Tierleid in Kaninchenzuchtanlagen

Foto: vgt.at

Von Animal Equality

“Sie können nicht wissen, wer du wirklich bist“, sagte ich leise vor mich hin. „Es ist unmöglich“. Aber warum schaute mich der Hilfsarbeiter schon so verdächtig lange von der Seite an? Ich versuchte ruhig zu bleiben. Es hing viel davon ab, dass diese Mission gelang. Der Chef der Kaninchenzuchtanlage kam langsam auf mich zu und fragte: „Du bist doch keiner dieser Tierschützer, oder?“ „Was? Tierschützer? Nein“, sagte ich. „Na gut, dann komm mal mit, ich möchte dir etwas zeigen.“

Was ich in diesem Betrieb mit mehreren Tausend Kaninchen zu sehen bekam, bereitet mir noch heute Albträume. Nachdem mir der Chef einige Minuten lang die Käfigsysteme der Tiere erläutert hatte, betraten wir endlich den Stall. Vor mir reihten sich hunderte Drahtkäfige auf, in jedem kauerten Dutzende Kaninchen zusammen auf dem Gitterboden. „Dieses hier sieht aber krank aus“, sagte ich und zeigte auf ein kleines weißes Kaninchen, das zitternd auf dem Boden lag, anscheinend unfähig aufzustehen. Im gleichen Moment bereute ich meine Frage. Nicht die beste Strategie, um nicht aufzufallen.

„Der wird nichts mehr“, antwortete mir der Betreiber der Anlage. Er öffnete den Käfig, riss das Kaninchen an den Ohren heraus und schlug es voller Wucht gegen den kalten Beton. Blut spritzte auf den Boden. Die kleinen Beine des Kaninchenjungen bewegten sich noch ein paarmal hin und her, so, als wollte er versuchen wegzulaufen. Dann lag er ganz still. Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen. Meine Brust wurde eng, ich konnte nur schwer atmen. Entgeistert schaute ich den Mann an. „Warum haben Sie das getan?“ stammelte ich. „Das hätte nicht mehr lange gelebt“, entgegnete er brüsk. „So ist das eben“.

Am liebsten hätte ich ihn am Kragen gepackt, ihn geschüttelt und gefragt, wie er so herzlos sein konnte. Doch ich war undercover unterwegs, ich durfte nicht auffallen. Meine Aufgabe ist es, solche Szenen zu dokumentieren, sie an die Öffentlichkeit zu bringen und dazu beizutragen, dass diese grausamen Praktiken abgeschafft werden. In eine Auseinandersetzung mit dem Chef zu geraten, würde mich in Gefahr bringen. Und es würde den Tieren nicht helfen.

Zwei Jahre lang ermittelte ich in der Kaninchenfleischindustrie in Spanien. 70 Betriebe haben mein Team und ich besucht. In jedem erlebten wir Szenen unvorstellbaren Tierleids und kaum zu ertragende Grausamkeit.

Meine Arbeit ist nun abgeschlossen, die Bilder sind veröffentlicht und zahlreiche Medien in verschiedenen Ländern berichten immer wieder über die Zustände. Die Abstimmung im EU-Parlament vorletzte Woche war ein erster Schritt hin zu Verbesserungen in dieser Industrie.

Animal Equality Recherche: Leiden für die Mode

Bitte unterzeichne die Petition und protestiere mit Deiner Stimme gegen das von der Bestie Mensch verursachte Leiden der Tiere!

Die grausame Wahrheit hinter Marderhund- und Fuchspelz
Animal Equality Recherche:

Aber die Zustände in deutschen Kaninchenmastbetrieben sind keineswegs weniger grausam
und  ebenso ein Sinnbild für die verbrecherische Tierausbeutung in Deutschland.
Kaninchenmast in Deutschland:

Übrigens: Auch in meinem Wohnort gibt es solche gewissenlosen Monster von Kaninchenhaltern, denen ich ohne mit der Wimper zu zucken das gleiche Schicksal an den Hals wünsche, wie sie es ihren zu Fleischlieferanten degradierten Kaninchen zumuten, nämlich bis zum Tag ihrer Ermordung und Schlachtung hinter Gittern eingesperrt elendiglich und leidend dahinvegetieren zu müssen.

