Tierschutz geht uns alle an !

Zum achten Mal in Folge die Grüne Woche gestört

Am vergangenen Freitag, den 19.01.2018, haben Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros zum achten Mal in Folge erneut den Presserundgang zur Eröffnung der Grünen Woche in Berlin gestört. Mit der Aktion machten sie erneut auf die qualvollen Bedingungen der Tiere in der Massentierhaltung in Deutschland aufmerksam und forderten mehr Rechte für die Tiere der Nutztierindustrie. Vor den Politikern entrollten sie Plakate mit der Aufschrift: „Tiere brauchen Rechte!“ und „Tierausbeutung stoppen!“ Der Sicherheitsdienst und die Polizei beendeten innerhalb weniger Minuten die unangemeldete Aktion und sprachen den Aktivisten ein Hausverbot aus.

Immer wieder decken sie unhaltbare Zustände in der Nutztierindustrie auf. Die Vorgaben des Tierschutzgesetzes sind in vielerlei Hinsicht unzureichend und lassen die Ausübung von arttypischen Verhaltensweisen der Tiere nicht zu. Auch die Einführung von sogenannten „Tierwohllabels“ der Agrarindustrie oder der Bundesregierung wird das unendliche Leid der Tiere nicht stoppen können.

Kritik üben sie vor allem auch immer wieder an Landwirtschaftsminister Christian Schmidt. Seit Jahren verspricht dieser Minister Verbesserungen im Tierschutz, doch am Ende kommt nur heiße Luft dabei raus. In einer groß angelegten PR-Kampagne Anfang 2017 sollte das Kükenschreddern bis zum Sommer 2017 verboten werden. Doch bis heute werden Millionen von männlichen Küken lebend geschreddert, weil sie für die Eier-Produktion nutzlos sind. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbüros ist Minister Schmidt lediglich eine Marionette der Agrarindustrie und für die Tiere völlig wertlos. Daher ergreifen sie auch immer wieder selbst ihre Stimme für die Tiere, um über ihr Bangen und Leid aufmerksam zu machen.


Leserbrief von Martina Patterson am 26.01.2018 betreffs der „Nacht des Fuchses“ an das Salzburger Verlagshaus

Sehr geehrter Herr Strübler,
nachfolgend mein Leserbrief mit der Bitte um Veröffentlichung. Danke!

Die Nahrung des Fuchses besteht hauptsächlich aus Mäusen (ca. 90 %) und anderen Kleinnagern, Würmern und Insekten. Aber auch Beeren und Früchte nascht er gerne, auf die er im Sommer reichlich zurückgreift. Auch Aas gehört zu seinem Speiseplan. Damit erfüllt der Fuchs die wichtige Aufgabe der Gesundheitspolizei im Wald.

Warum werden aber dann Füchse so gnadenlos verfolgt und getötet? In Folge wird die Überpopulation von Feldmäusen von Bauern mit giftiger Chemiekeule bekämpft… Informierte Bauern sollten ein großes Interesse daran haben Füchse zu schützen!

Auch die Tollwut ist schon lange kein Thema mehr, denn Deutschland gilt durch Impfaktionen seit Jahren als tollwutfrei. Die Gefahr durch den Fuchsbandwurm wird weit übertrieben: In ganz Deutschland infizieren sich jährlich etwa 20 Menschen mit dem Fuchsbandwurm (insbesondere Jäger und Landwirte). Das liegt deutlich unter der Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden. Weitaus mehr Menschen kommen dagegen bei Jagdunfällen zu Schaden…

Jäger geben den wahren Grund für die Fuchsjagd offen zu: „Um unser Niederwild zu hegen und wieder gute Strecken an Hasen und Fasanen zu erzielen, dürfen wir nicht nachlassen, seine Beutegreifer zu bejagen.“ Die Jäger töten aus Beuteneid, denn sie dulden keine Jagdkonkurrenten in „ihrem“ Wald. Füchse sind keine Gefahr für den Artenschutz – die Jäger schon. Populationsrückgänge betroffener Arten, wie beispielsweise Auerhuhn oder Feldhase, sind überwiegend auf den Lebensraumverlust und das schwindende Nahrungsangebot zurückzuführen. Zudem töten die Jäger in Deutschland selbst jährlich mehr als 200.000 Feldhasen.

