Glaubst Du noch oder denkst Du schon?


Die Frage nach der Theodizee

Ein gottgläubiger Mensch betet zu Gott:

Gott, ich schrei zu dir am Tage
und ich rufe in der Nacht.
Mich zerreißen Angst und Plage,
mich zerbricht die schwere Last.

Meine Kraft ist längst am Ende,
wie ein Toter lieg ich da.
Sehe überall nur Wände,
bin gefangen wie im Grab.

Bin von Freunden ganz verlassen,
keiner teilt den schweren Weg.
Viele sind es, die mich hassen.
Jeder dreht sich um und geht.

Bist du denn ein Gott der Toten?
Kommt dein Wunder je zu spät?
Wird man dich im Grab noch loben?
Hilfst Du erst, wenn nichts mehr geht?


Rebloggt von Blogger und Tierfreund Hubert auf hubwen.wordpress.com

Die Frage nach der Theodizee (Gerechtigkeit Gottes) ist ja die Frage, die Theologen am unliebsten hören. Denn sie können sie nicht beantworten, da kommt immer nur Gestammel und nebulöses Geschwafel. Den Widerspruch können sie nicht auflösen. Es ist auch erschreckend und enttäuschend wie viele Leute mit dem Begriff Theodizee nichts anfangen können, nicht wissen was das ist.

Dem griechischen Philosophen Epikur wird die Formulierung der Theodizee-Frage zugeschrieben und nachfolgendes Schaubild verdeutlicht, warum ein allmächtiger, allwissender und allgütiger Gott an der irdischen Wirklichkeit scheitert:

 

Gläubige geben gerne vor, Dinge, die sie nicht wissen können, sehr genau zu wissen. Zum Beispiel die Existenz ihrer Götter sowie auch deren spezifische Eigenschaften und Absichten. Spricht man sie auf die Theodizee-Frage an, bringen sie nicht selten zur Bewältigung das Argument vor, dass sich der Mensch in seiner Beschränktheit keinesfalls anmaßen dürfe, über die Wege Gottes Überlegungen anstellen zu dürfen. Denn die seien ja schließlich unergründlich.

Unergründlich sind sie aber immer nur dann, wenn etwas nicht in das Wunschbild vom lieben Gott passt. Andernfalls sind sie nämlich sehr wohl ergründlich.

Die einfache Antwort auf die Theodizee-Frage von Epikur:

Die einfachste, logischste und bis zum Beweis des Gegenteils gültige Antwort auf die Frage von Epikur, warum Gott keine Welt ohne Leid und ohne “Böses” erschaffen hat, ist denkbar einfach: Einen solchen Gott gibt es außerhalb menschlicher Phantasie nicht. Diese Konsequenz ist und bleibt freilich kontraproduktiv, wenn man an seinem Götterglauben festhalten möchte. Und was den biblisch-christlichen Monogott angeht: Der hat nun mal jene ihm angedichteten Eigenschaften, die nicht mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen sind.

Sehr zur Freude der Theologen, die damit ihr Geld verdienen, das Unmögliche irgendwie möglich aussehen zu lassen. Trotz mannigfaltiger irdischer Schönheit und Freuden wirkt das Universum keinesfalls so, als sei es von einem allgnädigen höheren Wesen extra für eine bestimmte Trockennasenaffenart erschaffen worden. Das müssten gläubige Christen aber eigentlich (unter anderem) glauben, wenn sie ihre Glaubenslehre ernst nehmen möchten. Wie praktisch, dass man sich erfundene, auf Mythen und Legenden basierende Ideologien beliebig zurechtbiegen kann, ohne dass sich dadurch in der irdischen Wirklichkeit irgendetwas ändert.

Quelle: https://www.awq.de/2018/08/epikur-theodizee-in-90-sekunden/

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Die duemmsten Karnisten-Sprueche vom Artgenossen


Die Kuehe der Massai leben frei und werden von ihnen nicht geschlachtet – falls also die Schlachthoefe geschlossen wuerden, waere dieses stolze Volk gluecklich, welche bei ihnen willkommen zu heissen, denn je mehr Kuehe, umso geachteter der Mensch! Die Tiere weiden uebrigens auch in den Wildschutzgebieten, ohne dass diese die Wildtiere stoeren! Die Massai waren empoert, als sie von den Massentoetungen von Kuehen erfuhren, nur weil der europaeische Karnist wegen ein paar Faellen von ‚Rinderwahn‘ um sein miserables Leben bibberte. Wenn Tiere in verbrecherischem Menschenwahn gehalten werden, dann kommt es halt zum Rinderwahn, denn jedes Verbrechen ruft eine Reaktion auf den Plan!

