5 Folterinstrumente, mit denen Bauern Tiere quälen und verstümmeln

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Von Peta.de

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung geht es den meisten Bauern vor allem um eines: Profit. Die Tiere müssen möglichst viel Milch geben, viele Eier legen oder schnell wachsen, um möglichst viel Fleisch zu bringen. Sie sind an erster Stelle keine fühlenden Lebewesen, sondern Leistungsmaschine oder Produkt. Um die Tiere und ihre Leistung zu „optimieren“, werden Kühe, Schweine, Hühner, Ziegen und Schafe in Landwirtschaftsbetrieben oftmals mit regelrechten Folterinstrumenten verstümmelt. Wir stellen fünf grausame Werkzeuge der landwirtschaftlichen Tierhaltung vor und erklären, welches Leid sie bei den Tieren verursachen.

1. Kastrationszange

In der Landwirtschaft werden Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe meist kontrolliert gezüchtet, damit die Tiere optimale Gene weitervererben. Damit sich die Tiere nicht unkontrolliert vermehren und ein männliches Tier mit weniger gutem Erbmaterial ein weibliches Tier deckt, werden die männlichen Tiere kastriert. Auch soll eine Kastration helfen, Rinderbullen leichter unter Kontrolle zu halten und bei männlichen Schweinen wird so der unangenehme Geruch und Geschmack mancher unkastrierter Eber unterbunden.

Mit einer Kastrationszange werden die Samenstränge von männlichen Schweinen, Ziegen und Schafen durchtrennt – nicht immer mit Betäubung. Eine betäubungslose Kastration ist erst ab einem gewissen Alter verboten und variiert je nach Tierart, weshalb beispielsweise noch immer die betäubungslose Ferkelkastration erlaubt ist. Die Schweinebabys erleiden dabei unglaubliche Schmerzen.

2. Saugentwöhner

Kälber und junge Rinder trinken viele Monate lang die Milch ihrer Mutter und haben daher ein natürliches und stark ausgeprägtes Saugbedürfnis. Da die Muttermilch der Kühe in der Milchindustrie jedoch verkauft werden soll, werden die Kälber oftmals direkt nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Kommen die Kälber dann nach einigen Wochen wieder mit anderen Tieren in einer Gruppe zusammen, leben sie ihr unbefriedigtes Saugbedürfnis an den Eutern oder gar Genitalien der anderen Rinder aus. Dies soll durch einen Saugentwöhner verhindert werden.

Saugentwöhnungsringe werden an der Nase des Kalbes befestigt. Einige Entwöhner haben nach außen gerichtete Zacken, mit denen das andere Rind gestochen wird, wenn das Kalb versucht zu saugen. Damit soll eine Abwehrreaktion bei dem besaugten Tier ausgelöst werden. Andere Saugentwöhner wiederum drücken dem Kalb in der Nase, wenn es einen Saugversuch unternimmt.

3. Ohrmarkenzange

Um die Tiere auseinanderhalten und nachverfolgen zu können, stechen Tierhalter ihnen Ohrmarken. Dies geschieht bereits kurze Zeit nach der Geburt und ohne Betäubung. Die Ohren von Kälbern, Lämmern und Zicklein werden mit einer Zange durchstochen und die Identifikationsmarke wird durch das entstandene kleine Loch gedrückt und befestigt. Die Tierkinder versuchen oft am Anfang, den Fremdkörper wieder loszuwerden und abzuschütteln, besonders, wenn die Marken übermäßig groß sind.

Die Ohrmarken werden vom Gesetzgeber vorgeschrieben, ungeachtet dessen, dass sie ein großes Verletzungsrisiko darstellen – die Marken können nämlich rausgerissen werden, wenn ein Tier beispielsweise damit hängen bleibt. Dabei gibt es tierfreundlichere Alternativen wie einen Chip, wie er bei Hunden und Katzen verwendet wird.

4. Enthornungsgerät

Viele Rinder werden in Deutschland immer noch routinemäßig von Bauern enthornt. Dabei wird Kälbern mit einem mehrere hundert Grad heißen Brennstab der Hornansatz verbrannt und die Nerven- und Blutbahnen verödet. Laut Tierschutzgesetz muss das Kalb bei der Enthornung lediglich Schmerzmittel erhalten, die jedoch in keiner Weise die Schmerzen der Amputation verhindern. Eine Betäubung ist nicht vorgeschrieben.

