Tierschutz geht uns alle an !


Klöckner über Peta und Co: Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei

Bundesministerin kündigt Gesetzesverschärfungen bei Stalleinbrüchen an

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Arbeit von Tierrechtsorganisationen wie Peta kritisiert. Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag) sagte die CDU-Politikerin: „Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert.“ Es sei Aufgabe des Staates, Landwirte zu belangen, die ihre Tiere schlecht halten. Klöckner kündigte an, dass die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode sogenannte Stalleinbrüche stärker bestrafen wolle. Bislang gehen Aktivisten oft straffrei aus, die sich Zugang zu Ställen verschaffen und heimlich filmen. Landwirte kritisieren das. „Die Sache ist ganz klar: Einbruch ist Einbruch“, sagte Klöckner. Auch Tierrechtler müssten sich an Gesetze halten.

Sie wies daraufhin, dass Aktivisten Aufnahmen oftmals lange Zeit zurückhielten. „Wenn es ihnen um die Tiere ginge, dann würden sie das doch sofort veröffentlichen und die Behörden einschalten“ kritisierte die Ministerin. Sie appellierte an die dafür zuständigen Bundesländer, ausreichend Kapazitäten für Tierschutzkontrollen zur Verfügung zu stellen.

Der Peta-Verantwortliche Edmund Haferbeck sagte im Interview mit der „NOZ“, gegen seine Organisation werde „eine regelrechte Hetze“ betrieben. Haferbeck wies sämtliche Kritik an der Arbeit von Peta zurück. Die Organisation setze sich für „das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Recht auf die Achtung der Würde der Tiere“ ein. Ziel sei das Ende der Nutztierhaltung.

Quelle : finanzen.net


Petition an unsere „ehrenwerten“ und tierschutzfeindlichen Politiker: Tierschutz ist kein Verbrechen!

Laut den bereits oben erwähnten und schändlichen Plänen der Großen Koalition sollen zukünftig unverzichtbare Tierschutz-Arbeit und Tierschutz-Recherchen kriminalisiert werden. Das Vorhaben wurde sogar im Koalitionsvertrag festgehalten, obwohl die deutsche Rechtsprechung immer wieder die Notwendigkeit von Tierschutz-Recherchen bestätigt hat.

Jetzt hat auch die FDP einen Antrag gestellt und versucht, Tierschutz-Organisationen als kriminell zu diskreditieren, die Missstände und Tierschutzverstöße in der Massentierhaltung an die Öffentlichkeit bringen.

Das Vorhaben der Großen Koalition und auch der aktuelle Antrag der FDP machen deutlich: Dem Tierschutz in Deutschland soll ein Riegel vorgeschoben werden. Das müssen wir verhindern, denn nur durch das Engagement von Tierschützern kommen schockierende Haltungsbedingungen, qualvolle Praktiken und auch eklatante Verstöße gegen Tierschutzrichtlinien überhaupt immer wieder ans Tageslicht.

Die Tiere können nicht für sich selbst sprechen – deshalb müssen wir es tun. Du und ich und jeder Einzelne von uns. Bitte gib daher auch Du den Tieren Deine Stimme und unterzeichne die Petition, die Animal Equality gegen dieses Vorhaben auf change.org gestartet hat:

www.change.org/tierschutz-ist-kein-verbrechen

Video: An GROKO und FDP


Brief an Außenminister Heiko Maas betreffs des Abschlachtens von Strassentieren in Russland

Sehr geehrter Herr Minister Maas,

in der ARD Tagesschau am 12.5.2018 empörten Sie sich darüber, dass Russland dem Doping-Experten Seppelt die Einreise zur Fußball-WM verweigert. Auch andere Medien berichten darüber.

Es wäre dringend nötig, wenn Sie ebenso öffentlich Ihre Stimme erheben gegen die seit Monaten nun erneut verstärkt anhaltenden grauenhaften Massaker an den Straßentieren in den russischen Städten, in denen die Fußball-WM ausgetragen werden soll. Im Vorfeld auch dieser WM werden zigtausende unschuldige, aber leidensfähige, fühlende, denkende Lebewesen massakriert! Für deren qualvolle Vernichtung werden Millionen zur Verfügung gestellt, anstatt für tier- und menschenwürdige Kastration (von der WHO empfohlen) und Versorgung dieser Tiere, die ausschließlich durch menschliches Fehlverhalten auf den Straßen und in täglicher Not leben müssen.