So sollte man Pelz tragen !

Dort, wo kein Toeten herrscht, kriegt man solch suessen Bonus!

Zuoberst die Nummer 1 der Dummheit: Was geschieht denn mit all den Tieren, wenn wir sie nicht mehr essen?

Ja, dies ist wirklich die duemmste Frage, welche ein Karnist stellen kann, aber eine der haeufigsten! Wo sich wohl deren Intelligenz in der Graumasse verfluechtigt hat? Und damit in Zukunft vielleicht ein paar weniger Karnisten diese Frage stellen, gebe ich hier nun eine persoenliche Erklaerung und Antwort darauf, anschliessend lasse ich dann den sehr geistreichen Artgenossen zu Worte kommen, welchen ich dem lieben Leser nicht laenger vorenthalten moechte.

Die Laemmer wuerden bei ihren Muettern aufwachsen! Die Religioten sollen endlich mit dem Tiermord aufhoeren, denn hoechstens ein altersschwaches, debiles Alphamaennchen, das durch ihre kranken Koepfe spukt, verlangt solch ein Grauen, nicht aber die Intelligenz des Universums!

Was geschaehe wohl mit all den Tieren, wenn wir sie nicht essen wuerden? Was geschieht wohl mit all den Leuten, die wir nicht essen? Na – wir behandeln erst mal alle anstaendig und finden jedem ein wuerdiges Obdach und Zuhause, denn tierliebe Herzen und Sanktuarien gibt es inzwischen fast so viele, wie Sterne am Himmel!

Und nun der zweite und sehr wichtige Teil der Antwort: WIR WUERDEN SOFORT MIT DER ZUCHT UND PRODUKTION AUFHOEREN! Aber das will natuerlich dem seit Jahrtausenden (genaugenommen 6000 Jahre) gehirngewaschenen Abrahamiten nicht in seinen Holzkopf rein, also muss man laufend etwas nachhelfen mit intelligenten, empathischen und motivierten Tierrechtlern, welche immer und immer wieder die gleiche Litanei in Samthandschuhen wiederholen, damit es der an der Fleischdroge haengende Karnist in Ost und West, Nord und Sued endlich schnallt.

Und da die drei abrahamitischen Gross- und Kleinsekten (Judentum – als Mutter der beiden Tunichtgute -, Christentum und Islam) weltweit tonangebend sind, sind sie es, welche die Hauptschuld am Mord von Tier und Natur tragen, denn die Propagation vor allem der beiden toedlichen Soehne – Christentum und Islam – hat zum oekologischen Bankrott dieses Planeten gefuehrt. Beim Christentum geschieht der Brandfrass oft mit falschem Heiligenschein und der zweibeinige Wolf kommt im Schafspelz daher, aber heute wird schon immer deutlicher und klarer, dass diese Ausbeutungsmentalitaet gegenueber der nichtmenschlichen Schoepfung zur heutigen Katastrophe gefuehrt hat und weiterfuehrt!

Beim Islam ist es weniger die oekologische Katastrophe, aber die menschenverachtende, der Islam ist ganz offen in der heutigen Zeit des Menschen Feind! Man soll aber nicht denken, dass die intellektuellen islamischen Kreise ins gleiche Horn blasen, aber sie sind, wie jede Intelligenz, in der Minderzahl, und somit werden sie je laenger, je mehr ueberhoert.

Aber je mehr Menschen es gibt, umso mehr Idioten gibt es – und die islamische Bevoelkerungszahl waechst schnell! (Der kluge Leser weiss, was ich meine, aber auch hier gilt: man soll nichts verallgemeinern – grosse Geister gibt es ueberall und nur in primitiven Kreisen wird z.B. die Frau unterdrueckt – aber die Primitiven sind die Mehrheit, je mehr Menschen es gibt).

Freiheit, die ich meine… die mein Herz erfuellt! Aber leider ist der Religiot weder erloest, noch frei von seinen Anhaftungen, denn solange er andere Lebewesen unter seinen Willen zwingt und diese fuer sich mordet oder morden laesst, lebt er noch im Reich der hungrigen Geister. Hier denke ich vor allem an jene stunden- und tagelang meditierenden Buddhisten, welche proklamieren, man duerfe das Fleisch nur essen, wenn man nicht gesehen, gehoert oder es einem gesagt wurde, dass das Tier extra geschlachtet wurde!

