Die Hoelle der Empathielosigkeit – Teil 1

Beitrag von Tierschützerin Claudia Marrapodi

Versklavung seit der Mensch Geschichte schreibt!

Auch der empathische Mensch leidet unter der Dornenkrone der Schoepfung

Einer von diesen ist schrecklich. Rate mal, welcher!

Die Geschichte der Ausbeutung der Lebewesen durch den Menschen ist so alt wie die Geschichte selbst! Dazu meinen viele, dass all die im Verlaufe der Erdengeschichte begangenen Verbrechen an der Kreatur aus und vorbei und deshalb nicht mehr erwaehnenswert seien. Gras sei darueber gewachsen und der Mensch solle sich mit der Gegenwart befassen. Interessanterweise sind es aber genau jene, welche diese Forderung anmelden, welche mit ihrer grossen Krankheit der Empathielosigkeit selbst in der Vorsintflut der Geschichte stecken geblieben sind, aber nicht aufgrund ihrer empathischen Erinnerung, sondern weil sie zu derselben nicht imstande sind.

Inzwischen habe ich mich von allen Religions- und Philosophie-Systemen abgegrenzt und lebe mit meinen geliebten Tieren auf einer geistigen Insel!

Und so lasse ich mir meine Erinnerung an die Graeuel, welche der Mensch im Laufe der Zeit an seiner eigenen Spezies, dem Tierreich und der Natur beging, nicht rauben – und erlebe die ganze Palette des Schreckens am blossgelegten Nerv Tag fuer Tag und auch nachts in meinen Traeumen. Ich will mich weder durch Medikamente, noch psychedelische oder Ayahuasca-Kuren benebeln lassen, und auch nicht im buddhistischen Schneidersitz abheben, mit der Feststellung, man solle alles loslassen und somit sei alles bestens, sondern alles am offenen Nerv zurueckverfolgen, rauf und runter in der Geschichte, wie auf der beruehmten Jakobsleiter.

Uebrigens meine Inspiration zu diesem Satz ziehe ich nicht mehr aus dem Alten Testament, welches mich im Laufe meiner Erdenjahre bitter enttaeuschte, vor allem aufgrund seiner ungenuegenden Adepten, sondern aus jenem Film mit dem gleichnamigen Titel – Die Jakobsleiter, welcher in qualvollen zwei Stunden die letzten Lebensminuten eines amerikanischen Soldaten im Vietnamkrieg schildert. Und da ja bekanntlich ein Traum, siehe auch Alptraum in wenigen Minuten Erdenzeit eine Ewigkeit dauert, ist das Grauen endlos.

Aber nicht nur die Erinnerung an den Vietnamkrieg, den Koreakrieg, den Golfkrieg, den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg, den hundertjaehrigen Krieg, den dreissigjaehrigen Krieg, den siebenjaehrigen Krieg, den Burenkrieg, die Religionskriege, die Buergerkriege und all die abertausenden vom Menschen verursachten Kriege dieser Welt sollen in dieser neuen Vortragsreihe in Erinnerung gerufen werden, sondern vor allem der Krieg des Menschen gegen die Natur und das Tierreich – der toedlichste aller Kriege – und es wird jener Krieg sein, der dem Menschen schliesslich den Hals brechen wird, denn der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht… In seiner Megalomanie der Vermessenheit begeht der miese Erdenwicht einen entscheidenden Fehler: er meint, seine Technik und die dazugehoerenden Gadgets seien der Natur ueberlegen – und hier irrt er gewaltig!

Das Verhaeltnis des Menschen zu Mutter Erde – er haelt sie in Geiselhaft mit seinem pestilenzialen Gifthauch!

Die Tiere leiden und sterben unter seinem blutigen Joch, wobei er sich dabei noch erfrecht zu behaupten, ein Tier wisse nichts vom Tod! Wirklich nicht? oder ist es vielmehr so, dass das Tier sehr wohl um das Wesen des Todes Bescheid weiss und deshalb darum herum kein so bloedes Theater macht wie der zweibeinige Wicht, wohl aber sich vor dem STERBEN und dem SCHMERZ genauso fuerchtet, wie ebendieser zweibeinige Zwerg unter den Wichten. Der Generalparasit Mensch mag das Tier und seine eigene Gattung knechten und morden – aber gegen die Natur selbst kommt er nicht an, denn wie die Indianer einst sagten: man kann nur in ihr ueberleben, aber nicht gegen sie. Ein Menetekel an der Wand waren die ersten weissen Siedler, welche in die Baeche und Fluesse urinierten, was die Indianer mit Entsetzen erfuellte und in ihnen bereits das duestere Szenario der Umweltzerstoerung durch den weissen Zwerg daemmerte!

Befreie deinen an vorsintflutliche Traditionen angehafteten und gefangenen Geist (Kunstwerk von Flora Borsi)

Ich klage den Menschen des multiplen Genozides an seiner eigenen Gattung an, ich klage ihn an, die Luft, das Wasser, die Erde, die Pflanzen und die Natur zu vergiften und ich klage ihn an, die Tiere in einem beispiellosen Meuchelmord im Angesicht und dem Zeugnis von Sonne, Mond und Sternen zu vernichten, zu parasitieren, zu knechten und seinen perversen und abartigen Spott mit ihnen zu treiben. Ein Luegenbold und Totmacher der ersten Stunde bis zur letzten im Angesicht der Erde! Ich kann in dieser Reihe nicht alle seine Untaten und Vergehen zurueck in die Erinnerung rufen, aber einige Kapitel sollen einmal haargenau unter die Lupe genommen werden, darunter: Die Versklavung des afrikanischen Volkes und der Genozid an den Indianern, das Massaker am Tierreich und der sogenannte Caesarenwahn verschiedenster Despoten und noch anderes mehr, denn es geht nicht an, dass ueber alle in der Vergangenheit und uebrigens auch in der Gegenwart begangenen Verbrechen nur der feuchte Schwamm gewischt wird, das waere dann doch zu einfach!

Archaisch gepraegte A-Muttis tragen schweres Gepaeck!

Ein empathischer Mensch leidet an den begangenen Verbrechen so, als ob sie an ihm geschaehen, er begnuegt sich nicht mit einem Kirchgang, einem schoenen Gebet und einem Steak auf dem Sonntagsteller! Auch nicht an Raeucherstaebchen und Meditation, um damit abzuheben und sein Empfinden auf Null zu stellen. Einer der sagt, er sei von allen Erdenlasten befreit durch Meditation, weil alles andere eh nichts bringe, der war nie ein empathischer Mensch, denn sonst koennte er keine Sekunde meditieren! Da sagt es Captain Paul Watson sehr richtig: ‚Ich kann nicht fiedeln, waehrend die Erde brennt‘!

Ich kann nicht fiedeln, waehrend die Erde brennt…

Und noch ein Wort an jene fleischfressenden Mayavadis und Buddhisten, welche behaupten, wenn man weiter als alle anderen sei, spiele es keine Rolle mehr, ob man Fleisch esse oder nicht! Falsch! Denn ihr seid nicht befreit im Nirvana, sondern verhaftet und Sklaven eures Bauches und lebt im Reich der hungrigen Geister – jawohl!

Echte Maenner lieben und respektieren Tiere!

Und nichts bleibt ungeschehen. Ich vergebe nicht und ich vergesse nicht. Das waere doch zu billiger Tand, um einfach so, wie durch einen Illusionisten unter dem Hut der Zeit zu verschwinden!

Fortsetzung folgt…

 

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