Das Wort zum Sonntag


K l a r t e x t :

Das geschlossene System, das heute weltweit den Terror gegen Tiere garantiert und jeglichen Tiermord sanktioniert, sind die äußerst lebendigen Teile eines unheilvollen Netzwerkes mit den Hauptbestandteilen Staat, Industrie, Medien und Kirche. Es ist eine Verflechtung, die – je nach Interessenlage – zwei oder mehr Komponenten des Netzwerkes einbezieht und in zahlreichen Fällen mafiöse Strukturen aufweist. Die Netzwerkstruktur kann sowohl in der Dorf-, der Landes- als auch in der Weltpolitik beobachtet werden; lediglich die Dimensionen unterscheiden sich, die Handlungsweisen sind identisch.

Das pulsierende Blut dieses Organismus ist das Geld, die Macht und der persönliche Vorteil. Etwaige Engpässe in dem Gefäßsystem werden gezielt mit Hilfe einer überall abhängigen und willfährigen Jurisdiktion beseitigt. Staat, Medien und Industrie sind an einer Einflussmaximierung interessiert, den moralischen Hintergrund zur Rechtfertigung dieses Handelns liefern die Kirchen.

Jede Religion, insbesondere aber die monotheistischen Verbindungen, ist anthropozentrisch, stellt den Menschen in den Mittelpunkt allen Naturgeschehens und über jedes andere Lebewesen, lehrt dieses als Kernbotschaft und ist damit, aus eigenem Selbstverständnis heraus, nicht tierfreundlich oder präziser, völlig desinteressiert am Schicksal unserer Mitgeschöpfe.

Solange noch die irrwitzigsten Glaubensphantasien einer Kirche im Staat höher bewertet werden als das konkrete Leid lebender Tiere, solange Tiermörder gesegnet werden und zum höheren Lob eines vermeintlichen Gottes den Schafen die Kehle durchschnitten wird, scheitert die Tierrechtsbewegung – von kleinen Erfolgen abgesehen – grundsätzlich an diesem Netzwerk.

Sie scheitert auch deswegen, weil der beschriebene Organismus in einen Körper, nämlich den des unkritischen, unwissenden und selbstzufriedenen Massemenschen eingebettet ist, dem eine Änderung seines Verhaltens nur finanziell abzuringen ist, den Leid nur insoweit interessiert, als es ihn selbst betrifft oder seine nähere Umgebung. Sein Bewusstsein als Mensch über jedem Tier zu stehen, macht ihn so selbstsicher in seinem Handeln und so desinteressiert an dem globalen Terror gegen die Tierwelt.

Diese Überheblichkeit wurde dem Menschen seit Tausenden von Jahren von diversen Kulten, Kirchen und Staaten gelehrt, sie ist inzwischen integraler Bestandteil seines Denkens, Empfindens und seines Selbstverständnisses.

Summa summarum: Jedwede Religion verhält sich zur Vernunft wie Feuer zu Wasser und blockiert dauerhaft Tierrechte genau solange, wie der Drachen des Anthropozentrismus die Geisteshöhle der Menschheit bewacht.


Tierschutz-Nachrichten

Ausgesetzt zu Weihnachten – Hundedrama nimmt ein Happy End

Großbritannien – Wenige Tage vor Weihnachten setzte ihn sein herzloses Herrchen mitten in der Nacht auf der Straße aus und fuhr weg. Überwachungskameras filmten, wie der weiße Staffordshire Bullterrier verzweifelt hinter dem Auto hinterherrannte.

Am 17. Dezember zeichnet eine Überwachungskamera auf, wie das Auto anhielt. Der Hundebesitzer stieg aus, schmeißt das Körbchen seines Hundes auf die Straße, macht ihn von der Leine los und steigt in seinen Wagen. Immer wieder umkreist der Hund das Auto und springt an der Tür hoch. Doch sein Herrchen hat kein Mitleid, nach ein paar Minuten fährt er einfach weg. Eine Stunde später wird ein Spaziergänger auf den Hund aufmerksam, der in seinem Körbchen auf der Straße sitzt, und zeigt Herz. Er bringt ihn zu einem nahegelegenen Tierarzt, der das Tierheim verständigt.

Die Aufnahmen gingen durch die sozialen Netzwerke – Tausende boten sich an, den Hund aus dem Tierheim zu holen. Sogar der US-Rapper Snoop Dogg war bereit, dem weißen Staffordshire Terrier zu helfen. Heute trägt der verlassene Hund den Namen des Rappers und hat ein neues Zuhause in der ländlichen Gegend von Herefordshire in Großbritannien gefunden.

Hundefreund Laurence Squire sah die traurige Geschichte von Snoop im Fernsehen und verguckte sich sofort in den Hund. Die beiden verstanden sich schon beim ersten Treffen auf Anhieb und Snoop hat sich inzwischen gut in sein neues Leben eingefunden.

