Interview mit einem Tierrechtsaktivist

Mitarbeiter der NOZ trafen sich mit einem Tierrechtsaktivisten, der in ganz Deutschland heimlich in Ställen filmt. Ein Millionenpublikum sieht regelmäßig seine Bilder im Fernsehen. Die NOZ-Redaktion kennt seinen Namen, er möchte jedoch aufgrund bereits erhaltener Morddrohungen im Folgenden anonym bleiben.


Was stört Sie an der modernen Form der Tierhaltung?

Dass es sie überhaupt gibt! Tiere sind fühlende Lebewesen, die ähnliche Grundrechte zugesprochen bekommen sollten wie wir Menschen. Das schließt körperliche Unversehrtheit mit ein – und damit eine Schlachtung aus. Natürliche Bedürfnisse von Tieren können in Ställen nicht abgedeckt werden. Mit unseren Bildern wollen wir die Gesellschaft zum Nachdenken darüber anregen, ob wir Tiere halten sollten, um sie zu essen. Dazu muss man sich unangekündigt ein Bild vor Ort im Stall machen und recherchieren.

Sie nennen Ihr Vorgehen recherchieren, Landwirte nennen das Einbrechen oder Hausfriedensbruch…

Die Stalltüren stehen offen. Juristisch gesehen ist das sicherlich eine Grauzone, in der wir uns bewegen. Aber: Ich mache das jetzt seit sechs Jahren und bin in der Zeit 16 Mal wegen Hausfriedensbruch angezeigt worden. Die Verfahren sind allesamt eingestellt worden. Entweder wegen Geringfügigkeit oder weil wir schwerwiegende Straftaten dokumentiert haben, die unseren möglichen Rechtsverstoß wiederum rechtfertigen.

Viele Landwirte bemühen sich um Transparenz. Sie installieren beispielsweise selbst Kameras in ihren Ställen. Oder verbessern die Haltungsbedingungen. Aber Ihnen können sie es nicht recht machen, oder?

Wir sind komplett gegen eine sogenannte Nutztierhaltung, weil wir nicht glauben, dass Menschen Tiere zur Lebensmittelproduktion ausnutzen sollten. Wir verfolgen keinen reformistischen Ansatz der kleinen Schritte, mit dem etwa mit Tierwohllabeln gearbeitet wird. Das ist Herumdoktern an einem kranken System und wird den Tieren nicht gerecht. Fleisch ist ein Genussmittel, das überflüssig ist – ähnlich wie die Zigarette. Eine rein pflanzliche Ernährung ist ohne gesundheitliche Einschränkungen möglich.

Also keine Reform, sondern eine Revolution – der Umsturz des bestehenden Systems?

Wir wollen eine andere Art der Landwirtschaft, in der keine Tiere mehr ausgebeutet werden. Mir ist vollkommen klar, dass ich das nicht mehr zu meiner Lebenszeit erleben werde. Das ist aber auch nicht mein Antrieb. Dass wir heutzutage überhaupt so intensiv über Tierhaltung diskutieren, hängt für mich auch mit den Stallbildern zusammen, die kontinuierlich veröffentlich worden sind. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Stimmung derzeit zu aufgeheizt ist. Das gilt für beide Seiten. Wir wollen eine sachliche Diskussion.

Moment! Die Argumente der Tierhalter zählen für Sie aber doch nicht, weil Sie Tierhaltung per se ablehnen. Das ist doch Fundamentalopposition und keine Gesprächsgrundlage.

Ich würde mich jederzeit mit Vertretern der Landwirtschaft an einen Tisch setzen und diskutieren. Aber richtig: Zu einem Ergebnis werden wir dabei wohl nicht kommen. Unsere Auffassung ist schließlich existenzbedrohend für Tierhalter. Wir greifen das System der Ausbeutung an, aber nicht den einzelnen Bauern. Ich möchte keinem Landwirt unterstellen, dass er ein bewusster Tierquäler ist. Sie haben es über Generationen so erlernt. Wir wünschen ihnen einen guten Ertrag, aber eben nicht durch die Ausbeutung von Tieren.

