Burn, Baby burn…Hilfe bei autoimmun-entzündlichen Erkrankungen

Von Bettina Schneider

Entzündungen gehören zu fast jeder Form von chronischen Erkrankungen. Allergien, Arthritis, selbst Depression wird damit in Verbindung gebracht. Die Schulmedizin antwortet auf chronische Entzündungen mit Medikamenten, wie zum Beispiel Cortison, die diese künstlich unterdrücken. Die wirklichen Ursachen werden vernachlässigt. Verborgene Allergien, Infektionen, Umweltgifte, Ernährung die entzündliche Prozesse fördert, (Milch, Schweinefleisch, Zucker, Zusatzstoffe ) , und vor allem Stress sind die eigentlichen Übeltäter für unzählige Autoimmunerkrankungen.

Autoimmunerkrankungen nehmen explosionsartig zu.

Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen, Lupus, entzündliche Darmleiden, Hauterkrankungen, Arthritis, …die Liste des Leidens ist unendlich und die schulmedizinischen Ansätze beschränken sich auf Symptombekämpfung, auf Unterdrückung des entzündlichen Prozesses, nicht auf Heilung. Das ist vereinfacht ausgedrückt etwa so, als würde man jede Menge Schmerzmittel schlucken, während man auf einem Glasscherben steht. Die Lösung ist nicht, noch mehr Aspirin oder mehr Cortison, um die gesunde Schmerzreaktion zu unterdrücken sondern die Entfernung des Glasscherbens aus dem Fuß.

Wenn man also die Entzündungen im eigenen Körper herunterfahren möchte, dann muss man die Quelle finden. Das Feuer…nicht den Rauch. In der Medizin werden die Behandler nach wie vor darauf geschult, Krankheiten nach ihren Symptomen zu diagnostizieren, nicht nach ihren Ursachen. Sie fragen: „Welche Krankheit hat der Patient“. Es wird selten die viel wichtigere Frage gestellt: Warum ist der Patient krank? Ganzheitliche Medizin ist ein komplett anderer Ansatz, Krankheiten zu sehen. Man sucht nach Gründen für die Beschwerden, weniger nach Wegen, wie man die Symptome unterdrücken kann. Man nimmt nicht die Batterie aus der Warnanzeige sondern macht sich auf die Suche nach der Störquelle.

Alle Autoimmunerkrankungen haben eines gemeinsam: Einen bestimmten biochemischen Prozess, ein entgleistes Immunsystem, eine systemische Entzündung, der Körper greift die eigenen Zellen an.

Unser Immunsystem ist das Verteidigungssystem gegen Eindringlinge. Unsere innere Armee, die Freund von Feind unterscheiden muss. Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn unser Immunsystem überfordert ist und unsere eigenen Zellen irrtümlich „beschossen“ werden. Ein Immunsystem bekämpft gerade irgendetwas…eine Infektion, ein Allergen…mit unverträglichen Nahrungsmitteln oder Stress…und irgendwie gerät der Kampf auch in die eigenen Linien, in den Darm, in die Schilddrüse, auf die Haut oder in die Gelenke. Wenn es dumm läuft, in den gesamten Körper. Konventionelle Ansätze haben keine Methode, die Ursachen dieser Verwirrung herauszufinden. Ganzheitliche Medizin versucht sie zu finden oder das „Friendly fire“ wieder zurück auf den „Aussenfeind“ zu lenken.

Interessanterweise gibt es Autoimmunerkrankungen fast ausschließlich in wohlhabenden Ländern. Menschen in armen Regionen, ohne die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation, wie fließendes Wasser, Waschmaschinen oder sterilen Gärten, bleiben von Autoimmunerkrankungen weitestgehend verschont. Auch wenn man mit vielen Tieren aufwächst, als Kind im Schmutz spielt, mit Insekten, Infektionskrankheiten und co Bekanntschaft gemacht hat, scheint man dem Immunsystem frühzeitig bei der Unterscheidung zu helfen, who is who …wer ist zu bekämpfen, was ist fremd im Körper und was gehört zu mir.

