Tierschutz geht uns alle an!

Lkw-Streik in Brasilien: Mehr als siebzig Millionen Hühner notgeschlachtet

Über vierzig Millionen Hühner sind gestorben, weil keine Nahrungsmittelversorgung angekommen ist. Mehr als siebzig Millionen der Tiere wurden notgeschlachtet, sie begannen sich gegenseitig aufzufressen.

Quelle: latina-press.com


5.000 Unterstützer – und Du?

Das Insektensterben hat dramatische Ausmaße angenommen. Und das hat gravierende Folgen für viele andere Tiere wie Vögel oder Fledermäuse. Eine ökologische Katastrophe. Und eine Bedrohung für uns Menschen, denn zwei Drittel unserer Nahrungspflanzen werden von Insekten bestäubt.

Schwebt also schon bald eine gespenstische Stille über unseren Wiesen, Weiden und Äckern? Oder erfüllen auch weiterhin Vogelgesang und Bienensummen die Luft? Diese Frage wird in den nächsten Monaten in Brüssel entschieden. Zum Glück entscheidet die EU-Kommission nicht alleine über die Agrarreform, denn als nächstes befasst sich dann das EU-Parlament damit und es kann wichtige Verbesserungen einbringen und einfordern, wenn möglichst noch sehr viele Menschen den Appell unterstützt und somit den Abgeordneten im Europäischen Parlament deutlich machen, wie wichtig die Insekten und eine erneuerte Landwirtschaft sind.

Schon mehr als 5000 Menschen haben sich an der Aktion „Insektensterben stoppen – Landwirtschaft erneuern“ beteiligt und einen Appell nach Brüssel gesendet. Es ist wichtig, dass möglichst sehr, sehr viele Menschen diese Reform der Agrarpolitik einfordern!

Link zur Aktion


Absurdistan Deutscher Jagdverband (DJV)

Die schrumpfende Gehirnmasse des deutschen Jagdverbandes hat erneut ein abstruses Video produziert. Die bewegten Bilder kommen daher wie plumpe Sekten-Propaganda à la Scientology, um die eigenen Mitglieder mit einem Dachschaden bei der Stange zu halten und ist wohl kaum für die breite Öffentlichkeit gedacht. Das Video ist ein deutlicher Beweis, wie wenig Hobby-Jäger eigentlich über die Natur, Mensch und Tiere wissen, geschweige denn Verstehen. Das Schaffen gibt tiefe Einblicke in die bizarre Gedankenwelt im militanten Milieu der Hobby-Killer. Gleichzeitig wird von DJV-Präsident Hartwig Fischer in einer Pressemitteilung um Toleranz und Realitätssinn gebettelt.

Zitat Hartwig Fischer: „Wir Jäger leben von und mit der Natur, Jagd ist eine ursprüngliche schonende Nutzung.“ Andere Gruppierungen mit einem ähnlichen Krankheitsbild könnten zum Beispiel auch behaupten: „Wir Pädophilen leben von und mit den Kindern, Pädophilie ist eine ursprüngliche schonende Nutzung.“ Dass dies weder für Tier noch Kind rechtens ist, hat der gesunde Menschenverstand mittlerweile erfasst, denn sowohl Kinder als auch Säugetiere sind empfindsame Wesen, in einer von dem Hobby-Jäger unverstandenen Evolution. Dies hat damit zu tun, dass auffallend häufig bei Hobby-Jägern Gehirnanomalien festgestellt werden. Gewalt hinterlässt nach kurzer Zeit Spuren im Gehirn.

Original-Ton des Deutschen Jagdverbandes zum produzierten Video:

Menschenrechte für Tiere und vegane Ernährung für alle: Weil kein empfindungsfähiges Wesen mehr leiden solle, entwickelt die Tierrechtslobby gefährliche antidemokratische Allmachtsphantasien. Die Jagd soll ebenso verboten werden wie Haus- und Nutztiere oder Nahrungsmittel wie Eier, Käse und Honig. Dieser Kurzfilm zeigt, welche Konsequenzen die Forderung hätte, dass jedes Wesen ein Recht auf Leben, Freiheit und Glück habe.