Dazu der sehr interessante Vortrag von Prof. Dr. Josef H. Reichholf: „Jagd Reguliert nicht“

Ein weiteres Märchen, das von Jägern gerne verbreitet wird: Füchse vermehren sich ungezügelt, wenn sie nicht bejagt werden. Das ist pure Propaganda zur Rechtfertigung der Fuchsjagd. Wissenschaftler haben in umfangreichen Studien nachgewiesen: Je weniger Füchse bejagt werden, desto niedriger ist ihre Geburtenrate. Füchse regulieren ihre Bestände also selber. In Luxemburg wurde vor kurzem das seit 2015 bestehende Jagdverbot erneut verlängert. Die Erfahrungen mit der Vollschonung des Fuchses sind dort – ebenso wie in anderen Gebieten, in denen Füchse nicht bejagt werden – durchweg positiv. Inzwischen fordert das Aktionsbündnis Fuchs, eine Initiative von inzwischen mehr als 40 deutschen Tier- und Naturschutzorganisationen, eine bundesweite Vollschonung des Rotfuchses.

Mit freundlichen Grüßen
Martina Patterson


Ausbruch einer Pest, die besonders Jäger u. Politiker infiziert hat: Die Jagd auf Wildschweine

Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, will auch die Kreisjägerschaft Euskirchen den Wildschweinbestand stark reduzieren. Und weil auch fünf Staupe-Fälle im Kreis Euskirchen verzeichnet wurden, sollen ebenso auch Füchse intensiv bejagt werden.
Siehe hierzu Artikel „Wildschweine geraten ins Visier“

Hierzu folgendes Schreiben von Tierschützerin Martina Gerlach vom 26.01.2018:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte Sie im Interesse der Öffentlichkeit und Schadensbegrenzung sowie einer ordentlichen fairen, Medienarbeit um Veröffentlichung nachstehenden Beitrages.

Um das Einschleppen und Verbreiten von ASP zu verhindern, müssten sofort die Jagdaktivitäten – auch die nun verstärkten, groß angelegten Treibjagden als angebliche Prävention, was sie nicht sind – gestoppt werden! Die Jagd fördert die ASP, sie verhindert sie nicht! Der effizienteste Überträger des ASP-Virus ist Blut. Jagd ohne Blut gibt es nicht. Ob Ludern oder Hetzen und Tiere anschießen, die sich dann noch über km weiterschleppen – schwer verletzt – oder das Aufbrechen umgebrachter Tiere – überall Blut, welches sich Wochen und Monate als Keimbasis auch im Erdreich hält.

Der ASP-Virus dient derzeit nur dazu, vor der Öffentlichkeit das zu Recht angeschlagene Image der Wildtier-Vernichter zu bessern und die Verbrechen an den Wildtieren, vor allem den Wildschweinen zu rechtfertigen, weshalb eine angebliche Notwendigkeit der nun noch verstärkten Hetzjagden suggeriert wird, die nicht gegeben ist. (Auch das FLI rät nicht zu Jagden/Hetzjagden als Prävention. Es hält ganz andere, nicht spektakuläre Maßnahmen für erforderlich, wie z.B. Reinigung und Desinfektion von Transportern, Tierställen, Ausrüstungen von Tiertransporteuren und Schweinemästern sowie Jagdausrüstungen und warnt vor dem Hinterlassen kontaminierter Tierleichenteile, wozu auch Trophäen gehören.)

Die Verantwortlichen für ASP sind Schweinezüchter/Nutztierhalter, die meistens auch Jäger sind, Tiertransporteure, Schlachtbetriebe und Jäger, von denen wiederum viele Politiker sind. Mit den Jägern alias Nutztierhaltern, alias Politikern hat man den Bock zum Gärtner gemacht. Es geht um Nervenkitzel, Schussgenuss und Töten wollen ohne von der Öffentlichkeit dafür angeprangert zu werden! Alle diese Wildtier-Vernichter und deren Begünstiger nehmen willig in Kauf, dass ASP eingeschleppt und möglichst günstig verbreitet wird. Sie nehmen die dann anstehenden – ebenfalls nicht zu rechtfertigenden! – Keulungern zigtausender Tiere bereits jetzt in Kauf. Wozu gibt es die Tierseuchenkasse …

