News von pro-iure-animalis.de

Von Dr. Bleibohm und Harald Hoos

Liebe Freunde der Tiere,

nach kurzer Unterbrechung melden wir uns mit neuer Hompage und erweitertem Internetauftritt unter der alten Adresse: http://www.pro-iure-animalis.de zurück.

Stöbern Sie auf der neuen Seite! Sie werden interessante Texte finden und sollte noch irgendwo ein kleiner versteckter Fehler auftauchen, wären wir für einen kurzen Hinweis dankbar. Auch Anregungen, Texte und weitere Ideen sind immer willkommen.

In der Vergangenheit haben wir in zahlreichen Rundmails das Problem der menschlichen Überbevölkerung für Natur, Tierwelt und Mensch thematisiert, ein Vorgang, der in der politischen Diskussion stigmatisiert, unterdrückt und totgeschwiegen wird.

Nichtsdestotrotz ist er drängender denn je, treibt unseren Planeten an den Rande des Kollapses und stößt alle Zukunft in den Abgrund des unbeherrschbaren Chaos. Eine anschauliche Darstellung am Beispiel der Armutsmigration, der Armutsinvasion, hier im nachfolgenden Video:

Auch wenn der Autor das endlose Mantra „Let’s help them there!“ vorbetet, müsste das Fazit – wie es Sabine Becker treffend formuliert – lauten: “Let’s s t o p overpopulation! Hört sofort auf, weitere Kinder in Eure Armut hineinzuproduzieren, die wieder noch mehr arme Kinder haben werden! Ihr könnt Euch selbst nicht ernähren und hört nicht auf, weitere Arme zu produzieren und sie anderen Ländern vorwurfsvoll ins Land zu schieben.“

Wir sind ü b e r b e v ö l k e r t ! Der Planet ist es. Wir alle, auch in Europa, und kein Volk stirbt aus, ganz im Gegenteil. Gesundschrumpfen und die Qualität erhöhen ist die einzige Lösung: Antinatalismus betreiben! Wie kann man das nicht sehen und aussprechen?“

Und inzwischen hat es sich also sogar (!!!) bei Nobelpreisträgern herumgesprochen, wie uns Prof. Schwägerl mailte: „A survey of 50 Nobel laureates has found that many recognise population growth to be among the greatest thrats to humanity today.“ („Eine Umfrage unter 50 Nobelpreisträgern hat ergeben, dass viele das Bevölkerungswachstum als eine der größten Bedrohungen für die Menschheit von heute anerkennen.“) So lange Zeit – viel zu lange! – waren sie damit unbegreiflich schweigsam.
Siehe: https://www.populationmatters.org/nobel-scientists-cite-overpopulation-and-environmental-destruction-as-greatest-threats-facing-humanity/

Und in deutschen Medien und Verbänden wird dies von den meisten (auch solchen, die sich „ökologisch“ nennen) nach wie vor totgeschwiegen. Da bleibt Ökologie auf Klein-Moritz- und Lieschen-Müller-Niveau.

Last, but not least – zum Reformationstag hier noch ein Link zu Luthers „Von den Juden und ihren Lügen“, ein Buch, dass fast immer verschwiegen wird.  Das sollte man einmal gelesen haben, um einen Begriff davon zu bekommen, was Geschichtsfälschung bedeutet!

In diesem Sinne, bleiben Sie kritisch!

Herzliche Grüße
für pro iure animalis

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos


Anmerkungen zum Reformationstag:

Mit Martin Luther hat die Evangelische Kirche ein erhebliches Problem: der Reformator war ein wirkmächtiger Judenhasser. Unter seinen judenfeindlichen Hetzschriften sticht sein Buch „Von den Juden und ihren Lügen“ von 1543 in makabrer Weise hervor. Darin entwickelt er sein berüchtigtes Sieben-Punkte-Programm zur Beseitigung des Judentums in Deutschland:

• Verbrennen ihrer Synagogen
• Zerstörung ihrer Häuser und Zwangsunterbringung
• Wegnahme ihrer religiösen Bücher
• Lehrverbot für Rabbiner bei Androhung der Todesstrafe
• Aufhebung der Wegefreiheit
• Zwangsenteignung
• Zwangsarbeit

Hatte der Philosoph Karl Jaspers also Recht, als er bemerkte: „Was Hitler getan, hat Luther geraten, mit Ausnahme der direkten Tötung durch Gaskammern“?

Diese Ausgabe stellt erstmals Luthers Originaltext einer werkgetreuen Übertragung in heutiges Deutsch gegenüber – ergänzt durch eine Einführung und 200 Begriffserläuterungen. Dies ermöglicht es, die fatale Wirkung des Reformators zur Verbreitung der Judenfeindschaft in Europa zu erkennen.

Lesenswerte Rezension zu diesem Buch von Uwe Lehnert, geschrieben am am 17. Juni 2016:

Hehre Lichtgestalt und mutiger Reformator oder skrupelloser Antisemit und Menschenverächter?