Und hier jener von diesen „lieben“ Jägern produzierte Kurzfilm: eine armselige und hirnrissige Stimmungsmache gegen uns Tierschützer und Tierrechtler:

Quelle: wildbeimwild.com


Mehrheit der Deutschen für Undercover-Recherchen in Massentierhaltungsfabriken

Über 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befürworten die Anfertigung von Undercover-Aufnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben, um damit Tierleid und Missstände aufzudecken. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Emnid-Umfrage, die von den Tierrechtsorganisationen in Auftrag gegeben und letzte Woche durchgeführt wurde.
Siehe: „Große Mehrheit der Bevölkerung befürwortet Undercover-Recherchen durch Tierschutzorganisationen“

Über 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befürworten die Anfertigung von Undercover-Aufnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben, um damit Tierleid und Missstände aufzudecken. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Emnid-Umfrage, die von den Tierrechtsorganisationen Deutsches Tierschutzbüro, PETA, Animal Equality, Tierretter.de, Soko Tierschutz und ARIWA in Auftrag gegeben und letzte Woche durchgeführt wurde. Die Umfrage ergab, dass sich der Großteil der Gesellschaft Deutschlands (85,3%) für stärkere Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben ausspricht.

Außerdem halten 82% der Befragten die heimliche Erstellung und anschließende Verbreitung von Bildmaterial zur Aufdeckung von Tierleid und Missständen für gerechtfertigt. Die Ergebnisse stehen in starkem Kontrast zu aktuellen Äußerungen von CDU und FDP. Diese fordern eine härtere Bestrafung von Aktivisten, die für Undercover-Aufnahmen heimlich landwirtschaftliche Betriebe betreten, auch wenn erst dadurch tierquälerische Zustände aufgedeckt werden. Außerdem wollen sie Organisationen, die entsprechendes Filmmaterial veröffentlichen, die Gemeinnützigkeit entziehen. Damit stellen sie sich gegen die Mehrheit der Wählerschaft.
Siehe: https://www.presseportal.de/nr/115581


Initiative: Stopp Massentierhaltung

Tierschutz-, Tierrechts- und Umweltorganisationen lancieren eine Volksinitiative gegen die Massentierhaltung. Kein Tier solle unter solchen Bedingungen sein Leben verbringen müssen, fordern die Initianten.
Quelle :  wildbeimwild.com


Mittelmeer wird mit Plastik zugemüllt

Im Mittelmeer schwimmen Rekordmengen an Mikroplastik. Das zeigt ein aktueller WWF-Report zum kürzlichen Tag der Meere, in den auch Schweizer Daten eingeflossen sind. Die Konzentration der kleinen Kunststoffpartikel im Mittelmeer ist fast viermal so hoch, wie die des Plastikteppichs im nördlichen Pazifik: bis zu 1,25 Millionen Fragmente finden sich pro Quadratkilometer.
Quelle:  wildbeimwild.com


Verleihung des Peter-Singer-Preises 2018: Veganismus als neue Aufklärungsbewegung

In Berlin wurde kürzlich zum vierten Mal der Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung verliehen. Diesjähriger Preisträger ist der Australier Philip Wollen, der vom Spitzenbanker zum Tierrechtsaktivisten wurde und weltweit zahlreiche wohltätige Projekte initiierte. Rund 120 Gäste hatten sich angemeldet, um am vergangenen Samstag dem Festakt zur Verleihung […]

Quelle: https://hpd.de/artikel/veganismus-neue-aufklaerungsbewegung-15690

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Silke Ruthenberg von Animal Peace über Terror, Holocaust und Denkverbote

Foto: Jo Frederiks
Australische Tierrechtlerin und Künstlerin

Der Nichtrebell und kritische Systemphilosoph Richard David Precht hat es erst neulich getan, hat Schlachthöfe mit KZ-s verglichen und es als seinen Wunsch bezeichnet, dass seine Enkel ehemalige Schlachthöfe als Gedenkstätten besuchen werden wie heute Schulkinder die Konzentrationslager des Nationalsozialismus.