Abschließend möchte ich einen Jäger zu Worte kommen lassen: Nachsucheführer B. K: „Wenn es den ‚Tierschützern’ gelänge, einen vielbeschäftigten Schweißhundeführer ‚umzukrempeln’, wären wir einen Tag später die Jagd endgültig los. Es muss sich vieles im Tun und Lassen der Jägerei ändern, wollen wir vor der immer kritischer werdenden Bevölkerung bestehen …“

Laut Initiative zur Abschaffung der Jagd werden bis zu 70 Prozent der Tiere »nur« angeschossen und sie können entkommen. … Untersuchungen zufolge seien bei Drückjagden nur etwa ein Drittel der Wildschweine mit Blattschuss erlegt worden. Die Mehrheit der „nur“ angeschossenen, schwer verletzten Tiere weisen Waidwund-, Keulen- und Laufschüsse oder Lungenschüsse auf. Sie schleppen sich mit zerschossenen Beinen, mit heraushängenden Eingeweiden, in denen sie sich verfangen, zerschossenen Kiefern, wodurch sie verdursten und verhungern, bis sie nicht mehr können und sterben einen qualvollen Tod.

Und überall hinterlassen diese gequälten Wildtiere Blutspuren …
Martina Gerlach

Kommentar von Jörg Bindergestern

Warum wird nicht objektiv über die ASP berichtetet? Warum wird nicht erwähnt, dass der Mensch für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich ist? Auf Nahrungsmitteln aus Schweinefleisch z.B . Schinken, kann der Pestkeim wochenlang überleben. So kann der Keim auf einem Schinkenbrot über hunderte Kilometer an einem Tag zurücklegen und wird das Brot dann einfach in den Straßengraben geschmissen, fressen es die Wildschweine und infizieren sich an. Ein erkranktes Wildschwein kann solche Distanzen nie überwinden, das Schwein stirbt vorher an der Krankheit. Warum wird nicht erwähnt, dass die Hobbyjäger durch ihre Jagdreisen in Polen etc. diese Keime mit ihren Trophäen mit einschleppen? Warum wird nicht erwähnt, dass der Mastschweinetransport eine sehr große Gefahr darstellt? Warum gibt es noch keinen Transportstopp von Mastschweinen und den Lebensmitteln aus Schweinefleisch? Warum finde ich im Wald immer noch Küchenabfälle, die Hobbyjäger benutzten um die Wildschweine zu füttern?…..So viele Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der ASP, aber die Verantwortlichen wollen nur die unschuldigen Wildschweine töten! Das Problem wird dadurch sicherlich nicht gelöst!


Der Kiekeberg und „PETA´s ideologische Beißreflexe“

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Hollenstedt ist zur Zielscheibe der neuesten Peta-Kampagne geworden. Die Tierschutzaktivisten von Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) kritisieren das Freilichtmuseum für das dort am vergangenen Sonntag, dem 28. Januar, ab 11 Uhr stattgefundende Schlachtfest. Eine Veranstaltung, bei der sich das Museum mit der Kulturgeschichte der noch bis weit in die Mitte des 20. Jahrhunderts auf dem Land üblichen Hausschlachtungen beschäftigt. Dies sei eine sehr „undifferenzierte Kritik“, heisst es im Wochenblatt der Hollenstedter Kreiszeitung und die PETA-Aktivisten würden mit dieser wieder einmal sehr eindrücklich unter Beweis stellen, dass es ihnen weniger um die Sache als viel mehr um ihre Ideologie gehen würde.

„Schlachten kann niemals ein Fest sein“, schreibt Peta in einer Pressemitteilung. Die Organisation schlägt dem Kiekeberg vor, die Veranstaltung in „Veggie-Fest“ umzubenennen. Käme das Museum dem nach, dann werde man das Fest mit 500 veganen Würstchen und veganen Rezeptideen unterstützen. Dann schlägt Peta einen Bogen zum durch Massentierhaltung verursachten Tierleid. Allein in Deutschland, so die Organisation, fielen im Jahr 800 Millionen „fühlende Lebewesen“ dem menschlichen Hunger nach Fleisch zum Opfer.

Hierzu nachfolgender Kommentar von Herrn Ulrich Dittmann auf  fellbeisser.net

Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir von den Irren als irr angesehen werden, weil wir normal denken und empfinden. Weil wir, wie von PETA trefflich artikuliert, Tiere als Leid und Schmerz empfindende Mitgeschöpfe anerkennen. Der Mensch ist auch nur Tier, das sich aber einbildet, keines zu sein. Aber nur die selbsternannte „Krone der Schöpfung“ hat einen Kopf auf den Schultern – nicht allein, dass es ihm nicht in den Hals regnet – sondern, dass er denkt, seinen Verstand und Empathieempfinden einschaltet und erkennt, das eine fleischliche Ernährung für ihn so überflüssig wie ein Kropf ist.