Sie sagen also: Es gibt keine gute oder schlechte Tierhaltung. Tierhaltung an sich ist moralisch falsch. Sie nehmen für sich in Anspruch, dass richtige Weltbild gegenüber der Mehrheitsgesellschaft zu haben, die immer noch mehrheitlich Fleisch isst. Frustriert das nicht?

Ich akzeptiere andere Meinungen. Aber wir wollen doch Argumente für unser Ziel der Abschaffung der Tierhaltung liefern. Jeder Einzelne kann das letztlich befördern, wenn er kein Fleisch mehr isst. Und wenn unsere Bilder dabei Überzeugungsarbeit leisten, ist schon viel erreicht. Die Idee, Tiere auszunutzen, ist Tausende Jahre alt. Gesellschaftliche Kämpfe waren noch nie kurz oder einfach.

Kurzfristig betrachtet bleiben Ihre Veröffentlichungen aber oftmals folgenlos, weil Verfahren von der Justiz eingestellt werden.

Wir haben auch schon Tierhalteverbote erwirkt. Und auch hohe Strafzahlungen haben unsere Veröffentlichungen nach sich gezogen. Aber richtig: Oft werden Verfahren eingestellt. Aber es geht uns darum, dass die Bilder diskutiert werden. Keine Geldauflage wird Tieren helfen, sondern nur die Abschaffung der Nutztierhaltung. Es gibt jedenfalls keinen Stall, in den wir hineingehen und wo wir dann sagen: super, hier ist alles in Ordnung. Das gibt es einfach nicht. Was aber vorkommt: Dass sich im Anschluss niemand für unser Material interessiert – beispielsweise zu enge Kastenstände. Da suchen wir uns dann neue Themen, die bislang vielleicht weniger im Fokus standen. Wie zuletzt die Elterntierhaltung bei Masthühnern.


Filmaufnahmen in einem Hühnermastbetrieb (Foto: Animal Rights Watch)

Werden Sie persönlich für Ihre „Arbeit“ bezahlt beziehungsweise erhalten Sie Geld für das Material, das Sie Fernsehsendern zur Verfügung stellen?

Nein und nein. Auch wenn ich von Job oder Arbeit spreche. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich und spendenfinanziert. Die Sender zahlen nicht.

Sind Sie bei Ihren schon einmal entdeckt worden?

Ein paar Mal haben wir sicherlich die Beine in die Hand genommen, weil plötzlich jemand vorgefahren ist. Entweder der Landwirt oder Tiertransporteure. Es geht uns nicht um die Konfrontation mit dem Landwirt, sondern darum unsere Arbeit zu machen: Bilder zu machen, diese zu veröffentlichen und gegebenenfalls Anzeige zu erstatten. Wir wollen eine öffentliche Debatte. Deswegen geben wir unser Material ja an Journalisten weiter.

Zwischen Filmen und Veröffentlichen der Bilder dauert es teils mehrere Monate. Warum sprechen Sie Missstände nicht direkt an?

Ein beliebter Vorwurf aus der Landwirtschaft. Wenn der Bauer seine Sauen in zu kleinen Kastenständen hält, sieht er den Missstand doch jeden Tag und unternimmt nichts. Oder wenn Kadaver mehrere Tage im Stall liegen, ohne dass sie entfernt werden. Wir sind nicht das Veterinäramt, sondern wollen aufrütteln. Zudem müssen wir das Bildmaterial ja erst einmal auswerten und auch rechtlich einschätzen. Das dauert. Im Übrigen: Wir manipulieren im Stall nichts. Wir filmen alles so, wie wir es vorgefunden haben.

Wissenschaftler und Investoren sind der Abschaffung der Tierhaltung wesentlich näher als Sie es sind, weil sie am Fleisch aus der Petrischale arbeiten. Würden sie das essen?

Hier leidet tatsächlich kein Tier für die Fleischproduktion. Ein moralisches Problem sehe ich da nicht. Ich würde es aber vermutlich nicht konsumieren, weil ich kein Fleisch in meinem Leben brauche. Erst einmal bleibt aber viel zu tun für uns.

