„Na und?“

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.Bericht über eine Mahnwache in Buchloe und München

Von Daniela Böhm

Eigentlich sollte Mitgefühl keine Rechtfertigung brauchen. Und doch … Vor einem Schlachthof zu stehen und gegen das Schlachten zu mahnen, bedarf ihrer. Ich weiß nicht, was am Tag unserer Mahnwache schlimmer ist: der eisige Wind oder der Zorn des Bauern, der sich wie die Glut eines feuerspuckenden Vulkans über uns ergießt. Ich weiß nur eines: wirklich schlimm ist das, was in diesem Schlachthof in Buchloe, der auch schon Vorhof zur Hölle genannt wurde, geschieht.

Das Schicksal, das die zwei ausgedienten Kühe erwartet, die der wutentbrannte Bauer soeben dort abgeliefert hat. Das ist schlimm. Nicht der tobende Bauer oder der Wind, der einem die Knochen gefrieren lässt. Aber dennoch spüre ich als Mensch in diesen Augenblicken sowohl die Eiseskälte, die mir zu schaffen macht, als auch den wutentbrannten Hass des Bauern. Ich bin mittendrin und fühle mich wie David gegen Goliath, wissend, dass ich ein hilfloser Verlierer bin. Diejenigen, die ihr Leben verlieren, kann ich nicht retten.

Ich kann nichts tun, außer wie meine anderen drei Mitkämpferinnen mit einem Schild in der Hand dazustehen, um es den ein- und ausfahrenden Tier- und Fleischtransportern entgegenzuhalten. Nicht einmal Grabkerzen kann ich an diesem Tag aufstellen, sie fallen sofort um oder gehen aus; auch die Schilder, die sonst am Boden vor den Lichtern liegen, fegt der Wind sofort hinweg.

Der Bauer regt sich so sehr und lange auf, dass ich tatsächlich befürchte, er fällt mit einem Herzinfarkt von seinem Traktor, der genauso alt und schlecht aussieht wie er. „Geht’s ham ihr Weiber“, schimpft er und eine ernsthafte Diskussion scheint unmöglich. Das wird mir auch bei seinem Argument klar, dass die zwanzig Millionen Touristen, die jährlich nach Deutschland kommen, schuld seien, denn die wollen alle Fleisch essen.

Ich bitte ihn weiterzufahren, weil es doch keinen Sinn mache, in dieser Art und Weise miteinander zu reden. Irgendwann gibt er tatsächlich auf, weil wir uns entfernen und ihm keine große Beachtung mehr schenken.

Ohne Unterlass fahren Tiertransporter ein, sowohl große, als auch kleine von den Bauern aus der Umgebung, mit nur ein oder zwei Rindern. Manche haben sogar Namen. Manche hatten vielleicht ein halbwegs gutes Leben. Solange sie gedient und funktioniert haben. Was von diesem Leben übrig bleibt, endet für Geld im Vorhof zur Hölle. Wobei jeder Schlachthof für die Tiere die Hölle ist. Es ist halt eine menschliche Redewendung …

Und ja, natürlich gibt es auch den einen Bauern, der sich ruhig und sachlich mit uns unterhält. Und den Fahrer eines Tiertransporters, der aus dieser Hölle hinausfährt. Argumente, Schuldzuweisungen …. „Die Großen machen die Kleinen kaputt, schuld an den haarsträubenden Tiertransporten ist die Gesetzgebung der EU“, etc. All diesen Argumenten fehlt etwas Entscheidendes: das Mitgefühl. Ich mag diese rationalen oder irrationalen Phrasen gar nicht mehr hören. Ich habe so viele gehört.

Während sich die anderen beiden mit dem Bauern unterhalten, stehe ich mit Nicki vor dem kleinen Transporter mit fünf oder sechs Rindern. Fassungslos blicken wir in ihre Augen, bewundern ihre Schönheit, wissend, was sie erwartet. Die Argumente des Bauern interessieren mich nicht. Es geht ja doch nur um ihn, um seine Existenz. Es geht nicht um die Ehrfurcht vor dem Leben. Sonst stünde er jetzt nicht hier mit seinem Transporter, am Tor zur Hölle.

