14 000 Schafe ertranken im Mittelmeer – was hatten sie für ein Glück!

Rebloggt von Tierschützerin Bettina Schneider

(Bildquelle Copyright: Animals International)

14 000 Schafe ertranken im Mittelmeer – was hatten sie für ein Glück! Wer diese Überschrift hinterfragt, weiß unter Umständen wenig über Tiertransporte.

Die Schafe waren fast bewegungsunfähig eingepfercht, das Schiff vermutlich überladen. Sie standen in ihrem eigenen Kot, man darf durchaus davon ausgehen, dass es während des langen Transportes nicht annähernd genügend Futter oder Wasser für 14 000 Schafe auf dem Schiff gegeben hätte. Wenn überhaupt!

Nach der Ankunft in Saudi Arabien, wären die verängstigten und dehydrierten Tiere in LKWs getrieben und verladen worden..zumindest diejenigen, die diese Torturen überlebt hätten. Wer nicht mehr in der Lage ist, auf den Beinen zu stehen, wird mit brutaler Gewalt zur Verladung getrieben, gezerrt, geschlagen, getreten…

Am Schlachthof in Saudi Arabien hätte auf die 14 000 Schafe der Tod durch Schächten gewartet. Ein besonders qualvoller Tod, denn den Tieren wird bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschlitzt. Sie verbluten oder ersticken.

Kommen wir zurück zu dem „tragischen Unglück“, bei dem die 14 000 Schafe einen relativ schnellen und gnädigen Tod durch Ertrinken in kaltem Meerwasser hatten…gnädig…gemessen an dem, was ihnen eigentlich bevor stand.

Sie hatten „Glück“. So traurig und zynisch das klingen mag. 14000 ertrunkene Schafe. Unzählige andere „Nutztiere“ sind gerade auf genau dem Weg, den ich Eingangs beschrieben habe. Das sind dann die „Glücklichen“ , die nicht ertrunken sind. Mitleid allein ist zu wenig!

Wir benötigen dringend Tierschutzgesetze in Europa, die diesen Namen auch verdienen!

Tierschutz geht uns alle an!!!

Unfassbare Tierquälereien in Serbien!

Schreiben von Martina & Shawn Patterson an das Generalkonsulat der Republik Serbien in Stuttgart

Sehr geehrte Damen und Herren, mit Entsetzen haben wir den Bericht über die unfassbaren Tierquälereien in Serbien auf der Website http://www.respektiere.at/ gelesen. Bitte lesen Sie diesen Bericht ebenfalls und beweisen Sie den Bürgern Europas durch Ihr rasches Handeln, dass solche barbarischen Zustände und ein so grausamer Umgang mit hilf- und wehrlosen Tieren auch in Serbien der Vergangenheit angehört, angehören muss!

Bitte weisen Sie die zuständigen Behörden Ihres Landes unverzüglich an, die bereits bestehenden Gesetze in Serbien zum Schutz und Wohlergehen der Tiere nun auch endlich konsequent anzuwenden.

Eine humane und fortschrittliche Gesellschaft zeichnet sich doch gerade dadurch aus, dass sie die Schwächsten schützt und unterstützt, seien es Menschen oder Tiere.

Ein respektvoller Umgang mit Tieren führt in der Folge auch zu einem insgesamt respektvolleren und friedlicheren Umgang miteinander. Glauben Sie nicht auch, dass gerade Serbien für Mensch und Tier ein besserer Ort zum Leben sein könnte, wenn alle mehr Respekt im Umgang miteinander zeigen würden? Zudem würde dies Ihr schönes Land auch für Urlauber wesentlich attraktiver machen, denn gebildete und tierliebe Menschen unterstützen keine Tierquälereien.

Wir vertrauen darauf, dass Sie nicht einfach untätig bleiben, zum Wohl der Tiere, der Menschen, der Tourismusbranche und Ihres ganzen Landes.

Mit tierfreundlichen Grüßen,

Martina & Shawn Patterson, 53909 Zülpich, Deutschland

Klägliches Versagen der Justiz: Gericht gibt Landwirten recht

Der Kreis Ahrweiler darf Landwirte nicht daran hindern, trächtige Rinder in den Iran zu liefern. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Koblenz entschieden. Veterinäre des Kreises hatten sich wegen Tierschutzbedenken geweigert, die Transporte freizugeben. Die Tierärzte stellten den Landwirten die benötigten Unterlagen für den Export der Rinder nicht aus. Dagegen klagten die Mitglieder der Rinderzuchtgenossenschaft und bekam wieder einmal recht.

