Heute Abend im MDR-Fernsehen

Von Deutsches Tierschutzbüro e.V.

Seit langer Zeit kämpfen wir mit Protestaktionen, Demonstrationen und unserer Petition gegen die Zustände im Schweinehochhaus und fordern dessen Schließung. Immer wieder kamen während dieser Zeit erschütternde Bilder der Situation der Tiere in der Schweinezuchtanlage zum Vorschein. Doch trotz bewiesener qualvoller Zustände, Medienberichten und einer immer größer werdenden Unterstützerschaft für die Schließung der Anlage, passierte vor allem an den Stellen, die am meisten hätten ausrichten können, erst einmal nichts: bei den zuständigen Behörden und Ämtern.

Und das Schweinehochhaus ist für dieses Versagen seitens der Ämter nur eines von vielen Beispielen. Kurz bevor wir nun am 1. August die Unterschriften unserer Petition an das Landwirtschaftsministerium in Sachsen-Anhalt übergeben, zeigt der mdr heute um 20.15 Uhr in seinem Magazin “exakt”, wie und warum Zustände, wie sie im Schweinehochhaus herrschen, nicht oder viel zu langsam durch offizielle Stellen beanstandet und beendet werden.

Wenn Sie also noch mehr zu den Hintergründen wissen wollen, warum das Schweinehochhaus auch bis heute noch nicht endgültig geschlossen ist, schalten Sie heute Abend um 20.15 Uhr ein, um den spannenden Bericht zu verfolgen!

Und natürlich halten wir Sie auch weiterhin über Neuigkeiten rund um das grausame Schweinehochhaus auf dem Laufenden.

Tierschutz geht uns alle an!


Schon etwas ältere Nachrichten von wildbeimwild.com:

Toter Pottwal mit 30 Kilo Plastik im Magen

Ein 10 Meter langer Pottwal ist vor der Südküste Spaniens an dem von ihm verschluckten Plastikmüll zugrunde gegangen. Das ergab die Obduktion des Tieres. Forscher fanden Plastiksäcke, Fischernetze und sogar einen Plastikkanister im Magen des Jungtieres.

Füchse bis zur Unkenntlichkeit gemästet

Das Leiden der extrem überfütterten, abnorm fetten Füchse in Käfigen finnischer Pelzfarmen nimmt auch acht Monate nach der Veröffentlichung ihrer dramatischen Lebensumstände kein Ende. Aktuelle Aufnahmen der Tierrechtsgruppe Oikeutta eläimille zeigen, dass die katastrophalen Bedingungen trotz internationaler Proteste unverändert sind.

Vogelarten ergeht es sehr schlecht

BirdLife International präsentiert einen wissenschaftlichen Bericht zum Zustand der Vogelbestände weltweit. Gut 13 % der Vogelarten (1’469) stehen auf der globalen Roten Liste, weitere 9.3% auf der Vorwarnliste. Mindestens 40 % der Vogelarten nehmen global in ihrem Bestand ab, während nur 7 % zunehmen. Selbst Arten wie Rebhuhn, Kiebitz und Turteltaube, die früher jedes Kind kannte, sind im Rückgang begriffen.
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Von Kinderbuch-Autorin Ilse Henkel:

„Im letzten Jahr im Düsseldorfer Tierheim hatte ich ein schönes Erlebnis. Ich hatte meine Bücher ausgelegt und ein elfjähriges Mädchen stand vor dem Tisch, ganz zögerlich, so dass ich sie ansprach und einlud: „Komm doch mal näher heran, ich habe hier schöne Geschichten……“ Kurze Zeit später kam ihre Mutter hinzu, die mir sagte, das sei ihre Tochter, aber seit einiger Zeit sei sie leider stumm. Ich erkundigte mich, wie das denn passiert sei, ob evtl. einiges in der Familie vorgefallen und es zu einer Traumatisierung gekommen sei. Und so war es denn auch: die Mutter berichtete, dass ihre Tochter leider zu einer Schächtung mitgenommen worden war, zur Schächtung einer Kuh und seitdem hatte sie die Sprache verweigert.

Etwas später an meinem Büchertisch fragte die Mutter ihre Tochter: „Möchtest du ein Buch mitnehmen?“ Und dann zeigte das Mädchen auf das Buch „Noras Traum – oder … auch Tiere kommen in den Himmel“. Für mich war in dem Moment klar, dass dieses Buch genau an der richtigen Stelle für dieses Mädchen gelegen hatte. Seit dem Erleben der Schächtung hatte das Kind übrigens auch das Fleischessen abgelehnt; sie ist zur Vegetarierin geworden.“

An diesem kurzen Bericht der Autorin kann man sehen, was solcherlei schreckliche Erlebnisse – wie das grausame Schächten einer Kuh – in einer Kinderseele anrichten können.


