RETRO 2017 – Der ganz andere Jahresrückblick (Teil 1)

Von Volker Arndt

OHNE VORGEPLÄNKEL

Schauen wir doch mal in ein älteres Exemplar von „Forbes Magazine“ aus dem Jahresbeginn 2017 rein! Da findet sich nämlich die Recherche über das Vermögen Einzelner. Bleiben wir dabei im moderaten Deutschland und lassen die Scheichs und die Multis aus den USA, Russland und China mal außen vor. Was bleibt dann noch? Albrecht-Tochter Beate Heister mit 27.200.000.000 Dollar, KugellagerGeorg Schaeffler mit 20.700.000.000 Dollar, BMW-Susanne Klatten mit 20.400.000.000 Dollar, Albrecht-Sohnemann Theo Jr. mit 18.800.000.000 Dollar und BMW-Stefan Quandt mit 18.300.000.000 Dollar „in der Tasche“. Um nur mal eben so fünf Personen genannt zu haben von Aldi, BMW und einem Kugellager-Hersteller (für… BMW und ähnlichem). Heißa!

Diese Fünf sind alle um die 50. Wenn sie 100 würden, könnten sie 50 Jahre lang Geld ausgeben, und zwar 105,4 Milliarden Dollar. Bei der zu erwartenden Lebenszeit von 56.721 Tagen, müssten sie also TÄGLICH Eine Million, Achthundertachtundfünfzigtausend, und Zweihundertachtzehn Dollar verpulvern, bzw. 1.914.939,30 Euro JEDEN TAG.

Über fast ZWEI Millionen Euro könnten allein diese Fünf JEDEN TAG(!) verfügen. Wenn sie anstatt 100 nur 75 Jahre alt werden würden, was anzunehmen ist, verdoppelt sich die Zahl, also DREI Millionen und 830 Tausend Euro, die sie Tag für Tag ausgeben könnten ohne dass sie auch nur einen Cent von einer Bank leihen müssten (Renditen und Zinsen des Kapitals ausgenommen; wobei auch zu berücksichtigen wäre, dass nicht alles an meiner Berechnung aktuell liquide wäre, aber es dient vor allem dem sogenannten „AHA-EFFEKT“). Aha! 3,4 Millionen Tagesgeld. Is‘ ja interessant. Was sich damit so alles machen ließe! Mir würde einiges einfallen. Das ist die eine Seite der Medaille. Das ist für deutsche Reiche die Glänzende-Glitzernde-Funkelnde.

ZWEISEITIGKEIT

Drehen wir diese Medaille doch einmal herum! Was sehen wir da? Es sind die Verlierer des kapitalistischen Systems. Aber das sind nicht nur die ärmlichen Armseligen, die draußen hausen und frieren und sterben ohne dass jemand davon Notiz nähme… nein, es sind (außerdem) die „ganz normalen Menschen“ hier bei uns in Deutschland, die von Ausbeutern ausgebeutet werden, und zwar auf höchst subtile Weise. 2017 war da nicht sehr viel anders als im Jahr davor und davor und davor. Ja, ja, so ist das halt.

Immer weiter in dieser Tour. Immer das Selbe. Warum sollte es sich auch ändern? War es denn nicht schon immer so? Da sage ich: Nein, eben nicht, denn so schlimm wie im letzten Jahr war es nämlich noch nicht bisher. Richtig: „Schlimm“ war’s schon immer, solange halt manche VIELE ausnutzen und ausnehmen wie diejenigen, indem sie „Weihnachtsgänse ausnehmen“ hemmungslos.

Wollen wir uns jetzt ein – zugegebenermaßen untypisches – Beispiel anschauen: „G20“ – das klingt wie ein Sturmgewehr aus früheren Tagen Deutschlands, ist aber, wenn es mit dem Begriff „Gipfel“ in Verbindung gebracht wird, ein Treffen von Abgesandten der zwanzig – für Kapitalisten „wichtigsten“ – Industrie- und Schwellenländer. Doch wo ist der Rest der 194 Staaten der Erde? Haben die 174 keine Lust „mitzuspielen“? Hätten sie vielleicht, sie dürfen aber nicht, denn die finanzstarken wollen ja doch die ärmeren Länder (weiterhin) ausbeuten. Usw. usw. – ist alles hinlänglich bekannt. Am 7. und 8. Juli 2017 traf sich die 20er-Gruppe zum zwölften Mal. Und zum zwölften Mal fand eine Gegenbewegung statt. Jeder weiß das. Und die Gründe, warum sich manche dagegen stellen, liegen auf der Hand.