Siehe auch hier das Video von Animals Angels

In diesem Zusammenhang noch ein Skandal: Tiertransporteur klagt gegen VGT

Ein nicht weniger unglaubliches Urteil wurde letzte Woche in Vorarlberg gefällt. Ein Tiertransporteur, den Aktivisten des „Vereins gegen Tierfabriken“ vergangenen Sommer verfolgt haben, weil er bei Rekord-Hitze Kälbchen transportierte, hat den VgT angezeigt und vor Gericht geschleppt. Der Prozess war eines Rechtsstaates mehr als unwürdig: die Richterin ging mit einem fertig geschriebenen Urteil in die Verhandlung und war mit dem Anwalt des Tiertransporteurs “auf Du und Du”. Dementsprechend skandalträchtig war auch die Verhandlung – in der letztendlich der VGT zu einer Geldstrafe verurteilt wurde! Der VGT hat sofort Berufung angemeldet.

Quelle: fellbeisser.net

Was bedeutet eigentlich Speziesismus?

Auszugsweise aus einem Artikel von peta.de

Dem Großteil der Gesellschaft ist mittlerweile bewusst, dass viele Menschen aufgrund ihres Geschlechts, einer vermeintlichen Hautfarbe, einer Behinderung, aufgrund ihres Alters oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Aber haben Sie schon einmal den Begriff „Speziesismus“ gehört? Was genau bedeutet er, und wie können wir gegen diese Form der Diskriminierung vorgehen?

In den eben genannten Arten von Diskriminierung werden Menschen ausgeschlossen und benachteiligt, weil sie angeblich „anders“ sind. Auf die gleiche Weise schreibt der Speziesismus Menschen einen höheren Status als Tieren zu. Tiere werden – anders als Menschen – lediglich als Forschungsobjekte, Nahrung, Bekleidungsmaterial oder Spielzeug erachtet. Sie gelten bei der speziesistischen Denkweise als Gegenstände, die dazu da sind, die Wünsche des Menschen zu erfüllen – und zwar nur, weil sie nicht der gleichen Spezies angehören.

Einfach ausgedrückt, werden im Speziesismus Menschen gegenüber Tieren bevorzugt – so wie manche Menschen aufgrund bestimmter Vorurteile gegenüber anderen Menschen bevorzugt werden. Speziesismus basiert auf der fehlgeleiteten Annahme, dass eine bestimmte Spezies wichtiger sei als eine andere.

Doch andere Tiere sind nicht einfach irgendwelche Gegenstände, die wir nach Gutdünken nutzen können. Es sind Individuen mit ganz eigenen Interessen – genau wie Menschen. Wir unterscheiden uns wie alle anderen Spezies auch. Doch um gegen unsere Vorurteile gegenüber anderen Spezies anzugehen, müssen wir auch nicht genau gleich sein oder die gleichen Bedürfnisse haben: Streifenhörnchen brauchen zum Beispiel kein Wahlrecht. Doch was wir wirklich brauchen, ist Offenheit gegenüber den Interessen anderer. Wir müssen anerkennen, dass wir alle Lebewesen mit Gedanken, Gefühlen und Wünschen sind. Niemand von uns sollte ausgepeitscht, angekettet oder abgestochen werden, niemand nur dazu da sein, anderen zu dienen.

Noch immer werden viele Menschen unterdrückt. Ist es da nicht einfach nur Luxusdenken, sich um Tiere zu sorgen? Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt betreffen unterschiedlichste Menschen – aber eben nicht nur sie. Wenn wir uns eine gerechtere Welt wünschen, müssen wir alle Vorurteile bekämpfen – nicht nur jene, die uns persönlich betreffen.

Es ist eine bestimmte Denkweise, die zur Unterdrückung von Menschen führt und die gleiche Denkweise ermöglicht die Ausbeutung von Tieren. Vorurteile nähren sich, wenn wir glauben, dass „ich“ besser bin als „du“. Dass „meine“ Interessen aus irgendeinem Grund über denen der „Anderen“ stehen.