Und hier zitiere ich Jetsun Ma Tenzin Palmo: ‚Wenn es die buddhistischen Moenche fertigbrachten, den Frauen klarzumachen, dass sie sie bei der Essensausgabe nicht beruehren sollen, haetten sie ihnen auch klarmachen koennen, dass sie ihnen kein Fleisch in den Teller legen sollen‘! Aber Sucht bleibt Sucht, auch wenn man dabei vorgibt, bereits im Nirvana zu leben! Aber es soll ja noch schlimmere Buddhisten-Moenche geben – solche, welche mit beruechtigten Vivisektoren zusammen Buecher rausgeben mit dem vielsagenden Titel ‚Hirnforschung und Meditation‘! Nun kann jeder neugierige Leser selbst rausfinden, um welche unerloesten Geister es sich dabei handelt…

Die inhumane Denkweise ist eine Erfindung der Religion, denn ein Religiot sieht sich keinem Lebewesen gegenueber verpflichtet, sondern lediglich seinem Trugbild, dem Alphamaennchen – und dies befiehlt ihm ja die ungeheuerlichsten Grausamkeiten! Und da der karnistische Religiot nicht mehr selber denkt, fuehrt er alles aus, was sein hoeheres (in diesem Falle aber niederes) ICH ihm aus der ‚Halo‘ (Heiligenschein-)Perspektive gebietet!

Und nun ueberlasse ich das Feld unserem genialen Artgenossen:

https://youtu.be/5yNRSIYtGBg

https://youtu.be/TkZZkzrPubg

https://youtu.be/nfqgiUP_I-E

https://youtu.be/sR83f7o-qZU

https://youtu.be/k0SWcBTxTdg

https://youtu.be/lFdk0oYlqpE

Eure Claudia im Tierschutz – bis alle Kaefige leer sind

Mit dem Weltheilungspanzer durch das Leben der Anderen


Von Erik Burmeister

Mag der Lichtkranz um die, die schon länger hier Kanzlerin ist, auch zunehmend flackern und surren wie die Neonröhren in einem orientalischen Männercafé, so wundert man sich bei ihr doch weiterhin ungebrochen über das Ausmaß an Ungerührtheit im Angesicht von Widerspruch und entstandener Unruhe. Legendär ist ihre stoische Smartphone-Nutzung in Sternstunden parlamentarischer Oppositionsarbeit. Neurobiologisch unnachahmlich auch ihre Herunterfahrbarkeit mimisch ansprechbarer Physiognomie in den seltenen Momenten an sie herandringender Fundamentalkritik.

Standhaftigkeit, Mut, Überzeugung, Wissen um Alternativlosigkeit – das sind die ihr aufgrund des dergestalt aufscheinenden Beharrungsvermögen in einer einzigen – aber alles verändernden -Angelegenheit zugeschriebenen Führungsmerkmale.

Ist dies tatsächlich nur eine ungewöhnlich dicke Elefantenhaut, eine Art Teflonschicht, die man halt für einen der härtesten Jobs der Welt mitbringen muss? Oder ist eher ein Anzeichen für ein Wissen um die eigene Herausgehobenheit aus dem Meer derer, auf die es nicht ankommt? So wie der Mond sich nicht um den Hund schert, der ihn anbellt? Man weiß es nicht, denn sie spricht ja nicht. Also nicht darüber.  Und wenn sie redet, dann so, dass man ihr lieber einen Gutschein für einen Integrationssprachkurs schenken möchte.

Wer wissen möchte, ob Frau Kanzlerin, wie es Passdeutsche vermuten dürfen, sich als Teil eines staatsbürgerlichen „Uns“ versteht, so eine Art „Uns Uwe“ oder Ruuudi Völler mit sachwalterischen Regierungsauftrag im Namen des Volkes, oder sich als etwas wähnt, was die technische Nutzung dieser Rolle zwar erfordert, aber über das Profane dieser Funktion hinausreicht, der ist auf die Auslesung spärlicher Zeugnisse ihres Selbstverständnisses angewiesen.

Ein solches Zeitdokument fiel mir kürzlich in die Hände. Qualitätspublizistisch hochwertiger würde man sagen „spielte“ mir in die Hände. Diese Ausführungen unserer Kanzlerin möchte ich samt meiner Interpretation, die natürlich an den Haaren herbeigezogen ist, hier gerne teilen, denn mir scheint hierdurch ihr gesamtes Verhalten nachvollziehbarer als zuvor.