Leider schweigt die Bundesregierung hierzu. Warum? Weil es „nur“ Tiere sind? Wir finden es skandalös, dass man zu grauenvollen Gewaltverbrechen an hunderttausenden Unschuldigsten schweigt. Wenn ein Mensch nicht einreisen darf, dem aber sonst nichts angetan wird, ist dies öffentliche Empörung wert? Wenn zigtausende Unschuldige massakriert werden, nicht? Was ist dies für eine zivilisierte Gesellschaft? Wo eigentlich beginnt Zivilisation, Anstand und Verantwortung?

Leider berichten auch die öffentlichen Medien bisher kaum über die erneuten Massaker in Vorbereitung der WM 2018. Dieses Schweigen ist doch der eigentliche Skandal!

Tierschutz ist kein Privatvergnügen, sondern eine sehr, sehr ernste sittliche Pflicht im Sinne von Verantwortung und Menschlichkeit. Lebensachtung und Schutzpflicht beginnt bei den Schwächsten, das sind die leidensfähigen, fühlenden, denkenden Tiere! Wir bitten Sie eindringlich sich für die Rettung der russischen Straßentiere einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Martina & Shawn Patterson

Kontakt zu Maas: https://www.heiko-maas.de/kontakt


 

Advertisements

Ein Blick auf Chinas grausame Pelzfarmen

Rebloggt von Tierfreund Hubert auf hubwen.wordpress.com

Es ist unerträglich auch nur daran zu denken, dass jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde ein Tier wegen seines Pelzes so unsagbar leidet. Und dann gibt es solche Tussis, die auch noch prahlen welche schöne Foltertiere sie am Leib tragen wie diese „Dame“ hier aus der Schweiz:

Solche „Damen“ wissen gar nicht wie dumm und grausam sie sind, wenn sie hunderte gefolterte Tiere auf ihrem Körper tragen. Aber ich weiß, es gibt auch so schrecklich egoistische Wesen, denen es egal ist, ob einem Pelztier bei lebendigen Leib die Haut abgezogen wurde. Genau das gleiche würden solche Tussis auch verdienen. Ich habe es jeder von Herzen gegönnt, wenn ihr Pelz von einem Tierschützer mit einem Farbspray angesprüht wurde. Was die Pelztiere da erleiden müssen ist nur mit einer Hölle zu vergleichen. In Europa ist Dänemark das Pelztierland Nummer 1. Ich sage pfui dazu – schämt euch!

Von Peta.de

China liefert mehr als die Hälfte aller fertigen Pelzkleidung, die für den Verkauf in die USA und nach Europa importiert werden. Als Undercover Ermittler auf einer chinesischen Pelztierfarm waren, mussten sie sehen, dass viele Tiere noch am Leben sind und verzweifelt kämpfen, während Arbeiter sie auf den Rücken schmeißen oder an den Beinen oder Schwänzen aufhängen, um sie zu häuten. Wenn Arbeiter auf diesen Farmen den ersten Schnitt durch die Haut machen und den Pelz vom ersten Bein des Tieres abziehen, tritt das andere Bein noch um sich und windet sich. Arbeiter treten den Tieren, die sich zu sehr wehren, um einen sauberen Schnitt möglich zu machen auf den Hals oder auf den Kopf. Wenn die Haut schließlich den Tieren über den Kopf abgezogen wird, werden ihre nackten, blutenden Körper auf die Stapel all der anderen Leidensgenossen vor ihnen geworfen. Einige sind noch immer am Leben, atmen in kurzen Stößen und zwinkern langsam. Das Herz von einigen Tieren schlägt noch ganze fünf bis 10 Minuten lang, nachdem sie gehäutet wurden. Ein Ermittler machte Aufnahmen von einem gehäuteten Marderhund auf dem Leichenberg, der noch genug Kraft hatte, seinen blutigen Kopf zu heben und in die Kamera zu starren.

Bevor man sie bei lebendigem Leibe häutet, schleift man die Tiere aus ihren Käfigen und wirft sie zu Boden. Die Arbeiter knüppeln sie mit Metallrohren oder knallen sie mit Gewalt gegen harte Gegenstände, was zu Knochenbrüchen und Krämpfen führt, aber nicht immer zum sofortigen Tod. Und die Tiere müssen hilflos mit ansehen, wie die Arbeiter sich in der Reihe vorarbeiten.

