Hilf uns!!!

Aufruf von Wildtierschutz Deutschland e.V. :

Liebe Tierfreunde!

Wir möchten Sie heute um Ihre Unterstützung bitten. Gemeinsam mit dem Fuchsexperten Daniel Peller haben wir anlässlich der Fuchswochen in Gießen eine Petition an den Petitionsausschuss des hessischen Landtags geschrieben, die bis heute von über 8.600 Unterstützern unterschrieben wurde.

Jedes Jahr werden in Deutschland fast 500.000 Füchse durch die Jagd getötet. Die meisten davon während der Wintermonate. Die Füchse sind dann in der Paarungszeit und weniger vorsichtig. Häufig liegt auch Schnee – ein weiterer Vorteil für den Jäger, der den Rotfuchs nun viel leichter ausmachen kann.

Die Gründe für die Fuchsjagd dienen dazu, die Öffentlichkeit hinter’s Licht zu führen.

Fuchsbestände lassen sich durch die Jagd nicht nachhaltig reduzieren. Die Tiere reagieren einfach mit mehr Nachwuchs. Für den Rückgang von Rebhühnern, Fasanen und Feldhasen ist nicht der Fuchs verantwortlich zu machen  – natürlich erbeutet er das ein oder andere kranke oder reaktionsschwache Tier – seine Hauptnahrung aber besteht aus Mäusen und aus Aas. Hauptursache für den Rückgang von Hasen und Bodenbrütern ist die intensive Landwirtschaft, die sowohl den Lebensraum als auch die Nahrungsgrundlage für viele Tierarten zerstört.

Wussten Sie, dass Jäger im vergangenen Jagdjahr ca. 100.000 Fasanen, 2.800 Rebhühner und 250.000 Feldhasen getötet haben?

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Video von Tierfilmer Jens Klingebiel: Eine Chance für den Fuchs

Sie sind schlau, sind sozial und sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Tierwelt. Dennoch sind Füchse verhaßt wie kaum ein anderes Tier. Der Fuchs wird von Jägern verfolgt und selbst die harmlos spielenden Jungfüchse vor ihrem Bau sind vor den besonders abgebrühten Jägern nicht sicher.

Diese Verfolgung ist in erster Linie das Ergebnis von „Futterneid“. Viele Jäger befürchten, durch den Fuchs weniger Abschüsse von Rebhühnern, Fasanen, Kaninchen und Enten zu haben. Daher versucht man den Bestand der Füchse extrem einzudämmen. Auf waidmännisches Verhalten wird dabei kaum geachtet – diese Aussage beruht leider auf eigenen Beobachtungen. Der Fuchs wird als lebende Zielscheibe genutzt. Dabei ist es vielen Jägern vollkommen egal, ob das Tier Schmerz empfindet oder schwer verletzt irgendwo verendet.

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Deine Unterschrift gegen die Fuchsjagd

Von Dr. Bleibohm und Harald Hoos

Liebe Freunde der Tiere,

unsere Kollegen von Wildtierschutz Deutschland (www.wildtierschutz-deutschland.de) haben eine wichtige Petition gegen die Fuchsjagd ins Leben gerufen, die wir unterstützen und hiermit auch Sie um Unterstützung bitten:

Am 5. Januar 2017 hat der „Jagdverein „Hubertus“ Gießen u. Umgebung e.V.“ auf seiner Internetpräsenz eine Einladung zu den sog. „Fuchswochen 2017“ veröffentlicht. Während dieser „Fuchswochen“, die zu dieser Zeit vielerorts in Deutschland ausgerufen werden, findet traditionell eine besonders intensive Bejagung von Füchsen statt. Doch ist diese alte Tradition aus heutiger Sicht zeitgemäß und sinnvoll? Wir sagen nein!

Die Jagd auf Füchse ist nun einfacher, da die Füchse sich in ihrer Paarungszeit befinden und deshalb weniger vorsichtig als üblich sind. Zudem sind durch den Schnee aktive Baue und Wechsel leichter zu finden. Dies wird alljährlich ausgenutzt, um innerhalb von kurzer Zeit im Rahmen der Fuchswochen auch im Kreis Gießen möglichst viele Füchse zu töten. Im Jahr 2012 waren es beispielsweise 66 Füchse und im Jahr 2013 waren es sogar 106 Füchse (und einige andere Tiere), die alleine im Kreis Gießen den Jägern während den Fuchswochen zum Opfer gefallen sind – Tiere, die wichtige Funktionen in unserem Ökosystem wahrnehmen, empfindsame Wesen, Individuen mit Charakter, die zur selben Familie ‘Canidae‘ gehören, wie unsere geschätzten Haushunde und viele Eigenschaften mit ihnen teilen.

