Richard David Precht über den Umgang mit Tieren

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Der Umgang mit Tieren geht oft ins Unerträgliche. Die meisten Menschen verdrängen diesen Umgang des Menschen mit Tieren, die viele nur als Lebensmittel sehen. Zumindest den Nutztieren wird jede Würde verweigert. Die Diskrepanz wie Haustiere und wie Nutztiere gehalten werden und welche Lebenszeit man ihnen gewährt, könnte größer nicht sein.

Von Deutschlandfunk.de

Publizist und Philosoph Richard David Precht beschäftigt sich seit einem Vierteljahrhundert mit tierethischen Fragen. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Richard David Precht im Gespräch mit Susanne Fritz

Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der bekanntesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie in Lüneburg sowie für Philosophie und Ästhetik in Berlin. Seine Bücher wie „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“, „Liebe. Ein unordentliches Gefühl“ oder „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ wurden in insgesamt mehr als 40 Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung „Precht“ im ZDF. Am 17.10.2016 erscheint sein Buch: „Tiere denken: Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“.

Susanne Fritz: In Deutschland leben rund 7,8 Million Vegetarier und etwa 900.000 Veganer. Neben allen gesundheitlichen Motiven spielt dabei auch nach wie vor eine ethische Verpflichtung gegenüber Tieren eine große Rolle. Die überwiegende Mehrheit der Menschen in den westlichen Ländern verzehrt mehr Fleisch denn je. Das funktioniert, weil viele das Elend in den Tierfabriken verdrängen und noch nie einen Schlachthof von innen gesehen haben. Aber auch, weil unser Verhältnis zu Tieren auf einer Ethik basiert, die Tiere nicht zu Mitgeschöpfen macht, sondern zu Sachen. Wie konnte es dazu kommen?

Die Philosophie und die Religionen haben die Haltung der Menschen gegenüber den Tieren geprägt. Darüber habe ich mich mit dem Philosophen Richard David Precht unterhalten. Er hat ein Buch über Tierethik geschrieben, das heute unter dem Titel „Tiere denken – vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ erschienen ist. Herr Precht, das Verhältnis des Menschen zum Tier ist grotesk widersprüchlich: Einerseits verhätscheln wir unsere Haustiere – ob Hund, Katze oder Meerschweinchen –, andererseits beuten wir Tiere gnadenlos aus. Doch das ist ja alles seit langem bekannt. Was hat Sie gerade jetzt dazu veranlasst, das Thema wieder aufzugreifen und ein Buch über unseren Umgang mit Tieren zu schreiben?

Richard David Precht: Ich glaube, das Thema liegt heute noch sehr viel dringlicher in der Luft als früher – und zwar aus folgendem Grund: Auf der einen Seite ist die Zahl der Vegetarier und der Veganer in Deutschland rasant angestiegen. Ganz viele junge Leute wollen kein Fleisch mehr essen. Und auf der anderen Seite ist die Massentierhaltung heute noch grotesker, als sie vor 20, vor 50 oder vor 100 Jahren war.

Das heißt: Wir bauen gewaltige Tierfabriken, wo zum Teil 300.000 Tiere eingepfercht werden. Und dieser Widerspruch ist gewaltig, das heißt die Schere gegenüber dem, was Menschen in Deutschland gegenüber Tieren für ethisch korrekt halten und dem was wir tatsächlich tun, geht immer weiter auseinander.

Fritz: Wenn wir nun in die Geschichte, in die Kulturgeschichte des Menschen schauen. Wie muss man sich das Verhältnis von Mensch und Tier in vorchristlicher Zeit vorstellen?

Precht: Wir gehen mal davon aus, dass, sagen wir mal die steinzeitlichen Jäger sich nicht als etwas empfunden haben, was nicht zur Natur gehört. So wie wir heute sagen, menschliche Kultur auf der einen Seite, Natur auf der anderen Seite, sondern sie lebten in der Natur und begriffen sich selbst als Teil der Natur und hatten ein entsprechendes Verhältnis zu Tieren. Wir haben eindrucksvolle Zeugnisse davon, dass in der Jungsteinzeit eine Familie begraben worden ist und gleichzeitig ist der Hund da mitbegraben worden oder Rinder wurden mit in die Grabkammer gelegt. Das zeigt, dass man sich einander doch irgendwo noch im weitesten Sinne als seelenverwandt empfunden hat und der Mensch sich selbst als Teil der Natur.

