Studien zeigen den Einfluss der Tierhaltung auf die Klimakatastrophe

Die globale Tierhaltung gehört zu den schlimmsten “Klimakillern”. Der Flächenverbrauch, der Anbau der Futtermittel und der Ausstoß von Methangasen trägt wesentlich zur Überhitzung des Klimas bei. Tierprodukte zu meiden ist daher der wichtigste Schritt, den jeder Einzelne tun kann. Wissenschaftliche Studien belegen das.

Die vielleicht wichtigste Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aus dem Jahr 2013 untersuchte, wie groß der Einfluss der globalen Tierhaltung auf das Klima ist – und welche Möglichkeiten zur Abmilderung der Klimafolgen es gibt. Die Studie trägt den Titel “Tackling Climate Change Through Livestock” und ist hier einsehbar .

Studie belegt ökologische Vorteile einer pflanzlichen Ernährung.

Die Forscher Joseph Poore von der Oxford University und Thomas Nemecek, stellvertretender Forschungsgruppenleiter Ökobilanzen beim Forschungsinstitut Agroscope in Zürich, haben mehr als 500 Studien ausgewertet und dabei auch Daten von fast 40.000 Tierhaltungsbetrieben und 1900 Verarbeitungsbetrieben analysiert. Dabei untersuchten sie die Klimaauswirkungen einzelner Lebensmittel, vom Anbau bis zur Ladentheke. Auswertung

Studienleiter Joseph Poore sagte dem “Guardian”: “Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich der wichtigste Schritt, den Einfluss auf die Erde zu verringern”.

In der “Oxford-Studie” von 2016 gehen Wissenschaftler der Frage nach, welche gesundheitlichen und ökologischen Nebeneffekte eine globale Umstellung auf überwiegend pflanzliche Ernährung hätte. Die Wissenschaftler belegen, dass eine überwiegend pflanzliche Ernährung die Treibhaus-Emissionen bis 2050 um 70% senken würde – und über 8 Millionen Menschenleben im Jahr retten könnte. Zur Studie

Der “Fleischatlas”

Die Heinrich-Böll-Stiftung gibt zusammen mit dem BUND Naturschutz und Le Monde Diplomatique einen “Fleischatlas” heraus, der regelmäßig aktualisiert wird. Darin werden wissenschaftliche Erkenntnisse leicht verständlich aufbereitet. Zum Fleischatlas

Quelle: vegpool.de

Trotz massiver Kritik von Amtstierärzten an Tiertransporten in Länder außerhalb der EU: Viehhändler umgehen Abfertigungsstopp

Siehe hierzu verlinktes PDF-Dokument

Hier einige Auszüge aus Kommentaren über den in Report Mainz gesendeten Bericht „Tiertransporte-Leiden ohne Grenzen“ am 28.05.2019

Antonietta:

Nach wie vor leiden Tiere tagtäglich auf Transporten. LKWs sind überladen, Transporte finden bei extremen Temperaturen statt, Tiere werden nicht angemessen versorgt und grob misshandelt. Hinzu kommt der Handel innerhalb der EU. Je größer die EU wird, desto weiter werden die Distanzen, über die mit Tieren gehandelt wird. Beispielsweise werden Kälber ab einem Alter von 14 Tagen nach Spanien verkauft. Eine Fahrt, die von Deutschland aus zwei bis drei Tagen dauert. Stammen die Kälber aus osteuropäischen Ländern, ist die Fahrtzeit entsprechend länger. Und es gibt noch weitere Transportstrecken. Besonders quälend sind Langstreckentransporte in Länder außerhalb Europas.

Auch wenn die Anzahl der Tiere, die diese Transporte erleiden müssen, vergleichsweise gering ist, ist ihr Leiden unfassbar groß. Seit Jahren wird dokumentiert, wie die Tiere auf den Transporten misshandelt werden und wie grausam auch die Methoden sind, mit denen sie schließlich geschlachtet werden. Dennoch unternehmen weder die deutsche Bundesregierung noch die Europäische Kommission Maßnahmen um diese unnötigen Tierquälereien zu unterbinden. Dass sogar ganze Schiffsladungen mit Tausenden von lebenden Tieren aus Südamerika und Australien in den Nahen Osten bzw. nach Südostasien verkauft werden und diese Tiere noch wesentlich größeren Qualen ausgesetzt sind, kann keine Rechtfertigung für den tagelangen Transport von Tieren aus der EU in Drittländer sein.

Inge Pollaschek:

Genau hier sieht man die Unfähigkeit unserer Regierung in Berlin. Sie scheint zu schwach und zu gleichgültig zu sein, um dieses völlig unnötige Tierleid zu beenden. Mein Gott, welche Schande.

Susanne Kirn-Egeler:

Vielen dank an Report Mainz! Prof. Jens bülte spricht von der institutionalisierten Agrarkriminalität. Dies trifft den Nagel auf den Kopf! Die Verursacher und Betreiber dieser entsetzlich tierquälerischen Transporte finden immer ein Schlupfloch für diese verbrecherischen Praktiken. Es geht ums Geld , um den Profit! Wann handeln fähige Politiker endlich, um wehrlosen Tieren diese Hölle zu ersparen! Wir haben es so satt! Danke für diesen Bericht an Report Mainz!! Sie geben den Tieren eine Stimme!

Antonietta:

Alleine in Deutschland werden jedes Jahr etwa 800 Millionen Tiere in Schlachthäusern getötet – nicht selten sehen die Tiere auf den Transporten zum ersten Mal das Tageslicht, da sie ihr entbehrungsreiches Leben bis dahin in Zucht- und Mastfabriken fristen mussten. Transporte bedeuten immer massiven Stress für die Tiere, die in ihrem Leben meist nicht viel mehr als einen Stall kennengelernt haben. Außerdem kann ein Transport zusätzliche Leiden durch teils extreme Hitze oder Kälte, tagelange Wartezeiten an den EU-Außengrenzen ohne ausreichend Wasser und Futter, gegenseitige Verletzungen der verängstigten und zusammengepferchten Artgenossen, Unfälle, nicht erkannte Krankheiten vor Transportbeginn, vorschriftswidrig nicht gemolkene Kühe und vielem mehr verursachen. Deutschland muss Vorreiter sein und darf sich nicht auf langen und zähen EU-Verhandlungen ausruhen. Es muss so schnell wie möglich ein Zeichen gesetzt und wenigstens Tiertransporte in Drittländer verboten werden.