Interessante Videos von und mit Charles Krüger

Eine Schande für Deutschland

Charles Krüger über Barbara Borchardt , die als Ex-SED-Politikerin in Landesverfassungsgericht gewählt wurde:

Der Lockdown entblößt die Arroganz der Eliten!

Charles Krüger über das Cafe der Zukunft:

Kemmerich (FDP) für ERHÖHUNG des Rundfunkbeitrags:

Sind wir im falschen Film oder in der Realität? (Teil 2)

Von Gastautorin Annette Heinisch auf vera-lengsfeld.de

Mutti ist in Hochform. Berlin ist ihr Feldherrnhügel, von dem aus sie die Geschicke – immer das Ende im Blick – lenkt. Unklar ist noch, wessen Ende, aber das macht das Ganze ja erst spannend.

Um sich schart sie die Experten, welche die klare Linie vorgeben, die Mutti mit ruhiger Hand und die Zügel fest im Griff verfolgt. Man hat den Eindruck, die Virologen würden das Land regieren, was ein geschickter Schachzug ist: So ist Mutti aus der Verantwortung!

Aber es tauchen Hindernisse auf, die sie als Heldin natürlich meistern muss. Erst einmal quengeln die Darsteller aus dem Klima – Film nebst Entourage. Die hatten ihre Fan – Artikel noch gar nicht ganz verteilt und fühlen sich jetzt vernachlässigt. Überhaupt waren es „ihre Toten“, um die es ging, nicht die von Corona. Wenn die an Corona sterben, insbesondere ältere Leute, ist es egal, denn der Tod würde ja nur vorverlegt und „die Überbevölkerung der Welt ist übrigens die nächste Müllschwemme.“

Ich muss sagen, dass ich persönlich das Drehbuch an dieser Stelle doch etwas geschmacklos fand, mag sein, dass ich einfach zu zartbesaitet bin. Aber selbst, wenn man ein überzeugter Sozialdarwinist ist, müsste einem doch ein klitzekleines bisschen der logische Bruch auffallen. Wenn Menschenleben egal sind, die Überbevölkerung ein Problem ist, man sogar auf Kinder wegen des Klimawandels verzichten soll, dann kann man sich nicht nur die ganzen Krimis und Mordanklagen und so ein Gedöns schenken, sondern auch die Klima – Rettung. Die macht doch dann überhaupt keinen Sinn mehr, für wen oder was soll man das Klima denn retten? Man müsste auch keine Migranten oder sonst wen retten, die sterben doch sowieso irgendwann, also wozu der Aufstand? Die ganzen schönen Konzepte für Drehbücher gingen den Bach herunter. Ehrlich, an diesem Skript muss noch gefeilt werden!

Aber dann gab es auch noch andere Nörgler. Die einen finden alles falsch, was Mutti macht, weil die Tatsache, dass sie es macht, als solche ein ziemlich guter Kontraindikator ist. Andere fanden es nicht so prall, dass sie letztlich nichts Neues macht. Es gibt nur immer weniger Freiheit, mehr Strafen, mehr Steuern. Wo bleibt da der Spaß?

Dann spielen sich auch noch ein paar Nebenrollen auf, die Provinzfürsten zum Beispiel. Die wollen doch glatt eine ernsthafte Sprechrolle haben und zetteln eine Revolution an. Machtübernahme!

Ein Desaster, Deutschland wird zum „Flickenteppich“. Katastrophal für die armen kleinen Bürger! Gut, es ist jetzt nicht so, dass viele täglich mehrfach zwischen allen Ländern pendeln, aber würden sie es, müssten sie doch glatt googlen, was wo erlaubt ist. Ob die Bürger überhaupt lesen und verstehen können, was da steht, weiß man auch nicht, gerade wo jetzt Schulen ausfallen, da verdummen doch alle, kann man überall nachlesen. Mutti war ziemlich fertig, wollte fast aufgeben, sie „wunderte sich zuletzt, wie stark einige doch an ihren Partikularinteressen festhalten wollten.“ Aber Mutti setzte einen Notfallmechanismus durch, nur wenn alle artig sind, „den Bogen nicht überspannen“, dürfen sie alleine draußen spielen, sie setzte aber ein Limit. „„Deshalb werden die Länder sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit kumulativ mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept unter Einbeziehung der zuständigen Landesbehörden umgesetzt wird“, lautet der Beschluss.

Wenn angesichts auch dieses zweiten großen Öffnungsschritts die Neuinfiziertenzahlen weiter niedrig bleiben, sollen die Länder in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund landesspezifischer Besonderheiten und des jeweiligen Infektionsgeschehens die verbliebenen Schritte auf der Grundlage von Hygiene- und Abstandskonzepten der jeweiligen Fachministerkonferenzen gehen.“

Mutti hat also aufopfernd für ihr Volk gekämpft, versucht, es vor den bösen Provinzfürsten mit ihren Machtgelüsten zu retten, bevor die nun auf Kosten ihrer Bevölkerung ihre Machtgelüste befriedigen. Was für eine Inszenierung, einfach grandios!