Fritz: Kann man sagen, dass mit der Beherrschung der Natur ein Prozess der Entfremdung einhergeht?

Precht: Ja, das ist das Merkwürdige insgesamt. Je stärker der Mensch über die Natur herrscht, umso seelenloser erscheint ihm das Beherrschte. Und durch den Siegeszug der Technik und durch den Siegeszug der menschlichen Kultur kommt es dazu, dass wir den Wert der Tiere nicht mehr sehen, dass wir sie nicht mehr als beseelte Lebewesen wahrnehmen, sondern als etwas, mit dem wir schalten und walten können, nach unserem eigenen Gutdünken.

Fritz: Der Respekt vor der Natur und den Tieren geht mehr und mehr verloren, philosophische Gedankengebäude und die monotheistischen Religionen rechtfertigen schließlich die Herrschaft des Menschen über die Tiere. Aber nicht alle Religionen verlieren den Respekt vor dem Tier. In den religiösen Vorstellungen im alten Ägypten 2.000 Jahre vor Christus hat das Tier eine große Bedeutung. Inwiefern?

Precht: Ja, also es gibt kaum eine tierfreundlichere Religion als das alte Ägypten. Nur muss man dazu wissen, wenn wir heute an Ägypten denken, dann denken wir an Wüste und vor 2.000, vor 3.000 Jahren sah es in Ägypten aus wie heute in der Serengeti. Es gab Elefanten und es gab Rappenantilopen und Gazellen und Flusspferde. Also, das war ein ähnliches Biotop, wie man es heute in der afrikanischen Savanne kennt. Die alten Ägypter hatten, heute würde man sagen, ein konviviales Verhältnis zur Natur: Also, man hat das Gefühl gehabt, inmitten von Leben zu leben.

Fritz: In den monotheistischen Religionen wird der Tierkult gewaltsam bekämpft und verboten. Die Christen verwüsten in Ägypten die Kultstätten, sobald sie das können. Das Tier erleidet in allen monotheistischen Religionen einen gewaltigen Bedeutungsverlust. In diesen Religionen ist der Mensch geschaffen, um alleine über die Natur zu herrschen. Wie genau beschreibt jetzt das Judentum das Verhältnis zum Tier?

Precht: Den Unterschied zu den Ägyptern und zum Judentum kann man sehr schön an den Schöpfungsmythen erkennen. Wenn man sich die Schöpfungsgeschichte der Genesis anguckt, dann schafft Gott in sechs Tagen die Welt und der ganze Sinn dieser Welt besteht darin, eine geeignete Kulisse, ein richtiges Habitat zu schaffen, in dem eine einzige Tierart sich perfekt zu recht findet – nämlich der Mensch. Selbst die Sterne sind da, damit er im Dunklen die Orientierung nicht verliert.

Auf diese Art und Weise entsteht eine völlig anthropozentrische Sicht der Welt. Und in dieser anthropozentrischen Sicht der Welt haben Tiere keine große Bedeutung. Es gibt natürlich noch eine etwas ältere Schöpfungsgeschichte, die an diese andere herangeklebt ist. Die Schöpfungsgeschichte des Jahwisten ist die Geschichte vom Garten Eden, ist die Geschichte, dass Gott, bevor er die Frau schafft, die Tiere schafft, nur damit Adam sich nicht alleine fühlt; aber da das offensichtlich mit den Tieren nicht so richtig funktioniert, wird noch die Frau geschaffen. Da finden wir noch so Reste animistischer Religionen, also etwas, was von den Kanaanitern stammt. Etwas was sich nachher mit dem jüdischen Glauben vermischt hat.

Aber insgesamt kann man sagen, dass Judentum versachlicht die Tiere, es kennt sie irgendwann eigentlich nur noch als Nutztiere, also als Ochsen, die auf dem Felde arbeiten, aber nicht mehr als Mitgeschöpfe oder Mitgefährten in einem spirituellen, religiösen Kreislauf.

Das Christentum erkennt nur den Menschen als beseeltes Wesen an“

Fritz: Das Christentum übernimmt die jüdische Bibel und kanonisiert sie in etwas anderer Anordnung als Altes Testament. Wie unterscheidet sich das Christentum vom Judentum im Verhältnis zum Tier?

