Groesser als das Leben: Thomas Putzgruber und Respektiere


Tierschutz an vorderster Front

Die Tierschutz-Organisation RESPEKTIERE und ihr Obmann Thomas Putzgruber sind mit einfachen Worten gar nicht zu qualifizieren, denn auch in lobender Weise kann sehr wohl eine dafuer geeignete Sprache fehlen. Ein Aufsatz ueber diesen ganz ausserordentlichen Mann und sein Team sind eigentlich schon laengst ueberfaellig, aber ich wollte mir fuer diese ganz spezielle Gelegenheit einen Moment auswaehlen, in welchem ich nicht gestoert werde und in den ich sozusagen ‚andaechtig‘ eintauchen kann. Denn viele Worte macht RESPEKTIERE nicht, sondern handelt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Thomas Putzgruber keine bauchbinselnden Worte braucht, um dort zu stehen, wo er gebraucht wird und Komplimente ihn hoechstwahrscheinlich nicht sonderlich Zeit verlieren lassen.

So moechte ich ihm aber im Namen all der unzaehligen Tiere danken, fuer welche er buchstaeblich sein ganzes Leben und seine ganze Existenz einsetzt mit einer Kraft, welche fuer mich jedenfalls an die Sterne reicht und welche ich nicht mal im Traum zu imitieren vermoechte. Es ist sehr schwer in Worte zu fassen, was dieser hervorragende Tierschuetzer in Taten vollbringt. Jede Lobhudelei ist hier fehl am Platz, aber sagen moechte ich es trotzdem. Waehrend mir in unseren Reihen der ‚Regenbogen-Kaempfer‘ und der ‚Menschen mit Herz und Verstand‘ die Saetze federleicht aufs Papier kullerten, verbietet mir der grosse Respekt vor Thomas Putzgruber ein leichtfertiges Schoenreden und Bauchbinseln, welche diesem Helden des Alltages (sic!) genausowenig das Wasser reichen, wie eine glattgestrichene Kravatte und ein massgeschneiderter Anzug, auf welche er in seinen heldenhaften Einsaetzen gerne verzichten kann!

Menschsein – das ist es, was ich bei den heutigen Grossschwaetzern an Pulten und auf Kanzeln so schmerzlich vermisse – im haushohen Unterschied zu Thomas Putzgruber, welcher fuer mich ein Titan ist in dieser Zuendholz-Schachtel Erde, welche jeden Moment in Flammen aufgehen und alles in gluehenden Fetzen in die Winde treiben kann, undank eben dieser entmenschlichten Grossschwaetzern, denen entweder keine, oder nur verbrecherische Taten folgen.

Es ist sehr schwierig einen Menschen zu beschreiben, welcher um Lichtjahre entfernt ist von jeglichem geschniegelten Grosshans in irgendeinem Regierungs-Tempel auf Erden! Aber eines weiss ich: Thomas Putzgruber ist tausendmal wertvoller als das ganze hochtrabende Regierungsgesindel weltweit. Ich weiss, er selbst kaeme in seiner Bescheidenheit niemals auf diese Idee – aber es ist dringend notwendig, dass ein anderer Mensch die Welt auf diese Tatsache aufmerksam macht. Es ist aber leider ein Naturgesetz, dass der Bodensatz, welcher einen gut gelagerten Wein auszeichnet, leider auf dem Flaschengrund bleibt, waehrend der Abschaum oben schwimmt.

Tatsache ist aber, dass nach langjaehriger Lagerung der Bodensatz bleibt, waehrend der Abschaum weggespuelt wird. Ich wuensche RESPEKTIERE und ihrem Obmann Thomas Putzgruber alles Glueck der Welt und tausend Jahre auf Erden und kann in meinem Schlusssatz hier nur laut und deutlich verkuenden, dass wir eine andere Welt haetten, wenn alle so wie er waeren, muss mich aber mit der Tatsache begnuegen, dass Qualitaet wichtiger ist, als Quantitaet, denn auf die letztere koennen wir gerne verzichten, waehrend die erstere Seltenheitswert besitzt, wie die beruehmte Nadel im Heuhaufen, welche aber uebrigbleibt, wenn der Heuhaufen niederbrennt!

