Nachruf: Peter H. Arras

Von Dr. Bleibohm und Harald Hoos

Die Tiere haben eine starke fürsprechende Stimme verloren

Von außen sieht der Hof mit den dazugehörigen Gebäuden im pfälzischen Biedesheim unscheinbar aus. Nur das eine oder andere Schild und Informationsblatt am Hoftor weist auf das Thema Tierschutz hin. Doch die Gebäude haben es in sich: Unterteilt in verschiedene Klimazonen gibt es u.a. einen Tropenbereich und einen Wüstenbereich. Liebevoll und fachkundig ist jeder Winkel ausgestaltet und damit individuelle Lebensräume für exotische Tiere, Reptilien, Papageien usw. geschaffen. Über 300 Tiere, vom Flughund bis zum Alligator, leben hier. Jedes Tier könnte seine eigene, meist tragische Geschichte erzählen.

Peter Arras hat bei diesen traurigen Geschichten nicht weggehört und vor allem nicht weggesehen. Jedem Tier hat er geholfen, unabhängig von Rasse oder Art. Sie haben Schutz gebraucht, Peter hat ihnen diesen Schutz gewährt und – wenn es sein musste – ganz individuell einen Lebensraum in seinem Anwesen in Biedesheim gebaut. Die AKT-Tierschutzstation ist sein Lebenswerk.

Angefangen hat die aktive Hilfe für Tiere im größeren Stil vor über 30 Jahren. Doch schon in seiner Kindheit und Jugend hatte er eine besondere Empathie für alle tierischen Lebewesen. So war es nur konsequent, dass Arras den Beruf des Zootierpflegers lernte, danach im aktiven professionellen Tierschutz u.a. als Tierschutzinspektor und Berater arbeitete. Parallel dazu ließ er den Lebewesen immer mehr seine Hilfe zukommen.

Ich bin überzeugt eines mit Sicherheit sagen zu können: Das Wort „konsequent“ spielte im Leben von Peter Arras eine zentrale Rolle, was er auch mit der AKT – AKT steht für „Aktion Konsequenter Tierschutz“ – zum Ausdruck brachte (www.akt-mitweltethik.de). Geradlinig und kompromisslos setzte er sich für die Tiere ein. Sehr direkt benannte er auch Mängel in Tierschutzkreisen. Er konnte dies überzeugend tun, da er die nötige Fachkompetenz besaß. Seine direkte Art brachte Peter nicht nur Freunde, „Kauzigkeit“ wurde ihm vorgeworfen und er erntete auch Ablehnung. Spurlos ging das nicht an ihm vorrüber, doch sein Focus war stets auf das Wohl der Tiere gerichtet.

Doch alleine der Wille zur Hilfe und die dazu nötige Empathie genügen nicht, um ein solch beeindruckendes Projekt wie die AKT-Tierschutzstation zu stemmen. Organisation und Geschäftssinn sind gleichermaßen Voraussetzung.

Im Jahr 1994 gründete er die AKT, seit 2004 ist diese in dem geräumigen Anwesen in Biedesheim angesiedelt. Er stellte die AKT wirtschaftlich auf solide Beine, indem er eine der ersten gemeinnützigen GmbHs zu diesem Zweck gründete. Zu der Tierstation kamen dann bald ein Institut für Mitweltethik dazu, das Arras mit seiner wohldifferenzierten Auffassung zum Thema Tierethik und Tierschutz „fütterte“.

Ich erinnere mich gerne an den ersten Besuch in der AKT-Tierschutzstation. In einer langen ausführlichen Führung zeigte mir Peter sein für mich sehr beeindruckendes Werk in allen Details und mit allen notwendigen Erläuterungen. Ich war tief beeindruckt und fasziniert! Lange saßen wir nach dieser Führung zusammen in seinem Wohnzimmer – natürlich umgeben von verschiedenen Tieren – und redeten über viele Themen. Sofort hatte ich das Gefühl, dass dies der Beginn einer interessanten und wichtigen Freundschaft war.