Quelle: noz.de

Vegan Italy Interview mit Helmut F. Kaplan

Herr Kaplan, Sie sind Vegetarier seit 1963. Was sind Ihre schönsten Erinnerungen an mehr als 50 Jahre im Zeichen des Tierwohls? Gab es auch kritische Momente?

1963 war ich elf Jahre alt und mit der wirklichen Tierrechtsarbeit begann ich erst viele Jahre später – nach zwei Studien, die ich für diese Aufgabe gewählt hatte: Psychologie und Philosophie. In meinem Buch „Leichenschmaus“ beschreibe ich meine Situation vor dem Einstieg in die Tierrechtsarbeit so:

„Dem endgültigen Entschluß, kein Fleisch mehr zu essen, ging natürlich eine Entwicklung voraus: das Wissen um das unendliche Leiden der Tiere, die Erkenntnis, dass dieses Leiden ethisch in keiner Weise zu rechtfertigen ist, und vor allem Trauer und Zorn über die eigene Ohnmacht … Das Schlimmste zu jener Zeit war aber … das Gefühl, der einzige zu sein, der diese Verbrechen überhaupt SIEHT. Ich kam mir vor wie der sprichwörtliche Rufer in der Wüste, mehr noch: wie der einzige Gesunde in einer Nervenheilanstalt, in der nicht nur die Patienten, sondern auch die Ärzte geisteskrank sind.“

Als ich dann begann, mich systematisch in die Tierethik einzulesen, stellte ich zu meiner großen Überraschung fest, dass das, was ich bisher nur intuitiv und vage erfasst hatte, von Philosophen bereits theoretisch durchdrungen und ausformuliert worden war: von Peter Singer, Tom Regan und anderen. Das war eine große Freude und Erleichterung! In gewisser Weise aber auch eine Enttäuschung – darüber, nicht der Erste zu sein, der das immense Unrecht gegenüber Tieren erkennt, philosophisch einordnet und argumentativ auf den Punkt bringt. Immerhin kann ich mich damit trösten, wesentlich zur Einführung der englischsprachigen Tierrechtsphilosophie in den deutschen Sprachraum beigetragen und den Tierrechtsbegriff im Hinblick auf Nachvollziehbarkeit und Anwendbarkeit weiterentwickelt zu haben.

Buchstäblich kritisch war es, als ich mehrfach beschuldigt wurde, Gewalttaten gutzuheißen oder dazu aufzurufen, weil ich mich positiv im Hinblick auf Tierbefreiungen und dergleichen geäußert hatte. Noch belastender und für die Tierrechtsbewegung schädlicher sind aber die Selbstzerfleischungstendenzen in der Bewegung. So werde ich etwa von einigen als rechtsextrem verleumdet, weil ich den speziesistischen Terror gegen Tiere mit dem Nazi-Terror gegen Juden und andere „minderwertige“ Rassen oder Gruppen vergleiche. International sind solche Vergleiche absolut üblich. Man denke nur an das Diktum des jüdischen Literaturnobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer: „Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi.“

2013 haben Sie „Vegan soll keine Religion sein“ veröffentlicht, ein Essay, das sich so kurzfassen lässt: Wer Tiere retten will, muss Realist werden. Glauben Sie also, einer der Gründe für die extreme Langsamkeit der Fortschritte in puncto Tierrechte sei die Tendenz der Aktivisten, sich in Schwärmereien zu ergehen statt pragmatische Strategien zu entfalten?