Quelle: journalistenwatch.com


Strafrechtler Bülte kritisiert Klöckner

Der Strafrechtler Jens Bülte hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit Blick auf die Massentierhaltung scharf kritisiert. „Aus meiner Sicht hat Frau Klöckner ausschließlich die wirtschaftlichen Bedingungen der Großagrarunternehmer im Blick, nicht einmal die der Bauern. Und die Interessen der Tiere sowieso nicht“, sagte Bülte der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Beim „Tierwohl-Label“, welches Klöckner einführen will, finde er „schon den Begriff problematisch“, so Bülte. „Dass die Tiere sich in der Haltung, die wir in Deutschland haben, wohlfühlen, dürfte ja nicht die Regel sein. ‚Haltungskennzeichnung‘ wäre das treffendere Wort.“ Und weiter: „Am ehrlichsten wären da allerdings Fotos, die zeigen, wie Nutztiere typischerweise gehalten werden. Auf Zigarettenpackungen werden ja auch Aufklärungsbilder verwendet.“

Im aktuellen Rechtsstreit um Rinderexporte in Länder außerhalb der EU folgt Bülte der Meinung von Veterinären in Schleswig-Holstein und Bayern, die sich weigern, Genehmigungen für die Transporte zu erteilen. Er sagte: „Wenn ein Veterinär solche Transporte in dem Wissen genehmigt, dass es am Bestimmungsort oder beim Transport zu Tierquälereien kommen könnte, begeht er eine strafbare Beihilfe, sollten die Tiere tatsächlich misshandelt werden.“

Quelle: fellbeisser.net


Trauriges Leben in Isolation

Nach dem Tod von Nashorn Tsavo im Circus Krone fordert PETA die Bundesregierung auf, die Haltung von Nashörnern im Zirkus endlich zu verbieten. Allein schon das nachfolgende Foto zeigt deutlich, dass solch ein Zirkus-Leben für ein Nashorn (sowie auch für andere Wildtiere) niemals ein artgerechtes Leben sein kann:

Am 5.März starb der 44-jährige Nashornbulle Tsavo im Circus Krone in München. Er litt bereits längere Zeit an Verdauungsproblemen und hatte in zwei Monaten 300 Kilogramm abgenommen. Das Breitmaulnashorn war das letzte seiner Art, das in einem deutschen Reisezirkus zur Schau gestellt wurde. In den vergangenen vierzig Jahren wurde er zu Unterhaltungszwecken unter mangelhaften Bedingungen gehalten. Wie so oft in der Zirkusbranche musste auch er fast bis zum letzten Atemzug in der Manege das Publikum unterhalten.

Tsavo wurde vermutlich Ende der 70er Jahre in einem südafrikanischen Nationalpark in Freiheit geboren, bevor er 1978 als Wildfang nach Deutschland kam. Seit 2008 war der Nashornbulle bei Circus Krone, zuvor wurde er Jahrzehnte im Circus Barum zur Schau gestellt. Obwohl Nashörner in der Natur Einzelgänger sind, haben sie zumindest in der Paarungszeit auch Kontakt zu Artgenossen. Tsavo wurde jedoch jahrzehntelang in kompletter Isolation gehalten und jeglicher Sozialkontakte beraubt.

Quelle: wildbeimwild.com

Der Massenmord von Christchurch wird hemmungslos politisch missbraucht

Von Hans Heckel auf PAZ

Der Massenmord eines 28-jährigen Australiers an 50 muslimischen Gläubigen in einer Moschee im neuseeländischen Christchurch hat die Welt erschüttert. Der Täter hat ein „Manifest“ verbreitet, in dem ein wirres Potpourri an angeblichen Motiven für sein abscheuliches Verbrechen zusammengerührt ist.

Er bezeichnet sich als „Ethno-Nationalist“, „Sozialist“ oder „Ökofaschist“. Er gibt vor, für „Arbeiterrechte“ oder „Umweltschutz“ zu kämpfen und bekundet seinen Hass auf Moslems und Juden. Die allermeisten Medien verkürzten den Standort des Massenmörders hernach umgehend auf „rechtsextrem“ und sind seitdem bemüht, die Bluttat in ihren ideologischen Kampf einzubauen.

Kommentatoren, die sonst von verwirrten Einzeltätern sprechen, die mit nichts etwas zu tun hätten und deren Tat nicht politisch instrumentalisiert oder zum Pauschalverdacht missbraucht werden dürfe, begannen hemmungslos zu instrumentalisieren, zu pauschalisieren und Generalverdachte auszusprechen.

Ein Beispiel: Dass die AfD „erst“ zwei Stunden nach der Tat Stellung genommen habe, erklärt NTV zum „vielsagenden Schweigen“ mit „unmissverständlicher Botschaft“. Dass Kanzlerin Angela Merkel auf das Massaker vom Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 erst am folgenden Morgen reagiert hat, führte zu keinen solchen Unterstellungen.

Kritische Kommentatoren weisen zudem darauf hin, dass erst vor wenigen Wochen auf den Philippinen 20 Christen in einer Kirche ermordet worden seien, was, ganz im Gegensatz zu Christchurch, bloß eine Randnotiz in deutschen Medien wert war.

Wenn nach einem Mord durch einen abgelehnten Asylbewerber oder illegal Eingereisten nach der Verantwortung dafür gefragt wird, dass die Täter noch im Lande waren, so soll dies eine unstatthafte „Instrumentalisierung“ der Tat darstellen. Wenn hingegen eine deutsche Partei oder gar alle „rechtsoffenen“ Personen („Spiegel online“) in die geistige Nähe von Massenmördern gerückt werden, ist das angeblich keine solche „Instrumentalisierung“.

Dabei ist die Lawine an Übergriffen und Attentaten, welche (West-)Europa seit einigen Jahren heimsucht, von deutlich benennbaren politischen Versäumnissen und ideologisch motivierten Fehlentscheidungen gar nicht zu trennen. Viele Deutsche verstehen nicht, warum man dies nicht aussprechen darf, ohne als „Instrumentalisierer“ oder Schlimmeres verunglimpft zu werden.

Dass nun genau jene Verunglimpfer das Attentat von Christchurch so hemmungslos für ihre Zwecke missbrauchen, setzt dem Schwindel die Krone auf. Und es zeigt, wie verroht und verlogen die Debatte in Deutschland mittlerweile geführt wird. Die Trauer und die Wut versinken im Morast des Zynismus.

Quelle: preussische-allgemeine.de