Die Gespräche mit Peter drehten sich nicht im Kreis um das unendliche Thema des Tierleids und des Tierschutzes. Er hatte dabei immer das Ganze im Blick, in jedem Gespräch entwickelten sich für beide Seiten neue Aspekte. Enthusiasmus und Energie waren zu spüren. Aber auch Frust. Peter hatte Frust darüber, dass heute der Tierschutz einen so geringen Stellenwert in Politik und Gesellschaft findet und sprach dabei gerne über die „Goldenen 90er-Jahre“, in denen er eine Art Aufbruchstimmung und großes Medieninteresse spürte, was heute leider verpufft ist und nur wenige positive sichtbare Spuren hinterlassen hat. Das Bornierte, Dogmatische und Kleingeistige, welche oftmals heute in der Tierschutzszene vorherrscht, brachte ihn auf die Palme.

Denn all dies war nicht sein Ding, doch er war stets so selbstkritisch, dass es nicht in Größenwahn oder Überheblichkeit ausartete. Das spiegelt sich in seinen Ideen und lesenswerten Texten wieder, in denen unkonventionelle Ideen und der eine oder andere revolutioniäre Gedanke zu finden ist. Eines seiner großen Themen war die Tatsache, dass überall von Menschenrechten gesprochen wird, aber Tierrechte nie umfassend definiert wurden und eben die Rechte der Tiere mit Füßen getreten werden. U.a. die fürchterlichen Tierquälereien im asiatischen Raum brachten ihn dazu, mit dem ihm typischen und beeindruckenden Arras’schen Enthusiasmus 2017 eine UN-Petition für Tierrechte ins Leben zu rufen, die er in den letzten Monaten seines Lebens voranbrachte und mit der gleichen Akribie betreute, wie einen seiner lebendigen Schützlinge.

Am 4. März 2018 wurde Peter Arras im Alter von 51 Jahren durch eine Hirnblutung plötzlich aus dem Leben gerissen. Die Tiere haben damit einen ihrer hervorragendsten Fürsprecher verloren. Peter war aber auch alleinerziehender Vater und hinterlässt eine 6-jährige Tochter.

Es war beeindruckend zu sehen, wie Peter seine Tochter schon ganz früh kindgerecht an das Thema Tierschutz herangeführt hatte und dieses kleine Mädchen einen aufrichtigen Respekt gegenüber jedem Lebewesen – egal welcher Spezies – entwickelt hat. Ich erinnere mich an die Szene, als mir Peter erzählte, wie er seine Tochter fragte, was sie sich wünsche. Ich weiß nicht mehr, ob es zu Weihnachten oder zum Geburtstag war. Sie antwortete, dass sie sich ein Plüschtier, nämlich eine Zecke aus Plüsch, wünsche. Peter gelang es, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Stolz zeigte mir die Kleine ihre Plüschzecke und signalisierte so den Respekt vor der ganzen, auch der nicht unbedingt bei vielen Menschen beliebten,Tierwelt.

Im Hause Arras herrschte bei allen meinen Besuchen immer eine angenehme Atmosphäre. Peter im Umgang mit seiner Tochter zu sehen und vor allem auch mit Felix, seinem jungen Mitstreiter, der seit Januar 2012 bei ihm wohnt und ihn mit dem gleichen Enthusiasmus unterstützte, den Peter an den Tag legte. Auf Felix lastet nun die Verantwortung, in der jetzigen schweren Phase Peters Lebenswerk am Laufen zu halten, für Peters Tochter da zu sein und langfristig Peters Lebenswerk in eine Bahn zu leiten und zukünftig auf solide Beine zu stellen, die diesem würdig ist. Keinen Moment hat Felix gezögert, diese Verantwortung anzunehmen – dafür meinen vollen Respekt!