Auf alle Fälle! Der Vegetarierbund Deutschlands veröffentlicht seit Jahrzehnten sagenhafte Vegetarier-Zuwachsraten, in den letzten Jahren auch Veganer-Zuwachsraten. Würden die auch nur ansatzweise stimmen, gäbe es längst 150 Prozent Vegetarier bzw. Veganer! Die Medien beschwören seit Jahren einen Veggie-Boom und Vegan-Hype. Kein Wunder, dass es mittlerweile ein geflügeltes Wort ist, dass der Veganismus endlich „mitten in der Gesellschaft angekommen“ sei. Tatsächlich ist der Pro-Kopf-Fleisch-Verzehr in Deutschland aber seit 20 Jahren konstant! Irgendetwas stimmt hier also nicht. Dennoch hat diese Euphorie die Aktivisten dazu verführt, nur mehr auf Mode, Spaß und Coolness zu setzen und sich das aufwendige ethische Argumentieren zu ersparen. Und das hat – Stichwort: Politik; wir kommen darauf zurück – fatale Folgen. Außerdem sollten sich diejenigen, denen die „Veganisierung der Gesellschaft“ am Herzen liegt, anstatt über die Abweichler in den eigenen Reihen herzufallen, weil sie „nur“ zu 99 Prozent vegan sind, lieber um die überwiegende Mehrheit der Fleischesser kümmern!

Das Internet ist eine wichtige Quelle für Ihr Buch, sowie ein Ort, den Sie schon lange frequentieren. Vor der Zeit der sozialen Netzwerke haben Sie zum Beispiel eine sehr lebhafte Yahoo-Gruppe gegründet und moderiert. Heutzutage scheint das Internet mehr ein Ort des Streitens zu sein (Trolling usw.) als eine produktive, politische Plattform. Wie kann man dieses Phänomen strategisch umkehren?

In diesem Fall bildet das Internet wohl lediglich die „analoge Wirklichkeit“ ab. In der gibt es ja auch kaum konstruktive, substantielle Diskussionen über Tierrechte – sondern v.a. Angriff und Ausgrenzung. Andererseits ist das Internet heute natürlich so etwas wie das Leitmedium – das sowohl virtuelle als auch reale Entwicklungen anstoßen kann. In diese Richtung gehen auch meine Bemühungen. Freilich ist es schwierig, mit sehr kurzen Texten und bei geringer Aufmerksamkeitsspanne der Leser komplexe Zusammenhänge zu diskutieren. Deshalb versuche ich, mit pointierten Überschriften und Zitaten die Menschen dazu „zu verführen“, sich umfassender zu informieren, z.B. in Büchern.

Zwei Punkte gelten als Basis Ihrer „realpolitischen“ Tierschutzphilosophie:

a) Ganz konsequent vegan leben, also ohne jegliche Tierausbeutung, ist unmöglich.
b) Beim Versuch, möglichst konsequent vegan zu leben, gerät man notwendig in paradoxe, ja absurde Situationen.

Daraus stammt sowohl ein intimes Dilemma („Wie viel Leiden können wir akzeptieren?“) als auch eine politische Aufforderung, deren Kern vegetarisch ist: „Eine vegetarische Politik zum jetzigen Zeitpunkt schafft Vegetarier und (spätere) Veganer“.

Finden Sie diese Analyse immer noch aktuell? Und was ist Ihre Grenze, was die Konsequenz vs. Paradox‘-Spagat angeht?

Die vegane Konsequenz ist in der Tat ein Problem – u.a. deshalb: Erstens wird das „Reinheitsbestreben“ ab einem bestimmten Punkt – siehe etwa „Kann Spuren von Milch enthalten“ – kontraproduktiv. Zweitens befinden sich tierliche Substanzen nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in vielen anderen Produkten, etwa in Farben, Medikamenten, Waschmitteln und Bildschirmen. Und drittens gibt es neben dem Verzehr tierlicher Produkte viele andere tierschädliche Praktiken: Eine Welt, in der alle Veganer wären, aber Pelzmäntel trügen und die Labors voller Versuchstiere wären, wäre auch kein Fortschritt!