Precht: Wir finden im Judentum, wenn wir genau hingucken immerhin einige tierethische Maximen. Dass man seine Nutztiere gut behandeln soll. Ein berühmter Satz ist, dass von Gott die Aufforderung an den Menschen ergeht, er solle dem Ochsen, der da drischt, das Maul nicht verbinden, damit er also besser atmen kann und damit er auch zwischendurch trinken kann und vieles andere mehr. Und das ist ja eine sehr nutztierfreundliche Vorschrift.

Und Paulus nimmt darauf Bezug und sagt: „Das, was da steht, da geht es nicht um Ochsen, sondern da geht es nur um den Menschen.“ Da ist es nur metaphorisch zu verstehen. Und er sagt den Satz „Kümmert sich Gott etwa um die Ochsen? Redet er nicht überall von uns?“ Und man kann an dieser Stelle schön sehen, dass das Christentum die Entwicklung, die im Judentum beginnt, nämlich die Versachlichung des Tieres, unausgesetzt fortsetzt und tatsächlich nur den Menschen als beseeltes Wesen anerkennt.

Fritz: Auch im Christentum gab es die Vorstellung der Tiere als Mitgeschöpfe, wie zum Beispiel bei Franz von Assisi im 12./13. Jahrhundert. Inwiefern haben seine Vorstellungen die Lehre der katholischen Kirche beeinflusst?

Precht: Ja, leider sehr wenig. Man kann, wenn man das etwas überspitzt sagt, sagen: Von der Soziallehre Jesu Christi ist in den machtpolitischen Bestrebungen der Kirche im Mittelalter und über die Renaissance und die Barockzeit hindurch sehr wenig übriggeblieben. Und das gleiche gilt für Franz von Assisi eigentlich auch.

Er hat eigentlich eher eine Alibifunktion. Auch die Kirche kann mit jemandem aufwarten, der ganz offensichtlich sehr tierfreundlich gewesen ist, der ein Spinnennetz repariert hat, um der armen Spinne ihre Existenzgrundlage nicht zu nehmen und vieles mehr, der den Vögeln gepredigt hat. Aber das hat keinen großen Einfluss auf den christlichen Glauben gehabt, sondern der war immer ein Außenseiter in der Kirche. Man hat ihn schnell zu einem Heiligen gemacht, um ihn nicht ernst nehmen zu müssen.

Fritz: Wenn wir nun auf die protestantische Kirche blicken: Martin Luther galt ja als Tierfreund. Wie haben die protestantischen Kirchen die Tiere gesehen?

Precht: Also insgesamt hat die protestantische Kirche ein völlig sachliches Verhältnis zum Tier, jedenfalls und das muss man unterscheiden, die offizielle Kirche, also das Luthertum zum Beispiel. Von Luther selbst gibt es zwei Aussagen über Tiere. Das eine ist, dass man weiß, dass er sich als junger Mann gegen den Singvogelmord in Italien stark gemacht hat und als zweites gibt es eine sehr umstrittene Stelle in seinen Tischreden. Da soll ein Mann zu ihm gekommen sein und ihn gefragt haben, ob denn wohl sein Hund auch in den Himmel kommt. Darauf soll Luther gesagt haben: ‚Aber freilich. Gott wird einen neuen goldenen Himmel schaffen. Auch für alle Hündlein und Bellferlein.‘ Wenn man sich intensiv mit Martin Luther beschäftigt, muss man davon ausgehen, dass es sich hierbei um Spott handelt und nicht um eine tierfreundliche Aussage.

Fritz: Wie sah es aus mit Calvin, zum Beispiel?

Precht: Der Protestantismus ist überhaupt gekennzeichnet durch einen Herrschaftsauftrag über die Natur. Mit dem Calvinismus beginnt der Kapitalismus. Damit beginnt die Vorstellung, die Natur ist einzig und allein zum Zweck da, vom Menschen ausgebeutet zu werden und ihm dienstbar zu sein. Das ist übrigens eine Vorstellung, die wir in der Antike auch schon kennen, nämlich bei den antiken Stoikern.

