Tierschutz geht uns alle an !!!


Plant das BMEL eine neue Offensive gegen den Tierschutz?

PETA wurde Schockbild zugespielt: Julia Klöckner zieht sich für Agrarlobby aus

Julia Klöckner (CDU) zieht alle Register: Ein anonymer Informant ließ PETA Anfang April ein Schockbild der etwas anderen Art zukommen. Es zeigt die deutsche Landwirtschaftsministerin völlig nackt mit einem Schild vor ihrem Körper, auf dem der Slogan „Lieber nackt als Tierschutz“ steht. Das Bild ist dem Informanten zufolge Teil einer groß angelegten Lobbykampagne, die vom Bauernverband finanziert wird.

Quelle: peta.de


Rinder – Ein Leben lang an der Kette

Es sind unschöne,traurige Bilder: An Ketten festgebunden stehen etwa 20 Kühe und ein Kälbchen in einem Kuhstall in Bayern. Die Aufnahmen wurden Tierschützern der Organisation „Ariwa“ zugespielt. Das Leben an der Leine oder Kette ist kein Einzelfall. Von den vier Millionen Milchkühen in Deutschland lebt etwa ein Viertel in der sogenannten Anbindehaltung. Die Tierschutzorganisation „Ariwa“ kritisiert das als Tierquälerei. Und eine solche ist es auch, wenn Tiere ihr ganzes Leben lang in einem Stall immer an der gleichen Stelle stehen und dahinvegetieren müssen.



VgT dokumentiert illegale Kälber-Transporte nach Spanien

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Behörden, Amtstierärzt_innen und Transportunternehmen übertreten systematisch geltendes Recht.

Gerade einmal wenige Wochen alt sind die Kälber aus der Milchwirtschaft, wenn sie aus ganz Österreich zusammengesammelt und in Bergheim, Salzburg, auf große Langstreckentransporter verladen werden. Auf den behördlich abgestempelten Transportdokumenten sind 18,9 Stunden angegeben, was bei maximal erlaubten 19 Stunden äußerst knapp bemessen ist. Als Ruheort nach 9 Stunden ist die Stadt Savona in der Transportplanung eingetragen – jedoch ohne genaue Adresse.

Zu lange Fahrt – mangelhafte Versorgung

Insgesamt über 22 Stunden war zum Beispiel ein Transporter von Bergheim bis Vic in Spanien unterwegs. Mitarbeiter_innen des VGT dokumentierten die gesamte Fahrt. Dabei fällt auf: der angegebene Versorgungsstopp in Savona, Italien, wird einfach ignoriert. Kurze Zeit nach der Autobahnabfahrt hält der LKW für eine Stunde an der Autobahn. Von einer Einhaltung der gesetzlichen Versorgungs- und Tränkpflicht für die ausschließlich milchtrinkenden Kälber ist nicht auszugehen – denn die automatischen Wasser-Tränken des LKW sind für nicht entwöhnte Tiere nicht geeignet.

Vielschichtige Kritik

VGT Kampagnenleiter Tobias Giesinger, der selbst an der Dokumentation teilnahm: „Wir sind erschüttert über die Zustände während des Transports. Nicht nur wird die ohnehin schon unglaublich lange, gesetzlich gedeckte Transportzeit von 19 Stunden überschritten, nicht einmal die Mindestversorgung der Kälber wird bereitgestellt. Diese Tiere sind im Säuglingsalter!“

Auch die zuständigen Behörden werden sich erklären müssen. Giesinger weiter: „Es hätten dem zuständigen Amtstierarzt oder der Amtstierärztin mehrere Ungereimtheiten auffallen müssen. Erstens ist es nicht möglich, nicht entwöhnte Tiere auf den Transporten zu versorgen, weswegen sie spätestens nach 9 Stunden entladen werden müssten. Der Amtstierarzt, oder die Amtstierärztin muss also davon ausgehen, dass sich am angegebenen Ruheort eine offizielle Kontrollstelle befindet, da Tiere nur dort abgeladen werden dürfen. Eine Adresse, um dies zu überprüfen, gibt es nicht. Eine Stunde Pause hätte außerdem nie ausgereicht, die Kälber abzuladen, einzeln zu tränken und wieder aufzuladen. Zweitens ist selbst die reine Fahrtzeit nur mit ständiger Geschwindigkeitsüberschreitung für den LKW zu schaffen – die Plausibilitätsprüfung hätte das eindeutig ergeben müssen. Diese Transporte hätten also gar nicht erst bewilligt werden dürfen.“

