Tierschutz geht uns alle an!


Deutsche Jäger steigen in Pelzproduktion ein

Zahlreiche Bälge hängen im Verkaufsraum der Abbalgstation in Rastatt.

Ein aus meiner Sicht verachtenswertes Projekt namens „Fellwechsel“ zur Verarbeitung von Wildtierfellen aus heimischer Jagd startet nunmehr bundesweit mit der Produktion. In sogenannten Abbalgstationen sollen den von Jägern ermordeten Füchsen, Stein – oder Baummardern sowie Waschbären, Bisam oder Nutria das Fell über die Ohren gezogen werden.

Von dort kommen die Felle dann zu Gerbereien und Kürschnern, die daraus Kissen, Pelzkrägen und Innenfutter für Jacken herstellen. Bislang wurden die von den Jägern getöteten Tiere meist einfach weggeworfen. Die Initiatoren, nämlich der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesverband Baden-Württemberg, wollen damit erreichen, dass nun auch deren Fell nachhaltig genutzt wird. „Für uns Jäger ist das der richtige Schritt“, sagt DJV-Sprecher Torsten Reinwald, was jedoch keineswegs auch von uns Tierschützern so gesehen werden kann, da ja für diese Pelze viele Tiere leiden und sterben müssen.

Für dieses Projekt „Fellwechsel“ wurden deutschlandweit Sammelstellen eingerichtet, bei denen Jäger die erlegten Tiere gegen ein kleines Entgeld abgeben können. Bislang gebe es mehr als 260 solcher Stationen, in denen zur Zeit rund 7000 Tierkörper gelagert seien. Von dort werden sie nach Rastatt geholt, dort abgebalgt und schließlich weiterverarbeitet.

Quelle: https://www.fellbeisser.net/news/gutes-gewissen-trotz-pelz-pilotprojekt-startet-produktion


Rückblick auf die Fussball-WM in Russland: Tierschützerin Martina Gerlach an die annewill-Redaktion des NDR

Betreff: Ihre Talkshow am Sonntag, dem 3.6.2018, 21.45 Uhr über Fußball-WM Russland

In dieser Talkshow wurde mit verschiedenen Politikern und einem Ex-Fußballer über die Fußball-WM in Russland, die kurz bevor steht, diskutiert. Von einem Stoiber erwartet man ja nichts Positives, wenn es um Verbrechen an Hunden geht, war er es doch, der 1991/1992 aus populistischen Gründen die Hundeausrottungslisten erfinden ließ, die dann in 2000 die Politiker der anderen Bundesländer abschrieben, beliebig aufstockten, um in blindwütigem Aktionismus zigtausenden völlig normalen Hunden nur auf Basis ihrer Rassezugehörigkeit, und damit tausenden Familien, eben auch Kindern ihr Leben systematisch direkt und indirekt zerstörten. Diese von Stoiber damals erfundene und 2000 übernommene Ausrottung unschuldiger Hunde findet nach wie vor – inzwischen im Stillen – statt. Eine der unzähligen Schandtaten deutscher Politiker!

Aber dass weder Sie, Frau Will, noch einer der anwesenden Politiker oder dieser Berichterstatter und Ex-Fußballer obwohl sehr intensiv über Zustände in Russland, auch die WM und andere Geschehnisse diskutierten, ohne mit nur einem einzigen Wort die seit Monaten erneuten Massaker an den tausenden Straßenhunden zu erwähnen, ist ein Armutszeugnis!

In Vorbereitung dieser Fußball-WM 2018 finden wieder einmal verstärkte Massaker an vielen tausenden unschuldigen Straßenhunden statt, wofür Millionen Rubel missbraucht werden. Weder für Sie noch für Ihre politischen Gäste war dies erwähnenswert. Warum nicht?

Aber auch die deutsche Bundesregierung oder die Medien bzw. die Regierungen der WM-Teilnehmerländer oder die Fußball-Organisationen und Funktionäre, die Fußballer oder ein Trainer Löw finden auch nur ein Wort der Empörung angesichts grausamster Massaker. Armselig! Da stellt sich die Frage: Was sind das für Menschen?

Für die immer unschuldigen und nicht durch eigene Schuld in Not geratenen Straßenhunde, die grausam auf vielfältige Weise ermordet werden, nur weil sie sich wagen geboren worden zu sein, nicht ein einziges Wort, dass sie ein Recht auf Leben und Schutz sowie Hilfe haben und dafür (Kastrationen, Versorgung) doch besser das Mordsgeld verwendet werden sollte. Dabei könnten öffentliche Appelle helfen, Leben zu retten. Menschen haben Pflichten – auch gegenüber den Straßenhunden!

Ich wünsche jedem dieser speziesistischen Politiker, aber auch den bequem schweigenden Fußballfunktionären, den Fußballern, den Berichterstattern …, dass sie doch endlich mal in solch eine Situation kommen, wie diese unschuldigen Tiere, bevor sie völlig hilflos ausgeliefert qualvoll massakriert werden, weil sie es wagten zu leben.

„Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist … eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. … Wenn der Mensch soviel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn er selbst leidet?“ (Romain Rolland)

Tierschutz ist kein Privatvergnügen Einiger, sondern eine bitter nötige, ernste Pflicht eines Jeden! Mensch sein hört nicht beim Menschen auf!

Wenn Sie und Ihre Gäste nicht einmal anlässlich solch aktueller Geschehnisse/Zusammenhänge auch nur ein Wort für die Ärmsten der Armen verlieren, ist solch Sendung nur abschaltenswert!

