Tierschutz geht uns alle an!!!


Meinung zum Tierwohllabel Klöckner

Von menschfairtier.de

Die Tierwohllabel, kürzlich vorgestellt von Landwirtschaftsministerin Klöckner, bedürfen einiger Anmerkungen. Erklärtes Ziel sei es, Verbraucher*innen darüber aufzuklären, unter welchen Bedingungen Tiere vor der Schlachtung gehalten wurden. Hieran knüpft sich sofort die Frage, weshalb man das neue Label nicht Tierhaltungslabel genannt hat. Stattdessen entschied sich das BMEL für den Begriff Tierwohllabel. Ein Zufall ist das sicherlich nicht. Denn das Wort Wohl lässt eine Vorstellung im Kopf der Verbraucher*innen entstehen, die eine positive Konnotation hat.

Das Wort Wohl (wie in Wohlbefinden, Wohlsein) setzt einen Anker, an den dazugehörige Informationen anknüpfen und sich verlinken. Es entsteht das, was Psychologen ein Schema nennen. Schemata wirken unbewusst und beeinflussen unser Denken. Und es ist schwer, eine nicht passende Information in dieses Schema einzufügen. Ein Beispiel: es erscheint nahezu unmöglich, den Begriff Tierwohl mit dem Begriff der Qual zu verbinden. Es erscheint uns wie ein Widerspruch. Und vermutlich ist genau das beabsichtigt. Verbraucher*innen werden durch subtile psychologische Mechanismen getäuscht und bemerken es aufgrund der unbewussten Verarbeitung im Gehirn nicht.

Zusätzlich ist auffallend, dass die Flächendarstellung nicht mit dem angegeben Zuwachs in Prozent übereinstimmt. Die bildliche Darstellung ist viel zu groß. Hierdurch werden die Verbraucher*innen ein weiteres Mal getäuscht. Denn Wahrnehmungsstudien zeigen, dass die meisten Menschen sich bevorzugt vorhandenes Bildmaterial anschauen, den Text jedoch nur oberflächlich oder gar nicht zur Kenntnis nehmen. Eine dritte Irreführung betrifft die verwendeten Farben. Die im Label verwendete Farbe Grün ist eine handfeste und mit Sicherheit gewollte Manipulation (die sich ja auch durch die angedeuteten, gezeichneten Gräser selbst entlarvt).

Mit Grün assoziieren wir „öko“, „Natur“, „heile Welt“ usw.. Auch diese Botschaft bedient unbewusst das avisierte Schema. Darüber hinaus sollte man als Verbraucher kritisch hinterfragen, warum Frau Klöckner von Auslauffläche spricht. Wie groß müsste ein Schwein tatsächlich sein, um auf einer Fläche von 0,5 m2 laufen zu können? Zur Verdeutlichung: 0,5 m2 entspricht einer Fläche von acht Din-A-4-Blättern.

Dr.Jutta Metsch, Daniela Hohler, Natascha Wenrich & Simone Forgé


Save our Strays – Save our Foxes – Laßt uns leben!!!

Von AKT – Aktion konsequenter Tierschutz

Liebe Mitzeichner und Tierfreunde,

lassen Sie mich heute an den Autor dieser Petition erinnern, Peter H. Arras, den lebenslangen unermüdlichen Tierschützer, der nach allem, was er für Tiere geleistet hat, und nach den unzähligen Schriften, die er in den letzten 25 Jahren verfaßt hatte, und die auf deutsch auf der AKT-Webseite zu finden sind, diese Petition, veröffentlicht im Juli 2017, als Höhepunkt seines Schaffens betrachtete.

Völlig unerwartet und viel zu früh verstarb Peter H. Arras vor einem Jahr, d. h. am 5. März 2018 mit nur 51 Jahren. Es ist mir nicht gegeben, ihn auch nur annähernd zu ersetzen, und ich bedarf Ihrer aller Hilfe, um dieser seiner Petition zum Erfolg zu verhelfen: durch Kontakt zu UN-Botschaftern, zu Politikern, durch das entschlossene Einstehen bei jeder Gelegenheit für das Recht auf ein unversehrtes Leben auch von Tieren und für Ethik für alle Lebewesen!

Reaktionen auf meine letzten Rundschreiben sowohl an die EU-Parlamentarier als auch die UN-Botschafter und den UN-Generalsekretär habe ich bisher bedauerlicherweise keine erhalten.