UNTER DER HAND

Zwei Monate nach dem sogenannten G20-Gipfeltreffen wurde der 19. Deutsche Bundestag gewählt, am 24. September. Von dem, was daraus geworden ist, haben wir alle Kenntnisse erhalten. Was allerdings anscheinend niemandem aufgefallen ist: Die ganzen rechten Parteien haben während der Phase des zweimonatigen Wahlkampfes nichts anderes zu schaffen gehabt, als den „linken Pöbel“ als Radikal zu beschimpfen und den Wählern damit suggeriert, eine Chaotenpartei (Die Linke) nicht zu wählen, weil die ja das Verhauen von Polizisten legitimiere.

Was ebenfalls niemandem aufgefallen zu sein scheint, ist das Verhalten der Verantwortlichen, bevor die Gewalt in Hamburg ausgebrochen ist. Elf mal Erfahrung, wissend um die Gefahr, nichts wurde verhindert. Es wäre ein Leichtes gewesen, Gewaltbereite gar nicht erst nach Hamburg reinzulassen. Aus deutlich geringeren Beweggründen sind schon früher großangelegte Kontrollen durchgeführt worden.

Nicht so vor dem G20-Gipfeltreffen, weil die „großen Volksparteien“ an diesen Gewaltexzessen, die vorhersehbar waren, allesamt zu profitieren gedachten. So wie die großen Staaten mit Rüstungsfabriken und -exporten ihren Reibach machen, wenn in kleineren Staaten Menschen anderen nach dem Leben trachten. Man hat den „Vermummten“ in Hamburg also Freie Hand gelassen, vorsätzlich. Die „Rote Flora“ kann man nun verteufeln oder begrüßen, wirklich Schuld ist sie an den Ausschreitungen in der bekannten Größenordnung nicht.

Schon zu „Startbahn-West-Zeiten“, als Anfang der 1980er-Jahre nachgewiesen werden konnte, dass Polizisten in Zivil die Demonstranten angestachelt haben, damit der Hessische Ministerpräsident Holger Börner am Ende ein dem Volk auf einfache Weise umrissenes Bild der Verantwortlichen bieten konnte, ist deutlich geworden, wie ein Recht auf Freie Meinungsäußerung, wenn sie den Ausbeutern nicht in den Kram passt, von ihnen selbst-gesteuert vernichtet werden kann, noch dazu auf solch profane Art. Nur ein Beispiel für die Machtverhältnisse zwischen „Starken“ und „Schwachen“.

VERFOLGUNGEN

Auch Hexenjagden sind steuerbar und werden, „nicht viel anders“ als zu Zeiten des Mittelalters, zur Machtausübung praktiziert. Die Demonstranten gegen das G20-Gipfeltreffen wurden von der Staatsgewalt Polizei fotografiert und die Gesichter veröffentlicht mit der Aufforderung, diese vermeintlichen Straftäter von der Bevölkerung jagen zu lassen, wohlwissend, dass das Denunzieren eine urdeutsche Spezialität ist, der sich kaum jemand entziehen kann. Mindestens ein Schulterklopfen winkt als Dank.

Nun sind wir Deutsche ja sowieso eine Gesellschaft von Auftragskillern und Meuchelmördern. Nicht anders als alle Menschen weltweit, und dennoch trifft uns die Kritik, weil Deutsche in dieser Hinsicht keinen guten Ruf genießen. „Is‘ halt so. Kann man nix machen.“ Kann man wohl; macht aber keiner was. Und trotz drohendem Damoklesschwert (eine meiner Lieblingsmetaphern) macht sich anscheinend auch keiner was draus.

Da endet 2017 wie 2016 geendet ist, und die Menschen warten darauf, dass dann 2018 auch so enden wird und-so-fern-so-fort. Achselzucken. Es ließe sich selbstverständlich vieles ändern hin zum „Positiven“, wenn die in Deutschland wirklich Verantwortlichen überhaupt etwas verändern würden. Stattdessen lecken sich die Gescheiterten ihre Wunden, und bei der letzten Wahl sind irgendwie alle gescheitert, bis heute zeichnet sich keine Regierung mit Regierenden ab. Es könnte gelingen mit der Veränderung. Nicht 2018.

