Ich halte zu den Kleinen


 


Mitgefuehl mit den Kleinen ist eine hohe Tugend,
ueber welche nicht jeder Zweibeiner verfuegt!

 Die Groesse eines Tieres sollte nicht ueber unsere Empathiefaehigkeit entscheiden


Dieses kleine Aeffchen gehoert zur kleinsten Affen-Spezies der Welt – Pygmy Marmoset

Grosse Tiere sind gewiss eine Freude fuer jeden Tierfreund und sie finden auch mehr Freunde und Tierrechtler, ja viele Arten haben eine regelrechte Lobby, weil sie angeblich dem Menschen so aehnlich seien, menschenaehnliche Empfindungen haetten, sich selbst im Spiegel erkennen (das tun die Kleinen auch, machen aber weniger Aufhebens deswegen) und aus vielen anderen Gruenden. Genuetzt hat diese Geisteshaltung zum allergroessten Teil allerdings nicht viel, denn nach wie vor werden grosse Tiere beraubt, ausgebeutet und ermordet.

Seit den ueber 50 Jahren, in welchen ich mich in der Sache des Tierschutzes engagiere, hat sich sehr wenig geaendert, so wenig, dass man fast versucht ist zu behaupten, es haette sich gar nichts veraendert. Aber einen kleinen Erfolg hier und einen kleinen Erfolg da gibt es schon zu verbuchen, obwohl dies, an der Zeitdauer des bestehenden Tierschutzes gemessen, viel zu wenig ist. Es muss in Zukunft mehr getan werden – und zwar nicht nur fuer die Grossen oder diejenigen mit irgendwie menschenaehnlichen Gesichtszuegen (deren Lobby hinaufreicht bis in die Aristokratie und die Regierungskreise), denn diese Geisteshaltung ist ganz einfach zutiefst primitiv und rueckstaendig. Keine Tierart, am allerwenigsten die kleinen, sind in irgendeiner Weise qualifizierbar und duerfen NICHT am Massstab des Menschen gemessen werden!


Walhai neben einem Menschen

Ich habe z.B. ueber mehrere Jahre Erfahrungen mit Maeusen gesammelt und dabei feststellen koennen, dass deren Intelligenz in gewissen Dingen die unsere und diejenige von Hund, Katze und Pferd bei weitem uebertrifft, worauf ich in kommenden Vortraegen noch sehr ausfuehrlich darauf eingehen werde. Auch die Ratte ist ein hoch intelligentes Tier, welches durch die Jahrtausende der Verfolgung einen Scharfsinn entwickelte, welcher alles, was wir uns an Intelligenz vorstellen in den Schatten stellt. Aber fuer diese Geisteshaltung braucht es den richtigen Blickwinkel!

Die Ratte oder die Maus wird z.B. kein Klavierstueck von Chopin spielen, aber sie sorgt fuer echte Ueberraschungen, wo diese dem Menschen versagt sind, weil er eben z.B. nicht seit Jahrtausenden unter derselben Verfolgung leidet. Vielleicht kommt ihr der Bettler eines brasilianischen Slums eher auf die Schliche, als ein schweizerischer oder franzoesischer Gross- oder Kleinbuerger. Ich habe aber Leute befragt, was sie in bestimmten Faellen tun wuerden, welche ich vorher bei den Maeusen ablauschte und abguckte – und sie kamen nie auf diese Idee. Auch mich versetzen diese kleinen, hellwachen Erdenbewohner immer wieder in helles Erstaunen!

Grosser Gorilla und Menschenkinder,
wobei hier die Sichtweise nicht stimmt, denn artgerecht ist nur die Freiheit!

Kleine Lebewesen, wie die Insekten brauchen unseren Schutz genauso, wie die grossen. Und auch wenn sie mehr als vier Beine besitzen, so heisst dies noch lange nicht, dass sie weniger intelligent sind, als jene, welche nur zwei Beine besitzen, auch wenn sich ihre Intelligenz in anderer Weise aeussert. Dann gibt es noch Kleinstlebewesen, welche wir nicht einmal sehen oder wahrnehmen koennen, hoechstens unter dem Mikroskop. Wir sollten dringendst in deren Wesen dringen, aber nicht durch die archaische Vivisektion, sondern durch das respektvolle Erforschen ihres Wesens durch demuetige Annaeherung, welche sehr viel Zeit braucht. Ich finde aber, ein ehrlicher Forscher sollte sich diese Zeit nehmen, statt unsinnige Raumfluege zu planen, welche wahrscheinlich eh nicht stattfinden, deren Inszenierung aber den gleichen Aufwand erfordert, damit sie echt aussieht.

Dieser suesse Maki gehoert ganz eindeutig ins Reich der Kleinen!

Zuerst kommt das Leben auf der Erde, denn es gibt keinen Planeten B, nach welchem der Mensch seine gierigen Haende aussstrecken kann, um auch diesen zu knechten und zu parasitieren. Raumfluege etwa zum Alpha Centauri sind nicht machbar aus verschiedenen Gruenden, denn erstens lebt ein Mensch nicht so lange, zweitens verglueht bis dann saemtliches uns bekannte Material und drittens muss man ja noch zurueckkommen – mit welcher Antriebskraft? Eine Rueckstartbasis muss ja zuerst dort geschaffen werden, was mir schon bei der angeblichen Mondlandung auffiel, aber wie dem auch sei: Hier ist das Leben – in seiner ganzen wundervollen Groesse und Kleine, welches es in respekt- und liebevoller Annaeherung auszukosten gilt, ohne den Hintergedanken der Ausbeutung!

Dieses winzige Chamaeleon findet auf einer Kingerkuppe Platz!

Wenn ihr Tiere schuetzt, dann schliesst bitte die Kleinen mit ein, denn wie Shakespeare es so weise sagt: ‚Der Kaefer fuehlt den Schmerz genauso, als ob er ein Riese waere‘! Man braucht aber um das zu verstehen die richtige Einstellung und Perspektive!

Dieser archaische Zweibeiner gehoert zu jener Gattung,
welche sich von Anfang an fuer ein paar Nummern zu gross hielt!

Gegenueber der Welt und dem Universum ist jeder Mensch ein Winzling! Aber gerade aus der Ameisenperspektive besitzt die Welt einen ganz besonderen Reiz

Eure Claudia im Tierschutz fuer Gross und Klein

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