Kino-Tipp: „Die Wiese – Ein Paradies nebenan“

Nirgendwo ist es so bunt, nirgendwo zeigen sich die Farben und Lebewesen der Tier- und Planzenwelt so vielfältig wie auf einer Sommerwiese. Hunderte Arten von Insekten, Vögeln und anderen Tieren leben zwischen den farbenprächtigen Blüten, Kräutern und Gräsern der Wiese. Die Wiese – sie ist ein Paradies nebenan, in dem es unendlich viel zu entdecken gibt. Der vielfach preisgekrönte Filmemacher Jan Haft zeigt in seinem Film einen faszinierenden Kosmos, in dem fast ein Drittel unserer Tiere und Pflanzen zu Hause sind. Mit großem technischem Aufwand führt uns der Film in eine Welt, die voller Überraschungen und Wunder steckt.

Doch längst schon wissen wir, das dieses Paradies mehr und mehr bedroht und in Gefahr ist. Der Film „Die Wiese“ ist daher auch ein eindringliches Plädoyer für die Natur und warnt vor ihrer Zerbrechlichkeit. Der Film zeigt eine atemberaubende Artenvielfalt und wie der Mensch sie zerstört. Der Eingriff des Menschen in die Natur hat schwere Folgen: Dünger, Gülle, Mähen – all das beeinflusst den Lebensraum Wiese. In den vergangenen Jahrzehnten sind zudem hunderttausende Hektar Grünland in Ackerland umgebrochen worden, die verbliebenen Wiesen bieten ihren Bewohnern, den Insekten, Vögeln und Pflanzen, oft keinen idealen Lebensraum mehr.

Nachfolgend ein Trailer über diesen neuen Naturfilm von Filmemacher Jan Haft:

Auch „ttt“ hat erst kürzlich über diesen Film berichtet:

A Little Girl Loves A Big Elephant

Pooja & Shanti: Eine besondere Freundschaft

Pooja ist ein mutiges Mädchen mit einem großen Herz für Tiere. Sie verbringt jedes Jahr die Wintermonate mit ihren Eltern in Indien. In einem Dschungelreservat lernt die sechsjährige Pooja, die Elefantendame Shanti kennen. Zwischen den beiden äußerlich so verschiedenen Wesen entsteht über viele Jahre eine wunderbare Freundschaft. Pooja lernt Shanti zu pflegen und für sie zu sorgen. Shanti erwidert diese Zuneigung auf vielerlei Art.

Am 26. April 1999 wird Pooja in Asien geboren. Ihre Eltern, Jessica Marske und Carsten Fricke, sind Journalisten und stammen aus Hamburg. Ab 2002 lebt die Familie halb in Indien und halb in Deutschland. Pooja lernt Englisch und fühlt sich in einem kleinen Dorf im indischen Bundesstaat Goa mehr zu Hause als in Hamburg. Sie besucht in Indien den Kindergarten, eine Vorschule und die erste Klasse einer privaten indischen Schule.

Pooja liebt Tiere. Wenn sie in den Wintermonaten mit ihren Eltern in Indien ist, füttert sie Straßenhunde, nimmt Katzenwaisen auf und lässt sich von Affen liebevoll lausen. Als Pooja fünf Jahre alt ist, lässt sie ihren Eltern keine Ruhe: Sie möchte einmal einen richtigen Elefanten sehen, einen ganz großen! Der Wunsch des kleinen blonden Mädchens führt die Familie 2004 in einen ganz neuen Lebensabschnitt: Die Eltern fahren mit Pooja in den Nationalpark Mudumalai im Süden Indiens. Hier leben Elefanten in freier Wildbahn. Pooja ist begeistert: So viele Elefanten zu sehen – das hat sie sich selbst in den kühnsten Träumen nicht erhofft.

Die Familie schlittert in ein Thema, das sie bis heute nicht mehr losgelassen hat: Sie erfahren Elefanten als die zärtlichsten Tiere der Welt – und spüren gleichzeitig das große Leid, das viele gefangene Elefanten ertragen müssen. Von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichten Pooja und ihre Eltern in dem Buch »Pooja, das Elefantenmädchen«, das 2006 erschienen ist sowie aber auch in dem auf DVD erhältlichen Dokumentarfilm »Pooja und Shanti«.


In Indien leben offiziell 3.500 Elefanten in Gefangenschaft. Die meisten dieser Elefanten wurden aus der Wildnis gefangen. Der Kontrast zwischen der Verehrung dieser Tiere als Gottheit und dem würdelosen Leben in Ketten, das sie führen, könnte nicht größer sein. Die indische Bevölkerung liebt die Elefanten, bringt ihnen in Tempeln Geschenke dar und hofft, von ihnen gesegnet zu werden – doch die lebenden Götter sind eine vom Menschen ausgebeutete Kreatur.

