Hunde-Gedanken

Rebloggt von Tierfreund Hubert auf hubwen.wordpress.com

Der Betrug
.
Man hat mich gesehen
und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund,
der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter nur holen?
Und alle Erwartungen trafen ein,
denn ich bin lieb und hübsch
und kann auch folgsam sein.

Und mich hat man am Strand aufgelesen,
da bin ich seit Monaten schon gewesen.
Man hat mich getreten,
es gab nichts zu fressen,
dann stieß man mich weg
und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank,
mein Herz tut mir weh.
Hab nur gelernt,
daß ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,
mein Finder gaben mich bereits schon verloren.
Meine rechtes Ohr hängt,
das linke bleibt stehen,
und auf einem Auge
kann ich nicht mehr sehen.
Ich liebe die Menschen
und weiß nicht warum.
Sie finden mich häßlich,
mickrig und dumm.
Doch seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt,
auch pflegt man mich gut in der großen Stadt.
Sie haben mich sogar angezogen,
operiert und die Ohren hochgebogen.
Dann wurde ich an einen Baum gebunden,
dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und du? Wer bist du?
Hast bis jetzt noch nicht gesprochen
und nur mit der Nase nur am Gitter gerochen.
Wenn sie kommen um einen auszusuchen,
verschmähst du all ihre Hundekuchen.
Siehst niemanden an
und willst dich nicht binden.
Willst du keine neue Familie mehr finden?
Eine Pause tritt ein,
niemand sagt mehr ein Wort.
Der Blick des Gefragten driftet weit fort.
Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,
der Körper ist mager und doch voller Kraft.
Dann dreht er sich um,
sein Schwanz fächelt leicht,
der Wind von Norden herüberstreicht.
Der Blick seiner blauen Huskyaugen
scheint sich am Fragenden festzusaugen.
Versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind,
daß wir nur eine Laune der Menschen sind?
Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen
und wissen doch nicht, wohin mit uns allen.
In dieser Sekunde sind wir schon verloren,
denn es werden tausend Welpen geboren.
Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,
denn Menschen bekommen niemals genug!
Sie wissen es alle, doch die endlose Flut
immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.
Die endlosen Züge der Überschußfracht
sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht.
Sanft hebt er die Schnauze,
setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton
zieht die Gitter entlang.
Eine Türe schlägt zu,
und dann schweigt er still,
weil das, was er weiß,
niemand wissen will.
Dann legt er sich nieder,
bettet ruhig sein Haupt.
Oh ja, es sind viele!
Viel mehr, als man glaubt..!
.
(Winiawsky)

Quelle: hubwen.wordpress.com


Hier noch ein Beitrag von Tierfreund Hubert über das traurige Schicksal der Galgos in Spanien, die von verdammten Jägern am Ende der Jagdsaison brutal und grausamst „entsorgt“ werden.

Jedes Jahr werden in Spanien tausende Galgos geboren und aufgezogen, um zu jagen. Ihr Leben lang werden sie grausam behandelt und müssen sich ständig fürchten, und wenn sie nicht mehr nützlich sind, werden sie auf furchtbare Weise getötet… an Bäumen erhängt, in Brunnenschächte geworfen, zu Tode geprügelt oder ausgesetzt.

Galgos werden hauptsächlich für die Jagd und zum Hetzen von Hasen verwandt. Während der Jagdsaison von Oktober bis Januar leben viele von ihnen in überfüllten, dunklen Schuppen, wenn sie nicht gerade arbeiten müssen. Die meiste Zeit verbringen die Hunde eingesperrt und vernachlässigt. Das Abrichten der Hunde geschieht unter anderem, indem sie an Autos, Lastwagen oder Motorrädern festgebunden werden, hinter denen die Tiere bei hohem Tempo herlaufen müssen.

Die Galgueros, also die Jäger, die mit Galgos jagen, entledigen sich ihrer Tiere am Ende der Jagdsaison auf unvorstellbar grausame Weise. Man nimmt an, dass jedes Jahr tausende Galgos getötet werden. Eine besonders beliebte Methode, überflüssige Galgos hinzurichten, wird „Klavierspielen“ genannt. Dabei wird dem Hund ein Strick um den Hals geknüpft, dessen anderes Ende derart an einen Baum gebunden wird, dass das gefolterte Tier gerade mit den Hinterpfoten den Boden erreicht. Um nicht stranguliert zu werden, balanciert und „tanzt“ der Hund auf den Hinterbeinen hin und her. Dieser Todeskampf dauert lange, während der Hund Panik, Furcht, Hoffnungslosigkeit und unbeschreibliche Schmerzen erleiden muss.

Wenn die Galgos nur ausgesetzt werden, bricht man ihnen ein Bein, so dass sie garantiert nicht mehr zur Jagd benutzt werden können. Diejenigen Hunde, die das Glück haben, auf sich allein gestellt zu überleben, vegetieren in staatlichen Heimen dahin, bis auch sie unweigerlich sterben. Die übermäßige, unkontrollierte Vermehrung der Tiere und ihre anschließende massenhafte Entsorgung am Ende der Jagdsaison produziert ein Heer von verhungernden und kranken Hunden. Vereine in Spanien retten und vermitteln so viele Hunde wie möglich, um ihnen eine Zukunftschance in einem dauerhaften Heim zu geben. Der Galgo ist eine wirklich wundervolle Rasse. Obwohl sie von den Galgueros nicht als Haustiere betrachtet werden, sind sie wundervolle Kameraden und Zeit ihres Lebens dankbar für eine zweite Chance.

Quelle:  hubwen.wordpress.com

 

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