“Tierschutz-Check – zur Bundestagswahl 2017”

Von Ulrich Dittmann

Wie einige andere Tierschutzvereine hat nun auch der Deutsche Tierschutzbund die tierschutzpolitischen Positionen einiger auserwählter (!) Parteien abgefragt und das Befragungsergebnis hier auf www.tierschutzbund.de/tierschutz-check veröffentlicht.

“Tierschutzinteressierte Wählerinnen und Wähler können die Wahlprüfsteine als Hilfestellung für ihre Entscheidung nutzen – denn mit ihrer Wahl legen sie auch den Grundstein für den Tierschutz in den nächsten Jahren…”

schreibt wichtigtuerisch der DTB in seiner Pressemeldung vom 16.08.20217.

Nachstehend dazu in einem “Offenen Schreiben” einige offene Anmerkungen:

“Parteienbefragungen vor den Wahlen” sind so überflüssig wie ein Kropf! Eine solche “Befragung” ist nur geeignet als PR-Aktion für Tierschutz-Organisationen, mal wieder in den Medien präsent zu sein.

Seit Jahren werden die Parteien von den Tierschutzverbänden, zuletzt von „animal-public”, oder hier vom DTB gebetsmühlenartig mit „Wahlprüfsteinen“ befragt und seit Jahren lassen sich die TS-Verbände von sophistischen Polit-Geschwätz einlullen und verkünden dann wichtigtuerisch die Ergebnisse, was die jeweilige Partei künftig und im Sinne des Tierschutzes tun WILL.

Doch das sind nichts anderes als leere Absichtserklärungen unserer politischen Berufsschwätzer und Wahrheitsverdreher, schlicht Makulatur, die uns die Politiker seit Jahren um die Ohren geben – und die nach naiver, braver Hofberichterstattermanier der verzweifelt auf Besserung der elenden Tierschutzsituation hoffenden Tierschutzgemeinde, dann wie eine vom Himmel gefallene Wahrheit verkündet wird.

Wahlversprechen und Absichtserklärungen haben jedoch nichts, absolut nichts, mit dem nach den Wahlen dann realen, tatsächlichen Politikerhandeln zu tun!

Wir können uns doch nicht rührend NAIV an wohlfeilen ABSICHTSERKLÄRUNGEN u. bloßen VERSPRECHUNGEN orientieren, liebe Tierfreunde!
„Sie werden es nicht glauben, aber es gibt Staaten, die von den Klügsten regiert werden; das ist bei Pavianen der Fall.“ (Dr. Konrad Lorenz)
Doch leider werden wir nicht von klugen Affen regiert!

Aussagekraft hat einzig allein was in der Vergangenheit von den Parteien GETAN wurde, welche gute TATEN für den Tierschutz VOLLBRACHT wurden. Und hier sieht es bei den etablierten Parteien seit Jahrzehnten übelst aus – unabhängig, was ihnen zuvor salbungsvoll aus dem Mund gefallen ist.

Solche rührend-naiven Befragungen sind so überflüssig wie ein Kropf, die Ergebnisse so gewichtig, wie das dumm-gläubige Sichten einer Kristallkugel bei einer Wahrsagerin. Doch offenbar gilt traurigerweise auch in der TS-Szene:

“Wahrheit ist eine widerliche Arznei; man bleibt lieber krank, ehe man sich entschließt, sie einzunehmen.“ (August von Kotzebue)

Wieso wurde eigentlich bei der Umfrage nicht fairerweise auch die „Alternative für Deutschland“ befragt? Weshalb wurde diese demokratisch legitimierte Partei , die 100%-tig in den Bundestag einziehen wird, negiert?

Sollen wirklich alle wertkonservativen AfD-Wähler als “böse Rechte” (die dann letztlich zu einem Einheitsbrei von “Rechtsextremisten” verkocht werden) stigmatisiert werden? Auch vom Tierschutz, von den Tierschutzverbänden?

Diese Partei wurde auch hier nach Manier bester Gesinnungsdiktatur und Meinungszensur in vorauseilendem Gehorsam diffamierend ausgegrenzt.