Wir leben in einer Gesellschaft, die Mitgefühl selektiert. Gesellschaftsfähig ist das Mitgefühl für den misshandelten rumänischen Straßenhund, unpassend das Mitgefühl für die ausgediente alte Milchkuh. Wir sind von legitimierter Diskriminierung umgeben – tagein, tagaus. Die meisten Menschen akzeptieren Leid, Tod und Gewalt an Lebewesen, die anders aussehen, andere Formen der Kommunikation nutzen und einen anderen Platz im Leben haben.

Wer gab uns jemals das Recht? Wir selbst waren es und haben es als Recht des Stärkeren über Schwächere gerechtfertigt. In einem Land vor unserer Zeit, das Lichtjahre entfernt scheint, und in der sich der Mensch gegen wilde Tiere verteidigen musste, war dieses Recht eine legitimierte Notwehr. Aber tatsächlich leben wir jetzt im 21. Jahrhundert und haben uns weiter entwickelt, bis zu dem Punkt, an dem wir als aufgeklärte und bewusste Wesen die Diskriminierung gegenüber anderen Menschen ächten und als Unrecht definieren. Zumindest bemüht sich ein Großteil der Menschen hierzulande darum.

Später in München …

Man hält dem eisigen Wind der Gleichgültigkeit sein Herz entgegen und lässt die Verspottungen und Schmähungen über sich ergehen. Es schmerzt nicht, denn der Schmerz ist bei den Tieren. Man rechtfertigt sein Mitgefühl, obwohl es einem unverständlich ist …

Auch hier bläst der kalte Wind in der Nacht ständig alle Kerzen aus, und irgendwann geben wir auf. Ein paar Lichter halten sich wacker, erhellen die tiefschwarze und regnerische Nacht – es sollen doch Lichter des Gedenkens und der Hoffnung sein … Auch wir versuchen irgendwie durchzuhalten.

Bevor die Nacht in den Tag versinkt, fährt ein letzter Transporter ein. Er ist nicht besonders groß und auf seiner Rückseite steht „Südferkel“. Man sieht und hört sie nicht. Kein Laut dringt aus dem Wagen. Durchschnittlich acht Wochen sind sie alt, Tierkinder, und einige unter ihnen wurden vielleicht noch gesäugt. Die Vorstellung von dem, was sie erwartet, macht die Kälte noch kälter.

Es ist später Vormittag. Mittlerweile rollen die Transporter mit den Rindern ein. Die Kälte hat mich und meine zwei treuesten Gefährtinnen seit gestern so fest im Griff, dass sie jetzt allen Raum einnimmt und ich das Gefühl habe, nicht mehr geradeaus denken zu können. Ich stehe auf der anderen Seite der Einfahrt, als ein Mann aus einem Seiteneingang zu seinem Auto geht, das dicht hinter mir geparkt ist. Er hält einen Plastiksack in seiner rechten Hand. Zunächst kann ich nicht wirklich etwas erkennen – Menschen mit diesen Säcken sieht man hier viele. Oft sind es Mitarbeiter, die sich Fleisch mit nach Hause nehmen. Als ich das dritte Mal hinsehe und der Mann näher kommt, kann ich es erkennen. Es ist ein Ferkel. Blass und klein, die Augen geschlossen. Der winzige Lebensfunke, der nur ein paar Wochen in ihm war, entschwunden. Der Mann öffnet den Kofferraum und legt den Plastiksack hinein.

Ich weiß nicht, warum ich zu dem Auto gehe, der Mann ist schon eingestiegen, seine Fahrertür geschlossen. Ich klopfe an die Scheibe und er öffnet die Tür. „Haben Sie da gerade ein Ferkel in Ihren Kofferraum getan?“

Meine Frage erscheint mir überflüssig und absurd; ich habe es ja mit eigenen Augen gesehen. Der Mann sieht mich verdutzt an, erwidert einen Moment lang nichts und sagt dann: „Na und?“ Bevor ich etwas antworten kann, schlägt er die Tür zu und fährt davon. Ein paar Wochen Leben. Ausgelöscht. Und das ist es, was übrig bleibt: ein „Na und?“

Wie viel Angst und grenzenlose Verzweiflung sind dem vorausgegangen, als die Hand des Todes nach einem viel zu kurzen und kostbaren Leben griff. Staunende Augen für immer erloschen, die Unschuld in Schuld verwandelt.

