Wort zum Sonntag

So, so, ihr wollt also die Welt retten, lebenswert erhalten, vorm Untergang bewahren, gar das Chaos abwenden? Dann müsstet ihr weltweit nur drei Dinge tun: Religion, Glaube und Aberglaube durch Vernunft und Wissen ersetzen, durch Antinatalismus die Weltbevölkerung um neunzig Prozent reduzieren und in die Köpfe der Menschen Achtung und Demut vor jeglicher Kreatur einpflanzen. Ihr sagt, das sei utopisch, unmöglich, undurchführbar. Recht habt ihr und genau deswegen werden eure Kinder und Enkel elend im Chaos stranden. Es gibt kein Entrinnen mehr für alle Zukünftigen!


Wie viele große, kleine, kluge und dumme Gedanken sind mir verflogen, sind von mir vergeblich gedacht worden! Sie dienten alle dazu, die Gegenwart zu ertragen, die Sinnlosigkeit zu verbergen, sie waren die Maske der Nichtigkeit allen Seins.


Nichts ist beschränkter als der Glaube an unbeschränktes Wachstum in einer endlichen Welt.


Die Zeit fließt nur in eine Richtung. Triviale Feststellung, aber welch immense Konsequenz für dich, besonders wenn du zurückschaust. Fast jedes Geschehen in deinem Leben wurde irreversibel und es gibt Momente, da kann dich diese Erkenntnis erdrücken.


Tiefe Gedanken haben gemeinhin keine Strahlkraft für die Menschen und können sich deshalb kaum durchsetzen, denn der verführerischste Glanz für sie liegt bei der Stupidität, bei den gröbsten Instinkten.


Willst du deine Gedanken und Aussagen, die sich nicht auf dokumentierte Fakten beziehen, auf die Stufe der Redlichkeit und Ehrlichkeit heben, muss dein Endurteil immer lauten: Ich glaube, dass etwas so ist, aber ich weiß es nicht mit Sicherheit bzw. ich glaube nicht, dass etwas so ist, aber ich weiß es nicht mit Sicherheit. Den Glauben, dass etwas so ist bzw. so nicht ist, kannst du allenfalls mit Wahrscheinlichkeiten oder deiner Erfahrung untermauern, trotzdem gelangst Du zu keiner absoluten Sicherheit. Pyrrhon von Elis (* um 360 v. Chr. in Elis; † um 270 v. Chr.) sagte es ähnlich: Es kann so oder so oder ganz anders sein.

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Ein Kommentar zu “Wort zum Sonntag

  1. Ja – vieles ist ungewiss, aber ich Weiss inzwischen, wie diese Welt enden wird, naemlich genauso wie es hier oben steht – im Chaos. Eigentlich befindet sie sich schon mitten drin, denn durch die unverbruechliche Ruecksichtslosigkeit und Einsichtslosigkeit des Menschen beschleunigt er selbst diese Turbine, in welche viele Raeder und Zahnraeder verankert und angeschlossen sind – und somit kann das ganze nicht mehr angehalten, geschweige denn rueckwaerts gedreht werden. Es ist fuer mich und viele Tier- und Naturfreunde ein grosser Schmerz, machtloser Zeuge einer Zeit zu sein, welche fuer die Lebewesen, dem wertvollsten, das es gibt, nur Untergang, Qual und Tod bedeutet. Schuldigen gibt es hier nur einen, den Menschen, welchem ich mich heute ferner fuehle als je zuvor.

    Wie koennte es mich denn freuen, zu einer Gattung zu gehoeren, welche alles schoene bloss aus dem Blickwinkel des Nutzens betrachtet und alle Schoenheit zerstoert. Goethe hatte einmal gesagt: ‚Waer das Aug (des Menschen) nicht sonnenhaft, es koennt die Sonne nicht erkennen. Dies hat er natuerlich symbolisch gemeint. Aber aus der Perspektive dieser Symbolik muss die heutige Antwort lauten: offenbar ist sein Aug NICHT sonnenhaft, denn er erkennt sie nicht, die Sonne der Schoenheit, der allumfassenden Liebe, der voelligen Zwecklosigkeit, des Lebens. Einer, der ganz wenigen, welcher ebendieser ‚Zwecklosigkeit‘ lebte, war Ludwig von Bayern (deshalb galt er ja bei seinen Zeitgenossen und heute ebenfalls als verrueckt) Er wurde beseitigt, weil man fand, er verschwende Geld fuer Sinnlosigkeiten, waehrend man ebendieses, das leide Geld fuer den Krieg ausgeben wollte. Als sie dann weinend und blutend zu ihm gekrochen kamen, antwortete er ihnen: ‚Ich wollte diesen Krieg nicht – jetzt will ich nichts davon hoeren!‘

    Der Mensch denkt immer, dass nur die Gewalt an den Lebewesen Sinn und Zweck des Lebens sei – und er pflegt diesen Gedanken sorgsam, wie einen kostbaren Schatz: Schlachthaeuser und Schlachtfelder – das ist der Inhalt seiner ganzen Existenz, welche ihn zielsicher in den Untergang fuehrt, aber nicht ohne die grauenhafte Tatsache, dass er alle anderen Geschoepfe mit sich in den Abgrund reisst, ohne je gefragt zu haben, oder sich zu kuemmern. Es existieren heute sehr wohl Tierschuetzer, welche Macht haetten, diesen eingeschlagenen Todeskurs zu aendern, aber sie sind keine Tierschuetzer mehr – das ist der springende Punkt. Einmal an der Macht, faellt die Fuersorge und Gerechtigkeit des Menschen wie ein Schleier von ihm – und er zeigt seine wahre Totenmaske. Zurueck bleiben die Machtlosen, Zwei- und Vierbeiner und harren ihres Ungluecks, das da auf sie zukommen wird, denn da sie keine Macht haben, bleibt ihnen wohl keine andere Moeglichkeit, als auf den allgemeinen Todessturz ins Nichts zu warten…..

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