Wenn wir etwas gegen Speziesismus unternehmen und die Rechte der Tiere anerkennen möchten, müssen wir zu allererst die Bedürfnisse von Tieren respektieren. Uns muss klar sein, dass sie ganz eigene Interessen hegen und es verdient haben, frei von Schmerz und Leid zu leben. Und wir müssen uns den Vorurteilen stellen, die es uns ermöglichen, die Augen vor dem unsagbaren Leid zu verschließen. Dieses Leid findet tagtäglich in Laboratorien, Schlachthäusern, Zirkussen und anderswo statt, und die meisten Menschen sehen einfach weg. Doch egal, wie unterschiedlich wir auch aussehen: Wir sitzen alle im selben Boot. Sobald uns das bewusst wird, stehen wir in der Verantwortung, etwas zu unternehmen.

Nein zu EU-Tiertransporten!!!

Redebeitrag von Daniela Böhm am 11.5.2019 in Berlin

Wenn Tiere mit uns kommunizieren könnten, wenn wir die gleiche Sprache sprechen würden, was würden wir ihnen als Antwort geben auf die Frage, warum ihnen so viel Leid angetan wird? „Ihr habt uns zu dienen, weil ihr schwächer und anders seid?“ „Wir sind die Krone der Schöpfung und haben deshalb das Recht, euch zu töten, auszubeuten und zu quälen?“ Könnten wir ihnen das wirklich sagen und dabei in die Augen blicken?

Das Buch der Menschheitsgeschichte ist voller düsterer Kapitel – bis zum heutigen Tag. Eines davon ist der transatlantische Sklavenhandel, der ungefähr vierhundert Jahre andauerte. Über einen heute unfassbar langen Zeitraum war es das geltende Recht hellhäutiger Menschen sich über dunkelhäutige zu stellen und sie zu versklaven.

Heutigen Schätzungen zufolge wurden über 40 Millionen Afrikaner verschleppt, doch nur jeder vierte überlebte die Gefangennahme in Afrika, die Torturen der Verschleppung und schließlich die grausamen Strapazen der Überfahrt. Im Bauch der Schiffe und auf engstem Raum, wurden sie angekettet und geschlagen, vegetierten in ihren eigenen Exkrementen dahin, viele wurden krank oder starben und dann einfach über Bord geworfen.

Es gibt Bilder und Videoaufnahmen aus Tiertransportern, die zwangsläufig daran erinnern, was Menschen mit einer anderen Hautfarbe einst angetan wurde: ein Verbrechen. Ein Verbrechen, das zur damaligen Zeit noch nicht als solches geahndet wurde und das einzig und allein deshalb geschah, weil es um wirtschaftliche Interessen, um Arbeitskräfte ging.

Die Geschichte wiederholt sich. Nur dass es sich heutzutage um Lebewesen handelt, die keine Menschen sind. Der Grund ist aber der gleiche: Es geht einzig und allein ums Geld. Und an diesem Geld klebt unendlich viel Blut, Leid, Schmerz, Gewalt und Qual.

Tiertransporter sind nichts anderes als moderne Sklavenschiffe und das europäische Tierschutzgesetz ist keinen Pfennig wert, wenn es nicht in der Lage ist, diese qualvollen Transporte zu stoppen und das Grauen, das die Tiere in Ländern außerhalb der EU erwartet.

Man muss sich einmal vorstellen, dass allein aus Bayern im vergangenen Jahr 14.639 Zuchtrinder exportiert wurden, nur Zuchtrinder! Von den exportierten Schlacht- und Mastrindern gibt es keine Angaben, weil es bei ihnen nach Gewicht geht. Doch gerade Bayern hatte die Weichen umgestellt: Umweltminister Glauber gab Mitte März bekannt, Langstreckentiertransporte in 17 Nicht-EU-Länder verbieten zu wollen, darunter die Türkei, Libanon, Usbekistan und Marokko.

Aber am vergangenen Dienstag hat das Verwaltungsgericht München per Eilverfahren entschieden, dass Veterinärämter grundsätzlich verpflichtet sind, die Vorzeugnisse für den Export sogenannter Nutztieren ins Ausland auszustellen. Die berechtigten Bedenken der Veterinäre in Bezug auf den Tierschutz im Empfängerland reichen also nicht aus, um die Bescheinigung zu verweigern.

Dieses Urteil ist erschütternd und macht fassungslos! Das sind keine Richter, sondern Handlanger der Agrarlobby und ich frage mich, was sie in ihrem Herzen fühlen, wenn sie die Bilder von Rindern sehen, die geschächtet und vorher gequält werden! Wie kann man so ein Urteil fällen? Es ist ein tierverachtendes und Leid ignorierendes Urteil! Dr. Edmund Haferbeck von PETA, der heute leider nicht hier sein kann, spricht zu Recht von organisierter Kriminalität.