Wir sehen in der Fuchsjagd allgemein und in den Fuchswochen im Besonderen nichts weiter als ein grausames Treiben, für das es keinerlei sinnvolle Rechtfertigung gibt, denn :

Die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes und schon gar kein nachhaltiges Mittel, einen sinnvollen Beitrag zum Natur-, Arten- und Wildtierschutz zu leisten.

Die Jagd auf Füchse hat generell keine regulierende Wirkung auf den Fuchsbestand, sondern kann sogar letztendlich zu einem Anstieg der Fuchspopulation führen.

Die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel um die Befallsrate von Füchsen mit Wildkrankheiten (wie z. B. den Befall mit dem Fuchsbandwurm) zu reduzieren oder der Verbreitung von Wildkrankheiten vorzubeugen, sondern begünstigt die Verbreitung von Wildkrankheiten unter Füchsen sogar.

Die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel, um bedrohte Arten zu schützen. Viele verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass es in unserer Kulturlandschaft unter den Tieren sowohl Gewinner als auch Verlierer gibt. Die Füchse tragen keine Schuld an dieser Entwicklung. Allerdings erfüllen Füchse und andere Beutegreifer wichtige Aufgaben im Ökosystem, die sie für einen gesunden Wildbestand unverzichtbar machen.

In Zeiten von Geflügelpest („Vogelgrippe“), Myxomatose (bei Kaninchen) und Hasenpest (Tularämie) in Hessen ist es geradezu unverantwortlich, Füchse – die natürliche Gesundheitspolizei – durch die Jagd dezimieren zu wollen. Füchse schützen durch die Erbeutung von kranken Tieren und die Beseitigung von Aas auch bedrohte Arten (z. B. Rebhühner, Hasen) vor der Ansteckung mit gefährlichen Seuchen, verhindern die Ausbreitung von kranken Tieren und leisten damit einen unschätzbar wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung des gesamten Wildbestands und auch zum Schutz von bedrohten Arten.

Auch die angebliche sinnvolle Nutzung der getöteten Füchse (z. B. die Verwertung des Pelzes) stellt aus unserer Sicht keinen vernünftigen Grund für die massenhafte Tötung von Füchsen dar. Echtpelzprodukte sind unweigerlich mit Leid und Tod von Tieren verbunden und es besteht keinerlei Notwendigkeit für Pelzprodukte als Kleidung oder vermeintlich modisches Accessoire. Zudem ist nur ein kleiner Bruchteil der Felle aus der Jagd überhaupt für eine Verwertung geeignet.

Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz bewegen sich im Spannungsfeld vieler Interessengemeinschaften. Ohne weitreichende Veränderungen (vor allem bei Jagd und Landwirtschaft) und Maßnahmen zum Schutz und zur Schaffung von ursprünglichen Naturflächen, die einen reichhaltigen Lebensraum für ALLE Tiere bieten, wird sich die ernste Situation für viele Tierarten in Deutschland nicht verbessern, sondern weiter verschlechtern.

Die Jagd auf Füchse leistet hierzu keinen sinnvollen Beitrag, sondern schadet Natur und Tierwelt und letztendlich auch uns Menschen auf vielfache Weise. Die Jagd auf Füchse muss daher eingestellt werden! Anstatt Füchse als Sündenböcke zu opfern und damit über die tatsächlichen Missstände in unserer Kulturlandschaft hinwegzutäuschen, müssen endlich sinnvolle und nachhaltige Konzepte zum verbesserten Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz erarbeitet und gegen die Unvernunft anderer Interessengemeinschaften durchgesetzt werden.

Eine ausführliche und anhand zahlreicher Quellen belegte Erläuterung und Begründung unserer Forderungen zu diesem komplexen Thema ist ausdrücklich ein Bestandteil dieser Petition, wird jedoch aufgrund der Zeichenbeschränkung des Petitionstextes in einem separaten Dokument bereitgestellt. Der komplette Petitionstext inkl. der ausführlichen Begründung und der Quellenangaben ist hier abrufbar. (http://www.fuchs-hilfe.de/Downloads/Petition_Fuchsjagd_2017.pdf)

Herzliche Grüße
für pro iure animalis
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

Bitte unterschreibe hier die Petition gegen die Fuchsjagd :

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Wildtierschutz Deutschland fordert Absage der „Fuchswochen“

Bild: http://www.berndtfischer.de

Im Januar und Februar haben Füchse noch mehr als sonst unter Nachstellungen zu leiden: Ausgerechnet zur Paarungszeit werden sie im Rahmen sogenannter Fuchswochen vielerorts besonders intensiv bejagt. Eine wissenschaftliche haltbare Rechtfertigung für die Fuchsbejagung gibt es nicht. Wildtierschutz Deutschland e.V. fordert daher nachdrücklich dazu auf, die sogenannten „Fuchswochen“ abzusagen.