Heute melde ich mich, um Ihnen zwei Tierschutz-Petitionen ans Herz zu legen, die Europa und die Bundesrepublik betreffen – Tierquälerei auf mannigfaltige Art gibt es ja schließlich nicht nur in Asien, Straßentiere werden nicht nur dort z. B. vor internationalen Sportwettkämpfen wie Olympischen Spielen oder Fußball-WMs brutalst umgebracht. Und dachten wohl viele von uns zuerst immer an China und Korea, macht jetzt die Tierschutz-Stiftung „Vier Pfoten“ auf unsägliche Hundefleisch-Märkte auch in Indonesien aufmerksam – menschliche Grausamkeit, diese Schande für die Menschheit, kennt wahrlich keine Grenzen.

Und so komme ich auf die Petition „Save our Strays“ (Rettet unsere Straßentiere) der deutschen Tierschutzpartei: Sie soll am 20. März 2019 dem Europa-Parlament übergeben werden, damit dieses endlich Verantwortung übernimmt, und es wäre schön, wenn wir weit mehr als 100.000 Unterzeichner wären – vielleicht ist Ihnen diese Petition ja bisher entgangen? Hier der Link zur Petition auf Deutsch und Englisch um diese zum Endspurt noch Mitzuzeichnen:

https://www.change.org/p/save-our-strays-1-000-000-stimmen-f%C3%BCr-stra%C3%9Fentiere

Weiterhin wurde eine private E-Petition mit der Nummer 91112 kürzlich an den deutschen Bundestag gestartet, die darum bittet, Füchse aus dem Jagdrecht zu streichen. Die von deutschen Politikern den Bürgern eingeräumte Frist um 50.000 Mitzeichner zu erreichen, liegt bei nur 30 Tagen – aber mit Ihrer Hilfe könnten wir zum ersten Mal für eine Tierschutz-Petition das Quorum erreichen: Bitte registrieren Sie sich auf dem Portal (Sie können trotzdem ohne sichtbare Namensnennung mitzeichnen) und bitte helfen Sie, das blutige Hobby einer 0,4prozentigen Bevölkerungsminderheit wenigstens in Bezug auf Füchse einzudämmen! Erinnern Sie sich, daß gerade Nordrhein-Westfalen den Tierschutz im Jagdrecht wieder zurückgefahren hat und erneut brutale, tierquälerische Jagdmethoden erlaubt werden. Welche Schande für Deutschland, welches Verbrechen an wehrlosen Tieren! In Luxemburg dagegen ist die Fuchsjagd seit Jahren schon komplett verboten! Hier der Link zur E-Petition, die schon am 20. März schließt:

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_02/_13/Petition_91112.nc.$$$.a.u.html

Sollten Sie noch Informationen zum Thema Füchse und Jagd benötigen, finden Sie diese bei https://www.pro-iure-animalis.de/ , bei http://fuechse.info/ , bei http://www.Wildtierschutz-Deutschland.de und natürlich auch bei PETA.

Vielen Dank für Ihre Hilfe und alles, was Sie für Tiere tun – in memoriam Peter H. Arras.

Barbara Schwarz

(AKT Mitarbeiterin)


Muslime kritisieren Urteil zu „Halal“-Fleisch

Muslimische Vertreter ( http://www.zentralrat.de/30823.php ) kritisieren das Halal-Fleisch Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Damit würde man religiösen Minderheiten den Zugang zu tierwohlgerechtem Bio-Fleisch verwehren.

Am Dienstag hatte der EuGH in Luxemburg erklärt, dass rituelle Schlachtmethoden nicht die höchsten Tierschutzstandards erfüllten. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass eine Betäubung zum Zeitpunkt der Schlachtung die Technik sei, die das Tierwohl „am wenigsten beeinträchtigt“, hieß es in der Begründung der Richter. Die Praxis der rituellen Schlachtung ohne Betäubung, etwa bei der Produktion von „Halal“-Fleisch nach islamischen Regeln, sei „nicht geeignet, Schmerzen, Stress oder Leiden des Tieres genauso wirksam zu mildern“.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) sieht in dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen das Bio-Siegel für Fleisch aus ritueller Schlachtung eine Diskriminierung religiöser Minderheiten. „Statt die Auswüchse der Massentierhaltung in der EU zu bekämpfen und Maßnahmen zur Reduzierung des Fleischkonsums der europäischen Bevölkerung zu ergreifen, wird durch Rechtsinterpretation religiösen Minderheiten – nämlich Muslimen und Juden – der Zugang zu tierwohlgerechtem Bio-Fleisch verwehrt“, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Donnerstag in Berlin.

