Kastrationsprojekte verhindern unfassbares Leid, noch bevor es existiert!

Von RespekTiere. e.V.

Eifrigen RespekTiere-LeserInnen ist sie ein absoluter Begriff, als Fels in der Brandung, als vielleicht hellster Stern am Himmel des Tierschutzes kennen wir sie: Frau Monika Brukner aus der Schweiz, die Unermüdliche, welche seit drei Jahrzehnten einen unfassbar wundervollen Gnadenhof in Serbien führt! Viel haben wir über jenen Ort geschrieben, um uns bei jeglicher Schilderung doch immer nur in Superlativen zu verlieren.

Frau Brukner‘s zu Hause ist, zumindest in der persönlichen Wahrnehmung, allenfalls und dementsprechend einer der schönsten Orte der Welt, bestimmt aber einer, wo jedes Gramm Erde eine Geschichte von Blut und Tränen, aber umso mehr von Liebe und Erneuerung erzählt. Auf der langen Suche nach Zuversicht ist es jener Ort, einst wird er sagenumwoben sein, wo die Wurzel der Hoffnung ihre Heimat gefunden hat.

Neben der Herberge sind die Intentionen Frau Brukner’s aber noch wesentlich vielfältiger; sie verkörpert DIE Tierschutzinstanz des Balkanlandes, unterrichtet mit ihren TierschutzlehrerInnen tausende von Schülern (2017 über 1200), ist Kooperationen mit dutzenden Asylen eingegangen, wo vorher furchtbarste Verhältnisse geherrscht haben, nun aber der Tierschutzgedanke im absoluten Vordergrund steht; sie hat Tür und Tor geöffnet für Exkursionen in den von ihr kreierten Garten Eden, wo abertausende Menschen für ein paar Stunden eintauchen können in die Ahnung des Paradieses; Frau Brukner hat die schlimmsten privaten Tierhaltungen – zum Beispiel jene in sogenannten ‚Road-Side-Zoos‘ – genannt und mit Güte darauf reagiert, die Kerker abgerissen und durch Gehege ersetzt – so umwälzend sind ihre Bemühungen, dass der Platz hier und die Zeit nicht genügen können ihr Lebenswerk auch nur annähernd ausreichend zu würdigen.

Fotos: Frau Brukner einst und jetzt! Nichts hat sich verändert, seit wir uns um 2005 zum ersten Mal getroffen hatten; sie ist noch immer derselbe Fels in der Brandung!

Was aber neben den mannigfaltigen Bestrebungen immer zu ihren unabdingbaren Hauptaufgaben zählte und zählt, ist das Kastrieren von Straßenhunden und -katzen; sie, die Myriaden von Gewalttaten an den besten Freunden des Menschen bezeugen musste, die Monate und Jahre in tiefstem Schmerz und entsetzlicher Pein ob des Schicksals der wunderbaren Tiere verbringen musste, die mehr Tränen über den Umgang mit den Ausgestoßenen der Gesellschaft geweint hat als ein Mensch es je ertragen musste, sie, die aberhunderte Opfer bei sich aufnahm und gesundpflegte, weiß aufgrund all dieser Tatsachen über die unabdingbare Wichtigkeit solcher Eingriffe wohl besser Bescheid als irgendwer sonst auf diesem Planeten!

Mehr als 6 000 Kastrationen (!) hat sie mit ihrem großartigen Team alleine 2017 (!) bewerkstelligt, in ganz Serbien verteilt warten TierärztInnen auf ihren Auftrag; so zum Beispiel sitzen auch jetzt gerade rund 700 von Frau Brukner betreute Hunde und Katzen in verschiedenen Tierheimen, bei privaten Pflegestellen oder auch auf der Straße, gefüttert und umsorgt von ihrem Team, und sollten, MÜSSEN, alsbald kastriert werden, weil sonst die Katastrophe, einer der schlimmsten Schanden der Menschheit, ihren Fortgang nimmt, nun, nach Jahren der Hoffnung.

Foto: unfassbares Tierleid auf den Straßen Europas – mit katastrophalen Auswirkungen… ganze Legenden von Tieren einfach in Gräben geworfen und später zugeschüttet… die Schande der Menschheit, nur ein, zwei Meter unter der Erde versteckt (und manchmal sogar auf offenem Feld, wie Müll entsorgt)…

Genau hier kommen nun wir ins Spiel; denn, leider, wir alle – oder zumindest die meisten von uns welche im Tierschutz arbeiten – können ein trauriges Lied davon singen: die Unterstützung unserer Aufgaben ist, wahrscheinlich ein Tribut an die vielen, vielen humanitären Katastrophen der letzten Jahre, wo natürlich ebenfalls geholfen werden muss, eine vermehrt zurückgehende, der Fokus der Donationen richtet sich mehr und mehr auf andere Bereiche.

Und so ist die Finanzierung des Kastrationsprojektes einer versiegten Quelle gleich… Vater Staat, ob im Osten oder im Westen, hat sich noch nie ausgezeichnet mit der eigentlich so selbstverständlichen Hilfestellung, die Problematik zum großen Teil doch durch die Politik des jeweiligen Landes zumindest mitverschuldet. Ein Warten auf ein Einspringen der öffentlichen Hand ist demnach sinnlos, letztendlich noch viel schlimmer gar – es würde einen direkten Verrat gleichkommen, denn immer, immer weiß die Staatsführung sowieso nur einen Ausweg aus dem Dilemma: unmenschlichste Tötungskampagnen!

