauptabteilungsleiter aufgeführt die mit einem Jahresgehalt von bis zu knappen 119.000 Euro auch nicht am Hungertuch nagen müssen.

Tatort-Minute kostet 15.500 Euro

Wie die Nachrichtenagentur EPD berichtete, sind aus der Budget-Auflistung der ARD ersichtlich, dass zum Beispiel eine Tatort-Folge den Beitragszahler satte 1,4 Millionen Euro kostet. Das sind satte 15.500 Euro pro Minute. Der größte Teil des „Tatort“-Budgets fließe hierbei dabei in Gagen und Honorare, nämlich 50 Prozent.

Die mittlerweile in der Berichterstattung „kreativ“ agierenden Nachrichtenformate „Tagesschau“, „Tagesthemen“ und „Nachtmagazin“ kosten pro Sendeminute rund 1.820 Euro.

ARD-Funktionäre wehren sich strikt gegen eine Veröffentlichung ihrer Vergütungen

Bedeckt indes halten sich in den Auskünften zu ihren Bezügen die frei beschäftigten Sprecher oder fest angestellten Moderatoren. Hier macht die ARD weder zu den Verdiensten der Angestellten auf Direktorenebene – dazu zählen Programmdirektoren wie Volker Herres für die ARD oder Direktoren wie Jörg Schönborn (WDR Fernsehen) oder Valerie Weber (WDR Hörfunk), Frank Beckmann (NDR Fernsehen) oder Joachim Knuth (NDR Hörfunk) – irgendwelche Angaben.

Wie die Zentralredaktion von Funke berichtet, haben sich die Funktionäre strikt gegen eine Veröffentlichung ihrer Vergütungen gewehrt.

Super teuer: Der Öffentlich-rechtliche Sportbereich

Besondert kostenintensiv wird es für den Zwangsgebührenzahler im öffentlich-rechtlichen Sportbereich, so Meedia weiter. Obwohl hierzu von der ARD ebenfalls nur verhalten Zahlen offen gelegt werden, argumentiert die ARD, dass die Bezüge der Protagonisten in diesem Bereich, die den Anstalten einen „sehr hohen Stellen- und Wiedererkennungswert“ bringen, sich in deren Vergütung widergespiegelt werden müsse: „Die 20 Moderator/innen von Sportsendungen im Ersten erhielten in der Saison 2014/2015 Vergütungen in einer Gesamtsumme von rund 1,81 Millionen Euro. In der Saison 2015/2016 vergütete die ARD die Leistungen von 21 Sportmoderator/innen im Ersten mit insgesamt 1,88 Millionen Euro.“ Für die neun Expertinnen und Experten wurde 2014/15 1,04 Millionen Euro ausgegeben, in der darauffolgenden Saison 1,2 Millionen Euro. Im Schnitt waren die Experten (mit 150.000 Euro) also teurer als die Moderatoren (94.000 Euro)“, so das Zahlenwerk des öffentlich-rechtlichen Selbstbedienungsladen.

Und weil Buhrow und Konsorten auch weiterhin so kräftig verdienen möchten, kündigte ARD, ZDF und Deutschlandradio schon mal an, dass bis 2029 der monatliche Zwangsbeitrag auf 21 Euro steigen müsse (JouWatch berichtete).

Quelle: journalistenwatch.com