Moral und Ethik bedarf keiner Religion

Ein Beitrag von hubwen.wordpress.com, der mir anlässlich meiner sonntäglichen Religionskritik herzlichst willkommen ist :

Tierfreund Hubert:
Manche Theologen und andere christliche Menschen behaupten ja, eine Moral und Ethik ohne Religion wäre minderwertig. Ich – und viele andere – sehen das genau umgekehrt. Die Werte von Religionen sind oft auch unheilbringend, wie das Schächten, den Tieren eine Seele abzusprechen und sie somit rechtlos zu machen. Allein wie Religionen mit Tieren umgehen, ich nenne da nur mal das Christentum, den Islam, das Judentum, wäre für mich schon Grund genug, diesen Religionen fern zu bleiben und nichts mit diesen Religionen tun haben zu wollen.

Wer zum milliardenfachen Leid das Tieren von Menschen angetan wird, schweigt, nichts dazu zu sagen hat, hat für mich jeden Kredit und jede Wertschätzung verloren. Außerdem diskriminieren Religionen oft viele Menschengruppen. Ich bin wie Philipp Möller davon überzeugt, dass die Welt ohne Religion besser dran wäre.

Hier einige Rezensionen von amazon.de über die Streitschrift:
„Denn sie wissen nicht, was sie glauben: Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann.“

Eine grundlegende Kritik der christlichen Ethik auf der Basis der aktuellen Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie von Franz Buggle stellt die Frage, ob jemand gleichzeitig auf dem Fundament der Bibel Christ sein & intellektuell redlich bleiben, konsequent denken, human handeln kann – und antwortet mit Nein.

Der Psychologieprofessor belegt diese Einschätzung anhand einer Analyse biblischer Texte (auch des Neuen Testaments). Dabei weist er im „Buch der Bücher“ nicht nur zahlreiche inhumane Stellen (Rechtfertigung von Völkermord und Gewalt gegen „Abweichler“, paulinischer Antijudaismus u.v.m.) nach, sondern setzt sich auch kritisch mit den Folgen biblischer Vorstellungen für die ethische Orientierung des Einzelnen auseinander (z.B. Kreuzestod Jesu als Erlösungstat; „ewige“ Verdammnis; Willkürlichkeit göttlicher Gnade).

Buggles Kritik richtet sich insbesondere auch gegen die Positionen zeitgenössischer „progressiver“ Theologen (Küng) und christlicher Wissenschaftler (C.F. von Weizsäcker), die zwar die Kirche negativ bewerten, aber an der Bibel und den darin propagierten „christlichen Werten“ festhalten.

Siehe Buch von Franz Buggle auf amazon.de

Der gefälschte Glaube: Eine kritische Betrachtung kirchlicher Lehren und ihrer historischen Hintergründe :

Einer der führenden Kirchenkritiker unserer Zeit, Karlheinz Deschner (2014 verstorben), schildert die Entstehung der christlichen Glaubenslehren vor dem Hintergrund der allgemeinen historischen Entwicklung. Dabei zeigt er, dass alles, was den Gläubigen als angeblich geoffenbarte Wahrheit gepredigt wird, Ausfluß jenes Mischmaschs von Irrtum und Gewalt ist, wie Goethe die Kirchengeschichte einst charakterisierte.

Der Autor belegt, dass alle wichtigen Glaubensinhalte (selbst die Christuslehre), Lehraussagen und religiösen Rituale des Christentums – das urchristliche Dogma vom nahen Weltende, die Vergottung Jesu, die Verkündigung des Paulus, Trinität, Taufe, Abendmahl, Beichte, Buße und viele mehr – entlehnt worden sind. Sie stammen aus dem Judentum, altorientalischen Vorstellungen, aus Synkretismen des Hellenismus und anderem antiken Gedankengut.

Diese Quellen wurden jedoch später von der Kirche zu heidnischem Teufelswerk erklärt und lange Zeit vergessen. Dass dieses zusammengeklaubte Sammelsurium religiöser Anschauungen zweitausend Jahre überdauern und eine ganze Kultur prägen konnte, ist das wirkliche Mysterium des Christentums. Ein abschließendes Kapitel gilt dem umstrittenen Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit von 1870.

Der Jesuswahn: Wie die Christen sich ihren Gott erschufen. Die Entzauberung einer Weltreligion durch die wissenschaftliche Forschung

Die Bibel ist das am meisten überschätzte Buch der Weltliteratur, Jesus von Nazareth die am meisten überschätzte Person der Weltgeschichte. Mit solchen Thesen hinterfragt der Autor, selbst promovierter Theologe, die in Europa vorherrschende Weltreligion des Christentums.

In gut lesbarer Form und nicht ohne Ironie wird gefragt, ob die Bibel denn tatsächlich ein gutes und ethisch wertvolles Buch sei, wie die Kirchen immer wieder behaupten, oder ob sich im Alten Testament nicht vielmehr ein zorniger Kriegsgott austobt und das Neue Testament für das Ende der Zeiten die Vernichtung aller Ungläubigen ankündigt. „Wer da glaubt und getauft wird, der soll selig werden, wer aber nicht glaubt, der soll verdammt werden.“ (Mk 16,16).

Und es wird gefragt, ob sich die Kirchen denn zu Recht auf jenen Jesus von Nazareth berufen, den sie als Gottes Sohn verkündigen. Denn die wissenschaftliche Forschung hat längst erkannt, dass Jesus ein ganz anderer war und mit dem Jesus der Kirchen fast nichts gemein hat. Das Christentum bewegt sich in der Weltgeschichte ohne Fahrschein.