Wenn man, dies berücksichtigend, eine breitere Perspektive einnnimmt, erkennt man, daß es letztlich nur einen vernünftigen Orientierungspunkt bzw. Konsequenzmaßstab gibt: TIERRECHTE! Die Frage lautet dann schlicht: Welches Verhalten dient der Verwirklichung von Tierrechten? Welches Verhalten dient der Verwirklichung einer Welt, in der Tiere ein ihren Interessen gemäßes Leben führen können? Eine solche Welt wäre dann gewiss eine vegane Welt, aber auch eine Welt, in der viele andere Dinge, die Tiere schädigen, nicht mehr stattfinden.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass eine notwendige Operation möglicherwesie nicht „vegan“ ist, weil der Chirurg an einem Tier geübt hat, dass ein notwendiges Medikament mit Sicherheit nicht vegan ist, weil es im Tierversuch getestet wurde, und dass der eigene Computer höchstwahrscheinlich auch nicht „vegan“ ist, relativiert sich die Konsequenzfrage rationalerweise. Man erkennt, dass man in einer völlig speziesistischen Welt seine Energie sinnvollerweise nicht primär darauf konzentrieren sollte, persönlich möglichst hundertprozentig antispeziesistisch zu sein, sondern darauf, dazu beizutragen, dass diese Welt weniger speziesistisch bzw. Tierrechts-konformer wird.

Ob ich meine Analyse betreffend primärer VEGETARISMUS-Forderung aufrecht erhalte? Nein. Momentan ist zuviel im Fluss, als dass man gültige Strategieempfehlungen geben könnte. Entscheidend wird zum Beispiel sein, ob sich der gegenwärtige Vegan-Hype letztlich als Modeerscheinung oder als nachhaltige Entwicklung erweisen wird. Eines hat sich allerdings mit Sicherheit nicht geändert: Für die allermeisten Menschen ist selbst der VEGETARISMUS nach wie vor eine völlig exotische Sache. Andererseits ist heute die Chance, junge, gebildete und v.a. weibliche Menschen ohne vegetarischen Zwischenschritt für den Veganismus zu gewinnen ungleich größer als noch vor wenigen Jahren.

Sie leben in Österreich. Wie geht die Politik mit solchen Themen um? Und wie ist die Atmosphäre innerhalb der Gesellschaft?

In diesem Bereich gibt es zwischen Österreich und Deutschland wohl keinen großen Unterschied: Politik und Gesellschaft laufen zuverlässig synchron. Im Hinblick auf mögliche künftige positive Entwicklungen hat sich die Situation in der Bevölkerung allerdings in den letzten Jahren m.E. verschlechtert: Mit zwei selbstbetrügerischen Behauptungen betreibt man gleichzeitig Realitätsverleugnung und Gewissensberuhigung: Man esse weniger Fleisch, das aber „bewusster“. Und: Man esse v.a. Bio-Fleisch. Beides ist nachweislich falsch: Der Pro-Kopf-Fleisch-Verzehr liegt in Deutschland seit 20 Jahren bei etwa 60 Kilogramm. Und der Bio-Fleisch-Anteil liegt unter zwei Prozent.

Was ist, Ihrer Meinung nach, die dringendste Aufgabe eines Tierrechtlers im Jahre 2017? Sollen Philosophie und Vor-Ort-Aktivismus unterschiedliche Agenden haben?

Nein, denn es gibt nur EIN Anti-Fleisch-Argument, das nicht unterlaufen werden kann: das ethische, genauer: das tierethische: Tiere sollen nicht für unsere Geschmackserlebnisse leiden und sterben müssen. Alle anderen Anti-Fleisch-Argumente lassen sich leicht aushebeln: Das ökologische: Dann fahre ich halt mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zum Metzger – und schon passt die CO2-Bilanz wieder! Das gesundheitliche: Dann esse ich halt weniger Fleisch, weniger rotes Fleisch oder mehr Fisch! Die Botschaft muss lauten: Es gibt keine ethische Rechtfertigung dafür, Tiere zu quälen und zu töten, damit wir sie essen können!

Kennen Sie das Werk des italienischen Philosophen Leonardo Caffo, den “antispecismo debole” (‘schwachen Antispeziesismus’)? Caffo konzentriert sich auf die Befreiung der Tiere und hält es für unnötig, sogar schädlich angesichts dieses Ziels, breitere politische Implikationen bzw. Vergleiche mit der menschlichen Befreiung gleichzeitig im Visier zu halten. Die Befreiung der Tiere soll als „Zweck an sich“ gelten. Was halten Sie davon?

