Traurige Neujahrsgrüsse


So, liebe Leser und Freunde dieses Blogs, wieder ist ein Tierqual-Jahr zu Ende und faengt ein neues Tierqual-Jahr an. Dieses Perpetuum Mobile des Grauens ist in etwa mit einem Albtraum (boeser Traum) zu vergleichen, aus welchem sich inzwischen ein Alptraum (schlimmes Erlebnis) entwickelt, welches in die Realitaet uebergreift und weltweit von ihr Besitz ergreift, wie der Krebs von den gesunden Zellen. Hiermit ist es auch ein Ding der Unmoeglichkeit, allen ein schoenes, gutes Jahr zu wuenschen, da es ja eben dies fuer uns Tierrechtler NICHT sein wird!

Es wird wieder ein faschistisch abgestimmter Totentanz der Tiere und der Natur sein, zu welchem ich aber nicht zu schweigen gedenke und jeden aufrechten und ehrlichen Menschen bitte und ermuntere, dieses Jahr 2018 ebenfalls fuer die Tiere das Wort zu ergreifen und nicht zu allen Verbrechen, welche da in selbstherrlicher Dominanz vom zweibeinigen Parasiten an der Schoepfung begangen werden, zu schweigen. Denn es ist genau diese schweigende Mehrheit, zusammen mit den verantwortungslosen Regierungen, welche Schuld an dieser weltweiten toedlichen Ausbeutung traegt. Sicher, das Leben ist fuer viele dermassen schlimm und hart, dass sie nur zu oft schauen muessen, wie sie ueber die Runden kommen! Aber jeder kann etwas kleines beisteuern, es liegt an jedem einzelnen, in dieser Welt der Misere und des Unglueckes ein kleines Licht anzuzuenden, auch wenn es sich darum handelt, z.B. eine Maus, eine Ratte oder ein Insekt nicht zu toeten, sondern diesem zu helfen.

Wer ist denn schon der Mensch, dass er sich anmasse, wer das Leben verdient und wer nicht! Sind wir doch alle Kinder und Wesen hervorgegangen aus derselben Quelle. Wie kann ein Mensch sagen ‚Dies ist ein Nutztier‘ Was ist denn ein Nutztier – doch nur eine Fiktion, welche sich in den Koepfen der empathielosen Bestien abspielt, damit sie besser parasitieren koennen. Der Mensch ueberhebe sich nicht ueber die Tiere (Fjodor Dostojewski), sondern er ehre und achte alles, das lebt. Wie kann es sein, dass ein Wuestling auf dieser Erde auftritt, alles frisst und zermalmt – und anschliessend wieder verschwindet im gleichen Loch, aus welchem all jene hervorgingen, welche er zuvor zu Tode quaelte, ohne Gewissen, ohne Moral und ohne Ethik! Das unwerte Leben des Irrwichtes Mensch.

Auch mit denjenigen, die ganz oben sitzen wird der Knochenmann dereinst Schlitten fahren, aber nicht nur im Winter, fuer den ist immer Saison und der ist immer puenktlich!

Solch eine Spezies, welche mir die letzte Freude, die letzte Zuversicht, den letzten Glauben an irgend etwas, die letzte Zuneigung zum Menschen im Herzen ertoetet und zertrampelt, hat mich masslos enttaeuscht – ja sie hat mich dermassen versteinert, dass ich von ganzem innersten Wesen hoffe, dass mit meinem Tod ALLES ausgeloescht sein wird, denn sonst wuerde ja diese furchtbare Erinnerung bleiben und bleiben und bleiben!

Im Todesschlaf bin ich in Sicherheit – ich danke Dir Mensch, dass DU mir diesen letzten Schritt DERMASSEN erleichterst! Da bin ich dem kleinen zweibeinigen Toeter mit seinem nimmersatten Frassbrand aber eine ganze Nasenlaenge voraus! DANKE!

Ja, ja – der Sand rinnt durch die Uhr fuer alle! Die weise Kraehe weiss das, denn sehr oft spuert sie schon Tage voraus, wenn einer stirbt – und sie versammeln sich zu Hunderten und schwaermen und warten! Dies erlebte ich persoenlich im Aarauer Spital, wo eine mir sehr nahe Person verstarb! Ein sehr eindrueckliches Erlebnis, welches ich nie mehr vergesse!

Mensch – was hast du aus mir gemacht!

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215 Familien retten zu Weihnachten 1700 ausgediente Legehennen

„Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt – aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.“

Dieser Leitsatz begleitet unsere Tierschutzarbeit von Beginn an… Obwohl er manchmal fast ein wenig abgedroschen wirkt, beschreibt er doch treffend den Kern unserer Arbeit, so dass wir ihn nie ändern mochten. Kürzlich lasen wir im Gästebuch auf unserer Homepage einen interessanten Eintrag von einem User namens Micha. Er schrieb, dass dieses Zitat irgendwie nur halb zutreffe, denn: „Wenn sich jemand entschließt, ein Mitgefühl für ein Mitwesen zuzulassen, dann verändert sich auch die Welt für diesen Menschen. Er bekommt auch etwas von den Hühnchen zurück.“

Natürlich hat er recht. Es ist ein Geschenk, das die Rettung eines Tieres dem Menschen bringt, der sein Herz und seine Hände für eben dieses Tier öffnet. Beschenkt wird er mit dem unvergleichlichen Glück, das er spürt, wenn er ein anfangs verängstigtes, abgemagertes, zerrupftes kleines Huhn in einem liebevoll hergerichteten Stall zum ersten Mal zur Ruhe kommen, dann neugierig die Umgebung erkunden und schließlich wohlig in einem Strohnest einschlummern sieht, wenn er es zum ersten Mal und von da an jeden Tag aufs neue voller Tatendrang in der Erde scharren und voller Hingabe im Sand baden sieht… Beschenkt wird er auch mit dem Glauben ans Gute, mit der Zuneigung und dem rührenden Vertrauen, das einem diese kleinen Tiere schenken, die bisher nur Leid und Gefangenschaft in ihrem Leben erfahren haben.