Ganz gewiss nicht in 2018, aber in 1.000 Jahren. Denn „wir“, (damit meine ich die „echten“ Tierrechtler), sind ja auf dem GUTEN Weg, dem „tierleidfreien“; (ehrlich gesagt, auch eine gewisse Illusion, was „tierleidfrei“ angeht innerhalb der aktuellen Gesellschaftsform). Also wir sollten glauben und hoffen, dass in Deutschland das gelingt, was woanders undenkbar scheint. Nun gut, die Tierrechtler von heute erzeugen bestenfalls Posttraumatische Belastungsstörungen bei den anderen, aber „Hey!“ Wir haben’s wenigstens VERSUCHT. Bislang.

BESCHÖNIGUNG

Tja, die wahrhaft-nenneswerten evolutionären Gesellschaftsveränderungen benötigen Jahrmillionen. (Um auch hierbei jedweder Illusion den Nährboden zu entziehen). Was denken wir denn, wenn die „Trittbrettfahrer“ PETAs von ihren „aufsehenerregenden Kampagnen in 2017“ berichten? 30 Millionen seien Monat für Monat durch die Macht der sozialen PETA-Medien motiviert, sich für nichts anderes als für die Tiere einzusetzen. (O-Ton PETA).

Ja wer glaubt das denn? Mehr als ein Drittel erstreitet in Deutschland das Tierrecht? Hä? PETA sei erfolgreich wie nie zuvor? PETAs bahnbrechende Erfolge für die Tiere hätten alles verändert? Und PETA erreichte 2017 noch viel mehr für die Tiere? Unfassbare Erfolge auf der ganzen Linie. Welch ein Superjahr! Ja spinnt jetzt wirklich jeder hier? Will denn niemand mehr die Wahrheit erfahren? Ich meine, was PETA schreibt, ist wieder nur so ein Beispiel für mich, ich hätte jetzt auch andere zitieren können. Geht es womöglich darum, die treu-ewigzahlenden Mitglieder bei der Stange zu halten?

„Alles für die Tiere“, das ist einfach nur ein heuchlerischer Spruch. Der durchaus bei den Allermeisten auf Offene Ohren trifft. Dies wiederum liegt an jenen „Allermeisten“, denn die Deutschen waren noch nie derart verblödet wie es momentan, zur Jahreswende 17/18, der Fall ist. Wenn etwas verändert werden müsste, so ist es die Gesetzeslage und nichts anders. Deutschland ist dafür geradezu prädestiniert, nicht, weil hierzulande die umfangreichsten Gesetzestexte der gesamten Welt (!) vorherrschen, sondern weil wir Deutschen ein Volk sind, das von Zucht und Ordnung Jahrhunderte lang geprägt wurde.

ES GELTE DAS RECHT

Was Recht ist, gilt. Aber habe ich nicht gerade von „benötigten Jahrmillionen“ geschrieben? So lange will und wird doch wohl niemand von uns Tierrechtlern warten. Nein, natürlich nicht – deswegen verstehe ich auch in keiner Weise, warum nicht schon mal jemand damit anfängt, an der aktuellen Gesetzeslage etwas zu verändern. (Okay, ich habe da so meine Theorie, warum nicht. Doch das darf ich keinem sagen – und es will auch keiner hören). Man könnte auch behaupten, alles sei lediglich ein riesiges Experiment. Wir Deutsche, wir Menschen experimentieren doch so gern! Was wir brauchen, sind „Versuchsobjekte“. Keine Frage, die lassen sich an jeder Ecke finden. Und zwischen den Ecken, quasi überall. Also wenn wir schon „Zucht und Ordnung“ gewöhnt sind, sollte eine Veränderung per Order die Mufti doch unproblematisch vonstatten gehen können.

Erinnern wir uns! Das Dritte Reich… Das berühmt-berüchtigte Deutsche Kaiserreich (von 1871 bis 1918) war das Zweite… Das Heilige Römische Reich (von 1250 bis 1806) war das Erste… Dann wäre doch „nach Adam Ries“ aktuell das Vierte. Was ist im Vierten anders als im Dritten?, frage ich mich. Das Demokratieverständnis vielleicht? Ach, und die AfD? (Uiii! Pssst! Über unsere deutsche Vergangenheit, 1933, darf man nicht so laut sprechen!); sich aber jeglicher Propaganda ins Einvernehmen zu setzen, das scheint im „Vierten Reich“ ganz okay zu sein.