Neben den schulmedizinischen Versuchen der Linderung könnte man sich zusätzlich folgende Fragen stellen:

  • Gibt es verborgene Infekte, Toxine, Allergien, Ernährungsfehler, Defizite, Stress…die mein Immunsystem belasten?
  • Wie steht es um meine Darmflora, dem Hauptsitz der körpereigenen Immunabwehr?
  • Welchen belastenden Umweltgiften bin ich durch meine Arbeit oder mein Freizeitverhalten ausgesetzt? Genussgifte, Strahlung, Schwermetalle?
  • Welche Mikronährstoffe könnten mir fehlen? Stichwort : Zink, Omega3, Vitamin D, Probiotischer Darmaufbau und die Vermeidung aller industriell verarbeiteten Lebensmittel, auch und besonders Milch, Schweinefleisch und Weizen, wirken oft kleine Wunder.
  • Erhält mein Körper genügend Sauerstoff, Sonne und Bewegung, damit das Immunsystem richtig arbeiten kann? Bewegung ist ein natürliches Heilmittel gegen jede Art von Entzündung!
  • Fehlen mir Ruhepausen und Entspannung, oder auch Schlaf? Yoga, Meditation und andere Entspannungstechniken sind nicht nur für das seelische sondern auch für das körperliche Wohlbefinden eine große Hilfe.
  • Gibt es Ursachen für Stress, die ich abstellen kann. Gibt es wichtige Veränderungen in meinem Leben, die ich angehen sollte?
  • Könnte ich an meinem Säure-Basen Haushalt etwas optimieren? Stichwort: Entsäuern!
  • Wie steht es um meine Ernährung? Gluten? Zucker? Fructose? Tierisches Eiweiss ist sehr oft ein Trigger, besser sind z. B. Hülsenfrüchte, Getreide, Pseudogetreide, Ölsaaten, Wurzelgemüse, Blattgemüse und wenn man nicht konsequent vegan lebt, auch Bio-Eier und ab und zu Fisch.

Die ehrliche Beantwortung dieser Fragen könnte mehr Linderung für chronische Beschwerden ermöglichen, als so manches Rezept

Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor. (Hippokrates)

Quelle : guteskarmatogoblog.wordpress.com

Rama dama…für Fortgeschrittene

Veröffentlicht von Tierschützerin Bettina Schneider am 26. September 2017

Foto: Bettina Schneider

„Rama dama“ ist ja eigentlich nur für die interessant, die es erst dazu kommen ließen, dass ein gründliches und kompromissloses Aufräumen notwendig wurde. Ganz gleich ob man Schuttberge, seine Schränke, den Freundeskreis, sein Arbeitsteam oder seine Lebenseinstellungen neu sortiert…vorher musste erst einmal ein gewisses Mass an Schutt und Unbrauchbarem angesammelt werden.

Eine Disziplin, in der ich Meister bin. Meine Schubladen würden jedem Krämerladen Konkurrenz machen, mein Kleiderschrank war einst so wohl sortiert und geordnet, wie ein Ausverkaufslager bei Zara, mein Freundeskreis riesig aber nicht unbedingt rund und nicht unbedingt alles Freunde und einige meiner Lebenseinstellungen und Denkweisen brachten so manchen, der es gut mit mir meinte, zum Weinen…

Dann fing ich also irgendwann an mit dem Rama dama und mit jeder neuen Aktion wurde alles klarer. Zwar deutlich weniger von allem, aber brauchbarer, übersichtlicher und angenehmer. Manches musste ich neu anschaffen, vieles wurde neu entdeckt, verborgen und vergessen, zwischen dem Gerümpel. Und als ich vor einer Weile begann, endlich auch meine Lebenseinstellungen zu sortieren, welche davon ich mit in das letzte Drittel meines Aufenthalts hier nehmen sollte, welche mir gut tun und mit welchen ich mir selbst schade, da war ich erstaunt, was nach all dem Rama dama doch noch übersehen worden war. Es ist nach wie vor sehr ungewohnt für mich, unbequeme Dinge, wie ich worüber denke, einfach anzusprechen, Dinge einzufordern, selbstverständliche Dinge, wenn ich sie vermisse. Auch Respekt.