Mehr als eine halbe Million Füchse werden in Deutschland jedes Jahr von Jägern getötet. Der Rotfuchs ist eine der wenigen einheimischen Wildtierarten, die in den meisten Bundesländern ganzjährig bejagt werden. Dabei kommen auch besonders grausame Jagdarten wie die Bau- oder die Fallenjagd zum Einsatz. Dagegen wendet sich zunehmend der Protest der Bevölkerung, wie zahlreiche Petitionen gegen die Fuchsjagd zeigen.

„Notwendigkeit“ der Fuchsjagd ist Jägerlatein

Anders als von den meisten Jagdverbänden behauptet, kann von einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit, Füchse zu bejagen, keine Rede sein. Wie Studien zeigen, lässt intensive Bejagung die Geburtenraten in die Höhe schnellen, wodurch Verluste schnell wieder ausgeglichen werden. Einen vernünftigen Grund für die Bejagung des Rotfuchses gibt es nicht. Wildtierschutz Deutschland fordert daher dazu auf, auf die rücksichtslose Verfolgung des Fuchses im Rahmen sogenannter Fuchswochen zu verzichten.

Auch PETA fordert ein bundesweites Verbot der Winterfuchsjagd und des sinnlosen Tötens :

Organisation sieht Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Die Winterfuchsjagd hat begonnen: Ab sofort und in den kommenden Wochen machen Jäger bundesweit verstärkt Jagd auf Füchse. Einige Jagdverbände und -vereinigungen veranstalten sogar sogenannte Fuchswochen, bei denen oftmals zahlreiche Tiere in nur wenigen Tagen geschossen werden. Laut Tierschutzgesetz muss ein „vernünftiger Grund“ für das Töten eines Tieres vorliegen – bei der Jagd auf Füchse ist ein solcher nicht gegeben. Es handelt sich lediglich um ein blutiges Hobby. PETA sieht daher einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und fordert ein bundesweites Verbot der Fuchsjagd.

„In Deutschland werden jedes Jahr bis zu eine halbe Million Füchse grundlos von Jägern getötet. Viele der Tiere sterben einen langsamen Tod durch Fehlschüsse oder werden in Fallen regelrecht zerquetscht“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Das Töten von Tieren im Rahmen einer Freizeitbeschäftigung hat nichts im 21. Jahrhundert verloren. Die Politik muss endlich handeln und die Jagd auf Füchse verbieten.“

Füchse dienen den Jägern als lebendige Zielscheibe, denn weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht besteht ein Grund für die massenhafte Bejagung der Beutegreifer. Die zum Teil noch immer geäußerten Bedenken gegenüber den Tieren beruhen auf längst widerlegten Annahmen: Die Gefahr einer Krankheitsübertragung durch Füchse ist nahezu auszuschließen. Deutschland ist seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut und der Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasitosen Europas. Die Jagd auf Füchse hat keinerlei regulierende oder reduzierende Auswirkungen auf die Population, weil Verluste rasch durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten ausgeglichen werden. Auch das von den Jägern vorgeschobene Argument des Artenschutzes ist Augenwischerei. Füchse ernähren sich vornehmlich von Mäusen. Populationsrückgänge betroffener Arten wie beispielsweise dem Feldhasen sind überwiegend auf den Lebensraumverlust und das schwindende Nahrungsangebot zurückzuführen. Hinzu kommt, dass die Jäger in Deutschland selbst jedes Jahr mehr als 200.000 Feldhasen töten.

Aufgrund dieser Fakten hat die Regierung in Luxemburg bereits im April 2015 ein Verbot der Jagd auf Füchse durchgesetzt. Fuchspopulationen regulieren sich aufgrund von Sozialgefügen sowie Nahrungsverfügbarkeit und Krankheiten selbst. Als Gesundheitspolizei sind Füchse zudem ein wichtiges Glied im Kreislauf der Natur. Sie sichern nicht zuletzt auch ihren Beutearten das Überleben, indem sie schwache und kranke Tiere erbeuten und Krankheitsherde somit sofort eliminieren. Ein Verbot der Fuchsjagd in Deutschland ist längst überfällig.

Weitere Informationen: http://www.Fuchsjagd-stoppen.de