Bist du ein fuehlendes Wesen, oder noch instinkt-gesteuert?


Die instinkt-gesteuerte Eigenschaft schiebt der Mensch liebendgerne ab ins Reich der Tiere! Dabei vergisst er ebenfalls sehr gerne, dass auch er ein Tier ist und ebendiese Eigenschaft bei ihm selbst nicht abhaengig ist von der Art, sondern vom Charakter. Gewiss, bei bestimmten Arten, welche seit Anbeginn der Zeit wehrhafte Reisszaehne mit auf den Weg bekamen, ist wohl anzunehmen, dass, wenn ihnen ein Hase ueber den Weg laeuft, sie sich zurueckbesinnen auf ihre erste Gabe, welche ihnen da zur Stunde Null ‚in die Wiege gelegt‘ wurde – und sie von diesem toedlichen Geschenk grosszuegig Gebrauch machen.

Die Phantasie grosser Teile der Menschheit geht nun allerdings dahin, da sie so gewissermassen zwei riesige Reisszaehne oben an der Wiege angebunden sehen, nach welchen sie bereits im Saeuglings-Alter gierig die kleinen Faeuste ausstrecken, denn die Empathielosigkeit wird ihnen ja von ihren Muettern, und erst recht von den Vaetern vom Augenblick, wo sie der Brust der eigenen Mutter entwoehnt sind, mit Loeffeln eingegeben.

Wenn sie dann dem zarten Kleinkindalter entwachsen, kommt die unartige Landeskirche dahergestolpert, welche ihre Reisszaehne geschickt versteckt hinter dem Evangelium – um den kleinen Tunichtgut, welcher bereits hineingeschluepft ist in die karnistische Hoehle seiner Eltern, nun endgueltig zu backen und zu braten und ihm die hie und da aufstossende Empathielosigkeit mit den Loeffeln der Gefuehlslosigkeit wie einer Stopfgans zurueck in den Rachen zu druecken.

Und wenn dieses blaue Wunder vollbracht, kommt der Hammer der Justizia und zieht ihm endgueltig eins ueber den Schaedel, sodass er sich in jenen Fleischtiger verwandelt glaubt, welcher auf seine Wuerste, Burger und Braten ein Leben lang nicht mehr verzichten kann.

Und so steht es, das grausame Stehaufmaennchen und gaukelt und schaukelt im Kreise des Grauens und der Sinnlosigkeit, indem es seine Mitgeschoepfe in sinnloser, trostloser und verbrecherischer Weise zutode bringt, denn sein blutgieriger Schlund verlangt nunmehr nach Blut, Kadaver und Knochen, auf denen es sabbert und nagt, freudig beguckt von seinen Eltern, den Kirchen und der Justizia, welche sich salbungsvoll die blutigen Haende reiben, denn ihre Rechnung ist aufgegangen – ein neues Monster erblickt das Tageslicht, um es den anderen Lebewesen abzugraben und auszublasen – und die zweibeinige dreikoepfige Hydra ist gestillt…

DU kannst entscheiden, ob DU zum Geschlechte dieser dreikoepfigen Hydra gehoeren und instinkt-gesteuert bleiben willst, oder ob DU Deine Augen und Dein Herz oeffnest, um jene Freiheit zu atmen, welche in eigener Muendigkeit ihre Verantwortung und ihr Schicksal als fuehlendes Wesen in die eigene Hand nimmt, um aus dieser Welt fuer ALLE Lebewesen einen besseren Ort zu machen, wo es nur noch einen natuerlichen Tod fuer alle Lebewesen gibt!

Eure Claudia – bis alle Kaefige leer sind