Tiere schlachten, zudem noch wie hier als öffentliches „Kultur-Event“ zu präsentieren, ist einfach nur noch widerlich und pervers.
Ulrich Dittmann


2,8 Milliarden Tonnen Zement jedes Jahr – gigantische Umweltschäden!

Rettet den Regenwald e.V. vermeldet :

Eine unendlich scheinende Ressource neigt sich dem Ende: Sand. Dieser ist wichtiger Bestandteil von Zement und Beton, und für immer mehr Gebäude und Straßen wird auch immer mehr Sand abgetragen, von den Küsten und vom Meeresboden. Eine international agierende Sandmafia verdient sich eine goldene Nase, ohne sich um Natur und Menschen zu scheren. 2,8 Milliarden Tonnen Zement werden jedes Jahr produziert – mit gigantischen Umweltschäden!

Der Wirtschaftsboom in Asien hat den Sandabbau so dramatisch angekurbelt, dass in Kambodscha die Küsten durchlöchert und in Indonesien ganze Inseln verschwunden sind. Donggala, ein Distrikt auf der Insel Sulawesi, wird regelrecht leergebaggert – zurück bleiben verwüstete Mondlandschaften. Schon seit Jahren versuchen unsere Partner vom Netzwerk Jatam, diese alarmierende Entwicklung aufzuhalten, jetzt haben Sie uns um Unterstützung gebeten. „Der Labuan-Fluss und seine Nebenflüsse sind verschmutzt, ja, das ganze Flusssystem ist fast zerstört“, sagt Taufik von Jatam. „Wir fordern, dass sämtlicher Sandabbau sofort eingestellt wird.“

Bitte unterschreibe daher auch Du die Petition an die Regierung in Zentral-Sulawesi:


Dschungelcamp 2018 mit Tieren: PETA-Chef schlägt bei RTL Alarm

Vergangenen Freitagabend startete auf RTL das Dschungelcamp 2018 seine zwölfte Staffel und nicht jedem gefällt, was die C-Promis in der Wildnis treiben. Bereits schon in den vergangenen Jahren kritisierte PETA Dschungelprüfungen in der Show, bei denen Tiere eingesetzt und gequält wurden. Die Tierrechtsorganisation fordert deshalb die Kandidaten sowohl auch den Sender dazu auf, ein Herz für Tiere zu zeigen und Peter Höffken, Fachreferent bei PETA, kommentierte hierzu:

„Bei den vermeintlichen Mutproben im ‚Dschungelcamp‘ wurden in den vergangenen Staffeln zahlreiche Tiere erheblichem Stress ausgesetzt und teilweise getötet, zerquetscht oder verletzt. Die Verantwortlichen der Sendung stellten dabei unter anderem Kakerlaken und Maden gezielt als Ekelfaktor dar und ließen sie zu Unterhaltungszwecken – teilweise lebendig – von den Kandidaten essen. Ebenso wurden Tiere im Camp als ‚lebendige Kulisse‘ missbraucht und in Todesangst versetzt.“

Für PETA besteht kein Zweifel: Mit dem Dschungelcamp muss in dieser Form Schluss sein. Höffken weiter: „Durch derartige TV-Formate werden Zuschauer im Umgang mit Tieren desensibilisiert und abgestumpft – Mitgefühl für das Leiden und die Bedürfnisse von Tieren bleiben dabei auf der Strecke. Wir bitten die Kandidaten, nicht an Dschungelprüfungen mit Tieren teilzunehmen und sich gegen tierquälerische Aktionen auszusprechen. PETA appelliert zudem an RTL, die Show künftig ohne den Einsatz von Tieren zu konzipieren.“

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Hilf uns!!!

Aufruf von Wildtierschutz Deutschland e.V. :

Liebe Tierfreunde!

Wir möchten Sie heute um Ihre Unterstützung bitten. Gemeinsam mit dem Fuchsexperten Daniel Peller haben wir anlässlich der Fuchswochen in Gießen eine Petition an den Petitionsausschuss des hessischen Landtags geschrieben, die bis heute von über 8.600 Unterstützern unterschrieben wurde.