Martina Gerlach


Aufklärung und aktiver Einsatz für das Tierrecht!

Man sollte nie dem Glauben verfallen, eine kleine Gruppe ideenreicher, engagierter Leute könnte die Welt nicht ändern. Tatsächlich wurde sie nie durch etwas anderes geändert! (Margaret Mead).

Unter diesem Motto setzt sich das Aktionsbündnis »mensch_fair_tier« für das Recht unserer Mitlebewesen ein. Man möchte bestehende Tierschutzgruppen »fair-netzen« und darüber aufklären, was hinter den Kulissen der nationalen »Billigfleischproduktion« geschieht. Und das ist gut so! Denn ungeachtet aller bisherigen Tierschutzbemühungen wurden in Deutschland im Jahre 2017 mehr Tierversuche durchgeführt als jemals zuvor, und die Massentierhaltung hat ebenfalls einen neuen »Rekordwert« erreicht!

Eine Schande für ein angeblich aufgeklärtes und naturverbundenes Land! Die nackten Zahlen: Wissen Sie, wie viele Tiere jedes Jahr in Deutschland geschlachtet werden? Nein? Schätzen Sie doch mal! – Es sind 745 Millionen Tiere, das sind 1400 Schlachtungen in der Minute bzw. 23 in jeder Sekunde! Die Lust auf Fleisch ist riesengroß und unersättlich.

77 % der weltweiten Ackerflächen werden für die Fleisch- und Milchproduktion benötigt – für den Anbau von Futtermittel -, obwohl Fleisch und Milchprodukte nur 17 % des weltweiten Kalorienbedarfes decken! Die industrielle Fleischproduktion ist der größte Klimatreiber. Mit unserem gigantischen Fleischkonsum haben wir uns ein Riesenproblem eingehandelt! Was tun? Da die Situation für unsere »Nutz«tiere erschreckend, grausam und inakzeptabel ist, sind die europaweiten Tiertransporte sowie die Zustände in der Massentierhaltung unsere Schwerpunkte. Wir möchten die Menschen informieren. Bezüglich der Massentierhaltung wollen wir vor allem eines: AUFKLÄREN. Wir wollen möglichst vielen Verbrauchern bzw. Konsumenten zeigen und erklären, was unser Fleischkonsum für die Tiere bedeutet. Außerdem sprechen wir mit Politikern aller Ebenen. Wir haken nach und bleiben im aktiven Dialog, um die Bemühungen und Fortschritte für die Tiere zu erkennen und zu verbreiten. Die Mission!

Zwei Überzeugungen teilen wir alle: wir sind uns sicher, daß eine Aufklärung sehr viel dazu beitragen wird, daß die Menschen nachdenken und ihr Konsumverhalten ändern werden. Und wenn wir als Bürger und Verbraucher dann noch die Politiker, die Fleischindustrie, Medien, Kirche und die Presse mit unseren Anliegen und unserem Unmut erreichen, können wir etwas verändern! Sie fühlen sich angesprochen? Dann machen Sie mit! Setzen Sie sich aktiv für die Rechte der Tiere ein! Leisten Sie Aufklärungsarbeit, und sprechen auch Sie Ihren Politker an! Jede Stimme zählt! Man sollte nie dem Glauben verfallen, eine kleine Gruppe ideenreicher, engagierter Leute könnte die Welt nicht ändern. Tatsächlich wurde sie nie durch etwas anderes geändert! (Margaret Mead).

Weitere Infos http://www.mensch-fair-tier.de

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2 Kommentare zu “Tierschutz geht uns alle an!

  1. Ganz schlimm was ich da von Stoiber erfahre, wusste ich nicht: „der 1991/1992 aus populistischen Gründen die Hundeausrottungslisten erfinden ließ…“ Der ist ja viel schlimmer als ich dachte. Ich hoffe er bekommt einmal in der einen oder anderen Weise die Quittung dafür. Er gehört ganz sicher zu den unsympathischen Bayern.
    Die seit Jahrzehnten in Südtirol herrschende Regierungspartei SVP (Südtiroler Volkspartei) ist ja eng verbandelt mit der CSU. Heute war auf der Titelseite der größten Tageszeitung hierzulande folgender populistischer Hetz-Titel gegen die Wölfe auf der Titelseite: „Jetzt zeigen wir dem Wolf die Zähne“. Sie werden aber auf Widerstand in Italien stoßen, denn Südtirol kann das nicht selbst und allein entscheiden. Dazu auch noch immer die verharmlosende, beschönigende und verschleiernde Sprache: Wölfe können „entnommen“ werden.

    Liebe Grüße – Hubert

    Gefällt 3 Personen

    • Ja, lieber Hubert, da hast Du meine volle Zustimmung, denn auch ich würde diesen Stoiber mal sehen wollen, wie dämlich und um seines jämmerlichen Lebens besorgt er aus seiner Wäsche gucken würde, falls auch er auf solch einer Ausrottungsliste stehen würde. Und was jene Tageszeitung hinsichtlich ihrer Hetze gegen Wölfe anbelangt, so gilt auch hier, dass ich mir wünschte, es wäre umgekehrt, nämlich das alle jene Typen, welche Wölfen gegenüber feindlich eingestellt sind, von diesem Planeten „entnommen“ werden.
      Mit lieben Grüssen an Dich – Wolfgang

      Gefällt 4 Personen

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