Fritz: Noch einen Blick möchte ich auf den Islam werfen. Auch der Islam gehört zu den monotheistischen Religionen. Wie ist das Verhältnis der Muslime zu den Tieren?

Precht: Nicht wesentlich unterschiedlich im Vergleich zum Christentum. Im Koran wird festgelegt, dass die Tiere entweder dazu da sind, dass sie gegessen werden oder dazu, dass man sie als Lastenträger oder zum Reiten gebrauchen kann. Es gibt einige Sätze von Mohammed, über die Tiere, die auch recht tierfreundlich sind. Also im Gegensatz zu Jesus äußert sich Mohammed häufiger freundlich gegenüber den Tieren. Aber insgesamt ist der Unterschied zum Christentum nicht sehr groß.

Quelle: Deutschlandfunk.de

Interview mit Tierschützerin Astrid Reinke (Teil1)

Was wir mit Tieren tun, ist schädlich für uns alle!

Ist es nicht auch menschliches Kulturerbe, so wie die Weihnachtsgans auch?

Reinke: Kulturerbe ist für mich etwas Positives, etwas Schützenswertes, das ich erhalten will. Deshalb kann es meiner Ansicht nach nichts Grausames sein. Leiden zu verbreiten, jemanden zu quälen oder zu töten ist aber vom Grundsatz her böse – und das mache ich nicht vom Opfer abhängig. Wie wir mit Tieren umgehen, das ist ein Bruch zur Moral in unserer Gesellschaft. Wir würden das unter unseresgleichen niemals gut heißen, dass Menschen leiden oder getötet werden, wenn sie uns nicht angreifen.

Störenfriede wie Wildschweine oder Ratten müssen doch erlegt werden, oder?

Reinke: Keiner kann mir erzählen, dass die Tiere uns in irgendeiner Form bedrohen. Im Gegenteil, wir breiten uns in die angestammten Lebensräume der Wildtiere aus. Deswegen kommen die Wildschweine in unseren Garten und die Rehe fressen uns die Blumen ab. Sie laufen uns vors Auto, weil wir immer mehr Straßen durch ihren Lebensraum bauen. Und bei den Ratten sind wir selber schuld. Mit gelben Säcken, die am Vortag rausgestellt werden, statt Mülltonnen, locken wir die Tiere an. Es ist unser menschlicher Wohlstandsmüll, der für die Vermehrung der Ratten sorgt.

Der Grundsatz lautet doch „Fressen und gefressen werden“. So ist das halt.

Reinke: Ein Bison schießen und aufessen mag in grauer Vorzeit eine Notwendigkeit gewesen sein. Da hatten die Leute vielleicht keine Alternative. Aber heute ist die Situation anders. Man muss keine Tiere in Gefangenschaft halten und züchten, um sie zu töten und aufzuessen. Es geht auch anders. Und wenn es ohne Leid geht, müssen wir als vernunftbegabte Menschen anders handeln.

Jäger behaupten, dass ihre Tätigkeit notwendig sei, um die Population der Tiere im Griff zu behalten. Stimmt nicht?

Reinke: Kein Mensch kann in der heutigen Zeit glauben, dass wir Jäger brauchen, um Überpopulation zu verhindern. Wir fliegen zum Mond und bauen Designerbabys. Die Tiermedizin würde Mittel und Wege finden, um eine massenhafte Vermehrung von Wildtieren zu verhindern. Aber das ist nicht gewollt.

Dann steckt hinter dem Mythos der Jagd nur ein Hobby?

Reinke: Es ist ein archaischer Instinkt, der kultiviert und gefördert wird. Dahinter steckt die Macht, eine Waffe führen zu dürfen. Jagd hat etwas durchaus Elitäres, was sich schon darin ausdrückt, dass sich die Jäger eine eigene Sprache gegeben haben. Lichter statt Augen, Strecke statt Leichen, und das Tier wird in der Jägersprache zum Stück. Tiere werden wie ein gefühlloser Gegenstand dargestellt.

Als Tierärztin wissen Sie aus eigener Erfahrung, wie es in den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe zugeht. Der Anteil der Nutztiere an allen Säugetieren liegt bei fast 94 Prozent. Die meisten davon sind Rinder und Schweine. Was halten Sie eigentlich von dem Begriff „Nutztier“?