Es handelt sich um nähere Ausführungen der Kanzlerin zu ihrem christlichen Glaubensbekenntnis, zu finden unter:

https://www.jesus.ch/magazin/politik/269850-warum_ich_christin_bin.html

Dort formuliert die Kanzlerin unter anderem:

„Seit meiner Jugend wusste ich also, dass ich durch mein Bekenntnis zu Gott und zu seiner Kirche einem inneren Kompass folgte, der vom Staat und der Mehrheit der Bevölkerung als Richtungsweiser abgelehnt wurde. (…) Durch meinen Glauben habe ich in dieser Zeit gelernt, dass es richtig sein kann, anders zu denken und anders zu entscheiden, als es andere Menschen tun. Das Christsein und meine Erfahrungen, die ich als Christ sammeln konnte, schützten mich davor (…). Es lohnt sich, sich für spezielle Ziele einzusetzen.“

Den letzten Satz führe ich nicht mit auf, um anhand der Formulierung „spezielle Ziele“ zu unterstellen, hiermit wäre irgendetwas „Verschwörerisches“ angedeutet. Nein, ich vermute es ist simpler. Denn dass ihre „Ziele“ aufgrund ihres „inneren Kompasses“ „speziell“ sind, ergibt sich bereits aus ihrer zuvor herausgestellten „Erfahrung“, dass ihr christlicher Kompass von „der Mehrheit der Bevölkerung als Richtungsweiser abgelehnt wurde“. „Speziell“ könnten ihre Ziele also allein schon deshalb sein, weil die Mehrheit sie oft genug nicht teilte. Nun gut, warum nicht?

Allerdings:  In einer Situation, in der sie andere „Richtungen“, eben „spezielle Ziele“, einschlagen will als die Mehrheit (z.B. die 82%ige Mehrheit der Deutschen, die ihre Flüchtlingspolitik ablehnt, vgl. u.a. diese Quelle hier), fühlt sie sich durch das Christsein „geschützt“. Sie sagt zum Beispiel nicht: Das Christsein erlaubt es mir, Denkweisen und Entscheidungen abzulehnen, die ich damit für unvereinbar halte. Denn das hieße, sie zunächst als gleichberechtigt anzuerkennen und lediglich an einer Art christlichem Kriterium scheitern zu lassen. Was für den Regierungschef eines säkularen Staates ohnehin schon ein ziemliches Ding wäre. Man stelle sich vor, wir hätten einen buddhistischen Kanzler, der seine Entscheidungen im Sinne eines Dalai-Lama trifft (wo der doch kein arabisches Europa wünscht!). Doch so weit, dass sie Entscheidungsfragen zur Prüfung anhand christlicher Kriterien vordringen lassen muss, kommt es gar nicht erst, denn davor weiß sie sich eben: „Geschützt“. Ein anderes Wort wäre „immunisiert“. Oder „verschlossen“. Oder „selbstbezüglich“. Oder „selbstgerecht“. „Vernagelt“ ginge auch.

Bis hierhin könnte man dieses Geschütztsein aber auch nur als innere Standhaftigkeit in einem von materialistischer Gottlosigkeit geprägten sozialistischen Umfeld ihrer Jugendzeit interpretieren. Wobei man sich dann fragt, wie so eine FDJ-Karriere erklärbar ist. Nun gut, die Wege des Herrn…

Doch lauschen wir ihr weiter, dann wird klarer, was sie mit ihrem Geschütztsein tatsächlich meint:

„Jesus fällt vor allem dadurch auf, (…) dass er querdenkt und dass er dadurch den Menschen neue Lösungen für ihre Menschheitsfragen gibt.“

An dieser Stelle gebe ich zu, nie in einem Priesterseminar gewesen zu sein und am Konfirmationsunterricht vielleicht zu unaufmerksam teilgenommen zu haben. Denn mir war nicht klar, dass Jesus „vor allem dadurch auffällt“ („fällt“ Jesus „auf“? Unter all den anderen vielleicht? Unter denen sich auch der – oder: die – ein oder andere heutzutage womöglich wähnt?), dass er „Lösungen“ für „Menschheitsfragen“ „gibt“? War Jesus womöglich nur ein „Solution Provider“, so wie Accenture, IBM oder T-Systems? Oder so ein Alles-für-alle-Heini?

