Tierschutz geht uns alle an!

Streit um Wildschweinjagd: Tierschützer muss 40.000 Euro zahlen

Zur Vorgeschichte: Unternehmer Mayr-Melnhof besitzt in der Antheringer Au im Flachgau ein Jagdgatter, in dem zweimal im Jahr Wildschweine bejagt werden. Der VGT hält das für Tierquälerei und führt seit rund eineinhalb Jahren eine Kampagne gegen den Salzburger. Dieser wehrte sich und brachte eine Privatanklage wegen übler Nachrede und Beleidigung ein.

Dieser erbitterter Streit um die Gatterjagd in der Antheringer Au hat demnach auch juristische Folgen: Für „ehrverletzende“ Postings müssen Martin Balluch und sein Verein gegen Tierfabriken (VGT) mehr als 40.000 Euro Schadenersatz zahlen. Die Wildschweintreibjagd im Jagdgatter von Maximilian Mayr-Melnhof in Anthering entzweit seit Monaten die Gemüter und führte zu einem erbitterten Streit zwischen Jäger und Grundbesitzer Maximilian Mayr-Melnhof und Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken. Freitag Abend wurde Balluch sowie der Verein gegen Tierfabriken vom Landesgericht Salzburg zu einer Entschädigungs-Zahlung von mehr als 40.000 Euro verurteilt. In der Privatanklage hatte Mayr-Melnhof dem Verein sowie Balluch persönlich vorgeworfen, insgesamt 118 ehrverletzende Postings von Facebook-Usern auf seiner Facebook-Seite nicht gelöscht zu haben. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der Verteidiger des Verurteilten kündigte Berufung an.
Quelle: salzburger nachrichten.at


Schweizer Jäger erschiesst vier Wander-Esel

Als sie aus dem Unterholz kamen, drückte ein Schweizer Jäger ab: Nun sind vier Esel tot – und ihre Besitzerin am Boden zerstört.

Das Unternehmen Arpi’âne bietet im französischen Arith Esel-Trekking an. Besitzerin Sandrine L. hatte fünf Esel, mit denen sie Touristen in der Region Savoie herumführte. Am Sonntag der Schock: Die vier Esel Fanfan (†19), Ulule (†9), Moustique (†17) und Mistral (†17) sind tot – erschossen von einem Schweizer Jäger. Nur der Esel Safran hat überlebt. Der Jäger aus der Romandie habe mehrere Schüsse auf ihre Tiere abgegeben. Zwei seien sofort tot gewesen, zwei habe sie danach wegen ihrer schweren Verletzungen einschläfern müssen. Nach den Schüssen machte sich der Jäger aus dem Staub und erst Stunden später habe sich sein Bruder bei der Besitzerin gemeldet und sich entschuldigt.

Link zum Video


NEIN zu Fiakerpferden in der Stadt!

Pferde in der Stadt und im Verkehr des 21. Jhdts sind nicht mehr angebracht. Immer wieder gibt es Unfälle, die Tiere schrecken sich vor etwas und stürzen. Ein Problem ist auch der Winter, Glatteis, Kälte, bei jedem Wetter müssen die Pferde ihren „Dienst“ tun. Wir leben im 21.Jahrhundert, wäre es nicht endlich angebracht, auf diese längst überkommene, unsinnige Tradition zu verzichten? Statt dessen könnte man Elektrokutschen oder ähnliches für die Touristen anbieten. Pferde in der Stadt, bei Hitze, bei Kälte, bei Sturm und Regen, bei Glatteis und Temperaturen über 30 Grad. Sag´ auch Du mit Deiner Stimme und Unterschrift ein klares NEIN! Schluss mit den Fiakern, Schluss mit dieser Pferdequälerei in den Städten!
Gemeinsam für die Tiere!

Bitte nachfolgende Petition unterzeichnen:


Buchvorstellung: Die Intelligenz der Tiere

Was geht im Inneren von Tieren vor? Können wir wissen, wie sie fühlen und denken?

Foto: swr.de

Carl Safina nimmt uns mit auf abenteuerliche Entdeckungsreisen in die unbekannte Welt der Elefanten, Wölfe und Orcas. Sein spannend zu lesendes Buch erzählt außergewöhnliche Geschichten von Freude, Trauer, Eifersucht, Angst und Liebe und ist voll von erstaunlichen Einsichten in die Persönlichkeiten der Tiere. Carl Safina beschreibt anrührende Beobachtungen, um dem Innenleben der Tiere auf die Schliche zu kommen.

Der vielfach ausgezeichnete Naturschriftsteller und Ökologe Carl Safina begegnet den von ihm beobachteten wilden Tieren mit Liebe, Respekt und umfassenden Kenntnissen. Sein Wissen ist genauso groß wie sein Einfühlungsvermögen; er versteht es meisterhaft, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit wundervollen Erzählungen zu verweben. Die verblüffende Ähnlichkeit von menschlichem und nichtmenschlichem Bewusstsein, Selbstbewusstsein und Mitgefühl fordert uns dazu auf, unser Verhältnis zu anderen Arten zu überdenken – und auch das Verhältnis zu uns selbst.