Die aus der Wildnis gefangenen Elefanten müssen gezähmt werden. Das hört sich harmlos an, ist aber ein grausamer Akt, in dem das Tier physisch und psychisch gebrochen wird. Ein Drittel aller Wildfänge stirbt während dieses Prozesses. Der Mahout muss das Tier dominieren, um es befehlen zu können. Der Unterschied in Statur und Kraft zwischen Mensch und Elefant kann nur durch Brutalität und psychischen Druck ausgeglichen werden, so glaubt man in Indien. Das Tier wird diagonal angekettet und von mehreren Mahouts mit Stangen, Stöcken und Haken malträtiert und in einen konstanten Zustand von Angst versetzt. Oft wird der Wildfang unter Wasser-, Nahrungs- und Schlafentzug gesetzt sowie ungeschützt der Sonne ausgesetzt, um das Tier zusätzlich zu schwächen.

Dengler – Am zwölften Tag

Ein gutes Gespann: Georg Dengler (Ronald Zehrfeld) und Olga (Birgit Minichmayr)
© ZDF/Boris Laewen

Deutscher Fernsehfilm nach einem Bestseller von Wolfgang Schorlau

Diesen Film habe ich mir neulich Abends im Fernsehen angeschaut und dies war letztlich wegen seiner Handlung und Thematik auch alles andere als zum Fenster hinausgeworfene Zeit. Was die Reflektion des gesellschaftlich relevanten Themas angeht, so erreicht dieser Film ein durchaus hohes Niveau: Bekam zum Auftakt im ersten Dengler-Film „Die letzte Flucht“ die Pharma-Mafia kräftig eins vor den Bug, gerät nun die Fleischindustrie mit ihren skandalösen Massentierhaltungsmethoden und den menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen für Zeitarbeiter in den Fokus. Geschickt baut der Regisseur Videofilme, die Denglers Sohn als Tierschutzaktivist veröffentlicht hat, in die Handlung ein. So erfährt der Vater zum ersten Mal etwas über das Engagement seines Sohnes und bekommt – wie der Zuschauer – darüber hinaus noch eindrücklich Infos zum Phänomen Massentierhaltung geliefert. Auch sieht man den rücksichtlosen Unternehmer, der sich mit seinem für jedermann erschwinglichen Fleisch als Wohltäter aufspielt und mit Hilfe unappetitlicher Tierhaltungs – und Schlachtungsszenen im Gegenschnitt entlarvt wird. Noch glaubt Dengler nicht, dass für seinen Sohn und die anderen Tierschutzaktivisten Lebensgefahr besteht. „Es sei denn, sie haben etwas Größeres gefunden, etwas, was größer ist als die normalen Sauereien, die diese Herrschaften sonst so betreiben“, spekuliert er. Der Zuschauer allerdings ist längst im Bilde, kennt die Umstände jener anderen „Sauereien“, weiß schon längst vom Menschenhandel mit den Zeitarbeitern aus Rumänien, die die Billigfleisch-Branche erst zur Goldgrube machen.

Zur Handlung des Films:

Hackerin Olga (Birgit Minichmayr) braucht die Hilfe von Ex-BKA-Zielfahnder Georg Dengler (Ronald Zehrfeld). Der Ex-Arbeitgeber des Privatermittlers sei ihr auf den Fersen. Weil ihr Dengler noch etwas schuldet, soll er ihr helfen, unterzutauchen. Doch auch an einer anderen Front ist Denglers Einsatz gefragt. denn der Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler (Ronald Zehrfeld) muss auch in eigener Sache aktiv werden. Sein Sohn Jakob (Jannis Niewöhner) hat sich mit Carsten Osterhannes (Jörg Schüttauf) angelegt, dem „König der Massentierhaltung“. Mit zwei Freunden hat Jakob in einer Nacht und Nebelaktion die unzumutbaren Zustände auf einem Schweinehof in Brandenburg mittels Video dokumentiert; die Tierschutzaktivisten wurden allerdings dabei überrascht und von Osterhannes Männern festgesetzt. Dengler weiß bislang nur, dass sein Sohn offenbar in eine ungute Sache hineingeraten ist. Mit Hilfe von Hackerin Olga (Birgit Minichmayr), die er mehrfach vor dem Zugriff seiner speziellen Freunde vom BKA bewahren kann, kennt er bald Jakobs Standort. Doch mit Durchpreschen nach Brandenburg ist nichts. Denn immer wieder kreuzen Denglers Lieblingsfeind Dr. Müller (Rainer Bock) und Olgas Zielfahnder Schneiderhahn (Götz Schubert) die Wege der beiden in Richtung Norden. Währenddessen verschärft sich auf dem Hof die Situation. Nicht nur die drei Jungaktivisten stören die „Sauereien“ des Fleischbarons, auch für die tödlichen Folgen einer brutal niedergeschlagenen Rebellion seiner rumänischen Zeitarbeiter, muss Osterhannes „Söldnertruppe“ um Klaus Steiner (André M. Hennicke) zeitnah eine „Lösung“ finden.