Advertisements

Angeklagte wegen Tierquälerei vor Gericht

Dies ist ein historisches Ereignis, welches den Auftakt eines Prozesses gegen drei Mitarbeiter des Schweinebetriebs El Escobar markiert. Ein Prozess, der zu dem bislang schärfsten Urteil gegen Tierquälerei in der Geschichte Spaniens führen kann…

Im Jahr 2012 veröffentlichte Animal Equality erschütternde Aufnahmen aus Spanien, die schwerste Misshandlungen von Schweinen durch Arbeiter des Betriebes El Escobar zeigen. El Escobar beliefert den spanischen Fleischhersteller El Pozo, dessen Produkte auch in Deutschland bei Rewe, Penny und Edeka verkauft werden. Ein Mitarbeiter des Betriebes hatte den Tierschutzaktivisten die Aufnahmen zugespielt und Animal Equality erstattete Anzeige gegen die Täter. 48 Stunden nach Veröffentlichung des Materials wurden mehrere Arbeiter festgenommen. Zwei der vier Angeklagten stehen derzeit vor Gericht, die anderen beiden sind flüchtig. Die zwei Anwesenden wurden zum Prozessauftakt in einer ersten Entscheidung zunächst zu einem Jahr Haft und drei Jahren Verbot im Umgang mit Tieren verurteilt. Das Urteil wäre damit eines der schärfsten jemals verhängten Urteile in einem Fall von Tierquälerei in Spanien. Allerdings erlaubt es die spanische Rechtsprechung, das Urteil nachträglich auf Bewährung auszusetzen. Animal Equality hat als Nebenkläger bereits angekündigt, in diesem Fall in Revision zu gehen. Eine Entscheidung darüber wird in den nächsten Tagen erwartet.

Im obigen Video ist unter anderem zu sehen, wie die Arbeiter einer werdenden Schweinemutter bei vollem Bewusstsein den Bauch aufschlitzen und ihr die ungeborenen Babys aus dem Leib reißen. Kranke und schwache Schweine werden brutal mit Schwertern getötet. Bitte unterzeichne auch Du noch heute die nachfolgend verlinkte Petition und fordere gemeinsam mit Animal Equality die vom Gesetz vorgesehene Höchststrafe für diese barbarischen Tierquäler!

Ruhe in Frieden, Lorenzo!

Am Samstag, dem 09.Juli, hatte ein Stierkampf in Spanien ein „trauriges“ Ende gefunden: Der 29-jährige Torero Víctor Barrio verletzte sich im Kampf mit einem Stier tödlich. Aus meiner Sicht ein selbstgewähltes Schicksal und ich verstehe nicht, wie man mit zu Tode gekommenen Tierquälern und Toreros auch nur das geringste Mitleid haben kann. Hierzu ein sehr guter und aufschlussreicher Kommentar von der Bloggerin und Tierschutz-Aktivistin Bettina Marie Schneider auf huffingtonpost.de zum Tod dieses Stierkämpfers in der Arena:

Die Nachricht über den erst 29 Jahre alten Torero, der bei einem Stierkampf so schwer verletzt wurde, dass er starb, macht mich sehr betroffen und ich trauere aufrichtig.

Ich trauere jedoch um den Stier Lorenzo. Denn er war von Anfang an der Verlierer bei diesem unfairen „Kampf“, der keiner war. Er wurde, wie unzählige Stiere, Opfer brutalster Tierquälerei, deren einziger Zweck darin besteht, die blutrünstigen und verrohten Zuschauer zu unterhalten.

Ich weiß nicht, was man ihm angetan hat, nachdem er sich verzweifelt gegen seine Peiniger und die schrecklichen Schmerzen gewehrt hat, die man ihm während des Kampfes zufügte, aber ich weiß, was ihm vor dem Kampf widerfahren ist. Gemessen an dem, was ihm Menschen an Qualen zufügten, ist jeder Tod eine Gnade.