Reinke: Gar nichts. Keiner hat uns das Recht gegeben, Tiere nutzen oder benutzen zu dürfen. Dieses Recht haben wir uns genommen. Es ist kein Naturgesetz. Der Begriff suggeriert auch, dass Hühner, Schweine, Rinder weniger Empfinden haben als etwa ein Hund. Er macht uns zudem ein gutes Gefühl, das tun zu dürfen. Gleiches gilt für Tiere im Versuch. Diese Tiere leiden, und wir wissen das.

Sie stellen damit nicht weniger als die christliche Ordnung in Frage, die da besagt, dass wir Menschen die Krone der Schöpfung sind.

Reinke: Die Krone der Schöpfung würde so etwas nicht tun, nicht so brutal sein, nicht so herzlos. Sonst hat sie was falsch verstanden.

Sprechen Sie sich selbst frei davon, Tiere zu nutzen?

Reinke: Ich möchte nicht als Gutmensch dargestellt werden. Das bin ich nicht, denn ich habe das alles auch mitgemacht. Ich habe Kalbsleberwurst aufs Brot gestrichen und Stippgrütze gegessen bei bestem Appetit. Ich habe viele, viele Jahre nicht verinnerlichen können, dass das süße Ferkel und die Wurst auf meinem Brot zusammengehören. Diese Tatsache darf nicht sein. Man darf Menschen nicht so dressieren, dass sie nicht mehr verstehen, dass das, was sie essen, vorher zu diesem Zwecke sterben musste. Kaum jemand nimmt das noch wahr.

Will das überhaupt jemand?

Reinke: Viele wollen nicht sehen, dass das mal ein Tier war, was sie essen. Sie wollen Salami essen oder Leberwurst, und es soll nicht nach Tier aussehen. Diese Auseinandersetzung gehört aber zurück ins Bewusstsein. Und es gehört in die Schulen. In Schulbüchern sehen wir Fotos von Kühen mit Kälbern auf der Weide und lesen, die Kuh gebe uns Milch, das Rind diene uns als Fleisch- und Lederlieferant. Das Rind dient uns gar nicht, und von sich aus würde es uns ganz bestimmt weder Milch noch Muskeln und Haut geben. Wir nehmen ihm alles. Sprache ist eben auch Macht.

(Fortsetzung folgt ….. )

Schäubles Interview in der WELT mit über 2350 Leserkommentaren

Veröffentlicht von Vera Lengsfeld am 24. September 2018

Am Sonntag, dem 23.09.18 hatte die WELT einen Auszug aus einem Interview der WAMS (hinter der Bezahlschranke) mit dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble veröffentlicht. Er sagte u. a. „Wir sollten uns klar machen, wie schwer es ist, im Einzelfall abzuschieben. Deswegen sollten wir auch nicht allzu stark die Hoffnung schüren, dass wir die Großzahl dieser Menschen zurückführen können.“ Weiter führte er aus, dass das Signal der Bundesregierung vom 4. September 2015 falsch verstanden worden sei und wir deshalb an diesen Folgen der Kommunikation bis heute leiden.

Was er sagt, erinnert an eine Strophe in Goethes Zauberlehrling: Herr, die Not ist groß! Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los.”

Schäubles Fazit: Wir alle sollten diese Flüchtlinge besser integrieren. Man spürt in seinen Worten die Resignation des „Nun sind sie halt da“ der Kanzlerin. Globalisierung, so belehrt er uns, hat nun mal als unmittelbare Folge die Migration. Als Konsequenz müsse der Staat das Recht durchsetzen und rechtsfreie Zonen vermeiden. Man spürt die Hilflosigkeit.

Nach aktueller Statistik der Arbeitsagentur haben aus den acht islamischen Asylherkunftsländern nur etwa 244.000 Menschen einen sv- pflichtigen Arbeitsplatz (wobei sehr viele nur in Teilzeit arbeiten und zusätzlich „Stütze“ erhalten). Über 663.000 sind als erwerbsfähig eingestuft und 330.000 sind nicht erwerbsfähige Leistungsempfänger. Also eine Million „Flüchtlinge“ die vom Steuerzahler alimentiert werden. Wer sich in den Betrieben umhört lernt, dass die meisten Unternehmen das kostspielige Experiment „Flüchtlinge integrieren“ erfolglos beendet haben. Der Aufwand, Spreu von Weizen zu trennen, war zu hoch. Natürlich gibt es Ausnahmen und erfolgreich integrierte Personen, aber die Masse ist nicht integrierbar, weil sie es nicht will oder aus religiösen Gründen nicht kann.