Manipulation, Täuschung, Vernebelung der Gehirne, Volksverdummung – also: Propaganda ist heute an der Tagesordnung, und zwar rund um die Uhr. (Merkt aber niemand). Untermensch oder Untertier, wo ist da eigentlich der Unterschied zu suchen? Lässt sich einer denn finden? Wer anderes als Menschen legt fest, wer zu den „Starken“, und wer zu den „Schwachen“ gehört? Wer zu Letzteren gezählt wird, wird von ebendiesen Erstgenannten „geächtet“, verachtet, ausgestoßen, gepeinigt, erniedrigt, gedemütigt, gequält und ermordet.

„Was macht die Außenwelt mit unserem Inneren?“, fragt der Therapeut. Na schaue dich um! DAS macht die Außenwelt, nachdem unser Inneres ihr Folge leistet. Makaber? Nein, es handelt sich hierbei schlicht und ergreifend um nichts anderes als um unsere eigene Realität. 2017. 2018… Verinnerlichte Werte der New-Age-Generation mit ihrem ach-so-modernen Weltbild verdrängen in kurzer Zeit all das, was wir als „Humanismus“ bezeichneten. Das Ergebnis liegt uns vor, seit Jahrzehnten – ohne dass jemand daran ernsthaft etwas hätte ändern wollen. Nach der Gehirnwäsche ist vor der Gehirnwäsche.

ANGENEHME TRÄUMEREI

Wer aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, bemüht sich sehnlichst darum, alsbald wieder in die süßen Träume zu „entschlafen“ auf Nimmer Wiederseh’n. Denn solange es den Zwecken der (Tier-)Ausbeuter-Mafia dient, ist ihnen nicht nur jedes Mittel „RECHT“, sondern sie schrecken auch vor keinem Mord zurück. Milliarden Tiere, die 2017 allein in Deutschland ermordet wurden, ZEUGEN davon.

Ziel jener (Tier-)Ausbeuter-Mafia ist das Ausschalten intellektueller Energien. Jedes erkennbare Hervortreten kritischen Gedankengutes wird unmittelbar im Keim erstickt. Eine Entwicklung hin zum denkenden Subjekt wird ins Gegenteil umgekehrt. Status quo: Wir verblöden. Auf unserem von Mensch und Tier gemeinsam „besiedelten“ Planeten, werden Tiere von einer Menschgesellschaft nicht als Mitlebewesen respektiert, sondern von ihr vorsätzlich abgespalten, damit „stark“ und „schwach“ für die Starken optimal positioniert bleibt. Denn: Wir sind die HERRENMENSCHEN, und der Hund gehört an die Leine! „Wir“ sind in diesem Fall wir Menschen, und das sind genau die, die uns Angst machen = die (Tier-)Ausbeuter. Oder bist du und ich kein Mensch?

Sagt der Moralist: „Aber das ist doch unentschuldbar, sowas.“ Nur: Das, lieber Leser, das juckt die Schuldigen überhaupt nicht. Vom „Schicksal“ spreche ich ja nicht gern – es hat solch einen Entschuldungsfaktorbeigeschmack, dabei handelt es sich in der Tat um so etwas wie Fügung, wenn wir uns die „Situation der Schuldbarkeit“ vor Augen führen, uns, die wir allesamt qua Geburt eben dieser hilflos ausgesetzt sind. Uns fehlt von Anbeginn an der Score. Hans-Magnus Enzensberger hat das einmal treffend mit seinem Gedicht über die Geburt beschrieben. Die anderen zählen schon, was sie an dir verdienen, noch bevor du getauft bist.

BLIND GEBOREN

Das Damoklesschwert – es ist unsichtbar! Uns droht keine Endabrechnung. Wir können tun und lassen, was wir wollen. Die „Situation der Schuldbarkeit“, so wir sie denn erkennen möchten, ist von einem Einzelnen, selbst im Erwachsenenalter, kaum zu bewältigen. Der Schrecken, mitschuldig und permanent aktiv schuldig zu sein, nichts gegen eine Entschuldung getan zu haben, selbst ausgegrenzt werden zu können, wenn man das zur Sprache brächte, lähmt jeden. Das Verzwickte: Es existiert kein einziger Unschuldiger unter den Menschen (…„der werfe den ersten Stein“, und so!) – also werden nicht nur alle bewahrt, sondern man bewahrt sich auch selbst vor der Wirklichkeit, bspw. Tierversuche in Echtheit und Echtzeit zu erleben.

