Freundschaft zwischen Leopard und Kuh

Ein seltener Fall von Freundschaft zwischen Jäger und Beute: Des nachts kommt ein Leopard, um eine Kuh „zu besuchen“. Das ungewöhnliche Verhalten der beiden Tiere in dem Dorf Antoli im Distrikt Waghodia Taluka beschäftigt auch viele Tierschützer.

Der ehrenamtliche Wildhüter Rohit Vyas war mit anderen begeisterten Besuchern schon mehrmals dort und berichtet: „Der Leopard besucht die Kuh seit Oktober letzten Jahres in regelmäßigen Abständen. Nachdem die Dorfbewohner uns darüber informiert hatten, dass der Leopard deshalb immer wieder das Zuckerrohrfeld aufsucht, fuhr ich mit dem Waldhüter H. S. Singh und den Wildtierspezialisten Manoj Thakkar und Kartik Upadhyay zu dem Dorf, um das zu überprüfen. Es war unglaublich. Sie kamen sich ganz nahe, und die Kuh leckte dem Leoparden völlig furchtlos Kopf und Nacken“.

Die Forstbehörde, die den Leoparden ursprünglich einfangen wollte, gab ihre Bemühungen auf, als sie von dieser Freundschaft erfuhr. Der Leopard habe, so Vyas, auch keinem anderen Tier im Dorf etwas zuleide getan. Die Dorfbewohner würden von seinen Besuchen sogar profitieren, weil seitdem andere Tiere davon abgehalten würden, die Getreidefelder zu beschädigen.

Quelle: Facebook

Nachdenkenswerte Worte :

„Auch, wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, hätten wir nichts erreicht. Erst wenn es uns gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS!“

( Michael Aufhauser )

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Ein Kommentar zu “Freundschaft zwischen Leopard und Kuh

  1. Ja, das klingt für mich ein wenig wie der Vorgeschmack auf eine Vision des Propheten Jesaja aus der Heiligen Schrift: “Dann, an jenem Tage, wohnt der Wolf beim Lamm, und der Panther ist zu Gast beim Böcklein. Und das Kalb und der Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. “

    Ein ähnlich gelagertes Wunschbild, von einem Künstlers aus neuerer Zeit gestaltet, zeigt wie verschiedenartige Tiere, die normalerweise in dieser Welt nicht so friedlich miteinander umgehen, hier immerhin in ziemlicher Eintracht miteinander kommunizieren:

    Es trifft sicherlich allgemein zu, dass Kinder (bei Mensch und Tier) noch nicht so nach den festgefügten Alltagsregeln handeln, wie sie bei den „Großen“ normalerweise zur Gewohnheit geworden sind. In dem Zeichentrickfilm „Cap und Capper“ aus der Disney-Werkstatt beispielsweise waren ein Fuchs und ein Hund als Kinder die allerbesten Freunde. Capper wurde später zum Jagdhund ausgebildet, doch auch als er seinen einstigen Freund, den Fuchs Cap, in einer brenzlichen Lage wiedertrifft, verschont er ihn entgegen seiner ansonsten inzwischen erworbenen und praktizierten Verhaltensweisen.

    Ich hatte vor längerer Zeit übrigens mehrere Sammeltellerserien des Tiermalers Jürgen Scholz erworben, welcher auch obiges Bild kreierte. Ihm hatten es dabei vor allem die Eigenarten und Streiche kleiner Katzen (ich betone von Katzenkindern[!!]) angetan. Bevor er Tiergeschichten illustrierte, war er als Wildhüter oder Heger tätig. Vermutlich hatte er dabei sehr eingehend die Gepflogenheiten diverser Tiere studiert hat, vor allem jedoch die von Katzenkindern. Was ihn möglicherweise veranlasste, seine Beobachtungen in Bildern festzuhalten, so dass diese später auch als Motive für Porzellan-Teller Verwendung fanden. Hier kann man noch etwas mehr über ihn lesen:
    http://www.art-design-licensing.de/de/kuenstler/juergen-scholz/

    Diese Sammelteller erschienen in limitierter Auflage und hatten von daher ihren Preis. Das interessierte mich seinerzeit aber weniger, denn ich wollte sie ja nicht haben, um sie später gewinnbringend wieder verkaufen zu können. Sondern aus zweierlei Gründen, einerseits weil die Motive meines Erachtens sehr liebevoll bis ins kleinste Detail gestaltet wurden und man zweitens sieht, dass der Künstler genau weiß, was er da zeichnet, er die Seele von Katzenkindern gründlich studiert haben muss. Kurzum: ich hatte mit meinem möglicherweise naivem Kunstverstand große Freude an den ausgearbeiteten Bildideen.