Aber es kann einem mittelständischen Betrieb nicht zugemutet werden, hier Ressourcen bei der Auswahl zu verschwenden. Nochmal zur Erinnerung: Etwa 82 % aller 3,6 Millionen Unternehmen in Deutschland haben weniger als 10 Mitarbeiter. Da gibt es keine Ressourcen für langwierige Integration oder für „trial and error“.

Ich habe mir die Mühe gemacht und die Mehrzahl der 2350 Leserkommentare (am 23.09.2018 gegen 19:00) gelesen.

Zusammenfassung: Abschließend kann ich sagen, dass ich unter den über 2000 gesichteten Leserzuschriften etwa nur 20 Zuschriften fand, die als Pro-Schäuble gewertet werden können. Das sind 1% aller Zuschriften. Zuspruch sieht anders aus!

Hier einige Kommentare:

Ein Musterbeispiel für die Arroganz der Macht. Das Totalversagen von 2015 wird umgedreht und dem Wahlvolk wird vorgeworfen sich nicht richtig um die Migration zu kümmern. Einfach nur widerlich ….

Herr Schäuble sieht also keine Unterschiede mehr! Naja, mit 76 auch kein Wunder, da übersieht man schon so manches. Gibt es in Deutschland keinen normalen Rückzug mehr aus der Politik – aus Altersgründen! Es ist ja nicht mehr zum aushalten, von welch einem inkopetenten Pensionistenverein dieses Land regiert wird!

Die deutschen Politiker verfolgen genau ihren Plan: Sie WOLLEN keine starken Nationalstaaten in Europa, keine starken nationalen Streitkräfte, keine starke, nationale Kultur. All dies, und nich mehr, hindert, ja macht die Vereinigung Europas schwerer bzw. unmöglich. Klingt vielleicht ein bisschen utopisch, aber die Puzzleteilchen passen.

Das ist eine staatliche Bankrotterklärung von Herrn Schäuble

Schäuble soll doch mal den vollen Umfang der Verträge und die darin enthaltenen Zusagen an die Siegermächte auf den Tisch legen die er als Preis für die deutsche Einheit verhandelt und unterschrieben hat, dann erklärt sich sicher einiges von selbst, was die Bürger dieses Landes seit Jahren rat und fassungslos macht und dessen Konsequenzen das Nuschelorakel in unregelmässigen Abständen scheibchenweise unters Volk zu streut.

Kürzlich wurde berichtet, dass allein rd. 100.000 Personen in Deutschland der harten Clan- Kriminalität zugerechnet werden. Das kürzlich von den Clans zelebrierte “Staatsbegräbnis” in Berlin war eine Machtdemonstration 1. Güte. Wenn, wie in der vergangenen Woche, ein SEK erforderlich ist, einem 21-jährigem arabischen Intensivtäter die Handschellen anzulegen, was bedeutet dies dann in der Masse?

Ist es vielleicht nicht doch “die Angst des Kaninchens vor der Schlange”, Herr Dr. Schäuble?

Auch wenn es unmöglich ist die Flüchtlinge auszuweisen, können wir vielleicht damit beginnen die verantwortlichen Politiker auszuweisen?

Am meisten habe ich Angst, dass die Neuberechnung der Grundsteuer mein ganzes Lebensmodell und das wohlverdiente Ergebnis meines langen Arbeitslebens auf den Kopf stellt, um die Träumerein der politischen Elite zu befriedigen. Wird nicht passieren? Das habe ich bei meiner Rente, Lebensversicherung, Betriebsrente und meinen Spareinlagen auch gedacht. Noch einen schönen Sonntag.

Als die Leute kamen hiess es: “wir müssen temporär helfen bis sie zurück kehren können” – wobei immer klar war dass eine Wunschvorstellung. Jetzt heisst es: es klappt sowieso nicht (weil wir als Staat unfähig sind). Sollte dann aber auch heissen dass keine zusätzlichen Leute “temporär” komme sollte. Weiter so ihr unfähigen Politiker

Was uns hier von Herrn Schäuble gesagt wird, ist nicht mehr und nicht weniger, als die Selbstaufgabe des Staates in seiner jetzigen Form. Wie können wir also die staatliche Ordnung wieder herstellen Herr Schäuble?