Da ich Caffos Philosophie nicht kenne, kann ich mich dazu nur generell äußern: Ich sehe nur ein Szenario, Tierrechte zu verwirklichen und den Speziesismus zu überwinden: eine Tierrechtsbewegung als deklarierte und konsequente Fortsetzung der Befreiung der Sklaven und der Emanzipation der Frauen. Oder genereller: die Tierrechtsbewegung als logische Fortsetzung der Menschenrechtsbewegung. Rassismus, Sexismus und Speziesismus müssen gleichermaßen als Verstöße gegen das moralische Gleichheitsptinzip erkannt, verurteilt und überwunden werden. In meinem jüngsten Buch „Tierrechte: Wider den Speziesismus“ habe ich diese philosophische, politische und historische Perspektive noch einmal erläutert.

Eine letzte, leichtere Frage, die wir all unseren Gästen stellen: Was ist Ihr Lieblings-Vegangericht?

Für mich ist das gar keine einfache Frage! Ich kann nicht kochen und will nicht kochen und erhitze mir abends daher einfach ein Stück Tofu oder ein veganes Fertiggericht. Um aber nicht gar so prosaisch zu enden: In einem Lokal, das bis jetzt gar nichts Veganes auf der Karte hatte – und ich mir daher bisher einfach einen Salat und die Beilage Pommes frites bestellte -, gibt es neuerdings gleich mehrere vegane Gerichte. Auf die freue ich mich!

Quelle: fellbeisser.net

Schauspielerin Heißenberg: „Merkel hat dem deutschen Volk unerträgliche Zustände beschert“

Die Schauspielerin Silvana Heißenberg, bekannt aus Serien wie „Einsatz in Köln“ oder „Auf Streife“ ist mutig genug, um öffentlich Kritik am etablierten politischen System in Deutschland zu üben, sowie an der Zuwanderungspolitik der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Von ihren Fans hat sie dafür viel Zuspruch erhalten, RTL und Sat 1 kündigten ihr daraufhin die Zusammenarbeit auf.

Einschüchtern ließ sie sich davon nicht. Auf „unzensuriert.de“ gab sie ein Exclusiv-Interview unter dem Motto: „Mir verbietet keiner den Mund!“

Politisch bisher nur mäßig interessiert, ließ es die Schauspielerin aufhorchen, als „Frau Merkel plötzlich und ohne Grund, Ende 2015, die gesamten europäischen Grenzkontrollen außer Kraft setzte und alle Menschen aus muslimischen Ländern zu uns nach Europa einlud.“ Heißenberg ist der Meinung, dass man den Menschen vor Ort hätte besser helfen können und müssen.

Vor allem auf Facebook postet und berichtet sie seitdem unermüdlich über die Gesetzesbrüche der regierenden Politiker, über milde Justizurteile, wenn es um muslimische Straftäter geht und über tägliche neue Einzelfälle der „Geflüchteten“. Sie will zeigen, „was unserem Volk mit dieser illegalen Masseninvasion angetan wird und womit wir nun täglich leben müssen.“

Hier besagtes Interview mit S. Heißenberg :

Frau Heißenberg, wie kam es dazu, dass Sie sich öffentlich zur derzeitigen politischen Lage äußerten?

Ich hatte mich bislang sehr wenig für Politik interessiert, aber als eine Frau Merkel plötzlich und ohne Grund, Ende 2015, die gesamten europäischen Grenzkontrollen außer Kraft setzte und alle Menschen aus muslimischen Ländern zu uns nach Europa einlud, denn der Krieg in Syrien dauerte ja schon über 4 Jahre an, beschäftigte ich mich sehr intensiv mit der aktuellen Regierungs- und Asylpolitik.

Millionen Menschen, zum überwiegenden Teil nur Männer im wehrfähigen Alter, strömten nach Merkels Einladung unaufhaltsam nach Europa. Es waren ja nicht nur Syrer, sondern diese Menschen kamen aus verschiedenen arabischen und afrikanischen Ländern zu uns.

Ich habe absolutes Verständnis dafür, dass man Kriegsflüchtlingen, die um ihr Leben und das Leben ihrer Kinder bangen müssen, helfen muss. Vor Ort hätte man besser helfen können und müssen.