Jugendschutzhinweis: Das nachfolgende Video ist auf Grund seines Inhalts und seiner bildlichen Darstellung für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet

Undercover Ermittler vom Schweizer Tierschutz/EAST International besuchten Pelztierfarmen in der chinesischen Provinz Hebei, und es wurde rasch klar, warum Außenstehenden der Zutritt verwehrt wird. Gesetzlichen Regelungen für die Tiere werden auf Pelzfarmen in China so gut wie nicht eingehalten, weil es keine Strafen für Nichteinhaltung der Regeln gibt. Farmer können Tiere also aufziehen und schlachten, wie es ihnen beliebt, weil sie nicht für ihr tierschutzwidriges Verhalten belangt werden. Das heißt im Klartext ein elendes Leben und ein unvorstellbar grausamer Tod für jedes einzelne Tier. Der Ermittler stieß auf Grausamkeiten, die fern jeder Vorstellungskraft sind, und meinte „Die Bedingungen auf chinesischen Pelzfarmen machen die elementarsten Tierschutzstandards zum Gespött. … In ihrem Leben und ihrem unaussprechlich grausamen Tod wurde diesen Tieren aber auch der winzigste Akt an Freundlichkeit versagt.“

Ausführliche Hintergrundinformationen finden Sie hier:
http://www.tierschutz.com/main/aktuell/pelz/pelz.htm

Auf diesen Farmen bringen Füchse, Nerze, Kaninchen, Marderhunde und andere Tiere ihr armseliges Leben sich endlos hin- und herbewegend und kälteklappernd in Drahtkäfigen im Freien zu, Regengüssen, frostkalten Nächten und zu anderen Zeiten sengender Gluthitze ausgesetzt. Muttertiere, die zum Wahnsinn getrieben werden von der groben Handhabung und der intensiven Beengtheit und sich nirgends verstecken können, um zu gebären, töten ihre Babys häufig direkt nach der Geburt. Krankheiten und Verletzungen sind an der Tagesordnung, und Tiere, die unter einer von Angst ausgelösten Psychose leiden, kauen an ihren eigenen Gliedmaßen und werfen sich immer wieder gegen ihre Käfigstangen.
.

Die Globalisierung des Pelzhandels hat es unmöglich gemacht, festzustellen, woher Pelzprodukte ursprünglich kommen. Häute durchlaufen internationale Auktionshäuser und werden gekauft und vertrieben an Hersteller weltweit; die Endprodukte werden häufig exportiert. China liefert mehr als die Hälfte aller fertigen Pelzkleidung, die für den Verkauf in die USA und nach Europa importiert werden. Selbst wenn das Etikett sagt, es sei in einem europäischen Land hergestellt, ist es doch wahrscheinlich, dass die Tiere dafür andernorts aufgezogen und geschlachtet wurden—möglicherweise auf einer der chinesischen Pelzfarmen, auf der Gesetze nicht eingehalten und nicht bestraft werden.

Da der Ursprung eines Pelzes nicht zurückverfolgt werden kann, muss sich jeder, der überhaupt einen Pelz trägt, mitverantwortlich machen lassen für die grauenhaften Bedingungen auf chinesischen Pelzfarmen. Die einzige Möglichkeit, solch unvorstellbare Grausamkeiten zu verhindern, ist die, niemals überhaupt irgendeinen Pelz zu tragen.

Quelle: hubwen.wordpress.com

Tierschutz geht uns alle an !


Hobby-Jäger in Frankreich ertränken Hirsch

In Frankreich, wo zur Zeit die Jagdsaison zu Pferd und mit Hundemeuten stattfindet, filmen Jagdgegner von AVA die unglaublichen Barbareien der Hobby-Jäger. Im ganzen Land werden Hirsche zu Tode gehetzt und entweder von den Hunden lebend zerrissen, oder zum Beispiel mittels Schlauchbooten ertränkt. Der immer stärker werdende Widerstand der Bürger wird von der Regierung missachtet, da der Präsident Macron diese Form von „traditioneller“ Tierquälerei mehrmals ausdrücklich unterstützt hat.

