Ein Leben fuer die Tiere : James Aspey

Den heutigen Vortrag moechte ich einem Menschen widmen, welcher die Qualifizierung ‚Mensch‘ tatsaechlich verdient – und welcher mich doch daran erinnert, dass die Zugehoerigkeit zu dieser Spezies ausnahmsweise auch einmal etwas Positives bedeutet. Mit meinem Lob und Dank an den Zweibeiner bin ich in den letzten Jahren immer vorsichtiger geworden, denn nicht alle haben die Kraft und Ausdauer, ueber Jahrzehnte hinweg oder ein ganzes Leben lang der Gerechtigkeit den anderen Lebewesen gegenueber zu dienen – und rutschen halt hie und da mal ab. Aber eine wichtige Tatsache kommt mir immer klarer vor Augen: je weiter die Zeit fortschreitet und mit jedem Jahr, welches ins andere geht, werden diejenigen, welche sich dem Tierschutz verschreiben ausdauernder, mutiger und zuverlaessiger!

Dies hat ganz sicher damit zu tun, dass diese groesste soziale Bewegung der Weltgeschichte, wie sie ja inzwischen auf internationaler Ebene genannt wird, immer zahlreichere Mitstreiter findet – und somit einer den anderen staerkt und ermutigt. Und wenn jeder sieht, dass der andere auch mutig ist, fuehlt er sich gehalten und getragen, um seinerseits zielbewusst voranzuschreiten!

Somit moechte ich heute dem lieben Leser, welcher mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen ist, einen Tierrechtler vorstellen, welcher ein ueberaus grosses Format und Potential besitzt – und welcher bereits weltweit abertausende von Stimmen hinter sich versammelt – denn seine Stimme schwieg ein ganzes Jahr aus Protest gegen die ungeheuerliche Tierquaelerei weltweit, d.h. fuer ein ganzes Jahr blieb James Aspey stumm.

Aber nun, da er das Wort wieder ergreift, zieht er um die ganze Welt und spricht an Schulen, Sitzungen, Protestmaerschen, bei Peta und wo immer sich die Moeglichkeit ergibt fuer die Tiere. Mit riesigem Erfolg sprach er dieses Jahr in Israel vor ueber 30’000 Menschen. Ich werde aus dem untenstehenden Video das Wichtigste uebersetzen:

James Aspey spricht gegen jede Form der Tierausbeutung, sei es fuer Fleisch, Milch, Eier, Pelz, Leder, Seide usw. Er sagt, dass das groesste Tierleid aus Unachtsamkeit und Gewohnheit entsteht, denn fuer jedes Tierprodukt, egal welcher Art, muessen Tiere grauenhaft leiden. Deshalb muss der Mensch dringend verstehen lernen, auf alle tierischen Produkte zu verzichten! Er spricht auch vehement gegen Tierversuche und die Ausbeutung der Tiere fuer die Unterhaltungs-Industrie! Jeglicher Tiergebrauch ist falsch! Er sagt auch, dass ein Veganer nichts anderes zu verstehen und zu wissen braucht, als dass jegliche Ausbeutung des Tieres unnoetiges Leid verursacht.

Veganismus im Herzen genuegt, dafuer braucht es weder eine intellektuelle Richtung, noch eine Religion. Wenn wir sehen, wie jemand ein Tier quaelt, gehen wir hin und helfen dem Tier, wenn wir aber nachher ueber die Strasse gehen und einen Chicken-Burger kaufen, so begehen wir selbst eine gewaltvolle Handlung. Veganismus heisst, seinen Kreis des Mitgefuehls erweitern fuer alle Lebewesen. Es geht um Respekt, Frieden und Gerechtigkeit. Veganismus ist die goldene Regel in Aktion. Tiere reden ihre Sprache, sie haben Familie und Freunde, Gemeinschaften und sind leidensfaehig. Die Tiere wollen leben, Tiere wollen nicht sterben – und wir sind ihnen diesen Respekt schuldig. Tiere haben das Recht, in Freiheit zu leben.

Video: James Aspey’s speech at the Animal march in Israel

James Aspey wird im israelischen TV vorgestellt als Sprechsperson von Anonymous und dass er seinem Schwur Folge leistete und ein Jahr lang keinen Laut von sich gab! Dann zeigt ihn das Video in jenem Moment, als er nach einem Jahr die ersten Worte sagte: er tat es fuer diejenigen dieses Planeten, welche keine Stimme haben. Sie schreien zwar in ihren Schmerzen, aber der Mensch hoert sie nicht. So sahen Millionen von Menschen sein Schweigen und den Grund dafuer und waren inspiriert, in ihrem Leben ebenfalls etwas zu aendern. Er sagt, Israel ist ein sehr fruchtbarer Boden fuer Tierrechte und das Verstaendnis fuer den Respekt fuer alle Lebewesen! Alle Lebewesen sollen gleichen Schutz und Respekt geniessen, ohne Unterschied! Des weiteren sagt er, sein Kampf fuer die Tiere und der von Gary Yourofsky seien identisch, auch wenn dieser etwas haerter auftrete.

Video: Promoting Peace on Israeli TV

Vegan wurde James Aspey, weil er sich im Endstadium von Krebs befand und die Aerzte ihm sagten, er haette noch sechs Wochen zu leben! Eine radikale Aenderung seines Lebensstils liess ihn gesunden und so will er jetzt den anderen, Menschen und Tieren helfen! Bewundernswert ist auch sein Auftreten! Er ist voellig ohne Hass und seine Waffe ist die Liebe! Eine Waffe, welche ich laengst verloren habe – und was somit eventuell so manchen Dialog abbricht, bevor dieser beginnt! Ich kenne diese meine Schwaeche, aber ich habe eben genau diese Kraft nicht mehr! Deshalb ist fuer mich James Aspey so wichtig, weil er fuer mich und wahrscheinlich fuer viele andere Tierschuetzer ein wichtiger Mittler ist, ein ‚Go Between‘! Er sagt eben, dass er genau durch diese Situation gehen musste: Fehler – Leid – Aenderung – Genesung; und er schaffte es und moechte nun, dass andere es auch schaffen.

Ich hoffe und wuensche, dass James Aspey’s Weg mit vollem Erfolg, Weisheit und Gesundheit bereitet ist – und ich sage ihm, dass er nicht allein ist, sondern Tausende, wenn nicht inzwischen sogar Millionen von Tierrechtlern hinter und neben ihm stehen – bis alle Kaefige leer sind!

Die beiden mutigen Mitstreiter James Aspey’s sind ebenfalls eine grosse Hoffnung fuer die Zukunft und versprechen das heranreifen einer neuen Generation, in welcher auch die Tiere respektiert und geachtet werden, denn alle drei Mitstreiter sind sich in diesem Punkt einig: jedes Tier hat das Anrecht auf sein Leben, seine Freiheit und seine Wuerde!

Eure Claudia im Tierschutz

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2 Kommentare zu “Ein Leben fuer die Tiere : James Aspey

  1. Ein wundervoller Beitrag über einen aufrichtigen Tierschützer. Eine eindrucksvolle Art von Protest den James Aspey durch sein Schweigen dokumentiert hat. Sein Schweigen artikuliert die Willkür, die Tiere ausgeliefert sind und gleichzeitig die Ohnmacht der Tiere gegen menschliche Barbarei. Das dieser Tierrechtler in Israel scheinbar große Anerkennung erhält ist umso bemerkenswerter, da in diesem Land das Schächten von Tieren zum Alltag gehört.

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