Carl Safina: „Meine tiefste Einsicht ist, dass das Leben ein großes Ganzes ist. Ich war sieben Jahre alt, als mein Vater und ich in unserem Garten in Brooklyn einen kleinen Schuppen bauten, in dem wir ein paar Brieftauben hielten. Als ich sah, wie sie in den kleinen Kämmerchen nisteten, sich umwarben und um ihren Nachwuchs kümmerten, wegflogen und voller Zuversicht wieder zurückkamen, als ich sah, dass sie Futter, Wasser, ein Zuhause und einander brauchten, wurde mir klar, dass sie in ihren Wohnungen ein Leben wie wir führten. Wie wir , nur auf andere Weise. Mein ganzes Leben lang habe ich mit vielen verschiedenen Tieren zusammengelebt und sie in meiner und deren Welt studiert. Dies hat meinen Eindruck, dass unsere Leben miteinander verwoben sind, verstärkt und immer wieder bestätigt. Und diese Erfahrung ist es, die ich auf den kommenden Seiten gerne mit Ihnen teilen möchte.“

Advertisements

6 Kommentare zu “Tierschutz geht uns alle an!

  1. Entsetzlich und empoerend, welche Verbrechen sich der Parasit Mensch gegenueber dem Tier, aber auch den Tierschuetzern gegenueber zu Schulden kommen laesst!

    Dass der VGT zu dieser unsinnigen und ungerechten Geldsumme verurteilt wurde ist eine tragische Folge der bitteren Tatsache, dass die hermelinbesetzte Robe der Richtergilde fuer sich selbst spricht und uns zeigt, dass diese Instanz ihre Graumasse noch in der Steinzeit wiegt.

    Es stehen in Oesterreich ein Amtskleid mit einer 12 cm breiten Hermelinverbrämung (für den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes) und 19 Amtskleider mit einer 6 cm breiten Hermelinverbrämung (für die zwei Vizepräsidenten sowie die 13 Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes, für den Leiter der Generalprokuratur und für drei Präsidenten der Oberlandesgerichte) in Verwendung.

    Fazit: Gerichtsleute, welche Paraphernalien von zu Tode gequaelten Tieren tragen, haben KEIN Gerechtigkeitsempfinden und KEIN zuverlaessiges Gewissen, dem man vertrauen kann, denn ein Mensch, welcher dem unermesslichen Tierleid gegenueber unsensibel ist, kann KEIN gerechtes Urteil faellen!

    Die Grosstadt-Fiaker sind ein eklatantes Beispiel fuer den Ausbeutungsdrang des Menschen gegenueber dem Tier, denn auch Fiaker sind genauso ein Relikt aus frueheren Tagen, und gehoeren aus der Neuzeit verbannt! Der Mensch muss die gesamte Ausbeutungs-Palette des Tierreiches, welches er im Continuum parasitiert ad acta legen! In der heutigen Neuzeit brauchen wir weder, Fleisch, noch Eier, noch Kutschen, noch Pelze, oder sonst irgendein tierisches Produkt – diese falsche Notion der Ausbeuterei geht aufs Konto der archaischen Gehirnwaesche durch die Bibel und hat sich in ungebuehrlicher Weise sogar in den Gesetzeskodex eingeschlichen! Der Mensch machte die Science Fiction seiner Unheiligen Schrift zum absoluten toedlichen Gradmesser der heutigen Realitaet – und wurde zum Vampir am gesamten irdischen Organismus, den er aussaugt wie ein Bandwurm die Gedaerme seines Opfers.

    Auf das Buch von Carl Safina werde ich hinterher in einem gesonderten Kommentar ausfuehrlich eingehen!

  2. Der Buchautor und Redner Carl Safina ist einer der ganz grossen Tierrechtler der Stunde. Ich habe eben in einige seiner Vortraege hineingehoert und setze gleich hier eine kleine Kostprobe davon auf, indem ich sie gleich uebersetze:

    Titel des Buches: Jenseits der Worte
    Zusammenfassung: Tiere haben ihre familiaeren Strukturen genau wie wir – und wenn z.B. ein Wilderer einen Elefanten toetet, so kann sich dies auf die ganze Familie und Gruppe auswirken. Auch fuer bestimmte Tiergattungen sind persoenliche Beziehungen untereinander sehr wichtig, worunter er in diesem Falle Woelfe, Elefanten und Killerwale zaehlt, spricht diese persoenlichen Austausche aber z.B. bei Heringen ab, welche keine naeheren Beziehungen zu einander pflegen. Irgendwie scheint mir aber, dass er da einen gewissen Unterschied macht zwischen jenen Tieren, welche Sozialgruppen-Verhalten an den Tag legen, und jenen, welche dies nicht tun. Er meint dann, man koenne die einen als ‚Er‘ oder natuerlich auch ‚Sie‘ bezeichnen, die Heringe aber als ‚IT‘ – Es. Und obwohl ich natuerlich seine grossartigen Leistungen nicht in Zweifel ziehe oder es mir nicht zusteht, ihn zu kritisieren, ist fuer mich persoenlich eben der Hering auch eine ‚Er‘ oder ‚Sie‘, aber ohne soziales Verhalten, sonst begeben wir uns aufs Glatteis, wo wir auch jene Primatologen finden, welche sagen, nur Grossaffen muessten vor der Vivisektion geschuetzt werden – und nicht die Kleinaffen, nur weil das Skelett derjenigen einen Schwanz aufweist, denn viele Menschenbabys kommen auch mit Schwaenzen zur Welt, welche aber stillschweigend von den Aerzten entfernt werden! Dies versicherte mir meine fruehere Chefin, deren Mann Chefarzt in der Geburtenabteilung am Kantonspital in Zuerich war. Also wer ist jetzt naeher mit wem verwandt? Deshalb sollte fuer jeden Tierschuetzer jene goldene Regel gelten, dass ALLE Lebewesen auf gleicher Stufe stehen, wenn es um den Respekt dem Leben gegenueber geht, ob es sich nun um einen Elefanten, einen Borkenkaefer, oder einen kleinen Meeresfisch handelt, der unpersoenlich, aber im Schwarm schwimmt, denn wie Carl Safina selber sagt: alle Tiere haben ihre ureigene Ausdrucksweise, welche es zu respektieren gilt. Jedenfalls danke ich ihm fuer seinen grandiosen Einsatz fuer Tiere, welchen er in jener ihm zur Verfuegung stehenden Weise erfuellt!

  3. Lieber Wolfgang,
    zu den Kosten, die Martin Balluch und auch andere Personen vom Verein VgT.at verurteilt waren, möchte ich sagen, dass Balluch insgesamt Unkosten von 600.000 Euro hatte. Ein gutes Jahr dauerte der Prozess gegen seinen Verein, wo er bzw. sei Verein wegen „Bildung einer terroristischen Vereinigung“ (das natürlich bei den Haaren herbeigezogen war) angeklagt war. Diesen Zeitraum konnte er nicht arbeiten, weil der Prozess in Wiener Neustadt stattfand, jede Woche an drei bis vier Tagen. Alle Beteiligten wurden frei gesprochen. Auch eine von der Polizei eingeschleuste Person, konnte dem Verein VgT.at nichts anhaben oder unterschieben.

    Als Martin Balluch einen Prozess wegen Entschädigung anstrengte wurde er zur Bezahlung von Gerichtskosten usw. verurteilt und muss noch mal 53.000 Euro bezahlen. Es ist ganz klar, dass Balluch mundtot gemacht werden soll und auf jedem Fall eingeschüchtert. Aber Martin Balluch ist ein Mann, der nicht so schnell aufgibt. Aber er hat auch auf seiner Seite um Spenden gebeten wegen der hohen Kosten, die er wegen dieses unerhörten Prozesses zu tragen hat (einen großen Einfluss beim Verlauf des Prozesses hatte die Firma Kleider Bauer, die Pelze verkauft).
    Liebe Grüße – Hubert

    • Lieber Hubert,
      Die europaeischen Laender haben der Demokratie schon lange entsagt! Als ich seinerzeit gleichzeitig waehrend dieses Prozesses mit Gut Aiderbichl in email-Kontakt war, bekam ich ploetzlich einfach so, von der oesterreichischen Polizei ein email, in welchem man mich sozusagen vor ‚Gut Aiderbichl‘ und anderen Tierschuetzern in Oesterreich wegen angeblich ‚kriminellen‘ Umtrieben ‚warnte‘. Ich frage mich bis heute, woher denn die wussten, dass ich an Gut Aiderbichl ein email geschickt habe!

      • Liebe Claudia,
        Du hast recht. Es bestehen nur noch formale Demokratien, die einem Praxistest nirgends standhalten. Es ist schon erschreckend, wie der Staat Einsicht in private emails nimmt, wie dein Beispiel zeigt. Gerade der Prozess gegen den VgT, unter Führung von Dr. Martin Balluch hat gezeigt, dass weder die Demokratie noch die Justiz, also der Rechtsstaat funktioniert. Auch die Polizisten waren von der Justiz gesteuert. Es war schon ein ein ungeheures Unrecht, gegen den VgT den Paragraf 283/a (oder 282/a… weiß nicht mehr genau) auszupacken, der die Bildung einer terroristischen Vereinigung beinhaltet. Erschreckend wie der Staat gegen Tierschützer vorgeht, wenn wirtschaftliche Interessen (Kleider Bauer, Pelze) im Spiel sind. Es wird alles so hingebogen, dass die Wirtschaft immer als Sieger hervor geht. Alles andere interessiert nicht. Die Tiere am allerwenigsten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s