So endet die zweite Episode, nun ist erst einmal Sendepause, aber ich bin schon sehr gespannt auf die dritte. Da wird jetzt wahrscheinlich wieder zum Robin Hood – Drehbuch gewechselt werden!

Sind wir im falschen Film oder in der Realität? (Teil 1)

Von Gastautorin Annette Heinisch auf vera-lengsfeld.de

She did it again” – das ist der Titel der neuen Staffel der beliebten Actionserie „Mutti rettet die Welt“. Das ist so etwas wie „Hanni und Nanni“ für Junggebliebene, aber eher im polit – action – Bereich angesiedelt. Dabei werden die Menschen sozusagen von Katastrophen regiert. Das läuft abwechselnd mit den verschiedenen Remakes von „Robin Hood“, bei denen Mutti den Reichen, also uns, das Geld nimmt und es den Armen, also allen anderen, gibt. Das kann man auch miteinander verkoppeln: Erst rettet Mutti irgendwelche armen Opfer, die sie dann mit milden Gaben überschüttet. Daraus kann man unzählige Filme machen!

Bei der ersten Staffel der Katastrophenserie musste Mutti die deutschen Banken retten, damit die Bürger noch Geld hatten. In der zweiten Staffel rettete sie Griechenland (und die französischen Banken), damit Europa nicht auseinanderbricht mit angeblich schrecklichen Folgen. Dies lief unter dem Titel „Euro – Rettung“, Untertitel „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“, untermalt mit Bildern von Kriegsgräbern. Dabei spendete Mutti nicht nur Trost, sondern vor allem viel Geld.

Danach nahm die Serie Fahrt auf, eine Naturkatastrophe in Japan diente als Vorlage für das Drehbuch der nächsten Staffel: Mutti rettet Deutschland vor Seebeben, Tsunamis und dem sicheren Atomtod. Das war wirklich super! Nach diesem Kassenschlager ging es bei den folgenden Staffeln zunehmend in Richtung James Bond, nur ohne die optischen Reize. Rettung der Menschheit und des Planeten war angesagt: „The world is not enough“. Die Staffel „Mutti rettet die Menschheit“, bei der Millionen verzweifelte Menschen ins gelobte Land strömten, das umtost von den Stürmen der Zeit und der Politik der einzige sichere Ort auf der Welt scheint, sozusagen das Paradies, wo Milch und Honig, sprich Sozialleistungen, fließen.

Das kam bei den Kritikern super an, leider blieb das Publikum eher skeptisch. Auch die Sender anderer Länder wollten die Staffel nicht kaufen, trotz toller Spezialeffekte blieb sie ein Ladenhüter. Die Staffel „Mutti rettet das Klima“ kam da weltweit besser an, richtete sich speziell an ein sehr junges, sich hipp und urban fühlendes Publikum. Die Kritiker und Kinder waren durchweg begeistert, leider fehlten aber wieder die Großabnehmer wie die USA und China.

Zwischendurch gab es kleinere Ableger des Rettungsthemas, spin – offs wie bei CSI oder NCIS: Migranten müssen vor Deutschen geschützt werden, Frauen müssen vor der Sprache und Männern, alle vor weißen, alten Männern geschützt werden, Universitäten vor freien Diskussionen und vor Wissenschaft, Provinzen vor demokratisch gewählten liberalen Ministerpräsidenten – da gibt es nahezu unendliche Möglichkeiten, die Opferrolle zu besetzen und daraus ein Drehbuch zu machen.

Bei dem letzten Ableger, als Mutti aus Afrika die deutsche Demokratie lenken musste, um den Richtigen ins Amt zu bekommen – hat die Kritiker übrigens begeistert – sah man schon langsam im Hintergrund düstere Wolken aufziehen: Viren verdunkelten den Horizont, Militärkolonnen brachten in dunkler Nacht Särge weg. Gruselig! In der aktuellen Staffel sah man, wie Mutti munter ihr Brett sattelt und die Viren – Welle reitet. Erst gab es ein spannendes Wettrennen mit Rivalen, sie lag zurück, aber kurz vor knapp schaffte sie es noch. Oder besser gesagt: Kurz vor Kurz, denn der und Söder waren glatt dabei, ihr die Show zu stehlen. Aber gemach, so ein altes Schlachtross gibt doch nicht kampflos auf.

Mutti schloss Deutschland rigoros, allerdings waren die Schließungen nicht ganz so rigoros wie in anderen Ländern, denn immerhin sollte nicht die ganze Wirtschaft stillgelegt werden. Irgendwoher müssen schließlich die Gelder kommen, die Mutti an Bedürftige verteilt. Die Kritiker jubeln, weltweit wird Mutti in dieser Rolle gefeiert, auch das Publikum ist diesmal angetan. Wie eine Glucke die Küken um sich schart – oder Putin seine Gouverneure – zitiert Mutti die Provinzfürsten zu sich, um ihnen Anweisungen zu erteilen.

Zweiter Teil dieses Films morgen Vormittag …..