Anzeigen erstattet – Veränderungen gefordert

Der VGT erstattet wegen allen dokumentierten Übertretungen Anzeige. Gleichzeitig wird gefordert, dass zumindest die bestehenden Gesetze eingehalten werden, sodass es gar nicht erst zu derart groben und vermutlich äußerst häufigen Übertretungen kommen kann – mehrere dem VGT vorliegende Transportpapiere legen dies nahe. Es ist sogar zu vermuten, dass Amtstierärzt_innen und Behörden die Dokumente der Transportunternehmen seit Jahren trotz offensichtlicher unrealistischer Angaben unterfertigen und damit wissentlich zum Leid der Tiere beitragen. Ohne diese gesetzlichen Grauzonen wären die Transporte wohl nicht möglich. Behörden, Amtstierärzt_innen und Transportunternehmen übertreten hier systematisch geltendes Recht.

„Unsere Petition zur Verbesserung von Tiertransporten zählt bereits weit über 100.000 Unterschriften aus ganz Österreich. Die Politik muss den Wunsch der Bevölkerung endlich ernst nehmen und diese Transporte sofort unterbinden. Aber auch jeder und jede Einzelne kann etwas beitragen, indem der eigene Konsum überdacht wird und deutlich weniger Milch und Milchprodukte gekauft werden. Denn diese Kälber wurden nur geboren, damit ihre Mütter Milch geben. Sie sind die Verlierer der Milchindustrie.“


Schlachthof Darmstadt: 48,9 % der Rinder fehlbetäubt

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Hubert:.

Unerträglich diese Fehlbetäubungen!! Dann auch noch dieser hohe Prozentsatz! Und damit werden viele dieser armen Tiere unbetäubt weiter „verarbeitet“. Das kann sich dann jeder selbst vorstellen, welche Qual und welches Leiden das ist. Leider ist das kein Thema, außer bei den paar Tierschützern, Tierrechtlern. Es wird verdrängt. Wenn es zugelassen ist wird es schon seine Ordnung haben, so beruhigen viele ihr Gewissen. Auch unter Betäubung geht dieser Tod mit unfassbaren Qualen einher und somit ist klar: Es gibt keine „tiergerechte“ oder gar „humane“ Tötung in den Schlachtfabriken.

Der Tod im Schlachthof ist immer mit Stress, Schmerzen und Leiden verbunden!

Von Peta.de

Im Juni 2014 startete der Regierungsbezirk Darmstadt ein Projekt, in dessen Rahmen 32 Schlachtbetriebe im Hinblick auf tierschutzrelevante Aspekte kontrolliert wurden. Besonders wurden dabei der vorhandene Wartestall, der Zutrieb der Tiere, die Ruhigstellung und Betäubung einschließlich der dafür verwendeten Geräte und das Entbluten bis zum Eintritt des Todes des Tieres beobachtet.

Bis auf wenige Ausnahmen waren diese Kontrollen sogar angekündigt!

Dennoch wurde eine Vielzahl an Verstößen dokumentiert, die wir im Oktober 2018 zur Anzeige gebracht haben.

Darunter waren hauptsächlich:

  • Bauliche Mängel: fehlender Schutz gegen Kälte oder Wärme sowie fehlende oder ungeeignete Tränkeeinrichtungen; zudem Verletzungsgefahren im Treibgang und in der Betäubungsfalle

  • Mängel der Betäubungsgeräte: fehlerhafte Wartung der Geräte, falsch gelagerte oder fehlerhafte Munition

  • Ein hoher Prozentsatz erfüllte die technischen Anforderungen der Elektrobetäubungen nicht (Warneinrichtungen bei Stromstärkeverlauf oder der Zustand der Elektroden, die am Tierkörper ansetzen)

  • Mehrfacher Zangenansatz bei der Elektobetäubung nötig: wegen Abrutsch, mangelnder Schließdruck oder verschlissenen Elektroden

  • Im Wartestall: keine oder falsche Fütterung bei mehr als sechsstündigem Aufenthalt, kein Melken, abgestellte Wasserzufuhr; kein Separieren von verletzten oder unverträglichen Tieren

  • Fehler beim Zutrieb: hektisches Treiben, laute Geräusche, Stürze, Ausrutschen, sowie Zerren an Gliedmaßen, Ohren oder Schwanz

  • Fehler bei der Entblutung: Entblutestich zu klein oder falsch gesetzt, mehrfaches Nachschneiden; Beginn der Entblutung erst bis zu 20 Sekunden nach der Betäubung; zudem fehlende Kontrolle des Betäubungserfolges

