Eselfleisch für China!

  • In China werden Snacks aus Eselsprodukten als gesundheitsfördernde Delikatesse gefeiert.
  • Weil ihnen die Esel ausgehen, importieren sie diese aus Afrika, doch dort geraten deswegen Menschen in Existenznöte.
  • Niger und Burkina Faso haben bereits ein Ausfuhrverbot verhängt.

Während der Esel in Deutschland – verhaltensbiologisch völlig unhaltbar – als dumm oder störrisch verunglimpft wird, genießt er in anderen Kulturkreisen vorurteilsfreien Zuspruch. In China etwa wird das Nutztier in Form gesunder Snacks sehr geschätzt: Wer in Scheiben servierte Gelatine aus Eselshaut oder -knochen verspeist, mit Nüssen und Beeren verfeinert, darf sich angeblich auf ein gestärktes Immunsystem und eine respektable Libido freuen. Die wachsende chinesische Mittelschicht hat die Nachfrage zuletzt in die Höhe getrieben, auf der Angebotsseite allerdings hakt es: Von Jahr zu Jahr werden im Land weniger Esel gezüchtet, weil in der Landwirtschaft Traktoren und Laster die Tiere ersetzen.

Um die Nachfrage trotzdem zu befriedigen, verlegen sich manche Hersteller auf Tricks: Immer wieder fliegen Scharlatane auf, die den Konsumenten Gelatine vom Pferd oder Schwein unterjubeln. Solche Fake-Produkte sind auch für regelmäßige Konsumenten geschmacklich kaum vom Original zu unterscheiden, ihnen wird aber freilich nicht dessen Wirkung auf den Organismus nachgesagt. Der Bedarf an echten Eseln ist deshalb gewaltig – und diesen Bedarf stillt China zunehmend auf dem Weltmarkt, genauer: in Afrika. Der fernöstliche Hunger auf das tierische „functional food“ wurde zuletzt so groß, dass sich jetzt die Regierung des westafrikanischen Niger gezwungen sah, die Ausfuhr von lebenden Eseln sowie deren Häuten und Knochen zu verbieten.

Der Handel hatte Ausmaße angenommen, die das Land – es gehört zu den ärmsten der Welt – lahmzulegen drohten. Seit Beginn dieses Jahres haben bereits etwa 80 000 Esel Niger verlassen, im gesamten Vorjahr waren es dagegen nur 27 000. Mit der Nachfrage sind auch die Preise auf den nigerischen Viehmärkten explodiert: Dort verlangen Händler inzwischen bis zu 130 Euro für ein ausgewachsenes Tier – etwa viermal so viel wie im vergangenen Jahr. Angesichts der prächtigen Margen haben viele Züchter das Geschäft mit Ziegen und Schafen eingestellt und sich ganz auf Esel verlegt. Die Tiere verlassen das Land meist über das benachbarte Nigeria, wo sie weiterverarbeitet und Richtung Fernost verschifft werden.


Von RespekTiere.at

Der Hunger nach Eselfleisch in China hat schreckliche Auswirkungen auf die Populationen der ohnehin so unfassbar geplagten Tiere in Afrika; manche Länder wie Burkina Faso mussten drastisch reagieren, sie haben einen kompletten Ausfuhrstopp für Eselfleisch auferlegt, weil man fürchtet, der für jene Regionen so immens wichtige Lasttier-Bestand könnte innerhalb kurzer Zeit bis an die Grenze des Aussterbens gebracht werden. Nicht nur das, viele Kleinbauern, von den Eseln abhängig, können sich die Tiere nun nicht mehr leisten, weil die große Nachfrage den Preis in die Höhe getrieben hat. Auch Schaf- und Ziegenbauern erkannten den Boom und reagierten entsprechend; sie stiegen auf die Zucht von Eseln um, was wiederum zu einem Engpass bei diesen Tieren führte (siehe auch: „China kauft Afrikas Esel auf“ ).