Jedes Jahr werden in Deutschland fast 500.000 Füchse durch die Jagd getötet. Die meisten davon während der Wintermonate. Die Füchse sind dann in der Paarungszeit und weniger vorsichtig. Häufig liegt auch Schnee – ein weiterer Vorteil für den Jäger, der den Rotfuchs nun viel leichter ausmachen kann.

Die Gründe für die Fuchsjagd dienen dazu, die Öffentlichkeit hinter’s Licht zu führen.

Fuchsbestände lassen sich durch die Jagd nicht nachhaltig reduzieren. Die Tiere reagieren einfach mit mehr Nachwuchs. Für den Rückgang von Rebhühnern, Fasanen und Feldhasen ist nicht der Fuchs verantwortlich zu machen  – natürlich erbeutet er das ein oder andere kranke oder reaktionsschwache Tier – seine Hauptnahrung aber besteht aus Mäusen und aus Aas. Hauptursache für den Rückgang von Hasen und Bodenbrütern ist die intensive Landwirtschaft, die sowohl den Lebensraum als auch die Nahrungsgrundlage für viele Tierarten zerstört.

Wussten Sie, dass Jäger im vergangenen Jagdjahr ca. 100.000 Fasanen, 2.800 Rebhühner und 250.000 Feldhasen getötet haben?

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Video von Tierfilmer Jens Klingebiel: Eine Chance für den Fuchs

Sie sind schlau, sind sozial und sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Tierwelt. Dennoch sind Füchse verhaßt wie kaum ein anderes Tier. Der Fuchs wird von Jägern verfolgt und selbst die harmlos spielenden Jungfüchse vor ihrem Bau sind vor den besonders abgebrühten Jägern nicht sicher.

Diese Verfolgung ist in erster Linie das Ergebnis von „Futterneid“. Viele Jäger befürchten, durch den Fuchs weniger Abschüsse von Rebhühnern, Fasanen, Kaninchen und Enten zu haben. Daher versucht man den Bestand der Füchse extrem einzudämmen. Auf waidmännisches Verhalten wird dabei kaum geachtet – diese Aussage beruht leider auf eigenen Beobachtungen. Der Fuchs wird als lebende Zielscheibe genutzt. Dabei ist es vielen Jägern vollkommen egal, ob das Tier Schmerz empfindet oder schwer verletzt irgendwo verendet.

Deine Unterschrift gegen die Fuchsjagd

Von Dr. Bleibohm und Harald Hoos

Liebe Freunde der Tiere,

unsere Kollegen von Wildtierschutz Deutschland (www.wildtierschutz-deutschland.de) haben eine wichtige Petition gegen die Fuchsjagd ins Leben gerufen, die wir unterstützen und hiermit auch Sie um Unterstützung bitten:

Am 5. Januar 2017 hat der „Jagdverein „Hubertus“ Gießen u. Umgebung e.V.“ auf seiner Internetpräsenz eine Einladung zu den sog. „Fuchswochen 2017“ veröffentlicht. Während dieser „Fuchswochen“, die zu dieser Zeit vielerorts in Deutschland ausgerufen werden, findet traditionell eine besonders intensive Bejagung von Füchsen statt. Doch ist diese alte Tradition aus heutiger Sicht zeitgemäß und sinnvoll? Wir sagen nein!

Die Jagd auf Füchse ist nun einfacher, da die Füchse sich in ihrer Paarungszeit befinden und deshalb weniger vorsichtig als üblich sind. Zudem sind durch den Schnee aktive Baue und Wechsel leichter zu finden. Dies wird alljährlich ausgenutzt, um innerhalb von kurzer Zeit im Rahmen der Fuchswochen auch im Kreis Gießen möglichst viele Füchse zu töten. Im Jahr 2012 waren es beispielsweise 66 Füchse und im Jahr 2013 waren es sogar 106 Füchse (und einige andere Tiere), die alleine im Kreis Gießen den Jägern während den Fuchswochen zum Opfer gefallen sind – Tiere, die wichtige Funktionen in unserem Ökosystem wahrnehmen, empfindsame Wesen, Individuen mit Charakter, die zur selben Familie ‘Canidae‘ gehören, wie unsere geschätzten Haushunde und viele Eigenschaften mit ihnen teilen.