In Deutschland, Belgien, Schweiz usw. ist diese Form der Jagd seit Jahrzehnten verboten, die darin besteht, ein Rudel hungriger Hunde auf Wildtiere loszulassen, um sie zu töten. In Frankreich ist sie Gegenstand einer heftigen Kontroverse. So dass immer mehr Aktivisten in die französischen Wälder gehen, um die Hobby-Jäger zu behindern. Dies gilt insbesondere für den AVA-Verein (Abolissons la Vénerie Aujourd’hui), dessen Mitglieder regelmässig vor Ort sind, um mit Videos die Barbareien der Hobby-Jäger zu dokumentieren. Die Aktivisten von AVA wenden dabei auch die Taktik der Hundefütterung an, um die Jagdhunde abzulenken.

Quelle : wildbeimwild.com


Statement von PETA Deutschland angesichts der Forderung des DBV, dass infolge der afrikanischen Schweinepest 70% der in Deutschland lebenden Wildschweine von Jägern getötet werden sollen:

Von Dr. Edmund Haferbeck

Wir weisen die Forderung des Bauernverbands wegen Schweinepest zurück: Massenvernichtung von Wildschweinen wäre irrsinnig und gefährlich! Der Deutsche Bauernverband fordert aktuell den Abschuss von 70 Prozent aller Wildschweine in Deutschland, um einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA, übt scharfe Kritik an der Forderung des Landwirtschaftsverbands:

„Mit der gezielten Panikmache um die Afrikanische Schweinepest will der Deutsche Bauernverband die Öffentlichkeit und Politiker dazu verleiten, einem Vernichtungsfeldzug gegen unsere Wildtiere zuzustimmen. Die großflächige Tötung von Wildschweinen wäre jedoch vollkommen irrsinnig, denn die Schweinepest wird hauptsächlich durch kontaminierte Speise- und Schlachtabfälle, also durch den Menschen selbst verbreitet.

Die Übertragung in Tierhaltungsanlagen würde, wenn überhaupt, durch Landwirte oder Arbeiter erfolgen. Nur hier machen Präventivmaßnahmen Sinn. Hinzu kommt, dass die Tiere mit einer erhöhten Fortpflanzungsrate auf intensive Bejagung reagieren; die Population steigt bereits seit Jahren an. Der wahre Grund für die Forderung des Bauernverbands: Wildschweine sind den Landwirten schon lange ein Dorn im Auge, weil sie die Tiere als Bedrohung für ihre großflächigen Maismonokulturen wahrnehmen. Sie schüren die Hysterie um die Afrikanische Schweinepest, um mit der erhofften Auslöschung der Wildschweine ihre Gewinne aus der tierquälerischen Intensivtierhaltung und den umweltschädlichen Monokulturen zu schützen. Das ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern auch gefährlich, denn Wildschweine übernehmen eine wichtige Rolle im Ökosystem, vor allem für die Bodenqualität.“

PETA setzt sich für ein Ende der Jagd auf Wildschweine ein. Wissenschaftler wiesen nach, dass die Geschlechtsreife der weiblichen Tiere in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt, was die Geburtenrate ansteigen lässt. Demnach hat ein hoher Jagddruck zur Folge, dass sich die Population der Wildschweine in dem betreffenden Gebiet erhöht. Die Drückjagd auf Wildschweine ist außerordentlich grausam. Laut der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz sterben bei Drückjagden rund zwei Drittel der Wildschweine nicht sofort. Mit zerschossenen Knochen und heraushängenden Innereien flüchten die verängstigen Tiere, quälen sich oft tagelang und sterben einen qualvollen Tod. Die Ausbreitung von Krankheiten wird durch Drückjagden begünstigt.

Kommentar:

Sind denn jetzt alle verrückt geworden? Lasst doch bitte die Kirche im Dorf bzw. die Wildschweine im Wald. Zuerst sollte man doch erst mal klären, wie die afrikanische Schweinepest zu uns kommt bzw. wer sie eingeschleppt hat. Die Schweine selbst waren das sicher nicht… Wo hat der Mensch bloß seinen Verstand gelassen -oder hatte er nie einen? Tollwut, Rinderwahnsinn, Schweinepest, Mykoplasmenausbruch usw. Sollte uns das nicht nachdenklich machen? Überall da, wo der Mensch meint, er müsse der Natur ins Handwerk pfuschen, geht es schief.
Gudrun Enders