Die Entscheidung ist nicht nur eine weitere Einschränkung der Religionsfreiheit aus Luxemburg, sondern auch widersinnig, da sie nicht mehr Tierschutz, sondern weniger Tierschutz bedeutet“, erklärte Mazyek weiter. Gerade Muslime seien gehalten, sich für das Tierwohl einzusetzen. Im Islam würden Menschen für jedes Leid, das sie Tieren unnötigerweise zufügten, zur Verantwortung gezogen. Zudem sei nicht bewiesen, dass das Leid der Tiere bei einer Schächtung höher sei als bei einem – teilweise womöglich qualvollen – Tod durch Betäubung.

Auch der „Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland“ kritisiert in einer Pressemitteilung das Urteil des EuGH. „Der Europäische Gerichtshof grenzt muslimisches und jüdisches Leben aus und offenbart in seinem Urteil, dass es rituelle Schlachtung nach islamischen Vorschriften nicht verstanden hat“, sagte Burhan Kesici, Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland. Dies zeige, wie wenig sich die Richter mit islamischen Richtlinien zur Haltung und Schächtung von Tieren auseinandergesetzt haben, so der Islamrat.

Quelle: fellbeisser.net

2 Kommentare zu “Tierschutz geht uns alle an!!!

  1. Zum Beitrag: ´Muslime kritisieren Urteil zu „Halal“-Fleisch´:

    Natürlich jaulen nach dieser Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes die Islamverbände pflichtgemäß auf – und weiteres empörte Gezeter des ´Zentralrates der Juden in Deutschland´ wird zu hören sein.

    Aber Fleisch von Tieren die betäubungslos zu Tode gemetzelt werden und in ihrem eigenen Blut und Erbrochenen verrecken, kann niemals „BIO“ sein. Alles andere wäre schizophren.

    Für Besucher die diesen Blog nur sporadisch anclicken, hier nochmals Hinweis auf die Dokumentensammlung „Schächten“ – eingestellt unter https://wolodja51.wordpress.com/das-betaeubungslose-schaechten-von-tieren-im-focus-des-21-jahrhundert/

    Gefällt 3 Personen

  2. Nun ist der Islamrat ploetzlich um die juedische Methode der Fleischbeschaffung besorgt! Wie interessant ist es doch, wie ‚liebevoll‘ sich einer um den anderen Schwerenoeter sorgt, wenn es um die Fleischsucht geht! Beim Islamrat herrscht leider und immer noch ein Intelligenz-Defizit bezueglich des betaeubungslosen Schaechtens, welches wohl im Vormittelalter in der Wueste vielleicht eine gewisse Berechtigung hatte, weil es naemlich fuer jene Voelker in jener Zeit keine andere Moeglichkeit gab, sich einen Bissen Essen zu verschaffen! Diese Brachialzeit will der Islamrat nun in unsere Modernzeit hineinverpflanzen gleich mit juedischer Absegnung!

    Diesmal ticken aber ausnahmsweise nicht die Richter falsch, sondern der vorsintflutliche Islamrat, der aber wissen sollte, dass sich heute bei der islamischen und juedischen Intelligentsia ebenfalls einiges bewegt und auf internationaler Ebene viele Rabbiner und in steigendem Masse auch islamische Verantwortliche fuer eine vegetarische, siehe vegane Ernaehrungsweise aussprechen! Ein ganz grosser Pionier auf diesem Gebiet ist der saudische Prinz Khaled bin Alwaleed, der in seiner Lebenszeit die Veganisierung der Golfstaaten zu seiner Aufgabe macht – und er ist bereits tuechtig am Werke – und wie man auf YouTube hoert, gibt es in Saudi Arabien bereits eine grosse vegane Bewegung! Hier eine Kostprobe fuer die, welche englisch verstehen:

    Und sein Beispiel macht Schule – er hat schon fleissige Nachfolger:

    Gefällt 2 Personen

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