Haustiere und Corona: Wenn die Presse Tiere ins Verderben schreibt!

Rebloggt von Bettina Schneider

An alle Nachrichtenportale, Redakteure und Journalisten:

Ich würde am liebsten all die toten Tiere vor eurer Haustüre ablegen! All die ausgemergelten und gezeichneten Körper der Tiere, die euretwegen elend sterben!!!

Sie verhungern gerade irgendwo qualvoll oder irren hilflos durch die Straßen, weil sie wegen eurer sensationsgierigen und verantwortungslosen Schlagzeilen ausgesetzt wurden und täglich werden es mehr.

Corona ist immer für Auflage und Klicks gut. Aber bitte nicht auf Kosten der Wehrlosen! Ihr habt den Besitzern von Haustieren Angst eingejagt, mit Gerüchten, Vermutungen und schlecht recherchierten Halbwahrheiten oder einer reißerischen Headline, die am Ende des Artikels dann erst relativiert wird. Die meisten lesen jedoch nur, was fett gedruckt als Titelzeile über News und Artikeln steht.

Haustiere stellen keine Gefahr dar und können ihre Menschen nach derzeitigem Kenntnisstand, nicht anstecken!!! Darüber sind sich sämtliche Experten und Institute weltweit nach wie vor einig!

Was ist daran so schwer zu verstehen? Könnte man diesen, für viele Haustiere, lebensrettenden Sachverhalt, nicht DEUTLICH kommunizieren, anstatt darauf herum zu reiten, dass der Virus bei 3 (!) Haustieren, weltweit festgestellt wurde, man vermutet, sie waren kontaminiert, nicht angesteckt und Fakt ist: der Übertragungsweg war vom Menschen auf das Tier… Ein feiner aber entscheidender Unterschied, den die meisten Leser weder realisieren, noch verstehen.

Von Journalisten würde ich erwarten, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden, Sachverhalte verständlich zu vermitteln und sich zu informieren!

Könnt ihr noch in den Spiegel sehen, bei all dem unnötigen Leid, das ihr mit eurer Form der „Berichterstattung“ anrichtet, liebe Redakteure und Journalisten?

Diesen Vorwurf müssen sich alle gefallen lassen, die zum Thema „Corona-Haustiere“, gerade für unnötige Verunsicherung sorgen!

Die Tierschützer werden europaweit, niemals in der Lage sein, diese zusätzliche Flut von verhungernden Tieren zu versorgen.

Das Leiden und Sterben unzähliger Haustiere beginnt gerade erst.

Ich spucke vor euch aus!

Ein Handy voller Nachrichten der Sterbenden. Ich bin so wütend!

Von Bettina Marie Schneider am 20. März 2020

Gestern Abend war ich so wütend, so wütend… ich hätte nie gedacht, dass ich so wütend werden kann!!!

Gestern haben sich bei schönem Wetter wieder die Leute durch die Stadt geschoben, wie auf einem Frühlingsmarkt, sassen fröhlich in Gruppen in den Eisdielen… und sie sind durch die Baumärkte flaniert, haben sich die Blumen gegenseitig aus der Hand gerissen, in den Gängen gestapelt, wie auf einem Ausverkauf. Als ob es kein Corona gäbe!

Es macht mich so wütend, weil ich eine Kollegin habe, die in Italien arbeitet, in einem Krankenhaus in diesem absoluten Apokalypse Gebiet.

Sie war so unendlich verzweifelt! Sie hat ein Handy voller Abschiedsnachrichten der Sterbenden, die ja nicht von ihren Angehörigen begleitet werden können, es darf ja keiner zu ihnen. Sie hatten gestern allein 500 Todesfälle, sie stapeln die Leichen in Turnhallen, weil sie nicht mehr wissen, wohin damit…

Sie versorgen die Patienten in Zelten, wo sie wie im Krieg aneinander liegen, sie können sich nicht um alle Patienten kümmern. Die sterben einsam und bei vollem Bewusstsein, sie ersticken und es ist keiner da der ihnen in irgend einer Form beisteht.