Wissenswertes über sinnlose Fuchsjagden:

Die Jäger, die im Januar und Februar den Fuchs bejagen als gelte es ihn auszurotten, und die Jäger, die im Laufe des Jahres 240.000 Kaninchen, 390.000 Enten, 113.000 Fasane und 2300 Rebhühner töten, weil „natürliche Feinde fehlen“, sind das nicht alles die gleichen Widerlinge, oder? Die Zahlen entsprechen der offiziellen Jagdstrecke 2015/2016 (Quelle: Deutscher Jagdverband)

Betreffs der sinnlosen Massaker an Füchsen hinsichtlich gegenwärtiger „Winterfuchsjagden“ schreibt Fritz Ullmann, Stadtverordneter im Rat der Stadt Radevormwald :

„Seit den 90’ern beschäftige ich mich mit dem Fuchs als Studienobjekt. Er ist das größte noch verbliebene Raubtier Mitteleuropas und hat hier mehrere gezielte Ausrottungsversuche durch den Menschen überstanden. Die Jagd auf Füchse gehört zu den verlogensten Ritualen der deutschen „Jagdkultur“ und entbehrt jeder ökologischen oder anderweitigen wissenschaftlichen Grundlage. Argumente „dafür“ sind in sich widersprüchliches Halbwissen, das, da jeder Beleg dafür fehlt, unter ernsthafter Prüfung zusammenbricht.

Die Glaubwürdigkeit der Behauptungen der Jäger stützt sich ausschließlich auf die unter Laien verbreitete Annahme, die Jäger müssten in Umweltfragen fachkundig sein – dem guten Glauben nach, dass, weil sie es ja schon so lange tun, sie auch wissen müssten, was sie tun. Wie falsch das gerade in Bezug auf den Fuchs ist, zeigt sich, seitdem der alleinige Anspruch der Jäger auf das (ihrerseits vermeintliche) Wissen über diese Art endete, weil sich die Verhaltensforscher ab den späten 70’ern des vergangenen Jahrhunderts endlich ernsthaft mit dieser Spezies beschäftigten – allen voran David MacDonald im Vereinigten Königreich. Forscher wie er wurden belächelt, weil sie sich mit einer Art beschäftigten, über die man meinte, schon alles zu wissen. Das „Wissen“ der Jäger besteht jedoch zu einem erheblichen Teil aus in guter Tradition über Generationen weitergereichten Lügen und, wie gesagt, Halbwissen.

Was ein Jäger „weiß“, das „weiß“ er, weil es ihm ein anderer Jäger so sagte, und nicht etwa, weil er sich dieses Wissen mit wissenschaftlichen Mitteln in einer ergebnisoffenen Untersuchung der Sache selbst erarbeitet hat. Das althergebrachte „Wissen“ über den Fuchs basiert auf oberflächlichster Beobachtung, gerade eben nur so viel, wie nützlich war, um Füchsen aufzulauern. Wusste der Jäger (und meint es teils noch heute zu wissen), dass der Fuchs ein Einzelgänger sei, so ist heute belegt, dass Füchse in komplexen und hoch dynamischen Familien-, Freund- und Partnerschaftsbeziehungen leben, die Fürsorge und Pflegemutterschaft kennen.

Fachleute, das sind Biologen, Zoologen, Ethologen. Alle Studien, die es von echten Wissenschaftlern über Füchse gibt, belegen, wieder um wieder, dass Fuchsbestände selbstregulierend sind. Das heißt, dass sich die Menge des Nachwuchses wesentlich nach der Verfügbarkeit von Futterquellen und dem Druck durch Feinde (heute vor allen Dingen der Mensch) richtet. Füchse in einer stabilen, sicheren Umgebung, haben deutlich weniger Nachwuchs, da dieser zum Einen nicht benötigt wird, um Verluste auszugleichen, und eine Überbevölkerung zum Anderen die Nahrungsquellen erschöpfen könnte.

Die Fuchsjagd überhaupt ist ein unsinniges, selbstherrliches und wissenschaftsfremdes Verbrechen an lebenden Wesen, das beendet werden muss. Dass sie gerade im Winter, der Paarungszeit der Füchse (Kernzeit Januar / Februar), besonders intensiv betrieben wird, widerspricht dabei selbst jagdlichen Gepflogenheiten. In der Regel ist die Paarungszeit Schonzeit und die Bejagung sogar streng verboten. Nicht so bei Füchsen in Nordrhein-Westfalen.