Am 31. Oktober 1517 schlug Luther der Legende nach seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasshandels an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg und leitete damit letztlich die Spaltung der Kirche ein. Im Jahr 2017 feiert die Lutherstadt Wittenberg das Reformationsjubiläum mit vielen vorauseilenden kirchlichen und kulturellen Veranstaltungen und natürlich der Würdigung ihres großen Sohnes. Sicherlich wird zu Recht Luthers kulturgeschichtliche Bedeutung, die durch Bibelübersetzung und große innerkirchliche Veränderung gekennzeichnet wird, gewürdigt.

Aber seine antijüdischen Schriften und die frauenfeindlichen und sonstigen menschenverachtenden Äußerungen der letzten fünfzehn Jahre seines Lebens wurden bisher in Rundfunk, Fernsehen, Film und Zeitungen geradezu systematisch verschwiegen. Bezeichnend für diese einseitige Sicht war der von kirchlichen Kreisen initiierte und geförderte Film »Luther«. Es handelte sich schlicht um einen reinen Propagandafilm. Luthers dezidierter Antisemitismus, seine Frauenfeindlichkeit, sein Abscheu gegenüber missgebildeten Kindern, die er zu töten empfahl, seine Menschenverachtung, wie sie sich zum Beispiel gegenüber den aufständischen Bauern damals äußerte, wurde mit keiner Silbe erwähnt. Ob Luthers dunkle Seiten anlässlich dieses Jubelfestes redlicherweise zur Sprache kommen werden? Seine judenfeindliche Haltung jedenfalls bildet eine schwere Hypothek.

In interessierten Kreisen ist Luthers Antisemitismus wohl bekannt, in breiten Kreisen der Bevölkerung, die hier in großer Ahnungslosigkeit einem Mann huldigt, fehlt es an diesen Informationen. Luthers Antisemitismus kommt besonders deutlich und ausführlich in seinem etwa 150-seitigen Buch »Von den Jüden und iren Lügen« zum Ausdruck, um das es hier geht. Man wird diese Schrift in öffentlichen Bibliotheken kaum finden. Sie wäre aufgrund Luthers Sprache für uns auch schwer verständlich. Von daher ist die Arbeit der Herausgeber Büchner, Kammermeier, Schlotz und Zwilling sehr zu würdigen, die eine Übersetzung in heutiges Deutsch vorgenommen haben. Der Aufbau des Buches und die Anordnung der Übersetzung erfolgten sehr zweckdienlich und leserfreundlich, indem linksseitig je einer Originalseite des Luthertextes die Übersetzung in verständlichem Deutsch rechtsseitig gegenübergestellt wurde. Sehr hilfreich sind i.d.Z. das Glossar und die erklärenden Anmerkungen. Diese helfen, den Text auch in seinen theologischen Zusammenhängen zu verstehen und zu deuten.

Wer diesen Text zum ersten Mal liest, dem wird der Atem stocken. Luther empfiehlt hier detailliert, was das nationalsozialistische Regime fünfhundert Jahre später tatsächlich ausführte. Luther schlägt in Form so genannter »Ratschläge« gegen die »verbösten« und »vergifteten« Juden vor, »daß man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke«, »daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre«, »daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein und Talmudisten«, »daß man ihren Rabbinen bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren«, »daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe«, »daß man ihnen den Wucher verbiete, … und nehme ihnen alle Baarschaft und Kleinod an Silber und Gold«, schließlich »daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brod verdienen im Schweiß der Nase«.

Nicht ohne Grund stand Luther bei Hitler in hohem Ansehen. Kann man heute noch einen Menschen feiern und würdigen, der die hier zitierten – neben vielen anderen, höchst fragwürdigen – Äußerungen von sich gab? Nach unserem heutigen Verständnis würde er gesellschaftlich geächtet und als Volksverhetzer verurteilt.

Aus mindestens zwei Gründen ist die ins Hochdeutsche übersetzte Fassung sehr zu begrüßen: 1. Angesichts der bevorstehenden Lutherfeiern sollte noch viel mehr als bisher bekannt werden, wie massiv und detailliert begründet – wenn auch in vielen, vermutlich wohl in den meisten Punkten nicht für uns nachvollziehbar – Luthers Hass auf die Juden war. 2. Das Original, auch spätere, leichter lesbare Fassungen sind – die Kirche wusste es zu verhindern – in den Bibliotheken praktisch nicht zu finden. Falls ausnahmsweise doch, dann in Luthers Sprache verfasst und in damaliger Schrift und Ausdrucksweise nicht leicht zu lesen und zu verstehen.

Aus dem Buchtext wird deutlich, wie eng sich Luther an den Bibeltexten orientierte, heute würde man seine Interpretationen wohl als kreationistisch bezeichnen. Auch spricht er immer wieder ohne den geringsten Zweifel von den vielen Wundern, die Jesus vollbracht habe. Sein ganzes gottergebenes, bibeltreues Denken offenbart sich hier. Ich denke, dass es für die interessierte Öffentlichkeit, die ja nicht nur aus Theologen besteht, wichtig ist zu erfahren, was und wie dieser Mann wirklich gedacht hat. Seine Verachtung und sein Hass auf die Juden ist geradezu krankhaft zu nennen. Er lässt keine noch so wüste Bezeichnung aus, die seinen Abscheu diesen Menschen gegenüber irgendwie noch zusätzlich zum Ausdruck bringt.