Mauretanien ist mit der Problematik ebenfalls massiv konfrontiert. Es gibt Gerüchte, Eselfleisch würde nun bereits an einigen Marktplätzen in der Stadt angeboten, der Export ins Reich des Roten Drachens dürfte hinter vorgehaltener Hand florieren. Wie auch immer, Fakt ist, die ‚Mauretanian Consumer Protection Association‘ sah sich veranlasst – und wenn solche Schritte ergriffen werden, dann ist wohl schon Feuer am Dach – kürzlich Informationen zu veröffentlichen, welche das fieberhafte Rennen um die heiß begehrten Lizenzen zum Eselfleisch-Handel beweisen!

Die Behörde bestätigt, dass im Augenblick nur eine chinesische Firma eine gültige Lizenz besitzt; diese Firma sei den ‚üblichen Standards verpflichtet‘, zudem wird sie ‚täglich von einem Veterinär inspiziert‘. Wer Mauretanien aber auch nur ein bisschen kennt, wird eine solche Aussage zumindest anzweifeln bzw. schwer in Frage stellen …

Fünf weitere Konzerne hätten um das gefragte Papier angesucht, aber deren Bitten wurde aus verschiedenen Gründen nicht nachgegeben: zum einen etwa, so die Behörde, weil es in ihnen keine ausreichend strenge Kontrolle gäbe und zum anderen, weil sie Fleisch von verschiedenen Tieren mischen würden… Weiter sprach die Behörde davon, dass eine dieser ohne Lizenz gebliebenen Firmen MCPA erst kürzlich erneut kontaktierte, dann, um die Zerstörung großer Mengen von Fleisch zu bestätigen, eben weil aufgrund der verweigerten Lizenz die Leichenteile nun in den Lagern verrotten würden.

Sicher ist, der Esel ist begehrt wie nie zuvor, das Reich der Mitte hat ihn leider ‚zum Fressen gerne‘; da die Bestände in China wegen der großen Nachfrage jedes Jahr um fast eine halbe Million Tiere zurückgehen, wird ständig Nachschub aus Afrika geholt. Aber auch im ’schwarzen Kontinent‘ selbst verschlingen die Arbeiter der hunderten chinesischen Firmen – China hat weite Teile Afrikas längst überrannt – riesige Mengen an Eselfleisch; so berichtet einer unserer Mitarbeiter, ein Verwandter, welcher für eine chinesische Straßenbaufirma arbeitete, hatte unlängst versichert, dass die asiatischen Arbeitskollegen jeden verfügbaren Esel für rund 50 Euro kaufen würden, allein für den täglichen Verzehr. Dieser Zeuge bestätigte nebenbei eine furchtbare Grausamkeit: die Esel würden durch harte Schläge auf den Kopf getötet werden, selbstredend ohne jede vorhergehende Betäubung…


In eigener Sache :

News zu meiner erfolgten Kündigung bei der Deutschen Telekom:
(Siehe: „Kündigung meines Internet-Anschlusses“)

Wie meinerseits erwartet und erhofft, hat sich inzwischen die sogenannte „Kunden-Rückgewinnung“ bei mir gemeldet und mir nach dem üblichen Blabla des Bedauerns über meine Kündigung einen neuen Vertrag mit gleichbleibenden und unveränderten Leistungen angeboten. Nach kurzem Überlegen habe ich dieses Angenbot akzeptiert und dementsprechend meine Kündigung widerrufen – trotz der weniger erfreulichen Tatsache, dass dieser neue Vertrag auf zwei Jahre befristet ist und ich nur während der ersten 12 Monate statt bisher mit 42.- Euro nur mit 19.95 Euro zur Kasse gebeten werde und im Folgejahr abermals die monatliche Telekom-Gebühr auf runde 42.- Euro ansteigt.

Kurzum: Zumindest für ein Jahr lang habe ich mit meiner erfolgten Kündigung für mich eine Verbesserung meiner finanziellen Situation erreicht und Mitte November 2018 werde ich daher abermals diesen Herrschaften angesichts meiner bisherigen und fünfzehnjährigen Kundentreue die Pistole mitten auf die Brust setzen müssen, wodurch eventuell jene ersten 12 und weit kostengünstigeren Monate des nunmehr aktuellen Vertrages auf zumindest 18 Monate verlängert werden.

Mit lieben Grüssen an alle Tierfreunde und treuen Leser dieses Blogs – Euer Wolfgang

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