Denn sie präzisiert:

„Jesus hat sich mit Zuständen nie zufriedengegeben, weder mit weltlichen noch religiösen.“

Ausgeschlossen also, errungene und bewährte Zustände auch mal zu schützen, weiterzugeben oder Dinge zu pflegen. Alles muss immer bewegt werden, es ist nie genug, das wollte also schon Jesus so! Auch hier würde man gern mal die Meinung von Jesus dazu hören. Aber die Kanzlerin ist hierzu ja “geschützt“.

Ihr Finale:

„Das Christsein ist für mich daher (…) vor allem Gestaltungskraft in den Lebensphasen, die Impulse setzen sollen und Veränderungen bringen – denn in diesen gestaltet christlicher Glaube das eigene Leben und das der anderen mit.“

Beim letzten Satz denkt man unweigerlich an „Das Leben der Anderen“, aber dies ist vielleicht eine unzulässige Assoziation. Oder auch nicht.

Aus diesen Formulierungen ergeben sich nämlich zwei fundamentale Perspektiven auf die innere Verfasstheit unserer Kanzlerin: Erstens, Kritik ist etwas, was sie, wie sie andernorts gern sagt, „aushalten muss“. Das kennt sie von früher, das ist kein Problem, denn das Christsein „schützt“ sie davor. Wer sich jemals fragte, wie es sein kann, dass Kritik an ihr einfach abperlt, sollte sich klarmachen, dass es sich bei Frau Kanzlerin um ein hermetisch geschlossenes, „geschütztes“ Glaubenssystem handelt. Dieses bezieht sich zwar, laut ihrer Aussage, irgendwie auf Jesus. Aber darüber hinaus kann das auch alles Mögliche bedeuten. Wohin auch immer ihr innerer Kompass gerade zeigt.  Und der steht immer, wie es ihr auch bei Jesus auffiel, auf Veränderungen, die das Leben auch der anderen gestalten.

Zweitens, es wird klar, dass ihr Mehrheiten ggf. zur Erringung von Abstimmungssiegen bedeutsam sind.  Sonst aber keinesfalls. Denn gegen die Ablehnung durch die Mehrheit der Bevölkerung „schützt“ sie ihr Glaube.

Gut, technisch muss man Mehrheiten organisieren, aber was das Staatsvolk will, DARAUF KOMMT ES GAR NICHT AN! Denn genau diese „Erfahrung“ hat sie „seit meiner Jugend“ gemacht! Wir haben also eine religiös-motivierte Kanzlerin, die sich verpflichtet fühlt, Höherem zu dienen als nur dem, was weltlich von irgendwelchen Menschen mal in ein Grundgesetz geschrieben wurde. War ja nicht Jesus, der das geschrieben hat.

Sie spricht letztendlich davon, dass sie sich niemandem anders als Jesus verpflichtet und dazu aufgerufen fühlt, Menschheitslösungen, die allein ihrem inneren Kompass folgen, auch gegen den Willen anderer, selbst wenn es die Mehrheit ist, durchzusetzen.

Das ist purer religiöser Wahnsinn. Das ist Verpanzerung. Im Auftrag der Weltheilung. So denken Menschen, die sich gleichermaßen als neue Propheten und Weltenlenker empfinden. Sie fährt allein mit sich und Jesus und dabei mit sich selbst als Navi im Weltheilungspanzer durch das Leben der Anderen.

Offensichtlich hat dieser stoische Messianismus, der sich bei jedem Widerspruch auf die Heilslehre Jesu zurückziehen kann, etwas unerhört Anziehendes für alle Menschen, die ihrerseits ein großes Unwohlsein an den Zuständen der Welt empfinden und gern dazu beitrügen, das Leben der anderen entsprechend anders zu gestalten. Was im Grunde die Motivation der meisten sein dürfte, die sich in Kunst und Medien „schaffend“ betätigen, denn in diesen Berufen geht es ja um die Breitenwirkung der eigenen „Botschaften“ und das Machtgefühl, diese Wirkung auf andere Menschen erzielen zu können. Die Kunst- und Medienschaffenden haben in einer Kanzlerin, die sich selbst den Freifahrtschein zur Weltheilung ausstellt, ihr Medium gefunden. Der atheistisch anmutende Kunst- und Medienbetrieb ist tatsächlich wohl nichts anderes als ein Protektionskranz der vom geistigen Leistungsdruck befreiten Zivilpriester um eine selbstreferenzielle Heilsverkünderin herum.

Hoffentlich habe ich sie nur falsch interpretiert, denn mir kommt es darauf an, dass die Welt nicht durch solche Motivationen zum Schaden aller Menschen verändert wird.

Quelle: vera-lengsfeld.de