Und wäre dem nicht so, würde sich alles schlagartig ändern, auch der Geschmack echter Erdbeeren, der unserer künstlichen Welt aus Baumrinde in Plastikbechern gewichen ist. Allerdings müsste sie ALLE absolut GLEICHZEITIG treffen, die Wirklichkeit – dann vielleicht…

Die Wahrheit 2017 bliebe dennoch bestehen. „Das Grauen ist unvorstellbar“ (Zitat aus einer Dokumentation über deutsche Konzentrationslager). Nein. Konzentrationslager existierten 2017 nicht mehr. Wohl war. Wollen wir mal einen Blick hineinwerfen in eine „Tierversuchsanstalt“! Tun wir das mit dem Herz „am richtigen Fleck“! Ist es uns dann egal? Die (Tier-)Ausbeuter-Mafia weiß, dass das nicht passieren wird.

Wegsehen ist eine deutsche Eigenschaft. Und die Franzosen? Okay, die Franzosen schauen auch weg. Darum geht’s aber nicht. Es sind halt eben NICHT NUR DIE ANDEREN! Heute leben wir in einer Gesellschaft aus Egoisten, die primär auf sich selbst schauen, um nichts anderes sehen zu müssen. Ich und ich und ich. Selfi, Selfi. „America first“. Das Wichtigste bin ICH. Ansonsten ist nichts wichtig.

In den Medien wurde 2017 Tierschutz großgeschrieben, so umfangreich wie noch nie zuvor. Und noch nie zuvor war die Tierausbeutung und -quälerei derart umfangreich wie in 2017 – jeweils auf Deutschland bezogen. Die früher hin und wieder verwendete Bezeichnung TierRECHT ist fast ausgestorben, dabei existierten TierRECHTLER schon in den 1970er-Jahren. 2017 hat die (Tier-)Ausbeuter-Mafia ihren Siegeszug deutlich ausbauen können, während Veganer sich immer und überall Vegan-Rezepte tauschten.

90 Millionen Menschen sind 2017 zu den fast 8 Milliarden hinzugekommen. Dieser Satz allein würde ja eigentlich schon als (aussagekräftiger) „Jahresrückblick“ ausreichen. Während Deutschland in Bevölkerungszahlen mehr oder minder stagniert, sind in gerade mal einem Jährchen mehr Leute auf die Erde gekommen als Gesamtdeutschland Einwohner zählen könnte. Yupp und yepp! Das hat doch was! (Wie viele von diesen 90 Millionen hat PETA – bspw. – schon zum Guten hin bekehrt?).

Ja, das dürfte schwer sein in Anbetracht der auch zukünftig 1,7 Millionen, die allwöchentlich die Wildnis rund um den Erdball urbanisieren werden. Und ich will garnicht so laut meckern – immerhin habe ich mit anderen auch einen eigenen Tierrechtverein gegründet. Klar, wir können nicht den Anspruch erheben, die Welt umzudrehen. Wir alle leben in dieser jetzigen. Aber wenigstens sollten wir dazu stehen. Fast alle Tierrechtler teilen die Welt ebenfalls ein in „vorrangig schützenswert“ und „weniger schützenswert“ oder eben ungefähr so.

Da hätten wir exemplarisch die Primaten, die keine Menschen sind, sondern Affen. Sie sollen ein bisschen Recht erhalten. Zumindest eines auf Selfis. Fotografiert sich ein Affe, darf ein Mensch daraus keinen Profit schlagen. (Der Rechtsstreit endete 2017 mit einem Vergleich). Nicht, dass ich falsch verstanden werde: schlecht finde ich nicht, dass man darüber nachdenkt… wie aber verhält es sich mit der Seegurke? Könnte man ihr eine Unterwasserkamera mit Selbstauslöser basteln?

Fortsetzung von Teil 2 heute Nachmittag ……….

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Ein Kommentar zu “RETRO 2017 – Der ganz andere Jahresrückblick (Teil 1)

  1. Es steht sehr schlimm um diesen Planeten, die Natur, einfach alles! Und das Thema Tierschutz ist das Traurigste, was es ueberhaupt geben kann, denn bei allen anderen Befreiungsbewegungen, wie gegen die Sklaverei, Diskriminierung der Frauen, Arbeiterkampf usw. handelte es sich um unsere eigene Spezies, welche ebenfalls fuer sich sprechen konnte (auch auf jenen Gebieten ist noch nicht mal ein grauer Schimmer vor dem Walde), aber bei der Welt der Tiere handelt es sich erstens um abertausende von Arten, mit jeweils ihrer eigenen Sprache, welche der Mensch nicht versteht – und welche (diese Arten) somit nicht fuer sich selber sprechen koennen – nicht weil sie nicht sprechen koennen, sondern weil der Mensch so tut, als verstehe er sie nicht.