Ich selbst habe einen Freund verloren, mit dem mich eine gemeinsame Weltsicht verbunden hat. Oft denke ich in diesen Tagen an die inspirierenden und tiefgehenden Gepräche mit Peter. Wir haben über Ideen gesprochen – das eine oder andere wollten wir gemeinsam realisieren. Das wird nun so nicht mehr stattfinden.

Peter, ich werde Dich, unsere Gespräche und Begegnungen vermissen. Ich hatte mich auf gemeinsame Projekte gefreut. Andere werden Dich in Deiner individuellen Art vermissen. Aber vor allen wirst Du den Tieren fehlen!

Dein Freund Harald

In Abstimmung mit der AKT haben wir ein Kondolenzbuch eingerichtet.
Dieses finden Sie hier!

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

Wer die AKT in dieser Notlage unterstützen will, findet alle Notwendigen Daten hier:  http://www.akt-mitweltethik.de/helfen/spenden


Mit Peter Arras haben wir einen wirklichen Freund der Tiere und einen eindringlichen Kämpfer für die Rechte nichtmenschlicher Geschöpfe verloren.
Halten wir ihn, mußte er doch bereits in jungen Jahren den Kampf für die von ihm in jeglicher Form stets geliebten Tiere aufgeben, für immer und ständig in sehr guter Erinnerung und als leuchtendes Beispiel, wie man als wahrer Freund der Tiere, sich ständig für diese einsetzen sollte!

In treuem Gedenken,
im Namen und Auftrag der
Unabhängige Tierschutz-Union Deutschlands
Harald von Fehr


Lieber Peter,

Dein vorbildliches Engagement des Lebens ist zu Ende,
vorbei ist aller Erdenschmerz,
nun ruhen still die fleißigen Hände,
still steht Dein treues Tierschutz-Herz.

Du hast den irdischen Lebensgarten verlassen,
doch die Saat deiner Blumen ( z.B. in Deiner kleinen Tochter) blühen weiter.

In herzlicherlicher Verbundenheit, Heike-Ingeborg Karwatzki

Olympiade des Grauens – Silber für Korea, Gold für China!

Von Peter H. Arras:

Liebe Unterstützer/innen unserer Internationalen Petition an die Vereinten Nationen gegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit,

unsere im Juli 2017 gestartete historische Petition an die Vereinten Nationen (UN) verzeichnet nun 82.300 Unterstützer aus wirklich allen Erdteilen der Welt – das ist beeindruckend! Heute darf ich Ihnen mitteilen, dass der Hauptpetitionstext nun auch in russischer Sprache vorliegt, was bedeutet, dass unsere Petition nun in 10 Sprachen abgefasst ist.

Die Welt blickt nach Südkorea, wo die Winterolympiade 2018 ausgetragen wird.

Betrachtet man in den zahlreichen Foltervideos, die ich im Internet gesammelt habe, in denen die Freude, der Enthusiasmus und die Strebsamkeit der Tierhasser beim Foltern ihrer wehrlosen Opfer zu beobachten sind, gewinnt man den Eindruck, dass es sich um eine sportliche Disziplin handelt, die danach trachtet, den Opfern so lange wie möglich extreme Qualen zuzufügen, ohne dass sie vorzeitig wegsterben und die sadistische Leidenschaft nicht vorzeitig frustriert wird. Bitte entschuldigt diesen Zynismus, aber das Thema, mit dem wir uns hier befassen, ist dermaßen pervers, dass wir Zynismus als Schutzschild aufbauen müssen, um nicht daran zu Grunde zu gehen.

Südkorea ist gleich nach China auf Rang zwei bezüglich Tierfolterungen in der Welt. Was sich diesbezüglich erst in Nordkorea zutragen mag, können wir nur ahnen. Ich gehe aber davon aus, dass es dort mindestens ebenso grausam zu geht, so dass es angemessen ist, zumindest diesbezüglich nur noch von Korea im Ganzen zu sprechen.