Im ganz unten eingebetteten Video bezeichnet der ehemalige Vize-Chef der Citi-Bank und Hauptgeschäftsführer von Citicorp Philip Wollen das Verhältnis der Menschen zu den anderen Arten als Terror.

Für viele gesellschaftliche Alfatiere ist es selbstverständlich, die systematische Gewalt gegen Tiere mit den deutlichsten Worten und Vergleichen auszudrücken, die unsere Sprache kennt. Wenn aber die Alfatiere es sich erlauben können, warum meinen dann immer noch so viele Tierrechtsdarsteller in unseren Reihen, sich von TÄTERN vorschreiben lassen zu müssen, wie die Vernichtung der anderen Tiere zu benennen ist und damit die Deutungshoheit der herrschenden Verhältnisse quasi übernehmen?

Vor einiger Zeit haben sich die „Antispeziesisten“ von den „Tierbefreiern e.V.“ langatmig und nach drei Wochen Grübelei darüber ausgelassen, warum unser Hinweis auf sechs Millionen Terroropfer unter den Gänsen anlässlich des Terroranschlags am Berliner Weihnachtsmarkt so verwerflich und warum der Vergleich falsch sei. Vergleiche sind freilich keine rationalen Argumente, sie dienen der Veranschaulichung. Sie hinken immer, natürlich, sie drücken die wesentliche Botschaft durch eine wertende Konnotation aus. Ausführungen, warum und aus welchen Gründen der Holocaustvergleich oder eben der Vergleich mit Terrorismus falsch seien, zielen immer auf Nebenschauplätze ab. TÄTER wollen Menschenopfer nicht mit den Opfern anderer Arten gleichgestellt sehen und TIERRECHTSDARSTELLER beziehen sich auf eine unterschiedliche Motivationslage der TÄTER.

Beide Argumentationsketten sind Nebelkerzen und dienen – gewollt oder ungewollt – der Systemstabilisierung, weil sie vom Eigentlichen ablenken: den Opfern. Für das Opfer ist im Angesicht von Folter, Mord und namlosen Erschrecken (Terror, lat. Angst, Schreck) die Motivation des Täters ebenso unerheblich wie sein eigenes explizites Sein. Das Opfer ist in diesem Moment nur ein überwältigendes Gefühl von Schmerz, Verzweiflung und Todesangst. Und nur darum geht es, weil alles andere in so einem Zusammenhang vollkommen unwesentlich ist und selbstverliebtes, moralisch blindes Argumentum ad Korinthenkackerei und Eitelkeit.

Der Vergleich ist natürlich auch nicht „relativierend“. Zwölf tote Terroropfer vom Weihnachtsmarkt mit sechs Millionen Terroropfer unter Gänsen in einem Atemzug zu nennen mag relativierend klingen, jedenfalls für jemanden mit dem Denkapparat eines Buchhalters. Wer jedoch den Geist des Menschenrechts wirklich begriffen hat (auf den sich ironischerweise gerade die Kleinkarrierten so gerne beziehen), der hat auch verstanden, dass es auf Anzahl nicht ankommt, wenn der Wert des einzelnen Lebens unendlich ist.

Dieses Argument ist ein gefährliches Verwirrspiel und unterminiert den wesentlichen Kern unserer Ethik. Es wird überall angewendet, wenn es darum geht, das Menschenrecht zu unterminieren und das Bewusstsein dafür zu verschleiern (siehe dazu auch den gehirnwaschenden Film TERROR (Ferdinand von Schirach) neulich in der ARD, perfide gemacht und die nachfolgende Diskussion auf Hart aber Fair mit versuchter hinterhältiger rhetorischer und sozialer Vernichtung des wahrhaft streitbaren Bürgerrechtlers Gerhart Baum). Das zu erkennen ist die wirklich wichtigere Basis der Verteidigung der Menschenrechte als lächerliche Anstandregularien, die in Wahrheit die Funktion haben, das Unrecht zu verschleiern und unsichtbar zu machen.