Es sind 16 Kollegen gestorben, 14 Pfleger und zwei Ärzte, die nicht alt waren und sich infiziert haben, trotz Schutzkleidung. Sie sind völlig fertig und sie sagt, die Welt hat uns im Stich gelassen. Keiner hilft. Seit drei Wochen kucken alle zu, wie wir untergehen. Es werden keine Beatmungsgeräte geschickt, es wird kein Personal geschickt, es wird nichts gemacht.

Die kämpfen wirklich auf verlorenem Posten, die Leute sterben ihnen unter den Händen weg und sie können ihnen nicht helfen. Die Beerdigungen finden ohne Angehörige statt weil man sich nicht treffen darf.

Das macht mich so wütend, Bettina, weil ich dann gleichzeitig meine Kotznachbarn habe, die jeden Abend ihre coolen Corona Partys feiern und sich so cool finden.

Es macht mich so sauer, denn es sind dann diese Arschlöcher, die sich ihre Persönliche Freiheit nicht nehmen lassen wollen, sie sind meist jung und werden höchstens krank und machen dann einfach weiter. Dass sie dazwischen ihr älteres Umfeld umgebracht haben, das ist Mord!, blenden sie aus. Ich bin für eine Ausgangssperre, sofort!

Wenn die Leute nicht von sich aus drauf kommen, muss man sie zu ihrem Glück zwingen. Es ist so unfair. Weisst du, wir müssen dann intensiv medizinische Entscheidungen treffen, wer wird versorgt… und es geht ganz klar nach Alter und Konstitution. Und wer gewinnt da wohl? Diese rücksichtslosen Arschloch Idioten, die vorher durch die Gegend gezogen sind, die anderen werden sterben. Das macht mich so wütend.

Hier im Krankenhaus ist eine ganz komische Stimmung, wir sind vorbereitet, so gut es geht. Wir haben zwei komplette Stationen geräumt, vorbereitet auf intensiv medizinische Maßnahmen, auf jeder Fachabteilung sind Zimmer geräumt und gesperrt, wir sind alle bereit , 24 Stunden am Tag.

Verschiedene Ärzte waren in Urlaub und sitzen an den Grenzen fest und können nicht zurück. Quarantäne. Es gibt mehrere Ärzte, die in Corona Gebieten waren, die kommen schon mal gar nicht zurück.

Wir haben Ärzte und Pfleger und Schwestern aus der Rente geholt, aus dem Mutterschutzurlaub und aus, ich weiss nicht was . Es ist eine ganz komische Stimmung. Eine bleierne, schwere Stimmung, wie vor einem Gewitter. Man weiss, es kommt, es braut sich gerade alles zusammen aber ist noch nicht so weit. Man kann es irgendwie nicht fassen. Und ich weiss es wird alles ganz, ganz schlimm. Und ich bin so fassungslos über die strunzen Dämlichkeit dieser tollen Jugendlichen die noch ihre Corona Parties feiern.

Ich bin dafür, dass die alle neben den Patienten eingesetzt werden, sie sollen sich daneben setzen, damit sie sehen, was sie ihnen angetan haben, denn was sie getan haben ist wie Mord.

Die Welt ist so komplett durchgeknallt und Corona hält uns den Spiegel vor, ich bin sehr gespannt, wann es losgeht, dass es losgeht, ist klar, es ist ein exponentielles Wachstum.

Das heisst, wir haben alles, was Italien hat, nur 10 Tage verzögert, es wird eine Apokalypse werden, wenn nicht noch ein Wunder geschieht. Das ist der Stand der Dinge…ich hoffe das ich lange durchhalten kann, wenn es losgeht. Pass auf dich auf …

Das ist die Niederschrift eines Telefonats, das ich heute mit einer befreundeten Ärztin führte, die sich gerade an einer deutschen Klinik auf den Ernstfall vorbereitet und die mich beschwor, Zuhause zu bleiben. Ich dachte, ihr solltet diese Worte auch lesen. Macht was draus und schützt euch. Bitte bleibt gesund.

Eure Bettina

Was ist eigentlich „wahrer“ Tierschutz?