Gab es einen ausschlaggebenden Moment für Sie, sich politisch zu äußern?

Immer wieder baten mich meine Fans darum, doch bitte einmal öffentlich Stellung zu diesem „Asylwahnsinn“ zu beziehen, aber ich hielt mich zurück. Als jedoch in der Silvesternacht 2015/2016 massenhaft Frauen, durch Merkels Gäste, vorwiegend in Köln, belästigt und vergewaltigt wurden, täglich neue Straftaten von den „Geflüchteten“ begangen wurden, platzte mir endgültig der Kragen. Denn zu diesen Geschehnissen konnte und wollte ich nicht länger schweigen.

Was waren die ersten Reaktionen auf die mutigen Ansprachen im Internet zu der misslungenen politischen Vorstellung in Deutschland und Europa?

Die positive Resonanz war sehr groß. Mir wurde täglich in unzähligen Nachrichten dafür gedankt, dass ich regelmäßig Informationen über weitere Gesetzesbrüche der regierenden Politiker, über die milden Justizurteile, wenn es um muslimische Straftäter geht und über tägliche neue „Einzelfälle“ dieser „Geflüchteten“ postete.

Wer über sieben sichere Länder hinweg „flüchtet“, um in das gelobte Land zu gelangen, wo es die höchsten Sozialleistungen gibt, sich nicht an die Gesetze, Kulturen, Religionen, Werte des Gastlandes hält und anpasst, ist kein Kriegsflüchtling, sondern Deserteur und Wirtschaftsmigrant.

Einzelne verließen meine Facebook-Liste mit den Worten: „Mit braunem Pack, mit Rechten, mit Nazis, möchte ich nichts zu tun haben.“ Von 5.000 Leuten, verließen also ca. 100 meine Liste.

Was geschah in Folge? Wie betroffen ist Ihre berufliche Zukunft?

Ca. ein Jahr lang geschah gar nichts, im Gegenteil. Auch in den Pausen während meiner Dreharbeiten sprach ich dieses „Flüchtlingsthema“ offen an und äußerte deutlich meine Meinung. Von keinem Einzigen, weder von anderen Darstellern, noch von den Regisseuren hörte ich je einen entsetzen Aufschrei, wie „furchtbar“ meine Einstellung doch sei. Jeder sagte, dass diese unkontrollierte, bedrohliche Masseninvasion so nicht weitergehen könne.

Im Oktober 2016 erhielt ich eine Email vom NDR Zapp Magazin, in der ich gefragt wurde, ob das Facebook-Profil von Silvana Heißenberg auch tatsächlich mir gehöre, und ob ich zu meinen Äußerungen stehe. Ich ließ eine Mitarbeiterin ausrichten, dass ich selbstverständlich zu meinen Äußerungen stehe und eine Patriotin sei.

Am 12. Oktober 2016 gab es dann im NDR Zapp Medienmagazin einen Bericht über mich, mit dem Titel: „Die falsche Frau der Woche“. Gemeint war ich. Es wurden Szenenausschnitte von mir in meinen Schauspielrollen von RTL und Sat.1 gezeigt. So kommentierte Zapp beispielsweise: „Hier spielt Schauspielerin Silvana Heißenberg noch die liebe Mutter“, „aber privat scheint sie ganz weit rechts zu sein!“

Wenige Tage nach Ausstrahlung dieses Zapp Berichts erfuhr ich von meinen Produktionsfirmen, dass nicht nur RTL, sondern nun auch Sat.1 zukünftig nicht mehr mit mir zusammenarbeiten wollen. Unglaublich war ebenfalls, dass meine fertig produzierten Serien mit RTL und Sat.1 nun nicht mal mehr ausgestrahlt werden sollten. Ich schrieb RTL und Sat.1 eine lange Email und erhielt keine Antwort, obwohl wir jahrelang sehr gut zusammen arbeiteten.

Werden Sie weitermachen, Inhalte wie derzeit auf ihrer Facebook-Seite zu veröffentlichen?