Wohin man auch schaut in der Möchte-gern-gut-sein-Szene – überall betet man total verbuckelt, ideologisch perfekt dressiert, mit religiöser Leidenschaft den Götzen ´Political-Correctness´ an.

Mediale Gewalt und die Tyrannei der politischen Korrektheit sind die Terminologie der heutigen Inquisition. Dem wird hier in vorauseilendem Gehorsam geleistet: Man agiert als williger Kalfaktor der etablierten Parteien-Clique der CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE/LINKE-Fraktion und präsentiert sich als williger Lakai exakt für die Parteien, für die Tierschutz ein Fremdwort ist!

Zur Wissenserweiterung siehe z.B.:
Gedanken zu den bevorstehenden Wahlen
Tierschützer fragen: Bei welcher Partei sollen wir 2017 unser Kreuzchen machen?
Vom Kampf gegen rechts auch in der Tierschutzszene

Gewisslich ist die AfD weder vorbildlicher Kämpfer für Tierrechte noch absoluter „Retter“ des Deutsch-Michl-Landes. Man sollte dieser Alternativ-Partei aber die CHANCE einräumen, es besser zu machen als die etablierten Altparteien, die dem Bürger (auch und gerade den Tierschützern) seit JAHRZEHNTEN unisono in den Hintern treten und das Volk drangsalieren. Von „regieren“ kann schon längst nicht mehr die Rede sein. Wir haben keinen Fehler im System – der Fehler IST das heutige System.

Übrigens: Ich bin weder links noch rechts, aber ich denke noch selbst. Und halte es mit George Orwell : ”Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet, dann bedeutet sie ein Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

Ulrich Dittmann / 16.08.2017
Arbeitskreis für Umweltschutz und Tierschutz – BAG gegen betäubungsloses Schächten

Lohnt sich wählen überhaupt noch?

Foto: Fotolia/Zerbor

Wählen war noch nie so wichtig wie bei der bevorstehenden Bundestagswahl.

„Die Parteien und die Medien haben sich den Staat auf dem Rücken der steuerzahlenden Bürger zur Beute gemacht. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel gegen das „Pack“ in der Gosse. Die Geschichtsbücher sind voll von Beispielen in Dekadenz untergehender Reiche.“

Von Michael Mannheimer

Geschichte wird daher nicht nur von der Entwicklung der Produktionsmittel gemacht, wie der Marxismus fälschlicherweise behauptet. Geschichte wird vor allem auch immer wieder von charismatischen Persönlichkeiten gestaltet. Ob im Guten oder im Bösen.

Warum jeder, der sich der Bundestagswahl verweigert, seine Stimme an Merkel verschenkt :

Was die Wahl im September anbetrifft, kann es nur eine Botschaft gehen: JEDER MUSS wählen gehen. Wirklich jeder.

Besonders jene, die bislang – ob aus Faulheit, aus politischem Desinteresse oder aus Protest – den Gang zur Wahlurne verweigert haben. Denn wenn überhaupt noch etwas zu retten ist am Untergang Deutschlands, dann durch die kommende Wahl, die als Schicksalswahl der Deutschen in die Geschichte eingehen wird.

Denn jeder, der nicht wählen geht, gibt seine Stimme nach mathematischer Logik dem politischen Gegner.

Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen:

Rechenexempel 1

Angenommen, es gäbe nur 10 Wahlberechtigte in Deutschland und zwei Parteien. Die eine Partei A ist gut, die andere Partei B ist böse. Die Stimmenverteilung auf die beiden Parteien sei 50 Prozent. Das heißt: Wenn alle Wähler zur Wahl gingen, hätten A und B je 50 Prozent. Und es gäbe ein Patt.

Geht aber auch nur ein einziger jener Wähler, der gegen die böse Partei B ist, nicht zur Wahl, so haben die Bösen bereits gewonnen. Und zwar mit 5:4 Stimmen für sich.