Es tut weh.

Es tut immer wieder unfassbar weh.

Eure Argumente interessieren mich nicht mehr.

Eure kalten Herzen lassen mir das Blut in den Adern gefrieren.

Wahres Menschentum sollte nicht vor dem Teller halt machen.

Es sollte andere Lebewesen nicht diskriminieren.

Wahres Menschentum bedeutet, mit dem Herzen zu leben und seine Liebe nicht diskriminierend zu verschenken. Die Wahrheit ist einfach, sie spricht die Sprache der Liebe und des Mitgefühls.

Daniela Böhm

Kultur oder Unkultur? – Staatspunker rocken öffentlich-rechtlich

Achtung: Heute um 23:30 Uhr ist es soweit: die ZDF-Aufzeichnung des umstrittenen Konzerts von „Feine Sahne Fischfilet“, der „Punkrocker gegen Nazis“, aus dem anhaltinischen Dessau wird auf 3sat unter der Rubrik „Kulturzeit“ in die deutschen Wohnzimmer gebeamt.

6 Kommentare zu “„Na und?“

  1. Vielen Dank, Daniela Böhm und ihren tapferen Gefährten, die für die Tiere in den Schlachthöllen leiden, wohl wissend, wie hilflos und ohnmächtig man ist. Ja, die menschliche Entwicklung hat eine furchtbare Richtung angenommen bzw. weiter vertieft, und es scheint immer noch schlimmer zu werden und die Zahlen der Milliarden Tieropfer werden noch mehr und noch mehr. Auch das Leiden mit den Ferkeln, Tierbabies sind es ja noch, vollziehe ich zu 100 % nach. Ich bin deshalb auf Weihnachtsmärkten schon Spanferkel-Griller angegangen. –

    Um der Tiere willen wurden wir Veganer, um möglichst nicht mehr an dieser gigantischen Tierausbeutung und Tiervernichtung, diesem furchtbaren Leid der Unschuldigsten und Hilflosesten, beteiligt zu sein. Die beste Entscheidung unseres Lebens – aber die stündlichen Verbrechen an den Tieren erreichen uns trotzdem. Wenn man mal begriffen hat, kann man nicht mehr so tun, als weiß man nichts oder gehe das einem nichts mehr an. Man muss dann trotzdem weiter kämpfen – und jedes einzelne Tier ist dies wert. Das geht bis zu unserem Lebensende …

    Zum Dalai Lama von Claudia Marrapodi: Das ist – nach meinem Wissen – auch nur ein Speziesist – Speziesismus = höchste Form von Rassismus! – und Tiere haben von ihm vielleicht mal einen Spruch, sonst aber nichts zu erwarten. Vor Jahren teilte uns ein Tierexperimentator aus Mannheim (Spahnnagel hieß er, glaube ich) mit, dass der Dalai Lama ihm persönlich gegenüber bestätigt hätte, nichts gegen Tierexperimente zu haben, weil – sinngemäß – sie ja den Menschen helfen würden. In anderer Angelegenheit Verbrechen an Tieren betreffend, versuchte ich, mit seinen Büros – er unterhält eine Menge davon – Kontakt aufzunehmen, um Hilfe durch öffentliche Worte für die Tiere zu bekommen. Kann man vergessen, von dort kommt nichts Gutes oder gar nichts.

    Zu den Spenden von Bernd Nowack: Es gibt Tierschützer und es gibt „Tierschützer“. Die wirklichen Tierschützer verdienen Spendenunterstützung, denn ohne finanzielle Hilfe können sie den Tieren – vor allem, wenn sie direkt vor Ort sind – nicht helfen. Tieren helfen, sie retten, kostet nun einmal viel Geld. Ich kenne Orgas, für die ich die Hand ins Feuer lege, ich kenne aber auch Orgas, denen ich keinen Cent spenden und niemals ein Tier anvertrauen würde. Man muss da wirklich „die Spreu vom Weizen trennen“. Wir prüfen sehr sorgfältig, wem wir Gelder anvertrauen, damit Tiere gerettet werden können.