Darauf weisen die zahlreichen TV-Dokumentationen über die Kultur speziell Südkoreas mit keinem Wort hin. Nach dem Koreakrieg war Südkorea das drittärmste Land in der Welt. Heute ist Südkorea eines der wirtschaftlich erfolgreichsten und wohlhabendsten Länder Asiens. Dass Wohlstand und Zivilisation westlicher Prägung nicht automatisch auch das Niveau bezüglich Empathie und Ethik anheben, dafür ist Südkorea ein trauriger Beweis, zumal es den USA und der westlichen Welt, die dieses Land massiv mit Know-how und Finanzmitteln jahrzehntelang unterstützt haben, nie ein Anliegen war, es auch bezüglich Menschlichkeit zu entwickeln.

Vor allem bezüglich der Folterungen von Hunden ist Korea bekannt geworden – sie quälen aber auch alle anderen Tiere mit Freude zu Tode. Hunde werden dort über Stunden an einer Schlinge, die um den Hals gelegt wird und sich zuzieht, aufgehängt. Erst wenn sie keine Kraft mehr haben, zu zappeln, wird mit den weiteren Folterungen fortgefahren.

In Südkorea existieren vor allem kommerzielle Hundefarmen, in denen diese Tiere in drangvoller Enge, ähnlich wie wir es von Pelztierfarmen kennen, vermehrt werden. Der Handel mit Hundefleisch ist jährlich 250 Mio. Euro schwer. Obwohl Buddhismus und Christentum in Südkorea verbreitet sind, minderte dies nicht die Leidenschaft, Tiere zu foltern. Insofern ist Südkorea ein Beleg dafür, dass Tierschutz aus allen Entwicklungen bezüglich Lebensstandard, Glaube, Kultur und Politik herausgehalten wird.

Es geht m. E. nicht darum, dass Koreaner gerne Hundefleisch essen, weil es keinen Unterschied macht, ob die eine oder andere Tierart gegessen wird. Es ist deshalb ein strategischer Fehler, die Thematik am Konsum von Hundefleisch fest zu machen, solange wir bei uns oder in allen anderen Teilen der Welt ebenfalls Tiere – wenn auch anderer Arten – für unseren Konsum opfern. Die Asiaten werfen uns deshalb nicht ohne Grund Lieblings- und Kuscheltierschutz vor und schmettern unsere Kritik als Beleg unserer kulturellen Intoleranz ihnen gegenüber ab.
Es muss deshalb einzig und alleine darum gehen, WIE Tiere gleich welcher Art gehalten, behandelt und vor allem WIE sie getötet werden. Wir müssen deshalb diese Länder wegen ihres kultivierten Sadismus vor der Weltöffentlichkeit und den UN anklagen und anprangern!

Liebe Freunde, bitte gebt die Tiere und unsere internationale Kampagne zu ihrem Schutz nicht auf!

Bitte verbreitet den Link zu unserer historischen Tierschutzpetition an die UN überall und immer wieder – das ist so wichtig! Die Leute haben eine Scheu vor den grausamen Bildern und den unerschütterlichen, ihr Weltbild bedrohenden Tatsachen. Wenn sie aber von uns, von Euch, immer wieder gebeten werden, unsere Petition zu unterstützen und zu verbreiten, dann tun sie es auch. Ist es denn verwunderlich, dass sich die Medien und die Politik bei dieser Thematik verweigern, wenn selbst unsere Mitmenschen, die oft sogar Tierfreunde sind, das tun? Deshalb müssen wir, all jene, die die Petition bereits unterstützen, für die Tiere beharrlich bleiben.