Also hat uns diese Regierung die letzten drei Jahre belogen. Hiermit ist eine rote Linie überschritten worden. Ich weiss bei der nächsten Wahl diesmal die richtige Wahl zu treffen.

Ich platze vor Wut. Das hier ist ein Eingeständnis des totalen Versagens und des Scheiterns. Aber erst nachdem man es jahrelang komplett und immer wieder nachdrücklich abgestritten hat.

An alle 2151 Foristen: Schreibt Eure Sorgen, Wut und Bedenken direkt an Herrn Schäuble. Ich fange jetzt gleich damit an.

Herr Schäuble spricht seinen Wählern offenbar jedwedes intellektuelles Potential ab. Eine Affront ohnegleichen …

Nach dieser Aussage erscheint Orbans Absage an die EU und vor allem an die Flüchtlingspolitik Merkels in einem ganz anderen Licht.

Und das ist jetzt eine gute Nachricht? Naja zumindest die Wahrheit das sie es nicht hinbekommen.

Und genau das haben wir von Anfang gewusst, Herr Schäuble. Und die Bundesregierung wusste das auch von Anfang an, hat es dem Wähler aber verschwiegen. Und da wundert sich jemand über den Vertrauensverlust in die Politik?

Mit solchen Aussagen werden immer mehr Wähler praktisch dazu gezwungen, eine Alternative zu wählen. Wo soll das noch enden?

Schäuble offenbart die ganze Hilflosigkeit, in die unser Staat und die EU mit Asylproblematik stecken. Aber anstatt daraus die notwendigen politischen und rechtlichen Konsequenzen zu fordern, kommt nur heiße Luft mit “verstärkten Integrationsanstrengungen”.

Ach Wolli, willst wohl keine Lüge mit ins Grab nehmen? Wer soll es Dir verdenken, dass Du so spät zur Realität findest? Trotzdem danke.

Diese Aussage Schäubles ist eine Bankrotterklärung und das Eingeständnis, dass der sogenannte Rechtsstaat das Recht nicht mehr durchsetzen will und kann. Die Bevölkerung ist in der Debatte um die Massenmigration betrogen und belogen worden. Unvergessen sind die Verheißungen der politmedialen Multikulti-Apologeten über einen Zustrom von Ärzten, Ingenieuren und Facharbeitern, die angeblich mal unsere Renten bezahlen würden (SPD-Oppermann). Wer öffentlich aussprach. dass überwiegend Analphabeten, bildungsferne und unqualifizierte Muslime ins Land geholt wurden, deren Integration aufgrund ihrer inkompatiblen Kultur und Religion von vornherein zum Scheitern verurteilt war, wurde in die ausländerfeindliche und rechtsextreme Ecke verortet.

Integration kann nur gelingen, wenn Integrationsfähigkeit und -wille bei den Migranten vorhanden sind. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre in ganz Europa haben gezeigt, dass diese Voraussetzungen bei den meisten Muslimen nicht vorhanden sind. Ist Schäuble so naiv, dass er tatsächlich glaubt, dass wir die hunderttausenden Unqualifizierten integrieren können ? Warum plädiert er angesichts der Erschütterungen im Land nicht für eine sofortige Grenzschließung und stimmt stattdessen mit Merkel und ihren Vasallen dem weiteren Zustrom von jährlich 200 000 Migranten zu ? Das verantwortungslose und gefährliche Agieren der selbst ernannten politischen Elite führt den abgelegten Eid, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, völlig ad absurdum !

Als Islamische Republik Deutschland wird es wieder ein Nationalstaat werden mit der Scharia über dem Grundgesetz …

Selten so einen üblen Menschen als Bundestagspräsidenten erlebt. Der Typ erklärt uns ganz frech, dass die Regierung keine Lust hat, u unserem Schutz geltendes Recht auch umzusetzen. Dann will ich mal auch keine Hoffnung wecken, dass ich an diesen Staat Steuern bezahlen werde.

