"Gänsealltag"

Am 11.11. wurde traditionell vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Martinstag begangen. Viele Familien beschließen ihn mit einem Festessen, welches auf den Beginn der vorweihnachtlichen Fastenzeit zurückgeht. Das bekannteste Symbol für den Martinsbrauch ist die Martinsgans als typisches Gericht.
Auch Foie gras, die Gänsestopfleber, gilt als besondere Delikatesse. Der Konsum von Gänsefleisch und Gänsestopfleber zu Vorweihnachtszeit und St. Martin macht fast die Hälfte des Jahresgeschäftes aus. Woher das Fleisch in der Kühltheke aber stammt; was hinter Leber und Leberpastete steckt, ist vielen Verbrauchern unbekannt. Die nunmehr erhältliche Video-Dokumentation „Gänsealltag“ deckt schonungslos die Hintergründe auf und blickt hinter die Kulissen von Stopfmastbetrieben in Frankreich und Deutschland.

Die Franzosen sind bekannt für ihre Lebensart, für guten Wein und feinen Käse. Nicht umsonst lautet eine bekannte Redensart „Leben wie Gott in Frankreich“. Doch ausgerechnet aus dem Land des Genusses stammt eine besonders grausame „Delikatesse“: Foie Gras, die Stopfleber. 80 Prozent der etwa 40 Millionen Enten und Gänse, die für den zweifelhaften Gaumenkitzel gezüchtet werden, stammen aus Frankreich. Das macht unseren Nachbarn zu einem der weltweit größten Stopfleber-Produzenten.

Die Dokumentation „Gänsealltag“ bringt Licht ins Dunkel dieser grausamen Mastform, bei der ein etwa 50 cm langes Metallrohr bis in den Magen geschoben und durch dieses das Mastfutter unter hohem Druck eingeflößt wird. Während das so genannte „Stopfen“ in jedem anderen westeuropäischen Land aus Tierschutzgründen verboten wurde, wurde es von Frankreich zum Kulturerbe erklärt und somit unantastbar. Doch auch der deutschen Mastgans geht es alles andere als gut. Mehr als 1,5 Millionen von ihnen – das entspricht der Einwohnerzahl von Hamburg – werden jedes Jahr unter meist qualvollen Bedingungen gehalten. Nicht wenige erleben nicht mal den Transport zum Schlachthof – sie sterben noch in der dunklen Masthalle an den Folgen der katastrophalen Haltung.

Das Deutsche Tierschutzbüro zeigt den traurigen Alltag der Mastgänse, die gerade zu Sankt Martin und Weihnachten ihr Leben für einen angeblichen Gaumenschmaus lassen müssen.
Die umfassende Dokumentation zeigt auch auf, wie sich Handelskonzerne aus der Verantwortung stehlen, denn in vielen deutschen Supermärkten wird die umstrittene Delikatesse verkauft. Seit dem Jahr 2000 stieg die Menge der Importe von Stopfleber nach Deutschland von 68 t auf 135 t im Jahr 2005. Dass die Stopfleber ein Ergebnis größter Tierquälerei ist, wird dem Verbraucher dabei gerne verschwiegen. Ähnlich wie Hennen in einer Legebatterie stehen die Tiere in kleinen Einzelkäfigen in langen Reihen. Durch die schnelle Gewichtszunahme werden die Enten und Gänse schnell bewegungsunfähig. Viele Tiere leiden durch die Stopfmast an Durchfall und Entzündungen des Dünndarms, viele sterben an Herz-, Leber- oder Nierenversagen.

Hier ein Trailer zu dieser Doku „Gänsealltag – gestopft, gemästet und gequält“ :



Diese Dokumentation kann ab sofort über den Shop des Deutschen Tierschutzbüros bestellt werden.


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Mitten in Berlin fristen zwei Braunbären namens Schnute und Maxi ein tristes Dasein in einem Bärenzwinger. Seit über zwanzig Jahren besteht ihr ganzes Leben aus wenigen Schritten vor und zurück. Die Monotonie und die Enge haben die Tiere psychisch krank werden lassen. Selbst Laien können ihre Verhaltensstörungen nicht übersehen.
Zur Petition :
Petition D

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Legehennen werden so überzüchtet, dass sie fast jeden Tag ein Ei legen (normal wären einige weniger Eier pro Jahr). Nach ca. einem Jahr können die Hennen diese unnatürliche »Leistung« nicht mehr aufrecht halten und werden geschlachtet.

Deshalb braucht die Eier-Industrie ständig Legehennen-Nachschub. Bei dieser Nachzucht ist jedes zweite Küken ein Männchen und da diese keine Eier legen können und deswegen nicht wirtschaftlich sind, werden diese männlichen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet.
Allein in Deutschland werden pro Jahr etwa 40 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen vergast oder bei vollem Bewusstsein in große Schredder geworfen. Dies ist einer der Gründe, warum wir uns dafür einsetzen sollten, dass bestimmte Lebensmittel möglichst ohne Ei hergestellt werden.

In den letzten Monaten konnte die Albert-Schweitzer-Stiftung mehrere Hersteller überzeugen, an der Umstellung ihrer Rezepturen zu arbeiten. Jedoch wenig Interesse daran scheint die zu Nestlé gehörende Firma Tivall zu haben. Tivall stellt die weit verbreiteten »Garden Gourmet«-Fleischalternativen her. KonsumentInnen kaufen solche Produkte häufig, weil sie nicht möchten, dass Tiere für die Lebensmittelproduktion leiden oder sterben. Doch die Leiden der Schlachttiere durch die Leiden von Legehennen und den Tod ihrer Brüder zu ersetzen, ist keine gut durchdachte Lösung.

Fordere deshalb bitte auch Du diese Firma zu einer Umstellung auf rein pflanzliche Produkte auf und unterzeichne bitte den Appell.

Petition E