  • Geräte zur Nachbetäubung falsch angesetzt

Horror-Schlachthof Oldenburg: Rinder bei Bewusstsein getötet! / PETA

Schlachthofpersonal ignoriert Weisungen der kontrollierenden Amtsveterinäre

Direkte Anweisungen der Amtsveterinäre zur Sicherstellung des Betäubungserfolges wurden teilweise mehrmals ignoriert. Aus anderen Berichterstattungen geht zudem hervor, dass Amtsveterinäre regelmäßigen Drohungen des Schlachtpersonals ausgesetzt sind und teilweise von „oben“ angewiesen werden, alles durchgehen zu lassen. Andernfalls werden sie auf einen Posten versetzt, bei dem sie keinen Einfluss mehr haben.

Insgesamt war die die Betäubung bei 38,4 % der Schweine (das waren 135 von 352!), 48,9 % der Rinder (23 von 47!) und 44,9 % der Schafe (v. a. Opferfestschlachtungen) ungenügend.

Tiere in Sachsen leiden immens durch grausame Totschlagfallen

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Ich kann mich nur wundern wie Politiker solche Folterwerkzeuge, wie es Totschlagfallen sind, heute noch genehmigen können. Totschlagfallen ist das falsche Wort für diese Folterinstrumente. Die Tiere sind ja ganz selten gleich tot. Manche leiden tagelang. Was sind diese Politiker nur für Menschen, frage ich mich? Leider sind Jäger im Bundestag überrepräsentiert.

Von wildbeimwild.com

PETA appelliert an Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, grausame Totschlagfallen zu verbieten.

Bild: wildbeimwild.com

Grausame Jagdmethode: Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, tun dies aber häufig nicht. Viele Tiere sterben in diesen Fallen einen langsamen und qualvollen Tod. Zudem geraten auch immer wieder Tierarten, die dem Artenschutz unterliegen, in solche Fallen. So war in Hessen in der Jagdstrecke 2016/2017 das geschützte Hermelin in der Fallenfangstatistik aufgeführt.

Die in zwölf Bundesländern noch legale Jagd mit Totschlagfallen ist nach Auffassung von PETA nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar. In Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und im Saarland sind Totschlagfallen bereits vollständig oder weitgehend verboten. Die eindeutige Mehrheit der Deutschen ist einer repräsentativen Umfrage zufolge nicht mehr länger bereit, die Jagd mit Schlagfallen zu akzeptieren.

Obwohl das Ministerium betont, dass die Jagd mit Totschlagfallen in Sachsen Beschränkungen unterliegt, konnte auf Anfrage von PETA keine Angabe zur Anzahl der in diesen Fallen getöteten Tiere gemacht werden. Die Tierschutzorganisation appelliert an Staatsminister Thomas Schmidt, die grausamen Totschlagfallen in Sachsen endlich zu verbieten.

Laut Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes ist es verboten, ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten oder ihm länger anhaltende Leiden zuzufügen. Bei der Jagd mit Totschlagfallen sind jedoch zahllose Tiere unsäglichem Leiden ausgesetzt, da diese Fallen häufig nicht sofort töten.

Es ist abscheulich, dass Totschlagfallen in den meisten Bundesländern noch immer erlaubt und gängige Praxis sind, um Tiere wie Füchse, Marder oder Waschbären zu töten. Wildtiere – darunter häufig geschützte Arten –, aber auch Hunde und Katzen geraten aufgrund von ausgelegten Ködern oder Lockstoffen oftmals mit den Pfoten oder ihrem Gesicht in die Falle und werden zerquetscht oder verstümmelt. Ihr Todeskampf kann sich über Tage hinziehen.

Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA:

PETA drängt das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in Sachsen zu schnellem Handeln. In Deutschland sinkt die Akzeptanz für die Fallenjagd. Laut einer von PETA beauftragten forsa-Umfrage verurteilt die große Mehrheit diese tierquälerische Praxis. 70 Prozent sind für ein Verbot. Nur 19 Prozent der Bundesbürger sind demnach mit dem Einsatz dieser Fallen einverstanden.

Wissenschaftlichen Studien und Stellungnahmen renommierter Wildbiologen zufolge ist die Jagd prinzipiell unnötig und sogar kontraproduktiv. Hoher Jagddruck führt meist zu einer erhöhten Fortpflanzungsrate. Dennoch werden allein in Deutschland jährlich über fünf Millionen Wildtiere getötet.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.