Jeder Vergleich ist eine Erinnerung an das Wesentliche, sie setzt Angst, Schmerz und Schrecken in einen Sinnbezug. Der Vergleich ist nicht nur richtig, sondern wichtig und er führt verlässlich zu einem Aufschrei, gerade weil er das Wesentliche, den schmerzhaften Punkt der Wahrheit, pfeilgenau trifft.

Der Vergleich ist nur eine Form, Unrecht zu benennen. Natürlich kann und darf und soll man ihn einsetzen, aber man muss es nicht. Es gibt viele weitere Möglichkeiten, den anderen Arten eine Stimme zu geben und ihren Schmerz öffentlich zu machen und auszudrücken. Keine Methodik ist besser oder schlechter als die andere, jede hat ihren speziellen Moment, an dem sie ihre innewohnende Kraft entfalten kann. Der Methodenstreit ist lächerlich!

Aber vor allem dürfen wir es niemals zulassen, dass uns die Sprache genommen wird durch willkürliche Tabus, denn unsere Sprache ist unsere wichtigste Waffe. Und lassen wir es vor allesamt nicht zu, dass wir uns selbst eine Schere im Kopf verordnen und uns die Freiheit zum Denken und Sprechen selbst beschneiden.

Silke Ruthenberg

Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten :

Philip Wollen über die Notwendigkeit, auf Fleisch zu verzichten

Sehr gutes Video und sehr nachdenkenswerte Rede eines Menschen mit Herz und Verstand:
Der mehrfach preisgekrönte und ehemalige Vizepräsident der Citibank, Philip Wollen, hält ein eindrückliches Plädoyer dafür, warum es mit unserem Gewissen nicht vereinbar ist, tierische Lebensmittel zu essen:

Und hier die ganze Rede nochmals klar und deutlich zum Nachlesen:

König Lear fragt spät in der nacht an den Klippen den blinden Earl von Gloucester: „Wie siehst du die Welt?“ und der blinde Earl von Gloucester antwortet: „Ich sehe sie fühlend“.
Und… sollten wir das nicht alle?

Tiere müssen von der Speisekarte genommen werden, denn heute nacht schreien sie vor Todesangst in den Schlachthöfen, in Ställen und in Käfigen – diesen grausamen, schändlichen Gulags der Verzweiflung.

Wissen sie, ich habe die Schreie meines sterbenden Vaters gehört, während der Krebs seinen Körper zerfrass, und mir wurde bewusst, dass ich diese Schreie schon einmal gehört hatte: im Schlachthaus. Mit ausgestochenen Augen und zerrissenen Sehnen, auf den Viehtransporten in den nahen Osten und von einer sterbenden Walmutter, in deren Gehirn eineHarpune explodiert, während sie nach ihrem Kind ruft. Ihre Schreie waren die meines Vaters. Und ich entdeckte, dass wir auf die gleiche Art und Weise leiden. denn wenn es um die Fähigkeit zu leiden geht …. ist ein Hund genau wie ein Schwein, ein Bär, oder ein Junge.

Fleisch ist das Asbest von Heute. Es ist mörderischer als Tabak. Co2, Methan und Stickstoffmonoxid aus der Tierhaltungsindustrie zerstören unsere Ozeane mit sauren, sauerstoffarmen Todeszonen. 90% der kleinen Fische werden zu Pellets zermahlen, um sie an sogenannte „Nutztiere“ zu verfüttern. Kühe, die sich eigentlich vegetarisch ernähren, sind heute die weltweit grössten Raubtiere der Ozeane. Die Ozeane sterben in diesem Moment. Im Jahr 2048 wird der Lebensraum aller Fische vernichtet sein, die Lungen und Arterien unserer Erde.