Jäger dieser Sorte sind keine Umweltschützer, sondern halten sich die Umwelt zu ihrem eigenen Vergnügen. Sie schützen Arten nur insoweit, als dass sie sie selbst für ihre zukünftige Bejagung erhalten wollen. Der Mensch hat die Megafauna bereits kurz nach seinem Erscheinen vernichtet; der Fuchs hat nur in ihm fremden Ökosystemen Beutearten ausgerottet. Ökosysteme, in welche er durch den Menschen eingeführt wurde – wiederum, damit er seinerseits Füchse jagen konnte.

Die Jäger als Gruppe sind keine Instanz, auf deren Erfahrung man sich verlassen dürfte, denn ihr Umgang mit der Natur war stets nur am eigenen Interesse ausgerichtet. Sie wollen nicht die Tierwelt erhalten, die auf ihre inkompetente „Pflege“ ohnehin nie angewiesen war. Sie wollen „jagen“. Im Idealfall sitzend. Dagegen sollten wir alle aufstehen.“

Fritz Ullmann
Quelle: Facebook


700 Tierversuchslabore in 95 Orten

Tierversuchshochburgen in Deutschland

Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hat eine Liste mit Adressen von rund 700 Tierversuchseinrichtungen in 95 Städten veröffentlicht. Die komplett aktualisierte Liste ist einzigartig in Deutschland. Der Verein moniert, dass von offizieller Seite Informationen hierzu weitgehend geheim gehalten werden.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium gibt jedes Jahr eine Statistik zu den bundesweiten Tierversuchszahlen heraus. 2,8 Millionen Tiere sind demzufolge im Jahr 2016 in Tierversuchen verwendet worden, über 50.000 mehr als im Vorjahr. „Obwohl der größte Teil der Tierversuche mit unseren Steuergeldern finanziert wird, gibt es kaum öffentlich zugänglichen Informationen darüber, welche Tierversuche wo durchgeführt werden“, kritisiert Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche. Der Verein sieht es als eine seiner Aufgaben an, Licht ins Dunkel zu bringen und die Öffentlichkeit zu informieren. Dazu wurde eine Internet-Datenbank eingerichtet, in der Beschreibungen von Tierversuchen dokumentiert werden, die in Fachzeitschriften publiziert wurden.

Die in den Artikeln genannten hauptverantwortlichen Einrichtungen machen den größten Teil der Adressliste aus. „Auf eine Anfrage an die zuständigen Behörden in den Bundesländern bzw. Regierungsbezirken haben nur wenige eine Übersicht der Tierversuchslabore zur Verfügung gestellt und diese waren zudem meist eher allgemein gehalten, z.B. „Universität XY“ ohne nähere Angaben“, erklärt Gericke die Recherche. Konkret waren dies: Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Stuttgart, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein. Ferner sind Stellenangebote für Tierexperimentatoren in die Liste eingeflossen. Wenn die Adressliste auch nicht vollständig ist, so vermittelt sie doch einen wichtigen und vor allem exklusiven Überblick über die Tierversuchsstätten Deutschlands.

Der Ärzteverein generiert aus seiner Datenbank zudem regelmäßig eine Übersicht der Tierversuchshochburgen. München, Berlin, Göttingen, Hannover und Tübingen führen demnach die TOP 5 der Städte mit den meisten Einträgen in der Tierversuchs-Datenbank an.

Die steigenden Tierversuchszahlen und das Ausmaß der tierexperimentellen Einrichtungen sind laut Ärzte gegen Tierversuche alarmierend. Der Verein fordert von der Politik, endlich die Notbremse zu ziehen. „Versuche an Tieren sind nicht nur aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern vor allem auch, weil sie irrelevante, nicht übertragbare Ergebnisse liefern. 95 % der am Tier als sicher und wirksam getesteten neuen Medikamente fallen bei der Prüfung am Menschen durch, weil sie nicht wirken oder fatale Nebenwirkungen haben“, so die Tierärztin abschließend.

Weitere Informationen:

Adressliste Tierversuchslabore

Tierversuchs-Hochburgen Deutschlands

Die größten und teuersten Tierlabore

Tierversuchsstatistik 2016