Dieses Buch richtet sich sowohl an Gläubige und Anhänger der Kirchen, die sich nicht scheuen, auch mit unangenehmen Fakten konfrontiert zu werden, als auch an der Kirche Fernstehende, die immer schon vermutet hatten, dass mit dem Christentum etwas nicht stimmen kann.

Das neue Buch von Philipp Möller, Autor des SPIEGEL-Bestsellers ›Isch geh Schulhof‹ – ein Plädoyer für ein erfülltes Leben ohne Gott

Bestsellerautor Philipp Möller glaubt nicht an Gott – und ist damit nicht allein. Knapp 40 Prozent aller Deutschen fühlen sich keiner Religion zugehörig. Umso erstaunlicher findet es Möller, wie sehr die Religionen dennoch unsere Gesellschaft beeinflussen. Vom Kirchengeläut bis zum Kopftuch der Kindergärtnerin, das Religiöse behelligt auch die, die nicht an Gott glauben. Dabei sind sich heute die meisten Deutschen einig: Religion ist vor allem Privatsache.

Zudem: Alle kostspieligen Großbaustellen der Religionen müssen auch von den Atheisten mitbezahlt werden – oder wussten Sie zum Beispiel, dass Bischöfe ihr Gehalt aus allgemeinen Steuern erhalten?
Fünf Millionen Menschen haben Möllers religionskritischen Debattenclip im Netz mittlerweile aufgerufen. In ›Gottlos glücklich‹ führt Möller aus, warum Religion und Glauben Privatsache sein sollten.

»Ich möchte zeigen, dass ein Leben ohne Gott für extrem viele Menschen absolut selbstverständlich und wunderschön ist, und ein Gegengewicht bieten zu religiöser Werbung, so wie sie heute – im Verborgenen wie im Öffentlichen – absolut wieder üblich ist.«

Provokant, unterhaltsam und unkonventionell trifft Philipp Möller mit seinen Fragen und Thesen einen Nerv. In ›Gottlos glücklich‹ nimmt er uns mit auf eine unglaubliche Reise hinter die Kulissen der »Kirchenrepublik« Deutschland.

Auszug aus „Der Jesuswahn“ von Heinz-Werner Kubitza

Die Ergebnisse der Forschung sind vernichtend für den Glauben der Kirche. Alles in allem behaupten Sie, dass eine der größten Religionen eine menschliche Erfindung, ein Hoax, und dies belegbar sei. Das wäre aber eine der größten Erkenntnisse in der Geschichte der Menschheit. Nur hört und liest man davon kaum etwas. Hier kommen dem gesunden Menschenverstand erhebliche Zweifel.

Das Christentum und seine geschichtlichen Anfänge gehören zu den am meisten erforschten Themen der Weltgeschichte. Man kann zeigen, wie Vorstellungen von einer Gottessohnschaft entstanden sind, wie eine Trinitätslehre sich langsam formte, wie der Marienglaube gewachsen ist. Alles erklärt sich, ohne dass dafür ein Gott bemüht werden müsste. Und war es in der Geschichte nicht immer schon so: Religionen und Götter kommen und gehen, auch wenn der Aberglaube an sie einst ganze Geschichtsräume bestimmt hat. Es gibt immer einen Aberglauben mehr, als jeder Gläubige meint. Sie berufen sich auf Theologen. Es ist jedoch denkbar, dass Sie nur einseitig und überkritisch zitieren. Es gibt doch sicher auch andere Sichtweisen.

Heinz-Werner Kubitza:
In meinem Buch „Der Jesuswahn“ habe ich versucht, möglichst auf dem theologischen Mainstream zu bleiben, also nicht irgendwelche radikalen Sondermeinungen zu vertreten, denen die neutestamentliche Forschung nicht zustimmen würde (z.B. eben die Erfindung Jesu). Aber schon ohne Radikalismen sind die Ergebnisse der Forschung vernichtend für den Glauben der Kirche und noch mehr den ihrer Gläubigen.

Frage an Kubitzka: Aber wie erklären Sie sich, dass diese Erkenntnisse nicht einer breiteren Öffentlichkeit bekannt sind?

Heinz-Werner Kubitza: Dass Jesus keine neue Religion schaffen wollte, er langsam in die Rolle eines Gottessohnes hineingebastelt wurde, dass die Trinitätslehre kaum biblische Fundamente hat, dass die Bibel keine Dokumente aus erster und zweiter Hand enthält, Maria zur Gottesmutter erst durch Konzile geworden ist; dies und vieles mehr steht nachzulesen in vielen Büchern von neutestamentlichen Theologen.

Doch was gewönnen z.B. Pfarrer und Kirchen, wenn sie ihre Gemeinden auf diese Ergebnisse der Forschung aufmerksam machen würden? Dann kämen schnell Andere und würden konsequenterweise die Abschaffung oder zumindest das Ende der Privilegierung von Kirchen, Pfarrern und der Theologie an Universitäten fordern. Daran haben ja weder die Kirche, noch die Pfarrer und auch nicht die Theologieprofessoren ein Interesse. Man muss ja auch von irgendwas leben.

Heinz-Werner Kubitza an seine Leser und an uns alle: Bleiben Sie kritisch, vor allem Ideologien und Religionen gegenüber, die meinen, sie seien im Besitz der Wahrheit. Bleiben Sie selbstständig im Denken, lassen Sie sich nicht vor den Karren einer Kirche spannen oder in die Herde der Gläubigen einreihen. Misstrauen Sie allen, die ihnen weismachen wollen, es gebe einen Sinn für alle Menschen. Geben Sie ihrem Leben selbst einen Sinn.

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