Union und SPD drohen Verluste bei der Europawahl

Die Wahlen zum EU-Parlament am kommenden Sonntag haben in etwa so die Bedeutung eines in China umfallenden Sack Reises. Es ist und bleibt eine Placebo-Veranstaltung für den kleinen Mann, der sich bereits schwarz geärgert hat. Dabei wird gerne so getan, als hätte der Bürger irgendeinen Einfluss auf die EU Politik. Hat er aber nicht, denn lediglich die dort Vertretenen Parteien kungeln ein wenig rum und die Entscheidungen werden von EU-Kommission und dem EU-Rat getroffen.

Von qpress.de

Derzeit grassiert in den Medien die helle Panikmache, was die EU-Wahlen anbelangt. Warum eigentlich? Weil man dem Jean-Clown Juncker sein „Ischias“ nicht abnimmt? Aus Angst die fortgesetzten Lügen nebst Lobbywirtschaft innerhalb der EU könnten einen Dämpfer erfahren? Weil man dem Wähler nicht über den Weg traut? Oder weil die bösen Rechten (trotz Strache-Staucher), immer noch eine veritable Gefahr für die etablierten Parteien sind und diesen im Handumdrehen den Schneid abkaufen könnten? Oder blüht da gar die Angst vor einem grünen Ökofaschismus?

Wenn man weiß, das ausgerechnet diese Wahlen am wenigsten bewegen, dann fragt man sich warum so sehr damit abgelenkt wird. Welcher Dreck soll uns in der Zeit denn noch untergeschoben werden? Es fängt schon bei der Bezeichnung an. Es sind „EU-Wahlen“ und keine Europa-Wahlen, denn ganz Europa hat mit diesem Schwindel gar nichts zu tun. Diese unzulässige Überhöhung des teuren Flohzirkusses namens EU sollte uns zuvorderst bedenklich stimmen. Aber genau dieser Geltungsdrang des zahnlosen Tigers sorgt immer wieder für Verdruss.

Jetzt muss man einen Moment die Luft anhalten. Dann darf man sich für denselben Sachverhalt eine so negative Überschrift auf der Zunge zergehen lassen: „Union und SPD drohen Verluste bei der Europawahl“ Warum konnotiert diese Lügen-Postille selbigen Sachverhalt eigentlich so negativ? Alle Leute wissen, dass es dringend Änderungen braucht, nicht nur in Deutschland. Was hier die GroKo ist, sind die großen Schnarchnasen der Konservativen und Sozis im bedeutungslosen EU-Parlament. Um ehrlich zu bleiben, auch der Bundestag ist eine Placebo-Veranstaltung. Dort wird wenigstens die Hälfte der Abgeordneten, halbwegs am Grundgesetz vorbei, über Listen an Steuerzahlers fette Futtertröge geschleust.

Zwar hat man in Europa vor gut 30 Jahren die „Wende“ geschafft, nur leider ist die seither überfällige, „geistig-moralische Wende“ irgendwo auf der Strecke verschüttgegangen. Filz und Lobbyismus sind die Dinge mit denen die Bürger in der EU (nicht in Europa) gegängelt werden. Die Politik muss sich schon mühen die positiven Dinge zusammenzutragen, die sie angeblich für die Menschen gemacht hat. Vielmehr überwiegen immer noch die negativen Einflüsse, die lediglich eine konzertierte Ausbeutung (Profitoptimierung) der EU-Nutzmenschen zum Ziel haben. Als ob der einzige Lebenszweck der blanke Materialismus wäre. Zugegeben, für eine kleine elitäre Minderheit, die den ganzen EU-Zirkus geisterhaft steuert, ist es das auch. Die Umverteilung von unten nach oben hat in der ganzen EU wunderbar funktioniert und feiert jährlich neue Urstände. Aber dem nachweislich und zunehmend verarmenden Teil der Bevölkerung hat das leider nur richtig was gekostet.

Die EU ist von vorn bis hinten asozial und nur von kommerziellen Interessen getrieben. Das kann man auch mit ein paar „Tarnprojekten“ nicht mehr vertuschen. Und immer wieder muss man genau auf die Worte achten. Die EU ist nicht Europa und es gibt keine Europawahlen sondern EU-Wahlen. Vergleichbare Wortverdrehungen und Entstellungen gibt es bezüglich des Populismus. Volksparteien waren immer schon populistisch, sonst wären sie nie Volksparteien geworden. Seit sie sich allerdings fürs Volk schämen und mit jenem nicht gemein gemacht werden möchten, haben sie sich dazu entschlossen, ihrem Untergang vorauseilend, den Begriff „Populismus“ negativ zu besetzen. Und gespalten haben sie den Begriff auch noch. Jetzt gibt es Rechtspopulisten, Linkspopulisten und vermutlich auch Liberalpopulisten, wenn man sich mal den Christian Lindner ansieht.

Einigen Parteien drohen herbe Gewinne bei EU-Wahl, außer Union und SPD. Was also ängstigt den Spiegel, dass er die Verluste der Union und der SPD so alarmistisch beschreit? Ist es die Angst, dass das Kapital, zu dem sich inzwischen auch der Spiegel zählen lassen muss, dabei Federn lassen könnte? Vielleicht, dass der Einfluss der Lobbys bei signifikanten Umwälzungen in diesem zahnlosen Scheinparlament irgendeine eingefahrene Bahn blockieren könnte? Womöglich haben die Briten um Nigel Farage recht, die zur EU-Wahl antreten, einzig mit dem Zweck den ohnehin schon hohlen EU-Vogel von innen her zum Einsturz zu bringen. Solange die EU kein Projekt „von Menschen für Menschen“ ist, sondern nur weiter eines „des Geldes für das Geld“, dürfte die Taktik von Farage immer noch die beste sein.

Quelle: qpress.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.