Tierschutz geht uns alle an !!!

Bewegende Mahnwache gegen Massentierhaltung

Um Ungerechtigkeiten abzuschaffen, müssen sie zuerst sichtbar gemacht werden. Was Menschen nicht wissen, hinterfragen sie auch nicht, und was nicht hinterfragt wird, kann auch nicht geändert werden. Knapp 300 Animal Equality-Aktivisten haben sich vor wenigen Tagen vor dem Brandenburger Tor in Berlin versammelt, um eine der größten Ungerechtigkeiten unserer Zeit sichtbar zu machen: das milliardenfache Leid von Tieren in der Massentierhaltung. Auf ihren Händen trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion die sonst unsichtbaren Opfer des Systems: Tiere, gestorben unter den schlechten Haltungsbedingungen in den grausamen Fabriken der Massentierhaltung.


Petition: Massentierhaltung auf die Klimaschutzagenda!

Klimaschutz beginnt auf unseren Tellern. Leider ist dies viel zu wenigen Menschen wirklich bewusst. In Bonn beraten vom 6. – 17. November zahlreiche Nationen auf der Weltklimakonferenz, wie sie dem drohenden Klimawandel entgegentreten können. Allerdings steht bisher einer der Hauptverursacher nicht auf der Agenda: die landwirtschaftliche Tierhaltung.

Schau Dir nachfolgendes Video mit Dr. Melanie Joy als Sprecherin an und erfahre, warum die Tierhaltung einer der größten Klimakiller unserer Zeit ist:


Petition: Videoüberwachung deutscher Schlachthäuser

Von Daniela Böhm

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Landwirtschaftsminister, sehr geehrte Abgeordnete des Bundestags, es gibt zahlreiche besorgniserregende Berichte über die Zustände in deutschen Schlachthäusern – Missbrauch und Fehlbetäubungen gehören mittlerweile zur Tagesordnung. Eine Fehlbetäubung bedeutet für das Tier im schlimmsten Fall, seine Zerlegung/Verbrühung bei vollem Bewusstsein mitzuerleben.

Die Fehlbetäubungsrate bei Rindern liegt in Deutschland zwischen vier und neun Prozent. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2016 12,5 Millionen Rinder geschlachtet – bei einem Mittelwert wären dies 875.000 mangelhaft- oder fehlbetäubte Rinder. Bei den Schweinen liegt die Rate zwischen 3,3 und 12,5 Prozent, bei Geflügel und anderen Tieren gibt es keinerlei Einschätzung oder Statistik. Diese Zahlen und Fakten sind erschütternd.
Siehe nachfolgende PDF-Datei:

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/100/1710021.pdf

Eine gesetzliche Videoüberwachung sowie die zusätzliche kontinuierliche Präsenz von Amtstierärzten in den sensiblen Bereichen Betäubung und Tötung kann diesen Missständen entgegenwirken. Denn die Gründe für eklatante Verstöße gegen das Tierschutzgesetz haben vor allem mit menschlichem Versagen zu tun: Mangelnde Anwesenheit von amtlichem Aufsichtspersonal, Akkordarbeit, z.T. nicht ausreichend geschultes Personal (viele sind sogenannte Wandermitarbeiter mit Werksverträgen aus Osteuropa) sowie Gleichgültigkeit gegenüber dem Lebewesen Tier und in Folge Misshandlungen vor oder während des Tötungsaktes. All dies widerspricht dem deutschen Tierschutzgesetz aufs Schärfste.

Es ist daher die zwingende Aufgabe des Gesetzgebers, entsprechende Verordnungen zu schaffen, die sicherstellen, dass die sogenannten Nutztiere zumindest ohne zusätzliche Qualen willkürlicher oder unwillkürlicher Natur, getötet werden.

Auch in Frankreich soll ab dem 1. Januar 2018 nach einer Testphase die Videoüberwachung in Schlachthöfen eingeführt werden. Grund für dieses Gesetzgebungsverfahren waren die von Tierschützern enthüllten skandalösen Zustände in vielen Betrieben.