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Eigentlich verbietet das deutsche Tierschutzgesetz die Amputation von Körperteilen. In der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden jedoch Praktiken erlaubt und Ausnahmeregelungen erteilt, die man sich bei Hunden oder Katzen niemals vorstellen könnte. Dabei gibt es nur zwei Gründe, aus denen Bauern ihre Rinder enthornen wollen: Zum einen benötigen Rinder mit Hörnern mehr Platz in der Haltung. Brennt der Bauer den Tierkindern die Hörner weg, kann er sie in kleineren Ställen halten und mehr Profit rausschlagen. Zum anderen soll die Enthornung der Sicherheit dienen, damit die Rinder bei der Haltung auf engem Raum keine anderen Rinder oder Menschen verletzen.

5. Viehtreiber

Ein Viehtreiber ist beispielsweise ein 6.000 Volt starker Elektroschocker, mit dem die Tiere in die gewünschte Richtung getrieben werden. Die Treiber kommen meist beim Verladen für den Transport oder im Schlachthof zum Einsatz, wenn die Schweine oder Rinder in das Schlachthaus getrieben werden. Viele Tiere sind in Todesangst und wollen nicht freiwillig weitergehen – als hätten sie eine Vorahnung, welches Schicksal sie im Schlachthaus erwartet. Die Arbeiter des Schlachthofes schocken die verängstigten Tiere, sodass sie vor Schmerzen weiterlaufen.

Per Gesetz sind die Viehtreiber nur beim Verladen der Tiere erlaubt. Obwohl die Schocker nur an bestimmten Körperteilen angewendet werden dürfen, missachten die Arbeiter diese Vorgaben oft und schocken die Tiere an empfindlichen Stellen wie Euter, Vulva oder im Gesicht.

Schmerzen, Leid und Tod durch Werkzeuge

Es gibt noch unzählige weitere Werkzeuge, die Bauern zur „Optimierung“ der Tiere verwenden. Bullen wird mit Kastrierzangen die Blutzufuhr zu den Hoden abgeklemmt, bis diese absterben. Ferkeln werden mit einem Zahnschleifgerät die Eckzähne abgeschliffen, damit sie ihre Mutter beim Säugen nicht verletzen, die sich in ihrem Kastenstand nicht bewegen kann. Mit einem Kupiergerät werden Puten die Schnabelspitzen und Ferkeln die Schwänze abgetrennt. Zuchtbullen wird mit einer Nasenringzange ein Ring durch die empfindliche Nasenscheidewand gezogen, damit sie sich weniger gegen die Führung durch die Bauern wehren. Gänsen und Enten werden Füllschläuche in den Hals gerammt, über die sie zwangsgefüttert werden, um eine unnormal große Stopfleber zu erhalten. Die meisten Tiere erwartet im Schlachthof das Bolzenschussgerät, dass ihnen zur Betäubung einen Bolzen in das Gehirn schießt.

Was Sie tun können

Helfen Sie dabei, das Leid der Tiere in der Landwirtschaft zu beenden, und entscheiden Sie sich für eine tierleidfreie Lebensweise, indem Sie sich vegan ernähren und kein Fleisch, keine Eier und keine Milch konsumieren. Nur so kann verhindert werden, dass die Tiere der Folter von Kastrationszangen, Elektroschockern und Kupiergeräten ausgesetzt werden.

Schlachthof Fürstenfeldbruck: Elektroschocker Einsatz // SOKO Tierschutz e.V.:

3 Kommentare zu “5 Folterinstrumente, mit denen Bauern Tiere quälen und verstümmeln

  1. „Profitsucht“ wird ja heute fast schon jedem unterstellt, der irgendeine Art von Geschäft betreibt. Bauern sind, weil sie Tiere in Massen halten, seit Jahren das Ziel von Angriffen. Dabei müsste sich der Zorn eigentlich gegen die Gesetzgebung richten, die all das erlaubt. Es gibt sicherlich unter den Bauern auch einige, die ihren Tieren absichtlich oder aus Unkenntnis Schmerzen zufügen, aber die Mehrzahl ist m.M.n. nicht so eingestellt und will nur ihre Familie ernähren und ihren Kindern einen gut geführten Betrieb hinterlassen.