Ich ertrage die intellektuelle Arroganz der Politiker nicht mehr. Schäuble begrüßte seinerzeit die unkontrollierte Einwanderung, um damit Inzucht in Deutschland entgegenzuwirken.

Danke Herr Schäuble sie treiben mich in die AfD!

Ich hatte schon selbst keine Hoffnung, dass es mit dieser Regierung besser wird, aber jetzt ist es amtlich. Danke Herr Schäuble für den Klartext.

Bei seinem Geisteszustand merkt er wohl gar nicht mehr, wie er der Regierung damit so kurz vor den Wahlen massiv schadet. Diese Aussage ist viel schlimmer und systemschädlicher als, die Wahrheit von Herrn Dr. Maaßen.

Da befällt einen nur noch mehr blanke Wut. Aber zumindest muss man Herrn Schäuble anrechnen, dass er die Wahrheit sagt. Meine Entscheidung bei der bay.Landtagswahl habe ich soeben gefällt.

Die Bankrotterklärung der Regierung ist ein Konjunkturprogramm für die AfD.

Und liebe Bundesregierung, nun bitte keine hochgerechneten Abschiebezahlen vorlegen. Viele, wie auch ich, orientieren sich an dem Straßenbild, das ihnen täglich präsentiert wird.

Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Schäuble im Interview am 08.06.2016 (FAZ): “Abschottung würde Europa in Inzucht degenieren lassen”. Also liebe Damen, ziert euch nicht, tut etwas für den Genpool! (Sarkasmus aus)

Jetzt schenkt man langsam den Menschen hierzulande reinen Wein ein. Das war also der Plan. Die sollen gar nicht mehr heim nach Kriegsende, sondern in Deutschland bleiben. Das sollte geschafft werden.

Das war aber so nicht abgemacht. Das ist nicht der Wille der Mehrheit der Bürger.

Ich habe schon verstanden, soll heißen ich kaufe mir gerade das 2. Apartment in einem sehr schönen Land. Mit 200.000 USD bekommen Sie die unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung!

Ich wurde nicht gefragt, ob ich das alles so will. Ich will und wollte es nicht und ich bin nicht verpflichtet, Menschen zu integrieren, vor allem, wenn die es selbst nicht wollen. Ich will, dass die wieder in ihre Heimat zurück gehen, wenn dort Frieden herrscht.

Herr Schäuble bereitet den Bürger mit schönen Worten darauf vor, das der Staat die Kontrolle verloren hat. Es wird nicht bei Rückführungen bleiben, die nicht mehr durchgesetzt werden können.

Oh Herr Schäuble, erst Gesetze brechen um dann festzustellen, dass das Kind in den Brunnen gefallen ist, super.

Kapitulation des Staates. Dieses Statement ist ein unfreiwilliger Wahlkampf für die AFD. CDU bald bei 25% ???

Wie nennt man das, wenn die Regierung Menschen im Land bleiben lässt, die keinen Aufenthaltstitel haben? Wenn Recht nur auf die anwendbar ist, die schon länger hier leben? Bassam Tibi hat bereits vor ungefähr 20 Jahren gesagt, dass eine Gesellschaft auf einem gemeinsamen Fundament stehen muss, sonst drohen Jugoslawische Verhältnisse. Mir ist Angst und Bange um die Zukunft Deutschlands und Europas. Der Herbst 2015 ist einer dieser turning points.

Schäuble möchte der Bevölkerung klar machen, dass der Staat kapituliert hat und das Recht nicht mehr durchgesetzt werden kann.

Je mehr man versucht zu integrieren, desto mehr gut gebildete werden dieses Land verlassen! Ich habe zwei Töchter, beide Gott sei Dank nicht mehr in Deutschland. Wenn ich mir vorstelle hier nochmal Nachwuchs gross zu ziehen, bekomme ich das kalte Grausen! Es gibt sehr viele Länder, selbst Schwellenländer, in denen man besser und sicherer lebt! Voraussetzung ist natürlich die Sprache und der Beruf!

Merkel: Nun sind sie halt da! Schäuble: Und wir kriegen sie nicht mehr los!

Und was machen wir jetzt am besten? AFD verteufeln, Nazikeule schwingen, Steuern erhöhen, Bauernopfer suchen….Raute…

Quelle:  vera-lengsfeld.de