Milliarden von lebensfrohen Küken werden bei lebendigem Leibe zerhackt, und das nur, weil sie männlich sind. Bis heute haben nur etwa 100 Milliarden Menschen gelebt. 7 Milliarden leben heute. Und dennoch foltern und töten wir jede einzelne Woche 2 Milliarden fühlende Lebewesen. 10.000 Spezies werden jedes Jahr unwiderruflich ausgelöscht … und das durch eine einzelne Spezies. Wir stehen nun vor der sechsten Massenausrottung der kosmologischen Geschichte. Wenn irgendein anderer Organismus das täte, würden ein Biologe ihn als Virus bezeichnen. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit von unvorstellbaren Ausmaßen.

Aber zum Glück verändert sich die Welt. Vor 10 Jahren verstand man unter Twitter Vogelgezwitscher, www war eine hängengebliebene Tatstatur. Cloud war eine Wolke im Himmel, Google war das Rülpsen eines Kindes, Skype ein Tippfehler und Al Kaida war mein Klempner.

Victor Hugo sagte einmal: Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Tierrechte sind heute die weltweit grösste soziale Ungerechtigkeit seit der Abschaffung der Sklaverei. Wussten Sie, dass es mehr als 600 Millionen Vegetarier auf dieser Welt gibt? Das ist mehr als die USA, England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Kanada, Australien und Neuseeland zusammen. Wenn wir eine Nation wären, hätten wir mehr Einwohner als die 27 Mitgliedsstaaten der Euopäischen Union. Können sie sich das vorstellen?
Und trotz dieses demographischen Fussabdrucks kommen wir immer noch nicht gegen die lärmenden, jagenden, schiessenden, mordenden Kartelle an, die glauben, dass Gewalt die Antwort ist, obwohl sie nicht mal eine Frage sein dürfte.

Fleisch tötet Tiere, tötet uns und tötet unsere Wirtschaft.
Das staatliche Gesundheitssystem hat die USA in den Bankrott getrieben. Man müsste 8 Billionen Dollar investieren, allein um die Zinsen der Schulden daraus zu bezahlen, und sie haben genau Null. Sie könnten jede Schule, die Armee und die Marine, die Luftwaffe, den Verfassungsschutz, CIA und FBI auflösen … und sie würden immer noch nicht genug Geld haben, um ihre Arztrechnungen zu bezahlen. Und Cornell und Harvard sagen, dass die optimale Menge an Fleisch in einer gesunden menschlichen Ernährung genau Null ist.

Wasser ist, wie sie wissen, das neue Öl. Nationen werden bald Kriege deswegen führen. Unterirdische Wasserspeicher, die sich über Millionen von Jahren hinweg aufgefüllt haben, neigen sich dem Ende zu und trocknen aus. Man braucht bis zu 50.000 Liter kostbares Trinkwasser für die Herstellung von einem Kilo Rindfleisch. Heutzutage leiden eine Milliarde Menschen an Hunger, 20 Millionen Menschen werden an Unterernährung sterben. Wenn der Fleischverbrauch nur um 10% verringert würde, könnten 100 Millionen Menschen mehr ernährt werden. Fleisch von der Speisekarte zu streichen, würde den Hungertod für immer Vergangenheit sein lassen.

Wenn jeder Mensch sich wie die Menschen in den westlichen Industrieländern ernähren würde, bräuchten wir zwei Planeten, um uns zu ernähren. Aber wir haben nur einen, und der geht gerade zugrunde. Die Treibhausgasemissionen aus der Tierhaltung sind um 50% höher als die der gesamten Transportbranche, inklusive aller Autos, Züge, Busse, Schiffe, Lkw´s , Anhänger…. alles.

Wenn ich um die Welt reise, sehe ich, wie arme Länder ihr Getreide an den Westen verkaufen, während ihre eigenen Kinder in ihren Armen verhungern. Und der Westen verfüttert es an „Nutztiere“, nur damit wir ein Steak essen können? Bin ich der Einzige der sieht, dass das ein Verbrechen ist? Glauben Sie mir, jedes Stück Fleisch, das wir essen, ist ein Schlag in das verweinte Gesicht eines hungrigen Kindes. Wenn ich ihm in die Augen sehe, schweige ich dann etwa?

