Gedanken und Anmerkungen zur Europawahl 2019 (Teil 2)

Ergänzend und abschliessend noch einige Anmerkungen zur ´Alternative für Deutschland´, die wohl einzige wertkonservativ-rechte Alternative zu der Establishment-Fraktion CDU/CSU/SPD/FDP/LINKE/GRÜNE – und die demzufolge auch die einzige Partei ist, die möglicherweise die Substanz hat, der volksfeindlichen Politik der etablierten Parteien die Stirn zu bieten und somit unser Land vor noch schlimmeren Schaden zu bewahren.

Enttäuschenderweise ist sie für uns Tierschützer alles andere als eine Partei, die sich ebenso engagiert auch für dringlichst erforderlichen Tierschutz einbringt. Stattdessen erleben und erfahren wir oftmals das krasse Gegenteil, nämlich dass sie für entsetzlich leidende und rücksichtslos ausgebeutete Tiere weder ein Herz noch eine Antenne zu haben scheint und somit der verbrecherische Umgang des Menschen mit empfindungsfähigen und alltäglich gequälten Tieren für diese Partei kein sonderlich wichtiges Thema ist.

Sie ist und bleibt dessen ungeachtet aber dennoch eine „Deutschland-Schutzpartei“, und zwar in dem Sinne, dass sie die Grundwerte dieses Landes zu bewahren versucht und die zunehmende Islamisierung Deutschlands nicht toleriert.

Trotzdem jedoch bin ich immer wieder entsetzt und sehr enttäuscht darüber, wenn ich feststellen und zur Kenntnis nehmen muss, dass diese AFD – mit Ausnahme ihres begrüßenswerten Engagements gegen das betäubungslose Schächten – die von uns Menschen praktizierte Versklavung der Tiere mehr zu unterstützen scheint, statt diese Verbrechen auch nur annnähernd bekämpfen zu wollen.

Wenn sich Vegetarier fleischlos ernähren und Veganer sogar sämtliche Tierqual-Produkte von ihrer Speisekarte gestrichen haben, so ist das doch eine gute Sache, eine sehr begrüßenswerte Entscheidung mitfühlender und wahrhaft ethisch handelnder Menschen. Aber die AFD sieht auch das wieder einmal gänzlich anders und hat dementsprechend auch dem Vorhaben unserer „tierschutzfreundlichen“ EU ihre Zustimmung erteilt, nämlich das zukünftig im Handel erhältliche Veggie-Schnitzel, Veggie-Bratwürste und dergleichen mehr nicht mehr als solche benannt und bezeichnet werden dürfen.

Dies gilt für alle fleischlosen Alternativen: Vegetarischer Burger darf unmöglich weiterhin Burger und vegetarische Wurst auch nicht mehr Wurst heissen, denn sonst würde der Verbraucher ja angeblich getäuscht werden. Welch ein Skandal für diese EU-Parlamentarier, wenn ein Liebhaber fleischlicher Gaumenfreuden und ermordeter Tierleichen sich einmal vergreifen und statt echtem Tierfleisch gepresstes Soja essen würde.

Und der AFD fiel abermals nichts Besseres ein, dieser Posse um die Namensgebung von Veggie-Produkten auf EU-Ebene zuzustimmen, einem EU-Beschluss übrigens, der mit Sicherheit auf den Einfluss der Fleischindustrie zurückzuführen ist, die es ganz gewiss nicht gerne sieht, dass immer mehr Menschen regelmäßig zur fleischlosen Alternative greifen.

Vom Veggie-Bann unberührt bleiben soll allerdings das Vorgehen der Fleischindustrie selbst. Denn nicht minder irritierende Produktnamen wie z. Bsp. Geflügelleberwurst (mit 68 Prozent Schwein) oder auch Leberkäse (mit Null Prozent Leber und Null Prozent Käse) bleiben selbstverständlich weiterhin erlaubt.

Angesichts der häufig zu tage tretenden Tierschutzfeindlichkeit der AFD fragt man sich natürlich, warum und wieso notwendiger Tierschutz in deren Reihen keineswegs gross geschrieben, sondern stattdessen behindert und erschreckend ausgebremst wird.

Ob es vielleicht damit zusammenhängt, dass es in dieser Partei kaum oder nur ganz, ganz wenige Tierschützer gibt, stattdessen jedoch sehr viele Bauern, Landwirte und ganz besonders auch viele Jäger dieser Partei beigetreten sind und alle diese Typen somit eifrig dazu beitragen, dass tierschutzrelevante Themen möglichst schnell unter den Teppich gekehrt werden bzw. nur zum jeweils eigenen Vorteil bedacht und abgehandelt werden?

Oder ob es vielleicht auch damit zusammenhängen kann, dass es so viele Tierschützer gibt, die mit dieser Partei auf Kriegsfuß stehen und auch öffentlich erklären, mit diesen „Rechten“ nichts zu tun haben zu wollen? Und in der Tat: Selbst dann, wenn sich diese Partei auch nur einigermaßen mehr für den Schutz der Tiere engagieren würde, so würden dennoch viele Tierschützer diese AFD in Grund und Boden stampfen und sie weiterhin verdammen, weil diese „Rechten“ anscheinend allesamt und ohne Ausnahme ganz, ganz „böse“ Menschen sind, die deshalb ausgegrenzt werden müssen und von denen es sich drastisch zu distanzieren gilt, als ob jeder, der dieser Partei angehört die Pest oder die Cholera hätte.

Mit anderen Worten: Es wundert mich eigentlich überhaupt nicht, dass wir Tierschützer bei der AFD keineswegs sehr beliebt sind und vermutlich aus diesem nicht ganz unverständlichen Grund auch das Thema Tierschutz innerhalb der AFD auch keine besonders wichtige und grosse Rolle mehr spielt. Und blicken wir dieser Tatsache noch etwas tiefer ins Auge, so sind es einerseits diverse Tierschutzorganisationen und andererseits ganz besonders die nunmehr zur Europawahl antretenden Tierschutzparteien, die ganz offen und ungehemmt gegen die AFD Hetze betreiben und mit diesem „Lumpenpack“ nichts zu tun haben wollen.

Eventuell ist diese Feindschaft zwischen Tierschützern und AFDlern auch einer der Gründe dafür, dass das Engagement dieser Partei für erforderlichen Tierschutz so sehr mangelhaft und enttäuschend ist. Aber dies alles rechtfertigt natürlich in keinerlei Weise die Passivität dieser Partei hinsichtlich des Tierschutzes, denn was diesen anbelangt, so gilt es ja letztlich Tiere vor menschlichen Grausamkeiten zu schützen – und zwar ganz und gar unabhängig davon, mit welch einer Einstellung und Optik man Tierschützer auch immer betrachtet.

Vielleicht wäre die AFD um einiges weniger tierschutzfeindlich, sobald andererseits mehr Tierschützer weniger AFD-feindlich sein würden? Auch stellt sich mir die Frage: Warum bringen sich eigentlich nicht auch viel mehr Tierschützer in dieser Partei ein und versuchen dort mit „Zuckerbrot und Peitsche“ mehr und mehr Tierschutzengagement zu erreichen?!

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