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    • Vielen Dank, liebe Frau Martina Gerlach, fuer die zusaetzliche Information! Dieser Unmensch, der Dalai Lama, und alle die um ihn herumschwaenzeln, verdienen in meinen Augen nichts weiter, als tiefste Verachtung! Dass er nicht gegen Tierversuche ist, habe ich nicht gewusst, aber nun weiss ich, dass er ein wahrer Zusammenarbeiter und Verbuendeter der Tierversuchslobby ist und sein Sprachrohr, Matthieu Ricard, ebenfalls! Allerdings mehr als seltsam, dass L214 dazu total schweigt! Da herrscht eine immense Diskordanz, ein Misston der schlimmsten Sorte, welcher einmal mehr gewisse ‚Moechtegern-Tierschuetzer‘ in Frage stellt! Da fragt man sich tatsaechlich, was soll denn einerseits diese fuerchterlichen geheimen Aufnahmen aus Schlachthoefen und andererseits huellt man sich bezueglich dieses Buddhisten-Moenches und seines Bosses aus dem Palast in Lhasa in Schweigen! Es stinkt an allen Ecken und Enden! Die armen Tiere tun mir so unendlich leid! Was ist der Mensch – und offenbar auch buddhistische Heuchler nur fuer moralisch-ethischer Abfall! Pfui Teufel!

      (Leider bin ich zur Zeit aus allen Computer-Programmen (ausser Facebook) raus und kann deshalb keine ‚Gefaellt mir‘ mehr setzen).

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  2. Fortsetzung:
    Habe auf der obigen schaendlichen Webseite noch weitergesucht und bin noch weiter fuendig geworden: unter ‚Fellows‘ finden sie sich: Die Schaendlinge rekrutieren sich aus dem WWF, der Uni Zuerich (weltberuehmtes Tierqual-Hirnforschungs-Zentrum, das uns schon vor ueber 40 Jahren zu schaffen machte) und auf jener Seite finden wir auch Wolf Singer, den barbarischen Vivisektor! Der Dalai Lama weiss also ganz genau, was sein internationaler Sprecher Matthieu Ricard tut und mit wem er gemeinsame Sache macht, denn es ist auch die gemeinsame Sache des Dalai Lama! Dieser unerweckte Felsklotz und angehaftete schwerfaellige Kostgaenger dieses Planeten regt mich tausendmal mehr auf, als ein Anthony Quinn in der Stierkampf-Arena, denn vom zweiteren habe ich nichts anderes erwartet als schwerfaellige Unachtsamkeit und primitives Fehlverhalten, waehrend ich vom ersteren, dem Dalai Lama doch etwas mehr Geist erwartet habe, da er diesen immerhin seit Jahrzehnten predigt, diesen aber offenbar NICHT besitzt! Somit war der damalige Haendedruck von ihm, von welchem ich glaubte, er sei das Non-Plus-Ultra dieses Erdenrundes tatsaechlich nichts weiter als MAYA – ILLUSIOOOOOOOOOOOOOON! Danke, Dalai Lama, fuer deine immense Enttaeuschung, die du mir bescherst, denn sie macht mich nun nach Attila Hildmanns Lederporsche und Jane Goodalls Empfehlung an die Afrikaner, doch bitte Huehner und Ziegen, statt Schimpansen zu fressen – macht mich diese Krone der Enttaeuschungen doch endlich FREEEEEEIIIIIIIIIII von einem: DEM PERSONENKULT, dem ich in diesem Leben nieeeeeeeeeee wieder huldigen werde!

    Wie kann man in der Welt eine Institution aufbauen unter dem Praetext der Menschlichkeit und Achtsamkeit im Sinne des Buddhismus und dabei die schlimmsten Werwoelfe an Bord haben, die zur Zeit diese Erde bevoelkern! Die Absurditaet des Verbrechens verbirgt sich oft in seiner scheinbar daherkommenden Menschlichkeit, hinter der sich aber doch nichts weiter verbirgt, als eine weitere monstroese Perversion der Bestie Mensch!

