Schlachthof Darmstadt: 48,9 % der Rinder fehlbetäubt

Rebloggt von hubwen.wordpress.com

Hubert:.

Unerträglich diese Fehlbetäubungen!! Dann auch noch dieser hohe Prozentsatz! Und damit werden viele dieser armen Tiere unbetäubt weiter „verarbeitet“. Das kann sich dann jeder selbst vorstellen, welche Qual und welches Leiden das ist. Leider ist das kein Thema, außer bei den paar Tierschützern, Tierrechtlern. Es wird verdrängt. Wenn es zugelassen ist wird es schon seine Ordnung haben, so beruhigen viele ihr Gewissen. Auch unter Betäubung geht dieser Tod mit unfassbaren Qualen einher und somit ist klar: Es gibt keine „tiergerechte“ oder gar „humane“ Tötung in den Schlachtfabriken.

Der Tod im Schlachthof ist immer mit Stress, Schmerzen und Leiden verbunden!

Von Peta.de

Im Juni 2014 startete der Regierungsbezirk Darmstadt ein Projekt, in dessen Rahmen 32 Schlachtbetriebe im Hinblick auf tierschutzrelevante Aspekte kontrolliert wurden. Besonders wurden dabei der vorhandene Wartestall, der Zutrieb der Tiere, die Ruhigstellung und Betäubung einschließlich der dafür verwendeten Geräte und das Entbluten bis zum Eintritt des Todes des Tieres beobachtet.

Bis auf wenige Ausnahmen waren diese Kontrollen sogar angekündigt!

Dennoch wurde eine Vielzahl an Verstößen dokumentiert, die wir im Oktober 2018 zur Anzeige gebracht haben.

Darunter waren hauptsächlich:

  • Bauliche Mängel: fehlender Schutz gegen Kälte oder Wärme sowie fehlende oder ungeeignete Tränkeeinrichtungen; zudem Verletzungsgefahren im Treibgang und in der Betäubungsfalle

  • Mängel der Betäubungsgeräte: fehlerhafte Wartung der Geräte, falsch gelagerte oder fehlerhafte Munition

  • Ein hoher Prozentsatz erfüllte die technischen Anforderungen der Elektrobetäubungen nicht (Warneinrichtungen bei Stromstärkeverlauf oder der Zustand der Elektroden, die am Tierkörper ansetzen)

  • Mehrfacher Zangenansatz bei der Elektobetäubung nötig: wegen Abrutsch, mangelnder Schließdruck oder verschlissenen Elektroden

  • Im Wartestall: keine oder falsche Fütterung bei mehr als sechsstündigem Aufenthalt, kein Melken, abgestellte Wasserzufuhr; kein Separieren von verletzten oder unverträglichen Tieren

  • Fehler beim Zutrieb: hektisches Treiben, laute Geräusche, Stürze, Ausrutschen, sowie Zerren an Gliedmaßen, Ohren oder Schwanz

  • Fehler bei der Entblutung: Entblutestich zu klein oder falsch gesetzt, mehrfaches Nachschneiden; Beginn der Entblutung erst bis zu 20 Sekunden nach der Betäubung; zudem fehlende Kontrolle des Betäubungserfolges

  • Geräte zur Nachbetäubung falsch angesetzt

Horror-Schlachthof Oldenburg: Rinder bei Bewusstsein getötet! / PETA

Schlachthofpersonal ignoriert Weisungen der kontrollierenden Amtsveterinäre

Direkte Anweisungen der Amtsveterinäre zur Sicherstellung des Betäubungserfolges wurden teilweise mehrmals ignoriert. Aus anderen Berichterstattungen geht zudem hervor, dass Amtsveterinäre regelmäßigen Drohungen des Schlachtpersonals ausgesetzt sind und teilweise von „oben“ angewiesen werden, alles durchgehen zu lassen. Andernfalls werden sie auf einen Posten versetzt, bei dem sie keinen Einfluss mehr haben.

Insgesamt war die die Betäubung bei 38,4 % der Schweine (das waren 135 von 352!), 48,9 % der Rinder (23 von 47!) und 44,9 % der Schafe (v. a. Opferfestschlachtungen) ungenügend.