Siehe: https://www.topagrar.com/news/Schwein-News-Schwein-Frankreich-Kameras-sollen-in-allen-Schlachthoefen-Pflicht-werden-7021286.html

In München stellte PETA e.V. Ende 2015 Strafanzeige gegen den Betreiber der Rinderschlachtung wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Es handelte sich dabei um ein mangelhaftes Bolzenschussgerät, der daraus resultierenden hohen Fehlbetäubungsrate und andere Missstände, zu denen auch die Nichteinhaltung der Wartefristen zwischen Betäubung, Stich und Zerlegung zählte.

Für die dritte Bürgermeisterin der Stadt München, Frau Christine Strobl, war die damit einhergehende Petition mit über 87.000 Unterzeichner*innen, im Sommer 2016 Anlass, der Sache auf den Grund zu gehen. Gemeinsam mit anderen Politiker*innen besuchte sie den Münchner Schlachthof und beantragte daraufhin Verbesserungen, um zusätzliches Leiden der Tiere zu verhindern. Hierzu zählen vor allem die Videoüberwachung in den Bereichen von Betäubung und Schlachtung, zu der sich die Betreiber bereit erklärt haben, als auch die Schaffung einer zusätzlichen Veterinärstelle vor Ort und im Kreisverwaltungsreferat. Den zusammenfassenden Bericht des fraktionsübergreifenden Stadtratsantrages, der ohne Gegenstimme angenommen wurde, können Sie hier einsehen:

https://www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/4510181.pdf

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Landwirtschaftsminister, sehr geehrte Abgeordnete, die Umsetzung Tierschutz verstärkender Maßnahmen am Münchner Schlachthof sollte auch für die über viertausend anderen Schlachtbetriebe in Deutschland gesetzlich eingeführt werden. Im Paragraf 4 des deutschen Tierschutzgesetzes zur Tötung von Wirbeltieren heißt es u. a.: „Ein Wirbeltier darf nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) in einem Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden.“

Doch die Realität in deutschen Schlachthäusern wird der Gesetzgebung in diesem und anderen Punkten oft nicht gerecht. Das beweist z. B. der Schlachthofskandal in Fürstenfeldbruck, den SOKO Tierschutz im Frühjahr diesen Jahres aufdeckte.

Jedes Tier, das unter vermeidbaren zusätzlichen Qualen sterben muss, ist ein Tier zuviel.

Als Unterstützer*in dieser Petition bitte ich Sie unbedingt um eine entsprechende neue Gesetzgebung an Schlachthöfen in Form von Videoüberwachung und kontinuierlicher Anwesenheit eines(r) Amtstierarztes/ärztin in dem sensiblen Bereich Betäubung und Tötung sowie beim Entladen/Eintreiben der Tiere, um Misshandlungen willkürlicher oder unwillkürlicher Art zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen
Daniela Böhm


Hilferuf aus Rumänien

Während bewunderungswürdige Tierschützer in Rumänien fieberhaft daran arbeiten, möglichst das Leben vieler unschuldigen und zum Tode verurteilten Hunde zu retten, landen ständig neue Hunde in rumänischen Tötungsstationen. Immer wieder werden in diesen rumänischen Sheltern neue Todes-Kanditaten eingeliefert, denen die Tierschützer oftmals nicht mehr helfen können, weil ihnen einerseits die finanziellen Mittel fehlen, um die Tiere freikaufen zu können und es andererseits auch keineswegs einfach ist, die aus solch einem Tötungs-Shelter herausgeretteten Hunde nachfolgend in liebevolle und schützende Hände zu vermitteln. Hunde, die das Pech haben, in derartigen Sheltern zu landen, werden gnadenlos nach 16 Tagen getötet und während dieser Zeit auch nur selten oder gar nicht gefüttert.

Um all diesen Hunden künftig besser helfen zu können, planen die in Sebes Lancram (Kreis Alba/Siebenbürgen) agierenden Tierschützer nunmehr ein eigenes kleines Tierheim für die Übergangsphase und das hierfür erforderliche Gelände haben sie bereits gefunden. Wer diesen Hunden mit einer Patenschaft, einer Pflege – oder Endstelle helfen kann und möchte, und auch mehr über das geplante Projekt wissen will, melde sich bitte bei Stefanie oder bei Inka.