Rebloggt von Tierschützerin Bettina Marie Schneider

Diese Frage sollte ich als Thema für die Webseite einer lieben Tierschutzfreundin ausführen.…aber gerne doch, kein Problem, dachte ich…und machte mich gleich ans Schreiben…

Sehr schnell stellte ich dann aber fest, dass das eine verflixt schwierige Frage war…ja, was ist denn jetzt eigentlich wahrer Tierschutz???

Ist es die Sorte Tierliebe, die bewegungsfreudige und soziale Wesen, wie Kaninchen, Mäuse, Ratten oder auch Vögel, in kleine Käfige sperrt und das oftmals noch in Einzelhaft? Ganz sicher nicht, obwohl deren Besitzer sich allesamt als Tierfreunde rühmen würden, sollte man sie fragen… weil sie ihre Lieblinge füttern und versorgen.

Sind es die paar Euro mehr, die man gewillt ist, für Bio Ware zu bezahlen? Blutgeld, dass den Schweinen ein paar Quadratmeter mehr Platz und bessere Haltungsbedingungen verschafft, ehe sie zum Schlachter gekarrt werden? Vielleicht aber der Aufpreis für Eier aus Freilandhaltung, von wirklich glücklichen Hühnern, mit Nestern und einem längeren Leben, als das ihrer Leidensgenossen?

Ist es der Verzicht auf Milchprodukte, damit für den eigenen Genuss kein Kälbchen von der Mutter getrennt wird, keine Kuh als Milchmaschine missbraucht und deren Herz bei jedem entrissenen Kalb aufs neue bricht…Milch…damit die eigenen, behüteten menschlichen Kinder mit dem Leid der Kinder anderer Lebewesen, genährt werden?

Oder ist es vielleicht die Rettung von Straßentieren? Also nur, falls sie wirklich gerettet werden wollen, manchmal ist das Leben auf der Straße für sie 1000 mal besser, als das, was sie in so manchen, sogenannten Sheltern des Grauens erwartet.

Ist es das Füttern der hungrigen Straßentiere, die sich dadurch immer weiter vermehren und deren Leid nur wächst, wenn dabei nicht auch umfassend kastriert wird, was gerne vergessen wird?

Ist es die Adoption eines solchen Tieres, selbst wenn man dieser Aufgabe nicht gewachsen ist, wenn man bereits zu viele von ihnen hat, und keinem mehr gerecht werden kann, geschweige denn, die Kosten tragen, sollte eines krank werden?

Was ist mit den Demos für die Stimmlosen? Ja, hier hätte ich keinerlei Bedenken, es sei denn, sie werden für politische Statements missbraucht, was leider zunehmend vorkommt.

Selbst Zoos preisen sich für wahren Tierschutz, wenn sie Arten erhalten. Ich vermute stark, dass keine Art der Welt, für ein Leben in Gefangenschaft und hinter Gittern erhalten werden möchte. Diese Form von Tierschutz findet wohl eher für den Menschen statt …

Und dann wären noch die Menschen, die sich mit Herzblut und großem Einsatz für Tiere engagieren. Ist es wahrer Tierschutz, wenn sie dabei regelmäßig die Mindestanforderungen für menschlichen Umgang miteinander, großzügig ignorieren.

Wenn sie dabei das Bild nach außen tragen, als wäre die Tierschutzszene ein Haufen zänkischer und missgünstiger Gesellen, die Menschen hassen und sich deshalb den Tieren zugewendet haben. Wo endet Tierschutz und wo beginnt der Egotrip der Soziopathen?

Fragen über Fragen, die teilweise sehr einfach zu beantworten sind aber manche davon, machen mir Kopfzerbrechen. Deshalb wurde dieser Artikel bis heute nicht geschrieben.

Wahrer Tierschutz … wie auch immer er aussieht, sollte in allen Fällen menschliche Belange und Bedürfnisse hinten anstellen und sich einzig um das Wohlergehen unserer Mitgeschöpfe drehen. Ob es ihn eigentlich überhaupt gibt, den wahren Tierschutz? Sind wir Menschen überhaupt dazu fähig? Wenn es so wäre, dann wäre unsere Welt längst eine völlig andere.