Eure Claudia im Tierschutz bis alle Kaefige leer sind

 

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Zirkus-Direktor will Bürgermeister von Annaberg-Buchholz verklagen


Das Erzgebirgsstädtchen Annaberg-Buchholz hält am Wildtierverbot fest (Foto: tag24.de)

Weil die Stadt aus Tierschutzgründen ein Wildtierverbot auf kommunalen Flächen beschlossen hat, will ein Zirkusdirektor den Bürgermeister verklagen. Unterstützung bekommt er dabei vom Deutschen Zirkusverband. Weil bei den herumreisenden Schaustell-Unternehmen eine artgerechte Tierhaltung nahezu unmöglich ist, war Annaberg die dritte sächsische Stadt, die ein Wildtierverbot beschloss. Anders als Leipzig und Chemnitz, die diese Verordnung auf Weisung der Landesdirektion wieder kippten, blieb Annaberg standhaft.

Das will Zirkusdirektor Harry Weisheit (51) nicht hinnehmen. Mit seinem „Circus Afrika“ musste er jetzt auf ein Privatgrundstück am Rande der Stadt ausweichen: „Das greift unzulässig in die Freiheit der Berufsausübung ein.“ Dieter Seeger, Vorsitzender des Zirkusverbandes VDCU, verweist auf Grundsatzurteile: „So einen Prozess werden wir mit Sicherheit gewinnen.“

Oberbürgermeister Ralf Schmidt lässt sich aber nicht beirren: „Grundsätzlich sind wir als Stadt nicht gegen Darbietungen, die Artistik und Clownerie beinhalten. Aber die Präsentation von Wildtieren im Zirkus ist nicht mehr zeitgemäß.“ Diese Meinung wird durch eine Bürgerumfrage und den Stadtrat gedeckt.

Auch die Tierschützer von Peta werfen den Zirkussen Tierquälerei vor. Den „Circus Afrika“, der bereits mehrfach seinen Namen änderte, haben sie besonders auf dem Kieker: Weit über 50 Vorwürfe listen sie in einer Chronik auf. Harry Weisheit: „Ich behandele meine Tiere immer gut. Sonst hätte ich längst keine Lizenz mehr.“

Quelle: tag24.de
Siehe auch:  freiepresse.de

Hierzu nachfolgender Klartext von Herrn Ulrich Dittmann:

BRAVO und Kompliment an Oberbürgermeister Ralf Schmidt für seine Standhaftigkeit in dieser Sache!

Klartext: Das Elend der Zirkustiere verröchelt seit Jahrhunderten im Würgegriff kommerzieller Vermarktung. Waren es früher arme exotische Kreaturen der menschlichen Spezies, „Zwerge oder Riesen“, nach Europa verschleppte Schwarze, Indianer, Eskimos, sind es heute „nur“ noch Tiere, die in kleinen Schaukäfigen durch klimatisch fremde Lande gekarrt und dann einem wohlig schaudernden Publikum vorgeführt werden.

Zirkustiere sind zwangsläufig schlimmster körperlicher Beengtheit, unvermeidbarem oft qualvollem Dressur-Drill ausgesetzt. Welcher Elefant jongliert beispielsweise schon gerne freiwillig seinen tonnenschweren Körper im „Handstand“ auf zwei Beinen, oder welchem Tiger wurde in die Wiege gelegt, freudig durch brennende Ringe zu springen?

Was ist das für ein „Spaß“ sich an solchen Mätzchen zu erfreuen, die den Tieren auf mehr oder minder humane Art eingebleut wurden ? Stereotype Beteuerungen der Zirkusleute betreff „vorzüglicher Tierhaltung“ sind schlichter Unfug, da es eine gute „Wildtierhaltung“ im Zirkus systembedingt (!) nicht gibt.