Hier der Petitionshauptlink mit unserem Werbevideo: https://www.change.org/p/the-united-nations-is-to-outlaw-crimes-against-humanity

Im Namen der Tiere danke ich Euch herzlich und verbleibe,
Euer
Peter H. Arras
info@akt-mitweltethik.de
http://www.akt-mitweltethik.de

Das Hundemädchen Pipa

Eine Hundegeschichte aus dem „Land des Lächelns“ von Peter H. Arras :

Markttag in Südchina:

Eine kleine Familie schlenderte über den Wochenmarkt – sie hatten Ju dabei, den dreijährigen Familienstammhalter. Da kamen sie an einen Stand, der Hundebabys verkaufte. Jedes der Tierbabys steckte bis zum Hals in einem Stoffbeutel, damit sie nicht weglaufen und nicht rumtollen.

Der Korb sieht aus, als würde er lauter kleine Welpenköpfchen enthalten – eines niedlicher als das andere. Das Kleinkind Ju nötigte seine Eltern, ihm so ein Hündchen als Spielzeug zu kaufen, und da die Eltern sehr stolz auf ihren einzigen Sohn sind, gaben sie nach. Das Hündchen nannten sie Pipa, weil es ähnlich winselt wie das chinesische Seideninstrument.

Pipa fühlte sich gar nicht gut, so ganz ohne Geschwister und Artgenossen, sie vermisste ihre Mama so sehr – doch darauf nahmen die Menschen keine Rücksicht. Sofort begann der kleine Ju damit, mit Pipa wahre Belastbarkeitstests vorzunehmen. Die Eltern fanden es klasse, bestärkten ihn sogar dabei, wenn er Pipa am Schwanz zog, ihr die Beinchen verdrehte, sie ins Eck warf und alle lachten, wenn sie winselte und zappelte.

Pipa wurde trotzdem groß, überlebte die brutalen Züchtigungen, wenn sie nach dem groben Ju schnappte, weil er sie wieder quälte oder wenn sich ihre kleine Blase auf dem Teppich leerte, weil niemand mit ihr Gassi ging. Sie gab ihr Bestes, um den Erwartungen ihrer Menschen Genüge zu tun, ihnen ihre Grobheiten und Rücksichtslosigkeiten zu vergeben und sie schwänzelte für jede Zuwendung, selbst wenn sie weh tat und nur dazu diente, sich über sie, ihre „Minderwertigkeit“ und ihre Wehrlosigkeit lustig zu machen.

Als Pipa ein Jahr alt war, hatte die Familie keine Lust mehr auf sie. Sie sahen nur noch die Futterkosten, die Arbeit und das Gassi gehen, das ihnen lästig wurde. Und Ju hatte längst bessere Spielsachen bekommen. Die Mutter verkaufte Pipa für ein paar Jen an einen Hundehändler. Pipa sah die anderen Hunde in den Käfigen und freute sich. So lange hatte sie keinen Hund mehr gesehen. Sie glaubte, das nun alles besser für sie werden würde…

Brutal wurde Pipa in den Käfig gestopft, der schon voll war mit verängstigter Leidensgenossen. Ihr Pfötchen wurde beim Schließen der Käfigklappe eingeklemmt, doch das scherte die Menschen nicht. Ihr Wehklagen ging unter im Gejammere all der anderen Hunde. Mit Wucht wurde der Käfig auf die Ladefläche eines kleinen Lieferwagens geknallt, der sich in Bewegung setzte.

Pipa und die anderen Hunde wurden einem Hundeschlachter geliefert – in China ein geachteter Berufsstand. In der Seitenstraße, die voller Schaulustiger war, roch es nach Angst und nach Tod – sowas hatte Pipa zuvor noch nicht in die Nase bekommen. Sie hatte solche Angst.

Zwei Tage stand der Käfig, geschichtet über anderen, die ebenfalls mit Hunden vollgestopft waren, am Straßenrand, zwei Tage ohne Wasser und ohne Futter und Pipas Pfote eingeklemmt, schon blau angelaufen und geschwollen. Viele Leute gingen vorüber, manche sogar mit ihren Hündchen an der Leine und Pipa dachte an ihre „schöne“ Zeit als Familienhund. Pipa musste auch die ganze Zeit über mit ansehen, was mit anderen Hunden gemacht wurde. Sie sah immer weg, wenn das, was sich zutrug, zu schlimm wurde. Oft musste sie vor Erschöpfung schlafen und all das Grauen trat in den Hintergrund ihrer Wahrnehmung.