Stiere werden bereits vor dem Kampf gefoltert, um sie für das Spektakel vorzubereiten. Zwei oder drei Tage vor dem Kampf sperrt man den Stier in einen abgedunkelten Raum, damit er die räumliche und zeitliche Orientierung verliert. Man gibt ihm starke Abführmittel um seinen Körper zu dehydrieren und ihm Kraft und Ausdauer zu nehmen. Bis zu ihrem „Auftritt“ in der Arena werden die Tiere systematisch „demontiert“.

Oft bringt man am Bauch und an der Innenseite der Oberschenkel stark ätzende Substanzen an, damit sich die Tiere nicht mehr hinlegen und ruhen können.

Dem an einem Gestell fixierten Stier wird Zeitungspapier, das mit einer Flüssigkeit getränkt ist, tief in die Ohrmuscheln geschoben. Das hat höllische Schmerzen zur Folge und bewirkt, dass er später in der Arena annähernd taub ist. Zusätzlich reibt man ihm Vaseline oder Pfefferspray in die Augen, so dass er fast blind ist und nicht reagieren kann, wenn ein Picador von hinten an ihn heranreitet.

Um die Atmung zu erschweren verstopft man ihm die Nüstern mit Baumwollfetzen. Zum Abschluss der „Vorbereitung“ auf den Kampf, treibt man noch Nadeln in die Genitalien, um das von Natur aus viel zu friedliche Tier komplett in die Raserei zu treiben. Erst jetzt ist der Stier bereit, geschwächt und aggressiv genug für das beliebte Spektakel, das von der jubelnden Menge begleitet wird.

Daher sind meine Gedanken und Segenswünsche bei Lorenzo, dem Stier. Er war das einzige Opfer bei diesem Zwischenfall. Ruhe in Frieden, Lorenzo…ein Frieden, den Dir die Menschen nicht gewährt haben. Meine Kerze brennt für Dich!

Bettina Marie Schneider


Stierkampfschulen in Spanien: Hier lernen schon Neunjährige, dem Stier den Todesstoß zu versetzen

Daniel ist erst zehn – und trotzdem übt er schon in einer spanischen Stierkampfschule, wie er als Torero in der Arena einem Stier den Todesstoß versetzen kann.

In der größten Stierkampfschule in Madrid trainieren 50 Kinder und Jugendliche für ihren großen Traum: Einmal Torero zu werden! Der Jüngste ist gerade mal neun Jahre alt – er wird noch fünf Jahre warten müssen, bis er das erste Mal einen Stier töten wird, so will es das Gesetz.

Der 15-jährige Juan hat diesen Moment schon hinter sich. 15 Stiere hat er bereits schon „erlegt“ und ihnen Schwanz und Ohren als Trophäen abgeschnitten. „Ich glaube nicht, dass der Stier leidet, sagt er. Wenn man zum Beispiel einen Hund tritt, rennt der weg. Der Bulle aber greift immer wieder den Torero an. Das zeigt doch, dass es ihm gefällt.“

Bei solch einer lustmörderischen Erziehung zu einem „heldenhaften Torero“ wundert es mich letztlich auch keineswegs, wenn beim „Üben“ in der Arena auch diese Adepten von einem Stier überrannt und lebensgefährlich verletzt werden, wie es im nachfolgenden Video zu sehen ist:

Und nachfolgendes Video zeigt auf, dass der so genannte „Kampfstier“ ein friedliches Tier und keineswegs eine aggressive und gefährliche Bestie ist, wie es die Stierkampfanhänger behaupten, um ihr schreckliches Spektakel zu rechtfertigen. Wir sehen einen jungen Stier, der mit der Flasche aufgezogen wurde und mit seinem Freund Christophe eine friedfertige Beziehung pflegt. Christophe zieht mit seinem Freund Fadjen durch Frankreich, um die scheinheiligen Behauptungen der Stierkampflobby Lügen zu strafen.