Selbstverständlich werde ich auch weiterhin die Nachrichtenberichte über die vorsätzlichen Gesetzesbrüche der regierenden Politiker und die weiteren Straftaten der „Geflüchteten“ veröffentlichen, um zu zeigen, was unserem Volk mit dieser illegalen Masseninvasion angetan wird und womit wir nun täglich leben müssen.

Mir verbietet keiner den Mund!

Haben Sie auch Zuspruch erfahren?

Ich erhalte fast ausschließlich positiven Zuspruch, denn die Stimmung der Bevölkerung kocht bei vielen vor Wut über.

Nach der Ausstrahlung des Zapp Berichts folgte ein kleiner Shitstorm, in dem ich als „braune Dreckschleuder; dummes Stück Scheiße und als Nazi-Hure“ tituliert wurde.

Was würden Sie ändern wollen, wenn Sie die Entscheidungshoheit hätten?

Als erstes natürlich die Familienpolitik, welche von den herrschenden deutschen Anti-Volksparteien seit Jahrzehnten sträflich vernachlässigt wird. Das Bildungssystem muss reformiert werden. Die Steuergesetze müssen geändert werden; fast 50% Lohnsteuern sind unverfroren. Des Weiteren wünsche ich mir natürlich eine direkte, wahre Demokratie, die vom Volk ausgeht, wie in der Schweiz. Wir sollten parallele zum demokratiefernen BRD-Parteienzirkus zumindest ein Bürgerparlament haben in dem kompetente, verdienstvolle Bürger regelmäßige Volksbegehren und Volksabstimmungen vorbereiten, um dem zum bloßen Wahlvieh degradierten deutschen Bürger endlich wieder eine Stimme und ein Mitbestimmungsrecht zu geben.

Wie sehen Sie den politischen Erfolg von Parteien wie der AfD?

Wir haben inzwischen ein gleichgeschaltetes Blockparteien-System, wie in der ehemaligen DDR, welches voll und ganz nach der Pfeife einer einzigen Person, nämlich Oberbefehlshaberin Merkel tanzt. Vor diesem Hintergrund finde ich es sehr verwunderlich, das die volksnahe AfD nicht noch mehr Erfolg bei Wahlen hat bzw. hatte.

Antideutsche Parteien, die ausschließlich vor bevorstehenden Wahlen Ihre Volksnähe vorgaukeln, sind unwählbar, deshalb ist es für mich völlig verständlich, dass eine patriotische Partei immer größeren, politischen Erfolg erzielt.

Was würden Sie Bundeskanzlerin Merkel sagen wollen, wenn Sie ihr persönlich etwas ausrichten könnten?

An dieser Stelle möchte ich den US-Präsidenten Donald Trump zitieren, dem ich da voll und ganz zustimme: „Einwanderung ist ein Privileg, kein Recht. Das eigene Volk kommt immer zuerst.“ Frau Merkel meint aber, dass das Volk „jeder“ sei, „der in diesem Land lebt“.

Bei öffentlichen Festen und Veranstaltungen müssen nun in Deutschland Schutzzonen für Mädchen und Frauen eingerichtet werden, um diese vor enthemmten Männern aus den arabischen und afrikanischen Herkunftsländern zu schützen, die angeblich zu uns kamen um Schutz suchen. Das Münchner Oktoberfest, Weihnachtsmärkte, Silvesterfeiern, Musikveranstaltungen, … werden nun polizeilich massiv gesichert und eingezäunt, mit Betonabsperrungen gesichert, um weitere Terroranschläge zu verhindern. 2 Millionen. Afrikaner sind derzeit auf dem Weg nach Europa. Täglich müssen wir nun mit weiteren Terroranschlägen rechnen. Was sind das für unerträgliche Zustände, die uns eine Frau Merkel und deren Entourage beschert haben?

Ich würde dieser Frau ausrichten, dass sie für den nicht wieder gutzumachenden Schaden, den sie dem deutschen Volk und ganz Europa zugefügt hat, und ihrem willkürlichen, rechtswidrigen Handeln verantwortet, sofort zurücktritt und ihren Platz für einen kompetenten, volksnahen und patriotischen Bundeskanzler räumt.

Quelle: unzensuriert.de