Vom 10.-12. April fand in Landau die Agrarministerkonferenz statt und auch das Thema EU Tiertransporte stand auf der Tagesordnung, doch was kam unter dem Strich dabei heraus? Bund und Länder wollen den Tierschutz bei längeren Transporten in Drittländer besser überprüfen, zum Beispiel durch eine zentrale Datenbank. Digitale Plattformen sollen prüfen, ob Fahrtenbücher stimmig sind.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner kündigte die Untersuchung von Tiertransporte aus den Jahren 2017 und 2018 in die Türkei an, bei denen es möglicherweise zu heiß für die Tiere gewesen sein könnte. Möglicherweise zu heiß gewesen? Ein Überprüfung nach zwei Jahren? Des weiteren meinte Frau Klöckner, dass der lange Transport von Tieren in manchen Fällen Anlass für Diskussionen gebe. In manchen Fällen?

Was ist das für eine Landwirtschaftsministerin, die offensichtliche Missstände und Leid so derartig herunterspielt? Die hessische Umweltministerin Hinz sprach sich für zertifizierte Kontrollstellen bei Tiertransporten in Nicht-EU-Länder wie Ägypten oder Kasachstan aus. “Wir brauchen ein Kontrollsystem, das zu Bußgeldern führen kann”, meinte sie.

Es braucht keine Bußgelder, die vielleicht verhängt werden, kein fadenscheiniges Gerede um den heißen Brei, was denn nun erlaubt sein könne und was nicht, ob und wie mehr kontrolliert werden kann, wir brauchen ein eindeutiges Nein.

Ein Nein zu diesem Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen!

Ein klares Nein zu einer vermeintlich religiösen Tötung, dem Schächten, welchem die Tiere aus EU-Ländern wissentlich ausgeliefert werden und die dem geltenden Tierschutzrecht hierzulande aufs Schärfste widerspricht! Es ist ja bekannt, welche Qualen die Tiere erleiden, bevor sie dort sterben: ohne Betäubung, gefesselt, mit mehreren Entblutungsschnitten und einem minutenlangen Todeskampf; vielen werden vorher die Augen ausgestochen und die Sehnen an den Beinen durchgeschnitten, von den Schlägen ganz zu schweigen.

Und auch den inneneuropäischen Tiertransporten muss aufs Schärfste widersprochen werden! Ein Kalb, das von Bayern nach Spanien zum Mästen gekarrt wird und dann in Norditalien geschlachtet wird – was ist das für ein kranker Irrsinn?

Tiertransporte gehören abgeschafft! Genauso wie Schlachthäuser und jegliche Form der Ausbeutung von Lebewesen, die ihre Rechte nicht einfordern können. Wir sind heute hier, um unsere Stimme für die Stimmlosen zu erheben.

Wir fordern das Ende der Tiertransporte, denn diese Tierqual ist ein blutiger Schandfleck Europas! Diese Tierquälerei ist eine Schande für die Menschlichkeit! Wir alle, die wir heute hier versammelt sind, fordern die EU und alle Mitgliedsstaaten zum Handeln auf. Und nicht nur ein bisschen Handeln, ein wenig mehr Kontrollen und noch mehr Gesetzesentwürfe und Vorschläge, die das Leid nicht wirklich an der Wurzel anpacken. Wir brauchen eine grundlegende Veränderung! Wir brauchen ein Verbot von Tiertransporten!

Gandhi hat nicht nur ein bisschen Freiheit von der englischen Herrschaft für Indien gefordert, sondern seine Befreiung. Martin Luther King hat nicht um ein wenig Gerechtigkeit für Menschen mit einer dunkleren Hautfarbe gekämpft, sondern für gleiches Recht aller seiner Brüder. Und genauso fordern wir für unsere Brüder und Schwestern, den Tieren, das Recht auf Unversehrtheit, das Recht auf Leben und Schutz. Leonardo da Vinci vertrat bereits vor über fünfhundert Jahren die Meinung, dass die Zeit kommen wird, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen.

Die EU-Tiertransporte sind ein Verbrechen. Ein Verbrechen an Lebewesen, die Leid und Schmerz, Freude und Liebe empfinden, wie wir Menschen.

©Daniela Böhm 2019