Tierschutz und kaltgestellte Amtstierärzte

Von Katharina Heckendorf

Amtstierärzte sollen kontrollieren, dass Tierbetriebe gemäss der Tierschutz-Bestimmungen ordentlich arbeiten. Decken sie jedoch Missstände auf, werden die Veterinäre nicht selten angefeindet und bedroht.

Am Ende wusste Petra Weber keinen anderen Ausweg mehr, als sich krankschreiben zu lassen – das Spiel wollte sie nicht mehr mitspielen. Jetzt sitzt die promovierte Tierärztin zu Hause, statt zu kontrollieren, ob Schweine, Rinder oder Hühner verletzt in ihren Ställen liegen. “Unwahrscheinlich frustrierend ist das”, sagt sie.

Vor wenigen Monaten hat Webers Karriere ein jähes Ende genommen: Bis dahin hatte sie eine Führungsposition in einem Veterinäramt in einem deutschen Landkreis. “Heute bin ich gerade noch eine bessere Sekretärin”, sagt sie. “Ich darf nichts mehr entscheiden.” Wo genau sie arbeitet und wie Petra Weber wirklich heißt, das darf nicht in der Zeitung stehen. Weil die Tierärztin Angst hat. Angst, gegen die sogenannte Loyalitätspflicht zu verstoßen, die sie als Beamtin gegenüber dem Staat hat. Angst, darüber ihren Pensionsanspruch zu verlieren. Wer als Whistleblower auf Missstände bei seinem Arbeitgeber hinweist, hat in Deutschland viele Nachteile. Deshalb spricht sie nur anonym.

Die Geschichte der Tierärztin Petra Weber ist beispielhaft für die Missstände im deutschen Tierschutzvollzug. Als Amtstierärztin war es ihr Job, auf Schlachthöfen, bei Landwirten oder etwa bei privaten Hundehaltern zu kontrollieren, ob diese die Tierschutzgesetze einhalten. „Eine der Besten“ sei sie gewesen, sagen Tierschützer. Doch das ist vorbei, seit ihr neuer Chef sie versetzt hat. Sie darf das Büro nur noch selten verlassen. Landwirtschaftliche Betriebe darf sie gar nicht mehr besuchen, soll nicht einmal mehr mit ihren Kollegen darüber sprechen. „Ich wurde kaltgestellt“, so nennt Weber das.

Nur gegen die Zusicherung von Anonymität erzählen die Veterinäre, wie schwer ihnen ihre Arbeit gemacht wird. Sie berichten von Morddrohungen, von Mobbing, von willkürlich anmutenden Versetzungen und politischer Einflussnahme. Die Berichte deuten darauf hin, dass es in Deutschland ein Vollzugsdefizit gibt, das von den Behörden nicht nur in Kauf genommen, sondern gefördert wird.

Quelle : Hier bitte den ganzen Artikel lesen …..


Nachfolgendes Video ist einfach nur widerlich :

Und ebenso verlogen, menschenverdummend und widerlich das nachfolgende Zitat:

„Herrliche Wiesen, saubere Luft, klare Seen. In unserem schönen Brandenburg fühlen sich nicht nur die Menschen einfach wohl, sondern auch unsere zahlreichen Nutztiere. Wir arbeiten alle daran, die brandenburgische Tierproduktion weiter auszubauen – und nehmen dafür auch einiges in Kauf. Denn wir haben einfach ein Herz für Tiere!“ Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger


Thüringer Landesjägerschaft gegen neues Jagdgesetz

Harald von Fehr, Kooperationsleiter der Tierschutz-Union an Landwirtschafts-Ministerin Keller in Erfurt

Sehr geehrte Frau Ministerin Keller,

bereits mit Schreiben vom 06.05.2018 teilten wir Ihnen die massive Ablehnung der Thüringer Landesjägerschaft zur Novellierung des Thüringer Jagdgesetzes mit. Es sollte sich aus vergangenen und weiter immerwährenden Äußerungen eben dieses Landesjagdverbandes doch wohl langsam auch bei Ihnen die Gewißheit herauskristallisiert haben, daß eben dieser Thüringer Landesjagdverband schon immer uneinsichtig war und es auch bleiben wird, wenn es um längst überfällige positive Veränderungen des Thüringer Jagdgesetzes geht, stammte es ja noch immer in seinen Grundzügen aus der Feder des Reichsjägermeister Hermann Göring.

Es ist für einen Normalbürger nicht nachvollziehbar, mit welcher Intensität, welcher Grausamkeit und welcher persönlichen Hingabe die Mitglieder dieses Thüringer Jagdverbandes das Töten unschuldiger Tiere vorantreiben. Man kann als mitfühlender Mensch ganz einfach nicht verstehen, mit welcher Inbrunst diese jagende schießwütige Truppe das einzige Leben so herrlicher Mitgeschöpfe auf schon fanatische Art und Weise zu beenden trachtet.

Und dieses völlig irrationale, widersinnige und umweltvergiftende Töten möchte nach dem Willen eben dieses Thüringer Landesjagdverbandes so ungezügelt, wie bisher, weitergehen?! Doch genau das kann doch wohl auch nicht Ihre Ambition sein. Den Wolf vorerst außen vorlassend, wurde er ja bereits durch die schießwütige Zunft schon einmal in unserer Heimat völlig ausgerottet. Es kann folglich auch nicht sein, daß dem Tötungswillen der Jäger letztendlich nachgegeben wird und die Liste der jagdbaren Tiere weiter uneingeschränkt sowie Haustiere, Beutegreifer und Vögel auch weiter nach Herzenslust getötet werden dürfen! Das darf keinesfalls passieren!

Wir leben schließlich nicht mehr in der Nazizeit, sondern in einer modernen, von Computern und dem modernen Wissen geprägten zivilisierten und mitfühlenden Welt, in der nicht nur Menschen – sondern auch Tierrechte einen hohen Stellenwert besitzen und in der keinesfalls eine bis an die Zähne bewaffnete Gilde glaubt alle Freiheiten in der uns allen gehörenden Natur weiter auszuleben. Die Zeiten, in denen sich der Normalbürger vor großmäuligen bewaffneten Rüpeln fürchten mußte, sind endgültig vorbei! Folglich haben sich auch Jäger, wenn sie schon noch geduldet werden, wie zivilisierte Menschen zu verhalten!

Im Namen und Auftrag der Tierschutz-Union und aller Menschen,
denen unsere Natur, die Tiere und auch ihre Mitmenschen noch etwas bedeuten.

Mit freundlichen Grüßen
Harald von Fehr, Kooperationsleiter der Tierschutz-Union

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