    Der Tierschuetzer hat nun eine doppelt harte Aufgabe: 1. muss er fuer die Rechte der Tiere kaempfen, welche dies aus oben genannten Gruenden nicht selbst tun koennen – und 2. muss er fuer sich selber kaempfen, um von der Gesellschaft respektiert, oder ueberhaupt zur Kenntnis genommen zu werden. Im Unterschied zu den oben drei genannten Kaempfen ist der Kampf im Tierschutz also doppelt so hart, zumal es sich ja eben nicht nur um eine, dh unsere eigene Spezies handelt, sondern um multiple Lebensformen, wozu sich logischerweise auch der Naturschutz gesellt, denn ohne Natur koennen ja die Tiere nicht ueberleben und wir schlussendlich auch nicht.

    Innerhalb der verschiedenen Gattungen wird nun aufgeteilt in ‚Haustiere‘, ‚Nutztiere‘, ‚Versuchstiere‘, ‚Wildtiere‘, ‚Streuner‘ usw. und die verschiedensten Tierschutz-Organisationen setzen dann entsprechend ihre Schwerpunkte, wobei die allermeisten Gruppen doch versuchen, alle Gebiete abzudecken. Zwei grosse Gefahren lauern dabei: 1. ein latenter Speziesismus innerhalb des Tierschutzes und 2. euphorische Meldungen bei vermeintlichen Erfolgen und ein paar Wochen oder Monate spaeter kommt dann der grosse Rueckschlag, weil sich naemlich ueberhaupt nichts geaendert hat. Zur Zeit laeuft so eine Supernachricht bezueglich eines Pelzherstellers, von welchem ueberall zu lesen war, er verzichte in Zukunft auf Pelz. Was heisst in Zukunft? Wenn man dann die eigentliche Nachricht (bei Peta) liest, steht zwischen den Zeilen, dieser Hersteller werde nur noch bis Ende 2018 Pelze im Sortiment haben. Bis dann haben aber viele Tierschuetzer, welche die taeglichen Tierschutznachrichten lesen, inzwischen vergessen, was vor einem Jahr gemeldet wurde – und merken gar nicht, wenn der entsprechende Hersteller 2019 weiterfaehrt! Dies ist nur ein kleines Beispiel von vielen auf allen Tierschutzgebieten, so etwa auch mit der Haltung von Legehennen und den verbrecherischen Kastenstaenden bei Schweinen und Kaelbern, welche wirklich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind, und von denen es bereits 1985 hiess, sie wuerden abgeschafft! Sind sie abgeschafft? Nein – sie sind es nicht, aber die Spender wurden eben jahrzehntelang hingehalten.

    Andererseits machen aber viele Tierschutz-Organisationen auch viel gutes, so etwa Peta in Bezug auf diese Aufklaerungen und Herstellungen des ‚Traumamannes‘, den sie vielen wissenschaftlichen Betrieben zur Verfuegung stellen – und wie sie selbst sagen, Millionen kostet. Was daran stimmt, Weiss ich nicht, aber falls es wahr ist, ist es eine mehr als gute Sache. Allerdings haben bis jetzt nur die Drittweltlaender ein Herz gehabt zur Umstellung und Modernisierung, waehrend Laender wie die USA und UK immer noch fuers Militaer Tiere zutode quaelen, vornehmlich Schweine und Ziegen – ‚es sind ja nur Ziegen‘, sagt das US-Militaer, waehrend dies in Afrika in genau derselben Weise ganz hoch angesehene Tierschuetzer ebenfalls sagen, denn sonst wuerden sie der dortigen Bevoelkerung nicht das Gehirn waschen, sie sollten doch gefaelligst Huehner, Ziegen und Kuehe fressen, statt Schimpansen, unter dem Vorwand ganz vegetarisch funktioniere nicht. Und genau das stimmt nicht denn es gibt gerade in Afrika eine sehr gute vegane Bewegung, welche ich zu einem spaeteren Zeitpunkt in einer Aufsatzreihe vorstellen moechte.

    Wir duerfen nicht aus Fatalismus, Bequemlichkeit oder sogar Interessengruenden gewisse Tiere schuetzen und andere ans Messer liefern – und es spielt keine Rolle, wie gross ein Tier in unseren Augen ist, denn

    ‚Der Kaefer spuert den gleichen Schmerz wie ein Riese‘ – William Shakespeare

    (habe den obigen Text nicht mehr durchgelesen)

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