Heute heißt unser Bericht nicht „RdH rettet 1700 Hennen“, sondern „215 Familien retten 1700 Hennen“. Denn heute möchten wir diesen Bericht den Menschen widmen, die unsere Arbeit tragen : Den ganz besonderen Menschen, die sich bei uns melden, um ausgediente Legehennen aufzunehmen. Ohne unsere Hühneradoptanten könnten wir kein einziges Leben retten. Sie wollen genauso wie wir nur, dass diese Tiere leben. Dass sie durch Deutschlands Gärten laufen, gackern und GESEHEN werden. Jeder Hühneradoptant leistet automatisch wertvolle Aufklärungsarbeit in seinem sozialen Umfeld. Sie sind das, was wir auch sind: Lebensretter.

Sie schenken unseren Hühnern das Leben. Sie schenken uns und vielen anderen Menschen Hoffnung und Zuversicht, weil es tröstend und heilend ist zu sehen, dass es genau diese Menschen gibt, die „Mitgefühl für ein Mitwesen zulassen“ und tätig werden.

Für das gesamte RdH-Team ist es ein enormer Kraftakt, eine Rettung zu organisieren und die vielen Hennen zu vermitteln. Im Falle unserer sehr kurzfristigen Weihnachtsrettung galt es, innerhalb von 6 Wochen, Lebensplätze für 1700 Hühner bei Menschen zu finden, die bereit waren, sich am Abend oder in der Nacht vor Heilig Abend auf den Weg zu machen, um ihre Hühner abzuholen, die bereit waren, sich auch während der Feiertage mit besonderem Augenmerk um die Eingewöhnung und Pflege der Hühnchen zu kümmern, auch Tierarztbesuche während der Festtage in Kauf zu nehmen – sprich, Menschen, die ihr Weihnachten den Hühnern zu schenken würden. Der Rettungstag selbst ist extrem stressig , mit viel Vorbereitung und Planung verbunden und aus jedem Einsatz gehen wir erschöpft, aber überglücklich heraus. Für unser Team war es die sinnvollste vorweihnachtliche Beschäftigung und wir wurden reich beschenkt mit vielen wunderbaren Momenten, als wir mit den Transportern an den Übergabepunkten eintrafen:

Dort standen sie schon: Insgesamt 209 Familien, die mit ihren Transportboxen und klopfendem Herzen auf „ihre Schützlinge“ warteten. Am 23.12.2017 – mitten in vorweihnachtlicher Hektik waren sie da – zuverlässig, aufgeregt und dankbar, ein Teil der Rettung sein zu dürfen. Viele waren schon früh losgefahren und warteten schon länger am Treffpunkt, weil sie auf keinen Fall zu spät kommen wollten und waren miteinander im Gespräch. Am letzten Übergabeort in Hannover trafen wir erst nach Mitternacht ein – und auch das nahmen diese tollen Menschen ohne Nachfrage oder Zweifel in Kauf. Viele von ihnen sind „Wiederholungstäter“, haben bereits einmal Hennen von uns übernommen, sind uns bekannt und vertraut.

„Ich kann auch ein oder zwei Hühner mehr nehmen, wenn ihr noch Plätze braucht.“ – „Wir bleiben bis zum Ende, damit auch ja kein Huhn übrig bleibt.“

Manche Hühnereltern erzählen uns, dass sie vor Aufregung kaum schlafen konnten oder wie sie bereits liebevoll den Stall eingerichtet und kuschelig gemacht haben. Andere begrüßen ihre Hühner schon bei der Übergabe mit Namen und immer wieder sehen wir auch in strahlende Kinderaugen, wenn wir die Hühner an die Familien übergeben. Diese wunderbare positive Stimmung voller Wohlwollen und Zuneigung für unsere Hühner, atmen wir sofort ein, sobald wir einen Treffpunkt erreichen, und Stress und Erschöpfung werden einfach weggepustet.

Jeder einzelne dieser Hühneradoptanten steht fest auf der Seite der geretteten Hühner – und jedes gerettete Huhn hat somit die Welt seines Menschen verändert. Die Rettungsberichte, die wir auf unserer facebook-Seite veröffentlichen, erreichen sehr hohe Klickzahlen und werden immer positiv kommentiert. Wenn wir solche schönen Rückmeldungen bekommen, dann geht das nicht nur „runter wie Öl“, sondern gibt uns auch unheimlich viel Kraft und Mut, weiterzumachen.

Doch heute heißt der Bericht nicht „RdH rettet 1700 Hennen“, sondern „215 Familien retten 1700 Hennen“ ! Wir sagen DANKE für dieses Weihnachtsmärchen: IHR seid wertvoll, IHR verändert die Welt und es ist schön, dass es Menschen wie EUCH gibt!

Euer Team von Rettet das Huhn e.V.