Kontakt:
Stefanie Gimmel: StefanieGimmel-tvt@web.de
Inka Eßer: inka@pepmedienservice.com

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Ein Kommentar zu “Tierschutz geht uns alle an !!!

  1. Daniela Boehm und Melanie Joy sind beide ganz hervorragende Tierrechtler, sogenannte Nadeln der Gerechtigkeit im Heuhaufen der Ungerechten! Dies ist vielleicht ein unangemessener Vergleich beiden Gruppierungen gegenueber. Die einen sind viel mehr als nur Nadeln, die anderen viel schrecklicher als bloss ungerecht. Aber es ist mittlerweile ein grosses Kunststueck bei so viel Elend und Verbrechen dauernd in negativer Weise nachzudoppeln, denn die Verbrechen an den Tieren koennen inzwischen gar nicht mehr durch geeignete Worte qualifiziert werden, was uebrigens dem empathie- und gewissenlosen Gegner eh egal ist, als wen oder was man ihn qualifiziert, Hauptsache, er hat seinen Fleischqualfrass auf dem Teller. Aber ich moechte doch eine kleine Geschichte erzaehlen, die mir gestern widerfahren ist! Dazu kann ich nur beifuegen, dass sie WAHR ist, auch wenn sie unglaublich klingt, sie ist aber ein Spiegelbild der aktuellen Welt, in der wir leben:

    Gestern abend kam, wie alle paar Tage mein Nachbar an die Tuer und brachte mir die Gemuesesuppe, welche er stets von allen aus meinem Garten geernteten Gemuesen in koestlicher Mischung zubereitet. Allerdings kocht er darin immer ein Stueck Fleisch, weshalb ich sie nicht zu mir nehmen kann, da es mich ekelt, was ich ihm aber verschweige. Ich bedankte mich bei ihm und fragte ihn so beilaeufig, ob denn das Wasser des Dorfbrunnens, wie ich gehoert hatte, tatsaechlich so gesund sei. ‚Ja, selbstverstaendlich‘, meinte er. Von wo kommt denn die Quelle? fragte ich ihn. ‚Vom Friedhof, deshalb ist das Wasser so wuerzig und enthaelt sehr viel Magnesium und Kalzium, wegen der Knochen‘. Ich dachte zuerst, er mache Spass und meinte im Spass: Ja, bei den taeglichen Leichenteilen auf dem Teller kommt’s auf das Leichenwasser auch nicht mehr an. Da meinte er, aber todernst: ‚ja genau, das ist alles fasaniert!‘ (faisané in franzoesisch). Damit sprach er den Verwesungsprozess an, in welchem ja der Fasan gefressen wird. Als ich gestern einschlief hatte ich Herzrasen. Ich glaube, ich werde in diesem Frankreich noch hungers und durstes sterben, aber nach solchen Enthuelllungen bringt man nun wirklich nichts mehr runter. Das ist noch schlimmer als jener Fernsehbericht vor Jahren ueber afrikanische Wilderei, wo die ein ganzes Zelt voll verwester Affenkoepfe voller Fliegen zeigten, was dort als Delikatesse gilt.

    Und die Zeiten werden nicht besser, sondern der Mensch verschlechtert sich. Ich habe das Gefuehl, diese zweibeinige Kreatur hat den Kulminationspunkt bereits ueberschritten und ist am Runterklimmen von der Bergspitze – der entwickelt sich zurueck zum Aeffling, ob er das nun gerne hoert oder nicht. Schon die Tatsache, dass es den Verantwortlichen scheissegal ist, ob die Tiere in den Schlachthoefen zu Tode gequaelt werden. Ein Mensch, dem dies egal ist, ist jedenfalls weder ein zivilisierter, noch kultivierter noch menschlich fuehlender Mensch, sondern ein undefinierbares Ungeheuer, welches fuer diesen Planeten nur noch eine Belastung ist.

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