    Daher würde ich jedem Tierfreund Folgendes empfehlen:
    1. Kauft nicht die billigen Tierprodukte im Supermarkt, sondern ernährt euch vegan.
    2. Wenn ihr vom Fleichessen oder als Vegetarier von Milchprodukten und Eiern nicht lassen könnt, dann kauft nur Produkte aus Biohaltung und von ausgewählten Höfen, die ihr selbst angesehen habt. Fragt auch nach der Haltung und den Methoden.
    3. Schreibt an den Politiker eures Vertrauens an eurem Wohnort oder sucht ihn in der Sprechstunde auf und sagt ihm, dass er sich für eine Landwirtschaft ohne Tierleid einsetzen soll.

    Ich meine, auch die Bauern brauchen, wie wir alle, ein gesichertes Einkommen. Mein Wunsch ist, dass das ohne Tierleid möglich sein muss. Ich bin auch bereit zu akzeptieren, dass dafür Subventionen gezahlt werden, je umwelt- und tierfreundlicher, desto mehr.
    Die EU aber sorgt mit ihrer Subventionspolitik dafür, dass genau die Falschen (Agrarfabriken) das meiste Geld bekommen. Das muss schnellstens geändert werden. Am liebsten wäre mir ein Dexit, denn dann könnten wir selbst bestimmen, wie unsere Landwirtschaft aussehen soll.

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    • Liebe Naturfreundin, so ganz und ohne weiteres vermag ich Deinen anteilnehmenden Zeilen gegenüber den Bauern, die sich Tiere halten, leider nicht zuzustimmen. Du schreibst, auch die Bauern bräuchten ein gesichertes Einkommen und Du wünscht Dir – wenn dieses Einkommen auf Kosten der Tiere beruht – eine Tierhaltung ohne Tierleid. Doch selbst wenn dies denkbar und möglich wäre: Am Ende werden die Tiere dann doch ausgebeutet und für die Gelüste menschlicher Gaumenfreuden getötet, ermordet und grausam abgeschlachtet.

      Nur das Wohl der Tiere verbessern zu wollen, das ist das Streben vieler Tierschützer und Tierschutzorganisationen. Aber dies allein reicht nicht und deswegen ziehe ich meinen Hut vor jeden ernsthaften Tierrechtsaktivisten, der weit mehr einfordert und sich für ein weit grösseres Ziel einsetzt und engagiert, nämlich für das Grundrecht eines jeden Lebewesens auf Freiheit und sein Leben. Erst dann, wenn wir „Schöpfungskronen“ keine sogenannten „Nutztiere“ mehr ausbeuten und dieser hässliche Begriff zu existieren aufgehört hat, erst dann, wenn das biblische Gebot „Du sollst nicht töten“ auch für die gesamte Tierwelt gilt, erst dann werden wir Menschen zivilisiert sein und alle unsere Mitlebewesen behandeln, wie sie es verdient haben und wahrer Menschlichkeit entspricht. Und dies alles sollte und muss letztlich auch jeder Bauer und tierhalterische Landwirt erkennen, insofern dieser auch nur etwas Grips und Verstand in seiner Birne hat, nämlich das er lieber hätte Bäcker werden oder einen anderen Beruf und Job ergreifen sollen, denn ob es sich nun um Milch, um Eier oder um das Fleisch von Tieren handelt: Es sind Tierqual-Produkte, mit denen der Bauer und Tierhalter seinen Profit und Lebensunterhalt erwirtschaftet. Und deswegen gehört mein Mitgefühl nicht etwa diesen Bauern und Tierhaltern, sondern einzig und allein den betroffenen Tieren.
      Mit lieben Grüssen – Wolfgang

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  2. Solche Tierquäler haben perverse kranke Gehirne ! Wie schrecklich daß die armen Tieren diesen Monstern in Menschen-Gestalt total ausgeliefert sind. Es tut sehr weh dies mit ansehen zu müssen und nicht wirklich etwas Positives zu bewirken. Von der korrupten Politik kann man leider nichts erwarten, es ist denen egal wenn Tiere leiden.

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