Millionen Schweine sterben für den Müll

Qualvoll gestorben und weggeworfen

Rund 60 Millionen Schweine werden in Deutschland geschlachtet. 13,6 Millionen Tiere aber überleben die Mast erst gar nicht bzw. müssen vorher notgetötet werden. Das sind rund ein Fünftel aller Schweine, die in Deutschland geboren werden. Eine Untersuchung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover brachte nunmehr zu Tage, dass viele dieser notgetöteten Tiere vor ihrem Tod auch noch langanhaltenden Schmerzen und Leiden ausgesetzt waren und auch diese Nottötungen in einer hohen Zahl nicht tierschutzgerecht, sondern sehr fehlerhaft gewesen sind.

Moderator Fritz Frey in „Report Mainz“:

Die Bilder, die wir Ihnen jetzt zeigen, sind im hohen Maße erschreckend. Der Grund, warum wir sie Ihnen dennoch zumuten, ist einfach: Es geht um ein Thema, das uns alle angeht – allenfalls Vegetarier können sich entspannt zurücklehnen. Aber das, was wir dem Lebewesen Schwein zumuten – tagtäglich, das sollte uns schon deshalb interessieren, weil wir ja schon morgen wieder vor der Frage stehen: Schweineschnitzel, ja oder nein?

Report Mainz: Millionen Schweine sterben für den Müll

Eine Kolumne zu dieser Thematik von Petra Pinzler

Nein, das ist nicht normal. 13 Millionen Schweine landen jedes Jahr im Müll. 13 Millionen – allein in Deutschland! Die Zahl wurde gerade bekannt, man mag sie kaum glauben, mag sich die Menge an toten Tieren nicht vorstellen, kurz vor Ostern schon gar nicht. Doch die Nachricht stammt nicht etwa aus der Feder aktivistischer Tierschützer, sondern von der hochseriösen tierärztlichen Hochschule Hannover. Zudem sind Schweine leider längst nicht die einzigen Tiere, deren Nutzen hierzulande auf immer brutalere Art und Weise maximiert wird. Und die man einfach wegwirft, wenn sie abgenutzt sind.

Männliche Kücken werden geschreddert, direkt nachdem sie geschlüpft sind. Hühner überleben das Hochleistungslegen von Eiern gerade mal ein Jahr. Kühen werden noch größere Euter angezüchtet und Puten haben so große Brüste, dass sie nicht mehr laufen können. Die Liste ließe sich noch verlängern. Denn selbst wenn längst nicht alle Bauern ihre Tiere in Hochleistungsmaschinen verwandeln, so tun es offensichtlich viele.

Der Trend zu mehr, billigerer, umweltschädlicherer und qualvollerer Produktion von Fleisch und Milchprodukten ist ungebrochen: Allein 2017 wurden in der Bundesrepublik 27,1 Millionen Schweine, 12,4 Millionen Rinder, 1,8 Millionen Schafe und 41 Millionen Legehennen gehalten. Die Böll-Stiftung hat die Zahlen in ihrem Fleischatlas zusammengetragen – und auch die Folgen für die Natur. 208 Millionen Kubikmeter Gülle sind durch die Fleischindustrie entstanden, viel mehr als die Weiden und Äcker aufnehmen können. Das belastet das Grundwasser, was wiederum zu höheren Kosten für Trinkwasser führt.

Natürlich müssen nicht allein die Bauern diesen Irrsinn verantworten. Schuld sind auch die Verbraucher, die vor allem billig einkaufen wollen und ein tägliches Schnitzel längst für ein Menschenrecht halten. Schuld sind aber auch Politiker, die in Berlin und Brüssel immer noch lieber Masse statt Qualität fördern. Die trotz aller Lippenbekenntnisse zum Naturschutz darauf setzen, dass Deutschland und Europa mehr exportieren: Fleisch, Milch und Käse am besten in den ganzen Rest der Welt. So als ob mehr besser wäre.

Die Situation zu ändern wäre nicht schwer. Freihandel nennen Bundesregierung und EU-Kommission das dann gern. Letztere twitterte vor ein paar Tagen stolz ein Bild mit Schweineschinken und brüstete sich: „Taiwan ist nun offen für Schweineprodukte aus Italien.“ Nach gemeinsamer Arbeit dürften die Italiener nun für zwei Millionen Euro jährlich Schweineprodukte in das asiatische Land exportieren.

Merkt da noch jemand was?

Die neue deutsche Umweltministerin Svenja Schulze beklagte im ZEIT-Interview, dass wir zu viel Fleisch essen. Und dass das nicht gut für die Natur sei. Das stimmt, aber es ist nur die halbe Wahrheit. Wir produzieren auch zu viel, wir exportieren zu viel, und: Wir sind viel zu stolz darauf. Natürlich ließe sich das ändern. Diese Bundesregierung hätte dazu sogar alle Chancen. Und es wäre nicht mal so schwer. Sie müsste nur – um ein ganz einfaches Beispiel zu nennen – das Tierschutzgesetz strenger fassen oder die Zahl der erlaubten Tiere an die Fläche binden ……

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