Also MÜSSEN wir eingreifen, so schnell und so umfassend wie irgend möglich! Deshalb war unsere vorangegangene Reise nach Serbien auch eine so ungeheure Wichtigkeit beigemessen, weil es dabei galt, sich einen ersten direkten Eindruck zu verschaffen! Und der legt nur eine Schlussfolgerung dar: Wir MÜSSEN sofort alles in Bewegung setzen, um uns JETZT, ohne zu zögern, der immense Aufgabe zu widmen, emsige und umfassende Kastrationskampagnen vorantreiben!

Alleine, die Aufgabe scheint eine übermächtige: denn, wie eingangs bereits erwähnt, zumindest einmal 700 Hunde und Katzen müssen dringenst behandelt werden, die Kosten dafür betragen sehr moderate 27,50 Euro pro Hündin, 20 Euro pro Kätzchen (die weiblichen Tiere haben in den Kastrationsbemühungen absoluten Vorrang, im Verhältnis 95 zu 1…), 15 Euro für den Rüden und 10 Euro für den Kater.

Mehr als 15.000 Euro werden also notwendig sein, um das drohende Desaster im letzten Moment noch abzuwenden. 15 000 Euro sind unfassbar viel Geld, aber andererseits würde diese Summe letztendlich schrecklichstes Tierleid verhindern können, tagtägliches wie zukünftiges!

Bitte bedenken Sie, alleine mit den 2017 bewerkstelligten 6 000 Eingriffen werden schätzungsweise rund 25 000 Tierkinder (im ersten Schub! Diese Zahl multipliziert sich in kürzester Zeit in die Unzählbarkeit) nicht in eine Welt geboren, welche so gar nichts für sie zu bieten hätte – diese riesige Anzahl würde sich, sobald die Geschlechtsreife eintritt, erneut summieren, in einen verhängnisvollen Kreislauf münden, einem Fass ohne Boden gleich – tatsächlich kann ein Paar Straßenhunde für einen nicht zu glaubenden Nachwuchs sorgen: aus 2 Tieren werden mit Kindern, Kindeskindern, Kindeskindeskindern usw. innerhalb von 2 Jahren 70, von 5 Jahren mehr als 13 000, von 8 Jahren ca. 2 500 000 (basierend auf der Annahme von 2 Geburten pro Jahr und durchschnittlichen 2, 8 überlebenden Welpen) – kaum vorstellbar, nicht? Fakt ist demnach, Kastrieren verhindert Leid, bevor es existiert!

Unterbinden wir diesen so verhängnisvollen Kreislauf – jetzt und sofort! Wie gesagt, es ist eine immense Aufgabe, welche da auf uns zukommt – aber vielleicht schaffen wir zusammen mit Ihnen zumindest einen Teil dieser riesigen Herausforderung zu stemmen!?

Natürlich werden wir wieder mitten im Zentrum des Geschehens sein, immer wieder nach Serbien reisen, helfen, wo immer wir helfen können. Wir werden an der vordersten Front stehen und Ihre Spende bestmöglich verwalten, jeden Cent dort einsetzen, wo er am dringensten gebraucht wird. Wir werden nicht müde, solange bis der dunkle Horizont ein neues Licht freigibt – ein Licht der Menschlichkeit!

Damit Bilder wie diese nie mehr entstehen können..

Bitte helfen Sie uns helfen! Hier, im Moment vielleicht sogar dringender als sonst wo, wird unser Einsatz gebraucht, hier gilt es unsere beste Bemühung zu zeigen, hier gilt es nicht ‚nur‘ voranzuschreiten in der Aufgabe, sondern eine Vorbildfunktion vor Ort auszufüllen.

Das Kastrieren von Straßentieren ist nicht alleine eine Tierschutzarbeit, es ist ein Gebot der Barmherzigkeit. Es ist ein erster Schritt der Wiedergutmachung an einer Gattung, welche wir einst der Wildheit entführt, sie uns zugetan gemacht, nur um sie später, nach unserem persönlichen Fortschritt, dem Siegeszug der Gattung Mensch, ganz entsetzlich fallen gelassen haben; dann, als sie uns wirklich lieben lernten, haben wir sie zutiefst verraten, weil wir sie nun nicht mehr brauchten. Vergessen wir nicht, der Aufstieg des Menschen, er wäre ohne die Hilfe dieser so wunderbaren Wesen, niemals in der Schnelligkeit vonstattengegangen, sie, die uns als Hüter, als Begleiter, als Wächter und als Freunde in all den Jahrtausenden unabdingbar zur Seite standen… wir sind ihnen Myriaden von Dingen schuldig, ganz sicher aber zumindest unser Mitgefühl! Und ebenso sicher unsere größte Bemühung, das Leid auf den Straßen zu beenden, welche seit vielen Jahren als Spur der Schande unsere Fußabdrücke mit ihrem Blut füllt…

Online-Spenden : https://www.respektiere.at/spenden.htm

Tom Putzgruber, Obmann von RespekTiere e.V.

 

 

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