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  3. Lieber Wolfgang,
    zuerst folgendes: ich habe seit sich mein Laptop neu organisiert hat keinen Zugriff mehr auf meine Mailbox, d.h. ich komme zwar mit dem Passwort rein, aber wenn ich eine Mail anklicke oder eine entfernen oder schreiben will, ist die Seite tot, sie reagiert nicht! Dies ebenfalls bei der zweiten Mailbox, welche ich zusammen mit jemandem gemeinsam betrieben habe ausschliesslich fuer das Buch! Ich habe gesehen, dass Du mir geschrieben hast, kann aber demzufolge das Email nicht oeffnen! Nun folgendes:
    Da ich aus mehreren Gruenden hier z.Z. nicht mehr oeffentlich auftrete, wir uns aber im guetlichen Sinne verabschiedet haben, gilt fuer mich folgendes: wenn es fuer die Tiere wichtig ist, werde ich Dir trotzdem eine Nachricht senden – und die heutige Nachricht ist tatsaechlich wichtig, denn ich finde, dass die Leser, unter denen sich doch sicher engagierte Tierschuetzer befinden, dies wissen sollten! Dabei geht es um folgendes:

    Zuerst moechte ich noch Stellung nehmen zum obigen Beitrag und einmal mehr die grossartige Tierschutzarbeit von Daniela Boehm wertschaetzen, denn sie gehoert zu jenen Tierschutz-Groessen, die es wirklich ernst meinen! Bei dieser Gelegenheit moechte ich gleichzeitig all jenen anonymen Tierschuetzern danken, die taeglich fuer die Aermsten der Armen, die Tiere, im Einsatz stehen!

    Nun aber zu meinem Anliegen! Wie ich seinerzeit in einem Beitrag versprochen habe, auf die Zusammenarbeit des Buddhisten-Moenches Matthieu Ricard mit dem Vivisektor Wolf Singer zurueckzukommen und den Lesern mitzuteilen, ob ich von Ricard und der Organisation L214 (bei welcher er ebenfalls auftritt) auf meine Fragen Antwort erhalten habe – nun – ich habe bis heute KEINE Antwort von beiden erhalten, was wiederum ebenfalls eine sehr deutliche Antwort ist! Nun habe ich aber in den letzten Tagen, in welchen ich sehr aktiv am herumstoebern war, eine noch viel schlimmere Entdeckung gemacht, naemlich dass Matthieu Ricard nur die Spitze des Eisberges ist und dass da noch sehr viel mehr und Schlimmeres hinter dieser Sache mit dem Vivisektor steckt! Bei meinen Recherchen stiess ich naemlich auf die folgende gigantische Webseite, die unter der Schirmherrschaft des Dalai Lama steht:

    https://www.mindandlife.org/

    Hier sind so ziemlich alle namhaften geistigen Lehrer der heutigen Zeit versammelt und umspannen mit ihren Vortraegen und Auftritten den Globus, indem sie wiederum mit anderen hunderten von namhaften spirituellen Lehrern weltweit verbunden sind und gemeinsam auftreten! Ihr Facebook kommt auch sehr grossartig auf uns zu, indem der grosse Paradigmen-Wechsel so quasi im grossen Raume vor uns steht und nichts mehr zu wuenschen uebrig laesst! Geht man nun aber runter auf der Webseite und klickt auf ‚Community‘ so oeffnet sich eine nicht enden wollende Aufzaehlung von Forschungs-Instituten, mit welchen diese Mind and Life Megazentrale zusammenarbeitet, welche der Welt sozusagen die ultimative Erleuchtung anbietet. Und Vertreter von denen sind so ziemlich an jedem Oeko- Tier- Umwelt- Méditations- Yoga- und Menschenrechts-Anlass vertreten rund um den Globus! Und was sehen wir dort, mit wem die zusammenarbeiten: mit Vivisektions-Labors weltweit, u.a. dem Max Planck-Institut, wo schwarz auf weiss steht:

    Experimental work at the Institute is carried out on non-primate animal species in an interdisciplinary, interactive setting.

    Uebersetzung: Experimentier-Arbeit am Institut wird durchgefuehrt an Nichtprimaten Tierspezies in interdisziplinaerer, interaktiver Weise! Also nach der Intervention von SOKO wird nun dort nur noch an Nichtprimaten herumgepfuscht, was die verbrecherische Primitivitaet dieser zweibeinigen Woelfe im Schafspelz nur noch deutlicher hervorhebt und somit zum folgenden Schlusse fuehrt:

    Da werden unschuldige Tiere barbarisch zutode gequaelt in gemeinsamem weltweitem Bestreben, das ultimative Elixier der Menschlichkeit zu finden, indem in den Hirnen dieser wehrlosen Tieropfer nach Menschlichkeit gesucht wird! Gibt es etwas perverseres und niedertraechtigeres, als diese Scharlatanerei, welche nun seit geraumer Zeit unter dem Stichwort ‚Hirnforschung und Meditation‘ um die Welt geht und Abermillionen von gutglaeubigen, (darunter wahrscheinlich sehr viele Tierfreunde) Menschen einfaengt und fuer dumm verkauft!