Städte wie Potsdam, Stuttgart, Schwerin, Köln, Worms und München haben das Mitführen von Wildtieren auf städtischen Grundstücken für Zirkusunternehmen größtenteils, bzw. komplett untersagt. Nicht umsonst sind in Österreich, Luxemburg, Bulgarien und anderen EU-Ländern Zirkus-Wildtierdressuren verboten, sowie entsprechende Verbote auch in außereuropäischen Ländern, u.a. gar in Bolivien und Indien bestehen.

Im Gegensatz zu Haus- und so genannten Nutztieren haben Zirkus-Wildtiere den Prozess der Haustierwerdung (Domestikation) noch nicht durchlaufen. Sie sind – selbst wenn sie in Gefangenschaft geboren sind – hinsichtlich ihres Verhaltens und ihrer Bedürfnisse immer noch Wildtiere. Kein noch so großes Gehege, geschweige denn die Transportbehältnisse können den Raum ersetzen, den ein Tiger, eine Giraffe oder eine Elefantenherde in freier Wildbahn oft kilometerweit durchstreift. Wildtiere werden nicht umsonst WILDtiere benannt!

Bei der ganzen Beurteilung der beengten Haltung von Tieren im Zirkus muss man nur seinen intakten Menschenverstand einschalten! Eine artgemäße Unterbringung ist im Zirkus SYSTEMBEDINGT(!) nicht möglich. Alles in allem ist die Dressur und die Haltung unter den zwangsläufig beengten Verhältnissen schlicht als tierquälerisch
einzustufen.

Entsprechende GUTACHTEN sind im INTERNET abrufbar. Siehe u.a. veröffentlichte Stellungnahmen von Dr. Madeleine Martin. Die Tierärztin ist seit 1992 Landestierschutzbeauftragte im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Ja zu Spaß, Spiel und zirzensischen Kunststücken – aber ohne (Wild-)Tiere!

Jeder Zirkusbesucher muss sich darüber im Klaren sein, daß er mit seinem Eintrittsgeld indirekt ÜBELSTEN Tiermissbrauch unterstützt. „Tierfreund“ heißt im Sinne des Wortes „Freund des Tieres“ . So mag ein Zirkusbesucher vielleicht ein „Hund-Katze-Maus-Freund“ sein – ein ernsthafter Tierfreund (dieser Begriff umfasst ALLE Tierspezies) ist er aber nicht.

Ulrich Dittmann

Tiertransporte – amtlich genehmigte Tierquälerei

Rebloggt von Tierfreund Hubert auf hubwen.wordpress.com

Tierfreund Hubert: Tierexporte in islamische Länder sind eine ganz brutale Sache. Es wird einfach ALLES für Geld getan. Auf Tierschutz pfeift man.

Aus Tagesschau.de

Lebendtransporte sind ein lukratives Geschäft. Gut das Doppelte bringen Rinder in der Türkei oder Ägypten. Doch bei den Exporten aus der EU wird der Tierschutz systematisch ausgehebelt.

Von René Althammer, Chris Humbs, Susanne Opalka und Lisa Wandt, rbb :

Blaue Fliesen bedecken die Wände des Schlachthofes, riesige frische Blutlachen den Boden. Ein gutes Dutzend Männer in Gummistiefeln stehen um ein schwarzes Rind. Plötzlich tritt einer der Männer auf das Tier zu, die Klinge in der Hand. Blut spritzt. Schächten ist ein brutales Handwerk.

Die Bilder stammen von der Tierschutzorganisation „Animals International“, aufgenommen irgendwo im Mittleren Osten. Was hierzulande als Tierquälerei gilt, ist dort ein islamischer Brauch, auch wenn es inzwischen Möglichkeiten gibt, die Tiere vorher zu betäuben.

Bildquelle: rbb

Grausame Szenen sind kein Einzelfall

Bei ihren Recherchen stoßen Tierschützer immer wieder auf Rinder aus der EU. Ihr Fleisch ist im Nahen und Mittleren Osten wegen der Qualität begehrt. Dank der europäischen Agrarpolitik gibt es Rinder im Überfluss, für die dringend Abnehmer gesucht werden. Die Tiere im Schlachthaus sollen aus Rumänien und Deutschland stammen. Auf den ersten Blick ist das nicht zu erkennen, denn die Ohrmarken wurden entfernt, um die Herkunft zu verschleiern. Welcher Händler oder Exporteur will schon gerne mit blutigen Schlachtszenen in Verbindung gebracht werden?