Wir sehen in der Fuchsjagd allgemein und in den Fuchswochen im Besonderen nichts weiter als ein grausames Treiben, für das es keinerlei sinnvolle Rechtfertigung gibt, denn :

Die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes und schon gar kein nachhaltiges Mittel, einen sinnvollen Beitrag zum Natur-, Arten- und Wildtierschutz zu leisten.

Die Jagd auf Füchse hat generell keine regulierende Wirkung auf den Fuchsbestand, sondern kann sogar letztendlich zu einem Anstieg der Fuchspopulation führen.

Die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel um die Befallsrate von Füchsen mit Wildkrankheiten (wie z. B. den Befall mit dem Fuchsbandwurm) zu reduzieren oder der Verbreitung von Wildkrankheiten vorzubeugen, sondern begünstigt die Verbreitung von Wildkrankheiten unter Füchsen sogar.

Die Jagd auf Füchse ist kein geeignetes Mittel, um bedrohte Arten zu schützen. Viele verschiedene Faktoren haben dazu geführt, dass es in unserer Kulturlandschaft unter den Tieren sowohl Gewinner als auch Verlierer gibt. Die Füchse tragen keine Schuld an dieser Entwicklung. Allerdings erfüllen Füchse und andere Beutegreifer wichtige Aufgaben im Ökosystem, die sie für einen gesunden Wildbestand unverzichtbar machen.

In Zeiten von Geflügelpest („Vogelgrippe“), Myxomatose (bei Kaninchen) und Hasenpest (Tularämie) in Hessen ist es geradezu unverantwortlich, Füchse – die natürliche Gesundheitspolizei – durch die Jagd dezimieren zu wollen. Füchse schützen durch die Erbeutung von kranken Tieren und die Beseitigung von Aas auch bedrohte Arten (z. B. Rebhühner, Hasen) vor der Ansteckung mit gefährlichen Seuchen, verhindern die Ausbreitung von kranken Tieren und leisten damit einen unschätzbar wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung des gesamten Wildbestands und auch zum Schutz von bedrohten Arten.

Auch die angebliche sinnvolle Nutzung der getöteten Füchse (z. B. die Verwertung des Pelzes) stellt aus unserer Sicht keinen vernünftigen Grund für die massenhafte Tötung von Füchsen dar. Echtpelzprodukte sind unweigerlich mit Leid und Tod von Tieren verbunden und es besteht keinerlei Notwendigkeit für Pelzprodukte als Kleidung oder vermeintlich modisches Accessoire. Zudem ist nur ein kleiner Bruchteil der Felle aus der Jagd überhaupt für eine Verwertung geeignet.

Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz bewegen sich im Spannungsfeld vieler Interessengemeinschaften. Ohne weitreichende Veränderungen (vor allem bei Jagd und Landwirtschaft) und Maßnahmen zum Schutz und zur Schaffung von ursprünglichen Naturflächen, die einen reichhaltigen Lebensraum für ALLE Tiere bieten, wird sich die ernste Situation für viele Tierarten in Deutschland nicht verbessern, sondern weiter verschlechtern.

Die Jagd auf Füchse leistet hierzu keinen sinnvollen Beitrag, sondern schadet Natur und Tierwelt und letztendlich auch uns Menschen auf vielfache Weise. Die Jagd auf Füchse muss daher eingestellt werden! Anstatt Füchse als Sündenböcke zu opfern und damit über die tatsächlichen Missstände in unserer Kulturlandschaft hinwegzutäuschen, müssen endlich sinnvolle und nachhaltige Konzepte zum verbesserten Umwelt-, Natur-, Arten- und Wildtierschutz erarbeitet und gegen die Unvernunft anderer Interessengemeinschaften durchgesetzt werden.

Eine ausführliche und anhand zahlreicher Quellen belegte Erläuterung und Begründung unserer Forderungen zu diesem komplexen Thema ist ausdrücklich ein Bestandteil dieser Petition, wird jedoch aufgrund der Zeichenbeschränkung des Petitionstextes in einem separaten Dokument bereitgestellt. Der komplette Petitionstext inkl. der ausführlichen Begründung und der Quellenangaben ist hier abrufbar. (http://www.fuchs-hilfe.de/Downloads/Petition_Fuchsjagd_2017.pdf)

Herzliche Grüße
für pro iure animalis
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos

Bitte unterschreibe hier die Petition gegen die Fuchsjagd :

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