Ich denke, ich war eher so der Typ, „wandelndes Diplomaten Corps“ bisher. Verbindlich, effektiv und ein Großteil der zwischenmenschlichen Verhandlungen war daher natürlich äußerst erfolgreich aber nicht zwingend für mich selbst. Ich war oft beleidigt oder verletzt, wenn nicht gehört wurde, was ich NICHT sagte. Jetzt sind andere verletzt und beleidigt, wenn sie hören, was ICH sage. Noch bin ich dabei, herauszufinden, ob es sich so auf Dauer besser anfühlt. Aber einmal im Rama dama Fieber, gibt es wohl kein Zurück. Sieht man die Schutthalden erst und hat die Ärmel hochgekrempelt, dann ist es ein Selbstläufer.

Was ich während all der Aufräumarbeiten bisher am Tollsten fand, waren die unglaublich schönen Fundstücke, neben vergessenen Schätzen in Schubladen und Schränken, vor allem verlässliche Freundschaften, unerwartete und nette Gesten, Reaktionen, mit denen ich niemals gerechnet hätte, positiv wie negativ, oder einfach gar keine, wenn ich sie erhofft hätte …aber sie waren immer aufschlussreich. Hilfsangebote und Anerkennung in jeder nur denkbaren Art, auch für meine Arbeit, aber vor allem die Gewissheit, dass es Menschen gibt, die mich nicht nur dann schätzen, wenn ich für sie oder andere leiste, sondern für das, was ich bin. Mein Blick wurde geschärft für echte Freunde und Verbündete. Kleiner Tipp, wie man sie erkennt: Sie sind einfach da, wenn du sie brauchst.

Rama dama ist cool

Quelle: guteskarmatogo.wordpress.com

ZDF-Programmhinweis

Aus Liebe zum TierRadikale Tierschützer wollen, dass kein einziges Tier durch Menschenhand benutzt wird, stirbt oder leidet. Im Namen der Tiere machen sie mobil – häufig auch mit illegalen Aktionen. Über Monate tauchten die ZDFzoom-Reporter in die Welt der Aktivisten ab und begleiteten sie bei ihren meist nächtlichen Feldzügen. Ziel dieser Attacken: Bauern, Wissenschaftler und Geschäftsleute, die mit Tieren ihr Geld verdienen.

2000 Straftaten in den letzten zehn Jahren gehen auf das Konto radikaler Tierschützer, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, meldet das Bundeskriminalamt. Meist sind es kleinere Delikte, mit denen angebliche Tierquäler zermürbt werden sollen. Auch wenn sie für ihre Ziele mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sehen sich die Aktivisten im Recht, „… Tiere zu befreien und Dinge zu zerstören, um viel schlimmeres Unrecht, Tiere töten, zu verhindern“, sagt eine Aktivistin von der „Tierbefreiung Hamburg“.

Zu besonders militanten Aktionen bekennt sich häufig die internationale Aktionsgruppe „Animal Liberation Front“, die, wie sie es nennen, die „Tier-Industrie“ weltweit mit Anschlägen attackiert. Eine Entwicklung, welche die europäische Polizeibehörde Europol mit Sorge beobachtet. Sie bestätigt den grenzüberschreitenden Anstieg von Straftaten. Die Opfer sprechen von „Bedrohungen für Leib und Leben“ und fürchten um ihre Existenz. „Der Markt verlangt nach Fleisch, ich produziere vollkommen legal und außerdem bezahlbares Fleisch, was wollen die von mir?“, beklagt sich ein Geflügelbauer, den ein Brandanschlag beinahe ruiniert hätte.

Auf der anderen Seite werden Tierrechte gesellschaftlich zunehmend akzeptiert, viele Auflagen verschärft, Tierschutz ist mittlerweile sogar im Grundgesetz verankert. Die Zahl der Vegetarier und Veganer steigt rapide – nicht zuletzt durch schockierende Bilder gequälter und misshandelter Tiere in der Massentierhaltung, die zum großen Teil auf Undercover-Recherchen der Tierrechtsaktivisten zurückgehen.

Mehr unter http://www.zoom.zdf.de