Der Export lebender Tiere lohnt sich

Besonders gefragt sind lebende Tiere in der Türkei, fast ein Drittel der Exporte – insgesamt 30.346 Rinder – ging im vergangenen Jahr dorthin. Die Gründe, warum es gerade lebende Tiere sein müssen: Die Schlachtung soll nach islamischem Brauch erfolgen und das gesamte Tier kann verwertet werden. Ein lohnendes Geschäft für alle Beteiligten: Während in Deutschland ein Rind rund 1500 Euro einbringt, kann der Händler in der Türkei, im Libanon oder Ägypten gut das Doppelte verlangen.

EU-Tierschutzverordnung endet nicht an den EU-Außengrenzen

Seit fast einem Jahrzehnt verfolgt Iris Baumgärtner von der Tierschutzorganisation „Animal Welfare Foundation“, ob bei den Lebendtierexporten auch die europäischen Tierschutzstandards eingehalten werden, denn die europäischen Tierschutzvorschriften gelten vom Abfahrtsort bis zum Ziel – egal wo. Für Transporte über Tausende Kilometer gibt es strenge Vorschriften: Die Tiere müssen nach 29 Stunden Fahrt für einen ganzen Tag zum Füttern und Tränken entladen werden. Doch jenseits der EU-Grenzen fehlt es oft an entsprechenden Versorgungseinrichtungen und Ställen. Wenn dies nicht möglich ist, dann dürften die Transporte eigentlich überhaupt nicht genehmigt werden. Soweit die Theorie. In der Praxis sind dafür die Veterinärämter der Landkreise zuständig. Doch nach Kontraste-Recherchen werden die Transporte oft nach einem oberflächlichen Check durchgewinkt.

Eine Tierärztin berichtet Kontraste von der gängigen Praxis: Oft erhält sie nur Ortsnamen, keine genauen Adressen. Mit Hilfe von Google-Maps versucht sie dann zu überprüfen, ob dort Ställe oder ähnliches vorhanden sind. „Wenn an dem angegebenen Ort überhaupt kein Stall vorhanden ist, sondern, weil es dort nur Wohnhäuser gibt oder nur einen großen Spielplatz, dann kann ich das natürlich verhindern.“ Aber auch nur dann. Die Tierärztin kann sich natürlich auch an eine Liste der EU halten mit einer Übersicht zu Ställen in Drittländern, wo die Tiere angeblich versorgt werden können. Das Problem: Die Liste stammt von 2009 und ist weitgehend wertlos, meinen Tierschützer.

Kontraste hat einen ganz normalen Rindertransport verfolgt: Ausgangspunkt ist das bayerische Ohrenbach. Hier werden an einem Morgen im Mai 62 trächtige Jungrinder abtransportiert. Kontraste wollte wissen, wohin diese Kühe gebracht werden. Das zuständige Landratsamt nennt auf mehrmalige Nachfrage das Ziel: Gissar in Tadschikistan. Neun Tage soll die Fahrt dorthin dauern, es geht über gut 6500 Kilometer. Können die Tiere ruhen? Das Landratsamt Amberg-Sulzbach teilt mit: „Uns liegen zurzeit nur die Daten der Transportplanung vor. In dieser müssen lediglich die Orte und nicht die genauen Adressen der Kontroll-, Versorgungs- oder Sammelstellen eingetragen sein.“ Ob es an den angegebenen Orten also auch entsprechende Stallungen gibt, wurde vor der Genehmigung des Transports offenbar gar nicht geprüft. Eine klare Missachtung der europäischen Tierschutzbestimmungen, meinen Rechtsexperten – doch leider Alltag in der EU.

Quelle: hubwen.wordpress.com