Die Herausgabe dieses in verständliches Deutsch übertragenen Textes, die das Denken Luthers besonders verständlich wiedergibt, kann m.E. nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der Öffentlichkeit wird ein Mann vorgeführt in seinem eigentlich schlichten Denken, mit zwar imponierenden Bibelkenntnissen, die von ihm aber so naiv gedeutet und als geschichtliche Wahrheiten genommen werden, wie das kaum ein heutiger Theologe noch tun würde. Insofern erlebt man als Leser bei der Lektüre die Diskrepanz zwischen seiner bis heute anhaltenden Wertschätzung und seiner tatsächlichen Einstellung und Gesinnung. Liest man seine sich immer wiederholenden Tiraden gegen »die« oder »den« Juden, dann kann man sich gut vorstellen, wie er heute gegen andere Religionen oder Humanisten oder gar erklärte Atheisten hetzen würde.

Rechtfertigt Luthers kultureller Beitrag zur deutschen Sprache und die Loslösung von einem korrupten Papstregime diese bisher so einseitige Sicht auf ihn? Bischöfin Käßmann bezeichnete Luthers Judenhass bagatellisierend als »überzogen«. Bischof Huber sprach verharmlosend von Luthers »beschämenden Aussagen zu den Juden«. Wie können die Veranstalter dieses Luther-Jubiläums und die mitjubelnden Politiker eingedenk des Holocausts guten Gewissens diesen Mann so feiern? Müssten wir nicht, wie bei anderen historischen Größen auch, Luthers heutige Bedeutung für uns nach heutigen Maßstäben beurteilen? Schließlich muss man Luther als einen der geistigen Vorväter einer rassistischen Ideologie bezeichnen.

Es wird höchste Zeit, der Öffentlichkeit ein realistisches und ehrliches Bild von Martin Luther zu präsentieren. Zum Gesamtbild dieser historischen Figur gehören sein Antisemitismus, seine Frauenverachtung, sein Abscheu gegenüber den unterdrückten Bauern, sein absolutes Obrigkeitsdenken, seine oft polemischen Ausfälle gegen Menschen, die nicht seinen Erwartungen entsprachen. Ein Großteil der Gedanken Luthers widerspricht unserem heutigen, an den Menschenrechten orientierten normativen Konzept. Der »gute« Luther lässt sich nicht von dem »bösen« trennen. Luther muss als Gesamtpersönlichkeit gesehen werden. Das weiß die Evangelische Kirche. Würde sie redlich und konsequent handeln, desavouierte und demontierte sie allerdings ihren Religionsstifter.

Es ist das Verdienst der Übersetzer und Interpreten dieser Schrift, der Öffentlichkeit, den feiernden Politikern und der einseitig informierten Bevölkerung ein wichtiges Stück Aufklärung geliefert zu haben. Ob die Botschaft tatsächlich ankommt, ist bei der »Schwerhörigkeit« der Kirchen, der Politiker, auch des Großteils der Medien aber mehr als ungewiss.

Quelle: amazon.de

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Ein Kommentar zu “News von pro-iure-animalis.de

  1. Das obige Video ist wirklich sehr beeindruckend – da wird einem die ganze Gravitaet des Problems bewusst! So geht das tatsaechlich nicht weiter, denn wenn es nicht frueher zu einer Katastrophe kommt, so kommt sie todsicher spaeter! Das ist ein Riesenproblem, zumal offenbar Kirche und Staat auch hierzu schweigen! Diese beiden Giganten auf toenernen Fuessen schweigen zu jedem wichtigen Problem, deshalb steuert das Erdenschiff so zielsicher in den Abgrund!

    Zur globalen materiellen Armut kommt noch die geistige Armut, welche aus dem Menschen endgueltig ein debiles Monstrum macht – und bei dieser massiven, Hoechst bedrohlichen Ueberbevoelkerung wird es weder materiell, noch geistig je besser. Da steht eine aeusserst duestere Zukunft vor uns und ich moechte, ehrlich gesagt, nicht zu den zukuenftigen Generationen gehoeren. Arme Erde, arme Natur, arme Tiere! Und wenn alles leergefressen sein wird, wird der Mensch sich wieder dem Kannibalismus zuwenden, zumal bereits in Europa die Trockenzeit Einbruch haelt – in Frankreich herrscht schon dermassen Wassermangel, dass das Wasser rationiert ist – und ich habe gelesen, dass es in Italien aehnlich zu und her geht. Wenn der Mensch sein Schlachtvieh nicht mehr ernaehren kann, auf dessen Fleisch er suechtig ist, dann frisst er sich selber auf, und dieser Moment wird kommen. Dann hoert der zweibeinige Wicht dort auf, wo er angefangen hat!

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