Die Erde kann genug Nahrung produzieren um die Bedürfnisse aller Menschen, nicht jedoch die Gier aller Menschen zu befriedigen. Wir stehen vor dem perfekten Sturm.

Wenn irgendeine Nation Waffen entwickeln würde, die eine solche Verwüstung auf dem Planeten anrichten könnten, würden wir sie mit einem präventiven Militärschlag zurück in die Bronzezeit bombardieren. Doch es handelt sich hier nicht um einen Schurkenstaat, sondern um eine Industrie. Die gute Nachricht ist: Wir müssen sie nicht bombardieren. Wir können einfach aufhören, sie zu kaufen.

George Bush lag also falsch. Die Achse des Bösen verläuft nicht durch den Irak, den Iran und Nordkorea…. sondern sie zieht sich durch unsere Esstische. Die Massenvernichtsungswaffen sind unsere Messer und unsere Gabeln.

Unser Vorschlag ist das Schweizer Taschenmesser der Zukunft. Es löst unsere Umwelt – Wasser und Gesundheitsprobleme und beendet Grausamkeit für immer. Die Steinzeit endete nicht, weil uns Menschen die Steine ausgingen. Und diese grausame, widerliche Industrie wird enden, wenn uns keine Ausreden mehr einfallen.

Fleisch ist wie die 1 oder 2 Cent Münzen. Es kostet mehr sie herzustellen, als sie wert sind. Und ich komme vom Land. Landwirte sind diejenigen, die am meisten zu gewinnen haben. Die Landwirtschaft wird nicht aufhören zu existieren, sie wird boomen. Nur die Produktlinie wird sich ändern. Die Landwirte werden so viel Geld verdienen, sie werden sich nichtmal mehr die Mühe machen, es zu zählen. Und ich werde der Erste sein, der ihnen applaudieren wird. Regierungen werden uns lieben, neue Industrien werden entstehen und gedeihen. Krankenkassenbeiträge sinken, Wartelisten für Behandlungen in Krankenhäusern werden verschwinden. Verdammt, wir wären so gesund, wir müssten jemanden erschiessen, damit überhaupt ein neuer Friedhof angelegt werden müsste.

Heute Abend habe ich zwei Herausforderungen für die Oppostion: Fleisch verursacht eine Vielzahl von Krebsarten und Herzkrankheiten. Nennen sie mir eine Krankheit, die durch vegetarische Ernährung verursacht wird.

Und zweitens: Ich finanziere die Earthlings-Trilogie. Wenn die Opposition sich ihrer Sache so sicher ist, fordere ich sie auf, eine Kopie der DVD „Earthlings“ an alle ihre Kollegen und Kunden zu senden. Na los, trauen sie sich.

Tiere sind nicht nur eine andere Spezies, sie sind andere Nationen und wir töten sie auf unsere eigene Gefahr hin. Die Karte des Friedens wird auf der Speisekarte gezeichnet. Frieden ist ni
cht nur die Abwesenheit von Krieg, sondern die Anwesenheit von Gerechtigkeit. Gerechtigkeit aber muss Rasse, Hautfarbe, Religion oder Spezies gegenüber blind sein. Wenn sie nicht blind ist, wird sie zu einer Waffe des Terrors. Und heute Abend gibt es unvorstellbaren Terror in diesen entsetzlichen Guantanamos, die wir Tierfabriken und Schlachthöfe nennen. Glauben sie mir, wenn die Mauern der Schlachthöfe aus Glas wären, würden wir diese Debatte heute abend nicht führen.

Sehen Sie, ich glaube, eine andere Welt ist möglich. Und in einer ruhigen Nacht kann ich sie atmen hören. Lasst uns Tiere von der Speisekarte streichen und aus diesen Folterkammern holen.