Doch dann wurde ihr Käfig heraus gezerrt. Weil Pipa ganz oben war, war sie die erste, die dran kam. Ein Mann rammte einen Fleischerhaken durch ihren Gaumen, und ihre Nase und hängte sie auf. Ihr Gewicht zog ihren Körper nach unten. Sie strampelte wild mit ihren Beinchen, doch es gab nirgends Halt. Sie schrie vor Schmerzen so laut, wie niemals zuvor – sie konnte nicht glauben, was gerade mit ihr geschah.

Dann holte der Mann den Schweißbrenner, aus dem eine blaue Flamme heraustrat. Ganz langsam und gründlich sengte er Pipas Fell ab. Er begann in ihrem Gesicht und arbeitete sich nach unten, bis alle Haare abgesengt waren. Pipa schrie und schrie und schrie, doch das interessierte niemanden – im Gegenteil. Um das Geschehen herum standen Leute, sogar Kinder, die sich amüsierten, die sogar lachten und die mit ihren Smartphones draufhielten, um die Gräueltat an Pipa auch noch zu filmen. Das Martyrium nahm einfach kein Ende – Pipa erlebte die Verbrennung ihrer Haut all die Zeit bei vollem Bewusstsein mit. Und es wollte nicht enden.

Die Männer hatten sie ja bewusst nicht betäubt oder zuvor entblutet – nein, sie achteten sogar darauf, dass Pipa bei all diesen Gräueltaten weiterlebt – denn das war Bestandteil der Zubereitung ihres Körpers zu einer Delikatesse. Pipa soll nämlich leiden – so anhaltend und lange es nur geht – denn dann schüttet ihre Nebenniere ganz viel Adrenalin aus, das sogenannte Stresshormon, das ihr Fleisch angeblich zart und schmackhaft macht – so wie es Chinesen eben lieben.

Das viele Adrenalin verhindert auch, dass Pipas Herz stehen bleibt bei all den Schmerzen und all der Panik, die sie verspürte. Nach ca. 35 Minuten ununterbrochener Folter brach Pipas Bewusstsein endlich zusammen, ihre Beinchen strampelten nicht mehr und das Jammern hörte auf, nachdem es zuvor immer leiser geworden war.

Pipa’s grauenvolles Ende auf Video:


Tierliche Leben in Staaten ohne Tierschutzgesetz verlaufen und enden fast immer auf solche Weisen – nicht nur in China! Es ist die Pflicht ALLER ethisch denkenden und empathisch empfindenden Menschen, ALLES zu tun, damit diese Gräuel, die nicht nur an Hunden, sondern an allen Tieren in diesen Staaten erlaubt sind und alltäglich vollzogen werden, ein Ende finden.

Wer sich an unserem Kampf gegen Tierfolter weltweit nicht beteiligt, der macht sich mitschuldig an den unvorstellbaren, unaussprechlichen Qualen von Pipa. Da die Tierfolternationen sich seit Jahren ignorant zeigen gegenüber Protesten und Petition, bleibt uns nur noch, die Vereinten Nationen anzurufen und diese aufzufordern, Tierfolterungen weltweit zu ächten und in allen Nationen den Erlass von Tierschutzgesetzen zu erwirken sowie die strikte Ahndung von Tierfolterungen.

Bitte helfen Sie alle engagiert und ausdauernd mit, dieser historischen Petition auf https://www.change.org/p/the-united-nations-is-to-outlaw-crimes-against-humanity  zum Erfolg zu verhelfen! Bitte verbreiten Sie diese Petition überall auf der Welt – sie ist in neun Sprachen abgefasst. Danke!

Peter H. Arras