    Hier die erste Reihe, wo man gut nachverfolgen kann, wie die Kleinen in Wohnung und Küche ihr Unwesen treiben. http://www.porzellankompass.de/module-Pagesetter-viewpub-tid-4-pid-186-lang-de.html

    Man kann dort unten die Bildershow mittig anklicken, dann startet eine Bildfolge mit den Streichen der kleinen Übeltäter. In einer weiteren Serie dehnen sie diese auf Hof und Garten aus:
    http://www.porzellankompass.de/module-Pagesetter-viewpub-tid-4-pid-80-lang-de.html

    Jürgen Scholz hat aber nicht nur kleine Katzen im Bild festgehalten, sondern in anderen Serien auch sein Einfühlungsvermögen für Vögel bewiesen. Und dann folgte noch eine Serie, in der diese Piepmätze mit den Katzenkindern gemeinsam agierten. Doch nicht so, wie man vielleicht meint, wie es ausgewachsene Katzen in der Regel tun. Sondern die Katzenkinder taten den kleinen Vögeln nicht wirklich etwas, diese hatten aber auch keine Angst und flogen nicht weg, als eine oder zwei Kätzchen bei ihnen im Vogelhäuschen oder auf dem Baum schliefen.


    Hier wieder die ganze Serie:
    http://www.porzellankompass.de/module-Pagesetter-viewpub-tid-4-pid-140-lang-en.html

    Nun, zu einem gewissen Kunstkenner oder seriösem Kunstkritiker, zumindest einem, der sich dafür hält, hatte ich eine Zeitlang intensiven telefonischen Kontakt. Dabei schilderte ich ihm neben vielem anderen auch meine Begeisterung für diese Tiermotivgestaltungen, und dass ich vor längerer Zeit in der Sache verschiedene Sammelteller-Editionen erworben hatte. Ich versuchte ihm auch meine Schwärmerei zu erklären, wenngleich ihn die Argumente wohl nicht überzeugten oder er sie einfach überhörte. Als ich irgendwann wegen verschiedener Dinge den telefonischen Kontakt zu ihm abbrach, war er wohl ärgerlich, und ich fand mich in verschiedenen seiner Blogbeiträge als zu kritisierendes Opfer wieder. So erinnerte er sich auch an diese Sammeltellerdiskussion, welche ich im Jahr zuvor mit ihm führte, erfuhr nun auf diesem Wege, dass das übelster Kitsch sei, wofür ich viel Geld ausgegeben hätte, und dass ich ein Kunstbanause und Kulturspießbürger sei, welcher auf diese Art weiter nur in seiner vermeintlich heilen Scheinwelt leben wolle. Das Schlimmste aber wäre nicht, wenn man Kitsch sammelt, das täte er auch, sondern man nicht mehr zwischen Kunst und Kitsch unterscheiden könnte, wie das bei mir der Fall sei. Man kann es hier ganz genau nachlesen: http://barrynoa.blogspot.de/2015/07/die-kunst-otto-muellers-1874-1930-und.html

    Ich habe extra oben zusätzliche Links gesetzt, zu Bildfolgen, die eine Geschichte erzählen können. Mich deucht, das ausschlaggebende Kriterium, ob etwas Kunst oder Kitsch ist, hängt bei gewissen Mitmenschen vor allem mit dem Preis zusammen, unter dem es gegenwärtig bei e-Bay oder anderswo gehandelt wird. Die von Jürgen Scholz liebevoll gestalteten Tiergeschichtenbilder, wie es in diesem Rahmen für mich an Perfektion kaum zu überbieten war, sollen Kitsch der übelsten Sorte sein? Trotz meines vielleicht begrenzten Kunstverständnisses glaube ich das eher weniger! Aber dies halte ich auf jeden Fall für Kitsch der übelsten Sorte:

    Warum? Weil bei der Gestaltung einfachste zeichnerische Grundregeln nicht beachtet wurden. Das ist schlichtweg stümperhaft und lieblos gemacht. Einerseits stimmt die Perspektive nicht, andererseits sind Gegenstände wie die Palmen in Natura dort auch noch durchsichtig, obwohl man normalerweise nicht sieht, was dahinter ist. Doch das ist noch nicht das Schlimmste für mich. Mehr ins Gewicht fällt, wenn der Schöpfer auch noch meint, dieses Bild habe durch die farbliche Gestaltung gewonnen. Mit Sicherheit nicht, denn durch die Mehrfarbigkeit fallen die Unsauberkeiten und Fehler noch deutlicher ins Auge. Von daher erscheint mir die Schwarz-Weiß-Version in der Zeitung weniger peinlich.

    Abschließend noch ein weiteres Bild von Jürgen Scholz, das „beweist“, heranwachsende Katzen benehmen sich ganz ähnlich wie heranwachsende Menschen:

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