    Entweder ist der Dalai Lama (und aberhunderte mit ihm zusammen arbeitende studierte Konsorten) sehr dumm, oder sehr schlecht – oder beides zusammen! Ich bin empoert ueber diese Degradierung des Intellektes auf internationaler Ebene – und den moralisch-ethischen Dreck, in den sie uns wirft! Hoffentlich konnte ich mit diesem ausnamsweisen Gastbeitrag einigen Lesern die Augen oeffnen – und hier noch ein kleiner Tipp von mir: KEIN GELD an irgendeine Institution, denn die gelegte Lunte ist lang: sie fuehrt an vielen bekannten Tierschutz- und Weltverbesserungs-Instituten vorbei bis zu National Geographic (dort enden sie alle, bis zur RSPCA, wo sie im Schlamme stecken bleiben und aufs Max Planck-Institut zurueck-katapultiert werden) – und dort sitzen die wahren Opfer dieser ganzen New Age-Rattenfaengerei – die wehrlosen und unschuldigen Tiere!

    Claudia-Siraganda – fuer die Tiere bis ins Beinhaus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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    • Siraganda:

      „hier noch ein kleiner Tipp von mir: KEIN GELD an irgendeine Institution, denn die gelegte Lunte ist lang: sie fuehrt an vielen bekannten Tierschutz- und Weltverbesserungs-Instituten vorbei bis zu National Geographic (dort enden sie alle, bis zur RSPCA, wo sie im Schlamme stecken bleiben und aufs Max Planck-Institut zurueck-katapultiert werden) – und dort sitzen die wahren Opfer dieser ganzen New Age-Rattenfaengerei – die wehrlosen und unschuldigen Tiere!“

      Erschreckend, was Siraganda da aufdeckte und obiger Satz sollte jeden Tierfreund noch mißtrauischer machen an sogenannte Tierschutz-Orgs und Tierschutzaktivisten ohne gründlichste Prüfung zu spenden. Es sind zuviele Scharlatane unter ihnen, die mit dem Tierschutz nur ihr eigenes Ego und ihren eigenen Geldbeutel füllen wollen.

      Vielen Dank für diese aufklärenden 2 Kommentare!

      Übrigens, der Dalai Lama war mir schon immer suspekt, mit seiner Schleimerei und geheuchelten Menschenfreundlichkeit. Als er noch auf dem Thron in Lhasa saß, war Tibet eines der furchtbarsten Länder auf der Erde: 1 Bauer mußte 3 Mönche ernähren, dazu waren die Bauern Leibeigene der buddhistischen Oberen und Folter und Tod bei geringsten Vergehen waren an der Tagesordnung!

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      • Hallo Bernd, meine Zustimmung bis auf einen Satz von Dir, nämlich diesen:
        „Es sind zuviele Scharlatane unter ihnen, die mit dem Tierschutz nur ihr eigenes Ego und ihren eigenen Geldbeutel füllen wollen.“

        Das mag durchaus sein, jedoch in diesem Falle und aus Deiner Feder stammend ist es wohl eher ein Seitenhieb Deinerseits auf RespekTiere e.V. – und deswegen findet dieser Satz auch nicht meine Zustimmung, denn RespekTiere e.V. ist alles andere als eine Tierschutzorga, die angeblich nur darauf spekuliert, mit dem Namen Tierschutz ihr eigenes Ego aufbessern und ihren Geldbeutel füllen zu wollen. Aber wer sich in seinen Vorurteilen und fragwürdigen Überzeugungen festgebissen hat, der ist diesbezüglich natürlich anderer Ansicht, weswegen meine Einmischung in Deinen Kommentar ganz sicherlich abermals gegen eine undurchdringliche Felswand gesprochen ist.
        LG – Wolfgang

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