Rechenexempel 2

Was im Kleinen gilt, gilt auch im großen. Wenn 500.000 potentielle Wähler, die die Nase voll haben von Merkel und Co, ihre Stimmen verweigern, so wirkt sich das mit einem Plus von 500.000 Stimmen auf Seiten der Altparteien aus. Und führt zwangsläufig dazu, dass Merkel wieder Bundeskanzlerin wird.

Die größte deutsche Partei ist die Partei der Wahlverweigerer

Doch noch sind wir mit unseren Betrachtungen nicht am Ende. Denn wir haben die mit Abstand größte deutsche Partei vergessen, die das Schicksal Deutschlands prinzipiell in der Hand hat: Es ist die Partei der notorischen Wahlverweiger.

Ihre Größenordnung bewegt sich bei 35-40 Prozent aller Wahlberechtigten. Wenn diese geschlossen zur Wahl gehen würden, wären Merkel und ihr Regime über Nacht obsolet.

Daher ist es geradezu eine Pflicht, dass ein jeder von uns die Wahlverweigerer aus seinem unmittelbaren Bekannten- und Freundeskreis aufklären muss. Und sie zur Wahl bewegen muss. Wenn es sein muss, mit sanftem Druck. An ihnen allein liegt die Zukunft Deutschlands.

Denn die Wahlverweigerer – alle Untersuchungen dazu zeigen dies – sind in aller Regel und ihrer großen Mehrheit weder links noch extrem rechts, sondern stammen aus der bürgerlichen Mitte.

Wenn sie wählen gehen, werden sie also ihre Stimmen kaum den linken Bundesparteien geben. Und schon gar nicht den Grünen. Wenn sie wählen gehen, werden die Grünen auch nicht mehr bei 10-15 Prozent landen, sondern könnten sogar an der 5-Prozenthürde scheitern. Denn die absolute Anzahl der Wähler – jener Menschen, die ihre Stimme an der Wahlurne abgeben haben – relativiert den Prozentsatz der erhaltenen Stimmen jeder einzelnen Partei: je mehr Wählen gehen, desto geringer ist das Endergebnis in einer Demokratie, bei der mehr als nur zwei Parteien zur Wahl antreten.

Rechenexempel 3

Um dies nochmals zu verdeutlichen, gehen wir auf unser Anfangsbeispiel zurück: Wenn von den (fiktiven) 10 Wählern nur ganze 2 wählen gingen und 8 zu Hause bleiben – und diese 2 Wähler ihre Stimme den Grünen geben sollten, wären die Grünen mit 100 Prozent der Mandate im Bundestag vertreten.

Jede Stimme an eine andere Partei ist eine verlorene Stimme. Denn es wird außer der AfD keine andere Partei schaffen, die 5-Prozenthürde zu knacken. Um dies jenen, die dies nicht verstehen, zu verdeutlichen:

Rechenexempel 4

Angenommen,es stehen zur nächsten Bundestagswahl 8 „rechte“ (das heißt konservative) Parteien zur Wahl an. Angenommen, jede einzelne dieser 8 Parteien bekäme 4,9 Prozent der Stimmen. Dann hätten insgesamt 39,2 Prozent der Deutschen für diese 8 Parteien gestimmt – womit diese als Block die größte Kraft gegen Merkel und Co wären.

Doch da keine dieser acht Parteien die 5-Prozenthürde übersprang, wird auch keine dieser konservativen Parteien im Bundestag vertreten sein. Und 39,2 Prozent der Stimmen der Deutschen wären für die Katz gewesen.

Jetzt ist auch klar, warum die im Bundestag vertretenen Parteien sich bislang einer Wahlpflicht verschlossen haben. Denn eine solche würde ihre Macht entschieden dezimieren. Besonders die Grünen, die ihre bisherigen „Traumergebnisse“ allein der Wahlverweigerung von 40 Prozent der Deutschen zu verdanken haben, kämen kaum noch über die 5-Prozenthürde und wären so schnell von der politischen Bühne verschwunden wie sei gekommen sind.

Daher gilt für die künftige Bundestagswahl:

JEDER MUSS ZUR WAHL!
UND ES GIBT NUR EINE OPTION: DIE AFD

Quelle: michael-mannheimer.net