Wort zum Sonntag


Kaum jemand ist so von der Sinnlosigkeit und Belanglosigkeit des Lebens, speziell auch des menschlichen Lebens überzeugt, wie ich. Und kaum jemand wird von Banalitäten und Belanglosigkeiten so tief getroffen wie ich.


Menschliches Leben = Materie + Bewusstsein, Tod = Materie + Nichts oder Metamorphose der Materie + Nichts


Du darfst den Tag erst dann loben, wenn du am nächsten Morgen unversehrt aufgewacht bist, so wie du dein Leben erst dann endgültig werten kannst, wenn du auf dem Sterbebett liegst. Unterliege nicht dem verführerischen Glanz des Jetzt – weder im Guten noch im Bösen.


Man kann es nicht verhehlen. Schlägt das Schicksal bei einem Menschen ein, den man kennt, dem man vielleicht sogar näher steht, überkommt einen ein Gefühl der Erleichterung. Nicht weil es ihn getroffen hat, sondern aus dem befriedigenden Wissen heraus, dass für dieses Mal das Schicksal einen selbst übersehen hat.


Man muss die Demokratie der Masse durch die Diktatur der Vernunft ersetzen.


Die Menschenmasse erdrückt jede Vernunft. Masse ist das Synonym für Beliebigkeit mit der Folge der Sinnlosigkeit von jedwedem moralisch-vernunftgesteuertem Verhalten. Masse ist die Beibehaltung triebhafter Vernichtungsinstinkte, Masse ist der Virus für einen radikalen Globocids, Masse ist der Suizid früherer Kultur und Tugend.


Alles, jeder Besitz, mein Körper und mein Leben ist mir nur vom Schicksal geliehen, nichts gehört mir endgültig und dauerhaft. Das tägliche Streben, Gieren, Strampeln, Verlangen und Vermissen sind tatsächlich nur Gaukelspiele von und für Besitzlose, eine temporäre Beschäftigung und gleichzeitig eine dauerhafte Nichtigkeit.


 

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